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Falsche Männer

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    Falsche Männer

    Hi,

    ich bin erst kurz bei euch, würde hier aber trotzdem gern selbst mal eine Frage einstellen.

    Ich such mir immer wieder die falschen Männer aus. Jedes mal welche, die auf unterschiedlichste Art keine Zeit für mich haben, keine Gefühle zeigen können, nicht über Emotionen reden mögen - Männer, die mir das Gefühl geben, mich nicht zu lieben. Ich streng mich dann immer mehr an, er zieht sich immer weiter zurück etc. Teufelskreis . Mittlerweile kenn ich dieses Muster, denke, dass es zustande gekommen ist, weil mein Vater mich genau so behandelt (ist der einzige Grund, der mir einfällt) und komm trotzdem nicht drüber weg. Jetzt hab ich mir schon wieder einen solchen Mann "ausgeguckt". Wir sind "nur Freunde", aber trotzdem ist es genau, wie in meinen beiden Beziehungen...

    Hat jemand von euch nen Tipp, wie ich meine "Vorliebe" für diese Jungs ändern kann?

    Danke im Voraus und liebe Grüße,

    Aleydis

    #2
    Muster durchbrechen

    Du hast ein Muster. Und du kennst es. Das ist doch der erste und wichtigste Schritt und der ist schun getan. Jetzt sind Geduld und Kreativität gefragt, denn besser, du findest die Lösung allein. Tipps aus dem Forum können dich allenfalls anstoßen.
    Ob ich auch einen habe? Weiß nicht, vielleicht schaust du mal bei dir, ogb du wirklich bgereit bist, dich tief einzulassen. Wenn nämlich nicht, dann ist es ein guter Trick, die Männer auszusuchen, die es nicht bringen, da entsteht das Problem mit dem Einlassen nicht.
    LG
    D'rStier

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      #3
      Liebe Aleydis,

      hier schreibt Morgenfrau zum Thema.

      Wie Du selbst schon festgestellt hast, und das finde ich ganz prima, lebst Du bestimmte Lebensmuster.

      Das war/ist bei mir auch der Fall. Und ich würde aus meiner Erfahrung sagen, ich habe im Elternhaus ein bestimmtes Muster gelernt, und kannte keine anderen Verhaltensweisen. Diese mir angelernten Verhaltensweisen waren für mich also "völlig normal".

      Erst nach meiner elterlichen Abnabelung und durch mein weiteres selbstständiges Leben konnte ich erst erfahren, dass es unterschiedliche Möglichkeiten gibt, das Leben zu leben.

      Ich habe also bestimmte Verhaltensweisen so oft wiederholt, bis ich meine Lektion lernen und mich selbst verändern konnte.

      Nur durch meine eigene Veränderung ist es möglich, andere Menschen kennen zu lernen, denn ich ziehe heute andere Menschen an.

      Es war für mich ein jahrelanger Weg, aber er hat sich gelohnt!

      Ganz liebe Grüße
      Morgenfrau.

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        #4
        Ich kenn das nur zu gut und bin deshalb ein gutes Beispiel dafür, dass man wenn man WILL ein anderes Denkmuster entwickeln kann (geht leider nicht von heute auf morgen und man sollte permanent an sich arbeiten) und somit andere Dinge und vor allem Menschen in sein Leben zieht.


        Ich finde es toll, dass du dieses Muster erkennst. Der zweite Schritt ist, wissen welchen Partner man gerne hätte (+ wie man behandelt werden will), permanent an sich selbst zu arbeiten (man muss sich erst selbst ändern um sein Umfeld ändern zu können), Einstellungen, Handlungsweisen überdenken ect.


        Das Leben ist ein Lernprozess.

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          #5
          Danke für eure Antworten. Ich arbeite täglich an mir, lese alle möglichen Bücher zum Thema, nehme mir so viel Zeit wie möglich, um die Tipps dann auch umzusetzen (schwierig mit kleinem Kind, geht aber). Welchen Partner bzw was für einen Partner ich möchte, weiß ich mehr als genau und trotzdem verliebe ich mich NIE wenn ich so einen Mann treffe. Ich lern ihn kennen, weiß genau, dass es der Typ Mann ist, den ich suche - und es springt einfach kein Funke über...vielleicht bin ich ja einfach noch nicht so weit und weiß es nur nicht *grübel*

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            #6
            Zitat von Aleydis Beitrag anzeigen
            Welchen Partner bzw was für einen Partner ich möchte, weiß ich mehr als genau und trotzdem verliebe ich mich NIE wenn ich so einen Mann treffe.
            Hier kommen zwei Dinge zusammen, die nicht immer einer Meinung sind.
            Das eine geschieht mit dem Kopf (der passt zu mir) das andere geschieht mit dem Herz, Gefühl, Seele, oder wie auch immer Du es nennen willst.
            Wer zu Dir passt, so etwas kann man sich aussuchen, in wen Du Dich verliebst kannst Du Dir nicht aussuchen, und Du kannst Dich auch nicht willentlich in jemanden verlieben, oder entlieben.

