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Mein Leben stagniert.

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    Mein Leben stagniert.

    Hallo zusammen. Ich bin momentan in einer schwierigen Phase. Ich hänge seit 2 Jahren in einem Job fest, der mich langweilt und unterfordert. In meinem erlernten Beruf zu arbeiten möchte ich nicht, da ich momentan kein größeres Interesse für dieses Themengebiet entwickeln kann. Dennoch bietet mir der Job einige Vorteile, ich bin in ihm sehr flexibel und ich hätte die Möglichkeit aufzusteigen (was zwar verlockend ist, ich jedoch nicht motiviert genug bin).
    Vor zwei Jahren bin ich auch mit meinem Freund zusammengezogen. Seitdem streiten wir uns oft um Kleinigkeiten (wer hilft wieviel im Haushalt) aber auch fundamental um Aspekte der Beziehung. Wir sind sehr unterschiedliche Menschen mit unterschiedlichen Interessen. Daher unternehmen wir eher selten Dinge gemeinsam. Ihn stört dieser Umstand sehr, mich jedoch nur manchmal, da ich auch gern Dinge allein mache. Seid einiger Zeit kommt noch hinzu, dass ich so gut wie keine Lust auf Sex habe. Wenn wir miteinander schlafen, dann tue ich dies häufig aus einem Verpflichtungsgefühl heraus. Für ihn ist dieser Zustand so schlimm, dass er sich eine Affäre suchen wolle bzw. mit anderen Frauen schlafen wolle, um sich dort seine Befriedigung zu holen. Dieser Gedanke ist für mich unerträglich, wobei ich ebenso Verständnis für diese Entscheidung habe. Ich möchte ihn ja nicht unglücklich machen, indem ich den Sex mit ihm verweigere, ihn diesen aber auch anderweitig verbiete...
    Ich komme nicht vor und zurück, mein Leben stagniert. Mittlerweile bin ich Anfang 30 (w), ich habe das Gefühl ich weiß nicht wer ich bin oder was ich will. Ich bin unglücklich. Die Zeit läuft davon, aber eine Entscheidung zu treffen bin ich nicht in der Lage.
    Kennt jemand eine solche Situation? Weiß jemand Rat? Wie würdet ihr euch verhalten? Danke! M.


    #2
    Hallo Minka,

    erstmal herzlich willkommen hier!

    Ja, solche festgefahrenen Situationen kenne ich, und sicherlich noch einige andere hier. Es ist bedrückend und anstrengend, wenn man sich im Job nicht am rechten Platz fühlt und es auch privat nicht rundläuft. Und es ist eine Situation, die krank machen kann, weshalb es wichtig ist, sich damit zu befassen und intensiv nach Lösungen zu suchen.

    Hältst Du es für möglich, dass bei Dir beide Problembereich zusammenhängen, z.B. in der Form, dass Du mit der Jobsituation so unzufrieden bist, dass Du auch sonst lustlos bist? Oder andersherum, dass Dich die private Situation so belastet, dass Du Dich auch im Beruf für nichts richtig begeistern kannst? Dann könnte man beides gemeinsam angehen, wenn man an einer Schraube drehte, also etwa den Job wechselte.

    Vielleicht wäre auch zu überlegen, wieviel Dir woran liegt: Was hält Dich in dem Job, wenn Du zwar Aufstiegschancen als Pluspunkt anführst, sie Dich aber eigentlich gar nicht reizen? Gibt es etwas, was Du lieber tätest, auch wenn Du bisher noch keine Ausbildung dafür hast? (versuche mal ganz frei darüber nachzudenken). Was tust Du sonst noch gerne (in Deiner Freizeit)? In welchen Situationen hast (oder hattest) Du das Gefühl, ganz Du selbst zu sein, in Deinem Element zu sein? Was verbindet Dich mit Deinem Partner bei allen Unterschieden? Welche Bindungen (Freunde, Familie) spielen sonst noch eine Rolle? Was bietet Dir der Ort, an dem Ihr lebt? Fühlst Du Dich sonst wohl dort?

    Soweit fürs erste.
    Liebe Grüße!
    Chaja

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      #3
      Kann mich Chaja nur anschließen...

      Ich denke beides hängt stark zusammen. Ich hatte mal eine ähnliche Situation.. Job lief nicht gut, immer unzufrieden, usw. Erst als ich den Job gewechselt habe (ist immer noch noch nicht meine Traumstelle, aber wesentlich besser) habe ich gemerkt das die größte Baustelle in der Beziehung lag.
      Was ich sagen will es ist nicht immer das direkt naheliegende Problem. Manchmal sieht man den Wald vor lauter Bäumen nicht... LG

      Kommentar

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