Hallo liebe Community
Bin nicht sicher, ob der Beitrag in dieses Unterforum passt, da es um das Gegenteil von Liebe und Partnerschaft geht. Im Januar hat sich der Mann, mit dem ich 13 Jahre zusammen war, von mir getrennt. Ehrlich gesagt hatte ich damit überhaupt nicht gerechnet, auch wenn bei uns nicht alles perfekt lief. Im Gegenteil, ich hätte ihn gern geheiratet und eine Familie mit ihm gegründet, habe auch erste vorsichtige Vorstöße in diese Richtung unternommen. Aber es ging nicht so richtig voran, und schließlich stellte sich heraus, dass er in eine andere verliebt war und sie auch in ihn. Das war unser Ende.
Knapp zwei Monate sind seitdem vergangen, und alles in allem geht es mir ziemlich schlecht. Die großen organisatorischen Sachen sind erledigt (eigene Wohnung mieten, das Gröbste einrichten etc.), aber in mir fühlt es sich leer und dunkel an. Er hatte viele wunderbare Eigenschaften, die ich vermisse. Unser Zusammenleben, die vielen kleinen Gemeinsamkeiten, Gespräche und Scherze, Rituale, Freizeitgestaltungen fehlen mir doch sehr. Auch wenn ich mit dem Kopf weiß, dass – selbst wenn er noch an mir interessiert wäre – das mit uns keine wirkliche Zukunft hätte, da wir emotional nicht harmonieren. Bei mir haben Partner und Beziehung einen hohen Stellenwert, Gefühle sind intensiv und beständig, und ich finde es wichtig, an der Partnerschaft zu arbeiten und sich immer wieder zusammenzuraufen. Im Lauf der Jahre nimmt bei mir die empfundene Verwurzelung mit dem Partner immer mehr zu. Dagegen ist er gefühlsmäßig etwas wechselhaft. Die Bindung an die Partnerin nimmt bei ihm mit den Jahren nicht zu, sondern ab, weil ihn Gewohnheit und Alltag mit derselben Frau anscheinend nicht dauerhaft ausfüllen. Er schaut dann gern mal, was noch so an interessanten Frauen auf der Welt ist, und das Ausleben einer neuen Schwärmerei ist ihm wichtiger als die gemeinsamen Jahre. Statt an der bestehenden Beziehung zu arbeiten, schweigt er sich über Konflikte aus und läuft begeistert zur nächsten Angebeteten. Fazit: Es passt nicht.
Trotzdem tut es immer noch weh. Viele schöne Gemeinsamkeiten sind jetzt aus meinem Leben weggebrochen, und es ist soviel Leere da. Ich hasse Leere, sie ist für mich der zerstörerischste und abscheulichste seelische Zustand überhaupt. Bin seit Wochen am Überlegen, wie ich die Leerräume wieder füllen kann, denn so wie momentan geht das ja überhaupt nicht. Hinzu kommt, dass ich gern eine Familie gegründet hätte. Ich hatte mich auf Kinder und all die Themen, die dazugehören, gefreut (wobei mir natürlich klar ist, dass der Alltag mit Kindern sehr stressig und oft auch frustrierend sein kann). Daraus wird vermutlich nichts mehr, weil es für mich bald zu spät ist. Das ist der Punkt, der am meisten schmerzt, weil es keine Lösungsstrategie gibt.
Im Nachhinein ist mir vieles klar, was in unserer Partnerschaft schief gelaufen ist. Was ich falsch gemacht habe, warum ich mich jahrelang so in ihm und seinen Gefühlen täuschen konnte, inwiefern unterschiedliche Bedürfnisse bei ihm und mir dazu geführt haben, dass ich ihm zuviel von dem geben wollte, was er nicht brauchte, und zu wenig von dem, was er sich gewünscht hätte. Könnte mich vor Wut in den Hintern beißen, das alles nicht eher erkannt zu haben. Allerdings hat er es auch gefördert, indem er mir nicht gesagt hat, dass er in unserer Beziehung nicht zufrieden war. Erst als er immer dringender mit der Neuen zusammen sein wollte, kam alles auf den Tisch. Zunächst wollte er uns noch eine Chance geben, machte dann aber drei Tage später endgültig Schluss. Das war einfach zu wenig Zeit für mich, um ihm zu zeigen, dass es auch anders laufen kann. Zumindest einiges – manche Eigenschaften an sich kann man ja nicht komplett umkrempeln. Aber das, was er mir vorwarf, waren größtenteils Charakterzüge, die ich selber an mir nicht mag. Warum nur bin ich nicht eher in die Pötte gekommen?!