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              #7
              weiß nicht, ob das ein Trost ist, aber nach ausreichend erfahrungen mit einem bestimmten, garstigen Männertyp hatte ich es irgendwann so satt, das ich die Nase von der Spezies voll hatte, und siehe da- aber sie nur noch von weitem gesehen. Also, Abgewöhnung durch Überdruss, und, für mich damals hilfreich: Viel Lamento und verteufeln der "Bösewichter". Dann reicht es nur noch-sehen und durch das Raster fallen lassen.

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                #8
                Zitat von Aleydis Beitrag anzeigen
                Ich lern ihn kennen, weiß genau, dass es der Typ Mann ist, den ich suche - und es springt einfach kein Funke über...vielleicht bin ich ja einfach noch nicht so weit und weiß es nur nicht *grübel*
                Ich habe folgende Erfahrung gemacht:

                Immer wenn ich glaubte, dass der jeweilige Mann genau mein Typ ist und bestimmt "Mr. Right", wurde ich enttäuscht. Ich wollte es zu sehr (erzwingen).

                Dann hatte ich für meine Verhältnisse längere Zeit keine Dates mehr ect., mir wurde es sogar schon EGAL und plötzlich ist jemand in mein Leben getreten der einerseits genau den Typ Mann verkörpert den ich mir wünsche und anderseits ist da eine Kleinigkeit die für mich früher nie in Frage kommen wäre... Die Zeit hat mich gelehrt, dass bestimmte Dinge wie Geld, Alter ect. sekundär sind.

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                  #9
                  Hallo Sonnenfell und Julilicious,
                  ich kann euch nur beipflichten mit euren Erfahrungen. Meiner Meinung, nach ist nur wichtig, wie man miteinander umgeht.
                  Liebe Grüße
                  Anne

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                    #10
                    Zitat von Aleydis Beitrag anzeigen
                    ... Ich lern ihn kennen, weiß genau, dass es der Typ Mann ist, den ich suche - und es springt einfach kein Funke über...*grübel*
                    Warum glaubst du, Aleydis, dass du dich verlieben musst? Ich frage jetzt nicht das übliche "Wo steht das?", denn ich weiß, dass es an vielen Stellen steht, dass Liebe so anfängt. Aber: als ich meine Frau kennen lernte, mit der ich jetzt über zehn Jahre in inniger Liebe zusammen bin, war überhaupt nix mit "Funke überspringen", Schmetterlingen im Bauch und all dem romantischen Zeug. Sie hat mich überhaupt nicht interessiert.
                    Das Schicksal wusste jedoch ein paar Tricks, damit ich sie dennoch kennenlernen konnte: Kennen und lieben.
                    LG
                    D'rStier

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                      #11
                      Hallo Aleydis,

                      ich kenne dieses Muster nur zu gut aus eigener Erfahrung.
                      Ich selber hatte ständig das Gefühl nicht gut genug zu sein, auch bei meinem langjährigen Partner.
                      Das Verhalten meines Partners war ähnlich dem meiner Eltern. Er hat, genau wie sie auch, mir keine emotionale Zuwendung zukommen lassen.
                      Ich habe Jahre in einem Hamsterrad gestrampelt.
                      Warum, habe ich mich auch gefragt.
                      Meine Antwort für mich: weil es mir bekannt vorkam und ich mich bei ihm zu Hause gefühlt habe. Er war meinem Zuhause aus der Kindheit so ähnlich und mir dadurch so vertraut.
                      Was ich für Liebe meinerseits hielt, war einfach nur die Sehnsucht nach Zuwendung.
                      Seit ich angefangen habe, mich selber in den Arm zu nehmen (dies gelingt mir durch die Arbeit mit dem inneren Kind) und mich anzunehmen mit all meinen Fehlern und Grenzen, diese wichtig zu nehmen, ist es mir langsam möglich, Menschen zu lieben.
                      Und diese Menschen sind oft genau die, die ich früher zwar total lieb gefunden hätte, aber überhaupt nicht für mich passend.

