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    Hotel Mama

    Hallo miteinander,
    ich suche für mich einen Weg, wie ich meine Töchter 18+28 selbstständiger machen kann.
    Ein Problem ist sicher, dass ich bisher selbst sehr angepasst und passiv gelebt und andere für mich entscheiden lassen habe. (und mir selbst dadurch sehr geschadet, was mir aber erst jetzt "langsam" bewußt wird)
    Ich möchte deshalb mehr Verantwortung für mich übernehmen und gleichzeitig meinen Töchtern ihre eigene Verantwortung für Ihr Leben klarmachen.
    Hat jemand Ideen, Tipps, andere Sichtweisen, Erfahrung wie ich das machen kann?
    Danke und einen schönen Tag an alle Forumsbesucher!
    lg
    wendepunkt

    #2
    Zitat von wendepunkt Beitrag anzeigen
    Ich möchte deshalb mehr Verantwortung für mich übernehmen und gleichzeitig meinen Töchtern ihre eigene Verantwortung für Ihr Leben klarmachen.
    Mal eine Frage:
    Kann das sein, das das etwas spät kommt?
    Mir scheint, Du möchtest Deinen Töchtern etwas klarmachen, was vorher nie so klar war, und jetzt auf einmal sollen sie umdenken?
    Oder trügt mich da meine Eindruck?

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      #3
      hallo Wendepunkt,

      eintrichtern wirst Du ihnen nix können. Aber wenn Du selbst für Dich jetzt was tust und einiges veränderst, dann werden sie die Konsequenzen daraus ziehen müssen. Wenn Du z.B. aufhörst, sie zu bedienen usw. Wird nicht ohne Gemaule, Konflikte und Chaos abgehen. Aber wenn sie merken, dass Du es ernst meinst und Dir treu bleibst, werden sie sich schon anpassen. Außerdem kannst Du - falls ihr das nicht schon so haltet - sie wirtschaftlich stärker beteiligen, indem sie, wie bei einer WG, sich finanziell beteiligen müssen. Ihren Möglichkeiten entsprechend natürlich. Schätze mal, die jüngere ist noch in der Ausbildung, oder?

      Vorbild sein ist immer noch die beste pädagogische Taktik. Ihnen ihre Eigenverantwortung für ihr Leben klar machen, kannst Du nur, indem Du die Verantwortung auch wirklich bei ihnen läßt. Wobei Du das auch altersmäßig unterscheiden solltest. Eine 18jährige braucht schon noch mehr Orientierungshilfe und Unterstützung von den Eltern, als eine 28jährige.

      LG Anna

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        #4
        Hallo Hubert,
        ich weiß, dass ich sehr spät dran bin. Aber ich denke besser spät wie nie!
        Ich war total in der "Opferrolle" gefangen und habe mich einfach nicht getraut,
        mich gegen irgendjemand durchzusetzen, so "dumm" es heute auch klingt.


        Hallo Anna,
        danke für deine "Wortmeldung".
        Vor allem an das Gemaule, Konflikte und Chaos und mir selbst "treu" sein, muß und will ich mich noch gewöhnen, bzw. muß ich lernen "auszuhalten".
        Das mit der wirtschaftlichen Beteiligung wie bei der "WG" finde ich eine gute Idee, die ich teilweise auch schon eingeführt habe (selber ihre Wäsche waschen, bügeln, am Wochenende kochen).
        lg
        wendepunkt

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          #5
          Hey Wendepunkt!

          Ich hab eine Idee: Du könntest das ganze langsam angehen lassen und dabei gut auf dich aufpassen. Darauf komme ich weil du schreibst dass du eine lange Zeit diese Opferrolle gelebt hast und schreibst, dass du noch einiges lernen musst auszuhalten. Alte Gewohnheiten ziehen zu lassen , sowie neue annehmen, ist ein Prozess und du hast nun auch noch die zwei Kids, die auch dazwischenfunken. Könntest du dir vorstellen dir Zeiten nur für dich zu nehmen? Feste Zeiten, mit Entspannungsprogramm, ganz auf dich zugeschnitten, in denen deine Töchter warten müssen und du nicht für Konfliktgespräche bereit zu haben bist?