13 Jahre, und jetzt sind nur noch Scherben da. Wir wollen Freunde bleiben, mal schauen, wie das funktioniert. Es könnte klappen, da wir beide für den anderen nicht mehr als Partner in Frage kommen. In den unpassendsten Momenten brechen die schönen Erinnerungen über mich herein und damit auch die Tränen. Zwischendurch Leere, Einsamkeit, Angst nie wieder einen Partner zu finden, abgewechselt von Optimismus, Aktivität und Besinnen auf vermeintliche Stärken, dann wieder Hoffnungslosigkeit, Grau-in-Grau und Antriebsschwäche. Also genau das Gegenteil von Lebensfreude und Zufriedenheit.
Wie seid Ihr mit Euren Trennungen klar gekommen? Wie habt Ihr es geschafft, wieder glücklich zu werden, und konntet Ihr aus einer Trennung etwas Positives für Euch mitnehmen? Wie beseitigt man die Leere und das Emotionschaos? Im Moment sehe ich beim Gedanken an die Zukunft nur Grau. Das soll sich schnellstmöglich ändern. Als Single rundherum glücklich und erfüllt zu sein ist jetzt meine Herausforderung, und ich suche noch nach dem Weg.
Würde mich sehr über einen Austausch und Eure Erfahrungen freuen. Tut mir leid, wenn das alles zu wirr herüberkam, habe gerade wieder eine Depri-Phase.
Danke und viele liebe Grüße,
Arlene
Bin nicht sicher, ob der Beitrag in dieses Unterforum passt, da es um das Gegenteil von Liebe und Partnerschaft geht. Im Januar hat sich der Mann, mit dem ich 13 Jahre zusammen war, von mir getrennt. Ehrlich gesagt hatte ich damit überhaupt nicht gerechnet, auch wenn bei uns nicht alles perfekt lief. Im Gegenteil, ich hätte ihn gern geheiratet und eine Familie mit ihm gegründet, habe auch erste vorsichtige Vorstöße in diese Richtung unternommen. Aber es ging nicht so richtig voran, und schließlich stellte sich heraus, dass er in eine andere verliebt war und sie auch in ihn. Das war unser Ende.
Knapp zwei Monate sind seitdem vergangen, und alles in allem geht es mir ziemlich schlecht. Die großen organisatorischen Sachen sind erledigt (eigene Wohnung mieten, das Gröbste einrichten etc.), aber in mir fühlt es sich leer und dunkel an. Er hatte viele wunderbare Eigenschaften, die ich vermisse. Unser Zusammenleben, die vielen kleinen Gemeinsamkeiten, Gespräche und Scherze, Rituale, Freizeitgestaltungen fehlen mir doch sehr. Auch wenn ich mit dem Kopf weiß, dass – selbst wenn er noch an mir interessiert wäre – das mit uns keine wirkliche Zukunft hätte, da wir emotional nicht harmonieren. Bei mir haben Partner und Beziehung einen hohen Stellenwert, Gefühle sind intensiv und beständig, und ich finde es wichtig, an der Partnerschaft zu arbeiten und sich immer wieder zusammenzuraufen. Im Lauf der Jahre nimmt bei mir die empfundene Verwurzelung mit dem Partner immer mehr zu. Dagegen ist er gefühlsmäßig etwas wechselhaft. Die Bindung an die Partnerin nimmt bei ihm mit den Jahren nicht zu, sondern ab, weil ihn Gewohnheit und Alltag mit derselben Frau anscheinend nicht dauerhaft ausfüllen. Er schaut dann gern mal, was noch so an interessanten Frauen auf der Welt ist, und das Ausleben einer neuen Schwärmerei ist ihm wichtiger als die gemeinsamen Jahre. Statt an der bestehenden Beziehung zu arbeiten, schweigt er sich über Konflikte aus und läuft begeistert zur nächsten Angebeteten. Fazit: Es passt nicht.