                      Ich habe auch noch nicht meine Liebe gefunden, aber mich selber.

                      Irgendwann, wenn ich ganz bei mir angekommen bin, werde ich auch die „richtigen“ Männer kennen lernen. Davon bin ich überzeugt.

                      Franziska.

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                        #12
                        Ich kann das mit dem Zitieren noch nicht richtig, also antworte ich mal einfach so...

                        @Hubertus: Genau das ist es. Mein Kopf und mein Gefühl sind sich absolut nie einig...

                        @Julilicious: Ich hab nie Dates. Ich lern Männer beim Sport kennen, über Freundinnen etc.Ein echtes Date hatte ich noch nie...Das mit dem egal-sein könnte das Problem sein. Mir ist das nicht egal. Ich möchte kein Single sein, das passt einfach nciht zu mir...

                        @D´rStier: Wenn ich mich nicht verliebe, ist es Freundschaft...fühlt sich dann zumindest so an. Ich war mit einem Mann sehr gut befreundet, mochte ihn echt gern, wir haben uns kennen gelernt, ewig geredet etc. Aber als er meinte, er fühlt mehr, konnte ich das nicht erwidern. Ich mochte ihn - mehr nicht. Es gab keine körperliche Anziehung, nicht den Wunsch, ihn mal in den Arm zu nehmen etc. Ich denke nicht, dass ich mich sofort verlieben muss - aber zumindest irgendwann, wenn ich ihn kenne...

                        Liebe Grüße,

                        Aleydis

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                          #13
                          @Franziska: Kannst du mir das mit dem inneren Kind näher erklären? Wie arbeitest du damit? Das klingt wirklich interessant!

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                            #14
                            Liebe Aleysis,

                            die Arbeit mit dem inneren Kind habe ich vor 4 Jahren begonnen, als ich das Buch „Aussöhnung mit dem inneren Kind“ von Erika J. Chopich und Margaret Paul gelesen habe.
                            Für mich war es das optimale Buch für den Einstieg.
                            Dazu gibt es auch ein Arbeitsbuch. Das habe ich mir auch bestellt (gibt es bei Amazon oder Ebay auch schon mal billig gebraucht) und ich fand die praktische Arbeit mit mir selber sehr hilfreich. Sehr intensiv und manches mal schmerzhaft.
                            Die These ist, dass Verletzungen aus der Kindheit unser Erwachsenenleben vergiften und stören.
                            Dadurch, dass ich mein inneres Kind (ich habe mich als 3-Jährige schon verlassen und seither meinen damaligen Vertrauenspersonen Eltern und Geschwister sehr viel Macht über mein Leben, was ist richtig, was ist falsch, bin ich richtig, usw. gegeben) dort abgeholt habe, wo ich es verließ und es durch die Entwicklung der Jahre begleitet habe, es lieb- und verständnisvoll in den Arm genommen habe, hat es immer mehr Vertrauen in meine liebevolle Erwachsene gewonnen.
                            Ich hatte das Glück hier im Ort einen Wochenendkurs zu dem Thema besuchen zu können.
                            Das hat so gut getan, die Erfahrungen im Kreis von Gleichgesinnten zu machen und sie teilen zu können, dass ich die Kursleiterin fragte, ob die Möglichkeit bestünde, dies zu wiederholen in einer festen Gruppe.
                            Seitdem bin ich in einer Frauengruppe, die es sich zum Ziel gemacht hat „sich das Leben zu nehmen, um es nie mehr zu verlieren“.
                            Das heißt, wir treffen uns unter Therapeutischer Anleitung 1x im Monat und „arbeiten“ mit Themen, die gerade dran sind.
                            Ich habe seitdem nie wieder das Gefühl gehabt, einsam zu sein.
                            Und: ich bin befreit von der Ansicht, ich sei ohne „Beziehung“ halbwertig.
                            So viele alte Glaubenssätze, die man mir im Laufe eines Kinderlebens und auch später eingeimpft hat.
                            Nun bin ich mein eigener Richter (zumindest schon ziemlich oft).

                            Es gibt zu dem Thema noch viele andere Bücher.

                            Ich wünsche Dir viel Erfolg auf dem Weg zu Dir.

                            Liebe Grüße
                            Franziska.

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                              #15
                              Danke, dass du es so ausführlich erklärt hast. Ich denke, damit kann ich auf jeden Fall an meinem Lieblingsproblem "emotionale Abhängigkeit" arbeiten. Nach dem Buch schau ich gleich mal in der Bücherei (Net).

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