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    #91
    Nordhimmel,

    ich denke gerade drüber nach, ob mein Sohn, der noch zu Hause wohnt und gestern 24 Jahre alt geworden ist, sich von uns Eltern schon gut abgenabelt hat. Äußerlich eher nicht, denn er ist natürlich verwöhnt im Hotel Mama was die praktischen Dinge der selbstständigen Haushaltsführung angeht.

    Aber auf der emotionalen Ebene?
    In gewisser Weise gebe ich hier als Mutter auch den Ton an, was in unserem Haushalt geht und was nicht, auch in Bezug auf seine Freundin. Wenn ihm das Reglement hier zu straff wäre, könnte er ja auch ausziehen. Das sage ich ihm auch dann und wann.
    Zumindest gehe ich davon aus, dass er sich wehren würde, wenn seine Tante ihn und seine Freundin zum Geburtstag einlädt und ich das nicht 'erlauben' würde. Ansonsten hab ich definitiv in meiner Erziehung etwas nicht richtig gemacht.

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      #92
      Zitat von Tamina Beitrag anzeigen
      Ansonsten hab ich definitiv in meiner Erziehung etwas nicht richtig gemacht.
      Ich will nur gerade mal nur kurz etwas einwerfen, weil ich bemerke, wie ich beim Lesen dieses Fadens immer unruhiger werde:

      Warum nur wollen wir in jeder Beziehung festlegen, was "richtig", was "falsch", was "normal" und was "weniger normal" ist?

      "Ein 24-jähriger sollte so und so weit sein"
      "Ich erwarte von einem 24-jährigen, daß er ..."
      "Wenn mein Sohn nicht jetzt oder spätenstens dann ..., dann habe ich etwas nicht richtig gemacht."
      "Ich erwarte in einer Beziehung nach 5 Monaten mindestens ..."

      Was genau ist das Leben eigentlich, wenn wir es so betrachten? Ein Hindernisparcours, der in einer bestimmten Zeit auf eine genau festgelegte (und zwar meine) Art und Weise zu absolvieren ist?

      Ich bemerke immer mehr: So will ich das Leben nicht betrachten, und so will ich die Menschen nicht betrachten - die Anderen nicht, und mich selbst auch nicht.

      Wir haben alle keine Landkarte oder Bedienungsanleitung für dieses Leben bekommen, stattdessen von Kind an unterschiedlichste Vorstellungen, Theorien, Vorbilder, Werbung, Geschichten etc. vorgelebt und erzählt bekommen, durch die hindurch es gar nicht so leicht ist, seinen eigenen Wertekatalog zu entwickeln - und erst recht nicht, ihn dann auch zu leben. Weil wir blöderweise Rucksäcke auch noch bekommen haben, von denen wir noch gar nicht wissen, was da eigentlich genau drinnen ist und ob wir das brauchen können, und wenn nicht, wie und wo wir's am besten entsorgen, weil manches Zeug mit Superkleber im Rucksack festgeklebt wurde - von wem auch immer!

      Ich will dieses Leben von Moment zu Moment leben, erleben und annehmen, im Vertrauen darauf, daß ich und alle rund um mich in jedem Moment im Rahmen ihrer Möglichkeiten das Beste tun, wozu sie gerade in der Lage sind. Dabei fallen wir mangels Informationen oder Übung, manchmal auch mangels Talent, immer wieder auf die Pfeife, stehen wieder auf, haben Erfolgserlebnisse, scheitern wieder, lernen daraus und entwickeln uns - und am Ende verlassen wir dieses Leben wieder - wohin, wissen wir nicht.

      Und da bemerke ich, daß ich mir mit der Bewertungen von im Grunde Kleinigkeiten unterwegs in diesem so großen Unterfangen "Leben und Sterben Lernen" immer schwerer tue, sondern viel lieber mit einem liebevollen Blick von "wir sind alle Lernende" drauf schauen möchte.