          Ich wünsch dir ganz viel von deiner neuen Freiheit!
          Lieben Gruß,
          Teresa

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            #6
            Hallo,

            ich denke, es geht im Moment in erster Linie um Dich. Kümmere Dich erst und intensiv darum. Werde selbstbewusster, selbstbestimmter, selbständiger. Und fordere ein, was Du brauchst Wenn Deine Töchter Dir irgendwann folgen wollen, ist gut. Wenn nicht, dann nicht. Sie sind beide erwachsen - die Ältere in jedem Fall. Sie müssen ihr Leben jetzt selber gestalten. Nimm ihnen das nicht ab. Versuche nicht, sie nach Deinen Vorstellungen zu formen. Vor allem hüte Dich davor, bei ihnen zu versuchen, was Du bei Dir nicht schaffst / geschafft hast. Lebe vor und sie werden das übernehmen, was sie für sich für richtig halten. Bleibe bei Dir.

            Liebe Grüße
            Lauzi

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              #7
              Hotel Mama

              bei aller Rücksicht auf alte Gewohnheiten und Befindlichkeiten, würde ich hier pragmatischer vorgehen, denn so ein Selbstfindungsprozess kann Jahre dauern.

              Erstmal auf deine ältere Tochter bezogen, zum Beispiel so:

              "Wir werden dir jetzt eine schöne Wohnung suchen. Du bekommst
              alle Unterstützung, die du für den Umzug brauchst. Ich traue dir zu
              und erwarte von dir, dass du mit fast 30 Jahren, einen eigenen Haushalt führst."

              Das wird dann sicher einiges an Diskussionen in der Familie auslösen.

              Zu meiner Jugendzeit (in der DDR), waren die meisten Kinder spätestens mit 18 Jahren aus dem Haus, entweder zur Lehre, zum Wehrdienst oder zum Studium. Das war im ersten Moment nicht einfach, aber man wuchs mit der Eigenverantwortung. Im nachhinein sage ich: "Es war gut so!".


              Vor allem, den Humor dabei nicht vergessen, denn so schlimm ist das alles nicht!

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                #8
                Hallo Wendepunkt,
                Ich finde, daß du eine sehr große Sache ansprichst und wie Simon sagte diese große Sache meist Jahre dauert. Bei manchen hört es nie auf .
                Aus deinen wenigen Worten liest es sich für mich so, als würdest du gerne einen sehr großen und deutlichen Schnitt in deinem Leben machen wollen. Ich finde es auch sehr wichtig, daß man sich erstmal sozusagen um sich selbst kümmert und sich im stillen verändert. Aufmerksam wird und während der Selbstfindungsphase erstmal den Weg herausfindet, wie man sein Leben leben möchte.
                Aber ihr habt ja alle schon ein gewisses Alter erreicht und ich bin der Meinung, daß man als 28Jährige schon einiges Vertragen, Verkraften und vor allem verstehen sollte. Vielleicht solltest du für dich drüber nach denken, um was es dir genau geht und dann deine doch sehr unterschiedlichen Töchter, zu mindest im Alter, berücksichtigen. Für die eine werden deine Konsequenzen der Veränderung anders sein, wie für die andere. Letzten Endes möchte ich dich darin bestärken aus der Passivität auszubrechen und endlich was in deinem Leben zu verändern. Und hoffe, daß du mit der nötigen Sensibilität an die Sache ran gehst mit möglichst wenig Schaden möglichst große Schritte gehst. Deine Töchter sind groß und denke ich in der Lage auch aus Fehlern zu lernen, wenn es auch manchmal seine Zeit braucht und einem schwer fällt.
                Und Hotel Mama macht nichts zu. Hat vielleicht einfach nur öfter geschlossen?!

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                  #9
                  Zitat von wendepunkt Beitrag anzeigen
                  Hallo miteinander,
                  ich suche für mich einen Weg, wie ich meine Töchter 18+28 selbstständiger machen kann.
                  Ein Problem ist sicher, dass ich bisher selbst sehr angepasst und passiv gelebt und andere für mich entscheiden lassen habe. (und mir selbst dadurch sehr geschadet, was mir aber erst jetzt "langsam" bewußt wird)
                  Ich möchte deshalb mehr Verantwortung für mich übernehmen und gleichzeitig meinen Töchtern ihre eigene Verantwortung für Ihr Leben klarmachen.
                  Hat jemand Ideen, Tipps, andere Sichtweisen, Erfahrung wie ich das machen kann?
                  Danke und einen schönen Tag an alle Forumsbesucher!
                  lg
                  wendepunkt
                  Räume mit dir, deinem Leben auf. Lebe deine neuen Erkentnisse aus. Lass deinen Töchtern spüren und erkennen das der vorherige Weg den du gegangen bist nicht in jeder Hinsicht der hilfreiche Weg war. Mache aber nicht den Fehler eine derartige Wandlung von deinen Töchtern zu erwarten und zu fordern. Sie waren ein anderes Leben geöhnt. Und überlasse ihnen nicht die Verantwortung die dir als Elternteil zukommt, und umgekehrt. :propeller:

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