Trotzdem tut es immer noch weh. Viele schöne Gemeinsamkeiten sind jetzt aus meinem Leben weggebrochen, und es ist soviel Leere da. Ich hasse Leere, sie ist für mich der zerstörerischste und abscheulichste seelische Zustand überhaupt. Bin seit Wochen am Überlegen, wie ich die Leerräume wieder füllen kann, denn so wie momentan geht das ja überhaupt nicht. Hinzu kommt, dass ich gern eine Familie gegründet hätte. Ich hatte mich auf Kinder und all die Themen, die dazugehören, gefreut (wobei mir natürlich klar ist, dass der Alltag mit Kindern sehr stressig und oft auch frustrierend sein kann). Daraus wird vermutlich nichts mehr, weil es für mich bald zu spät ist. Das ist der Punkt, der am meisten schmerzt, weil es keine Lösungsstrategie gibt.
Im Nachhinein ist mir vieles klar, was in unserer Partnerschaft schief gelaufen ist. Was ich falsch gemacht habe, warum ich mich jahrelang so in ihm und seinen Gefühlen täuschen konnte, inwiefern unterschiedliche Bedürfnisse bei ihm und mir dazu geführt haben, dass ich ihm zuviel von dem geben wollte, was er nicht brauchte, und zu wenig von dem, was er sich gewünscht hätte. Könnte mich vor Wut in den Hintern beißen, das alles nicht eher erkannt zu haben. Allerdings hat er es auch gefördert, indem er mir nicht gesagt hat, dass er in unserer Beziehung nicht zufrieden war. Erst als er immer dringender mit der Neuen zusammen sein wollte, kam alles auf den Tisch. Zunächst wollte er uns noch eine Chance geben, machte dann aber drei Tage später endgültig Schluss. Das war einfach zu wenig Zeit für mich, um ihm zu zeigen, dass es auch anders laufen kann. Zumindest einiges – manche Eigenschaften an sich kann man ja nicht komplett umkrempeln. Aber das, was er mir vorwarf, waren größtenteils Charakterzüge, die ich selber an mir nicht mag. Warum nur bin ich nicht eher in die Pötte gekommen?!
13 Jahre, und jetzt sind nur noch Scherben da. Wir wollen Freunde bleiben, mal schauen, wie das funktioniert. Es könnte klappen, da wir beide für den anderen nicht mehr als Partner in Frage kommen. In den unpassendsten Momenten brechen die schönen Erinnerungen über mich herein und damit auch die Tränen. Zwischendurch Leere, Einsamkeit, Angst nie wieder einen Partner zu finden, abgewechselt von Optimismus, Aktivität und Besinnen auf vermeintliche Stärken, dann wieder Hoffnungslosigkeit, Grau-in-Grau und Antriebsschwäche. Also genau das Gegenteil von Lebensfreude und Zufriedenheit.
Wie seid Ihr mit Euren Trennungen klar gekommen? Wie habt Ihr es geschafft, wieder glücklich zu werden, und konntet Ihr aus einer Trennung etwas Positives für Euch mitnehmen? Wie beseitigt man die Leere und das Emotionschaos? Im Moment sehe ich beim Gedanken an die Zukunft nur Grau. Das soll sich schnellstmöglich ändern. Als Single rundherum glücklich und erfüllt zu sein ist jetzt meine Herausforderung, und ich suche noch nach dem Weg.
Würde mich sehr über einen Austausch und Eure Erfahrungen freuen. Tut mir leid, wenn das alles zu wirr herüberkam, habe gerade wieder eine Depri-Phase.
Danke und viele liebe Grüße,
Arlene


) Oder im ersten Winter allein habe ich mir Wellnesstage in sämtlichen Termalbädern der Region gegönnt. Oder nen festen Zeitungsabend im Cafè bei nem Glas Rotwein usw (gut zu sich selbst sein, sich verwöhnen, Mitgefühl mit sich selbst). Irgend was, das nicht so aufwändig ist, eine liebe Angewohnheit, die man haben kann, weil man niemandem verpflichtet ist. 
Kommentar