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        #93
        MissPig,

        ich gebe dir recht, vllt. hab ich zu viel gewertet in richtig und falsch.
        Liegt so in meiner Persönlichkeit.

        Fakt ist in diesem Fall, dass lolavie sich sehr ärgert über das Verhalten ihres Freundes bzw. seiner Mutter. Und Condor die Meinung vertritt, dass dieser Ärger ganz allein auf ihrer Seite selbst entsteht, ohne das Zutun ihres Freundes.

        Zu einer erwachsenen Partnerschaft gehört m. E. dazu, eigene Entscheidungen treffen und auch durchführen zu dürfen.
        Ich möchte keinen Partner haben, der sich von seiner Mutter etwas verbieten lässt.
        Zwischen den Generationen lässt sich doch alles besprechen aber nicht mehr bevormunden. Das ist meine Meinung und muss nicht allgemein gültig sein.

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          #94
          Zitat von Tamina Beitrag anzeigen
          MissPig,

          Fakt ist in diesem Fall, dass lolavie sich sehr ärgert über das Verhalten ihres Freundes bzw. seiner Mutter. Und Condor die Meinung vertritt, dass dieser Ärger ganz allein auf ihrer Seite selbst entsteht, ohne das Zutun ihres Freundes.
          Ja. Lovalie ärgert sich - in der Grammatik steckt schon drin, wer sich ärgert.

          Eine andere Freundin desselben Freundes, die andere Erwartungen hat, reagiert in derselben Situation, wenn ihr Freund sagt "Du, Mama sagt, Du darfst nicht mitgehen" vielleicht mit: "Ok, im Grunde geben mir schon die Familienfeiern meiner eigenen Familie nichts, da brauche ich nicht noch die Familienfeiern von Deiner. Vermutlich muß ich in den nächsten 30 Jahren, wenn wir verheiratet sind, noch oft genug mit auf Familienfeiern, wo man die ewig gleich Geschichten hört - da genieße ich im Moment noch, daß ich nicht muß. Feier Du mal schön, ich treffe mich mit meiner besten Freundin und mache mir einen witzigen Mädels-Cocktail-Abend, wir hören einander dann morgen." Weil sie nicht interpretiert, ihr Freund steht nicht zu ihr, weil sie nicht erwartet, daß er jetzt schon gegen seine Familie geht, weil sie Vertrauen hat, das die Beziehung wachsen wird und auch das Bedürfnis ihres Freundes, sie seiner Familie zu präsentieren.

          Das ist meines Erachtens das, was Condor meint. Weder der Freund noch die Mama sind das Problem. Das Problem entsteht aus der Kombination von beiden, und beide könnten anders reagieren.

          Die Frage ist ja auch - wer hat das Problem? Und wen kann man ändern? Sich selbst, und nur sich selbst. Wenn ich also das Problem habe, ist es natürlich sehr angenehm darauf zu hoffen, daß sich der Andere ändert, damit ich kein Problem mehr habe, aber erwachsener ist es, mal bei mir selbst zu schauen, was ich ändern kann.

          Was ich meine ist: Wem genau hilft es denn jetzt, wenn wir hier gemeinsam nach der "richtigen" Schablone für diese Situation suchen? Wenn wir konstatieren: Eine Mehrheit hat entschieden, mit 24 sollte er das schon können, also können die zwei jetzt analog einem Mitarbeitergespräch ein Beziehungsgespräch mit Zielvereinbarung führen: Du, in 6 Monaten hätte ich gerne, daß du das gelernt hast, sonst suche ich mir einen neuen Partner.

          Ist das die Art und Weise, wie ich Partnerschaft betrachte, und wie ich in eine Partnerschaft reingehen will, von der ich behaupte, ich möchte, daß sie die nächsten zig Jahre dauert, weil ich Kinder großziehen will?

          Das sind meine Fragen - und meine Antwort ist: Nein, ich will Partnerschaft nicht in dieser Form angehen, wie eine Geschäftsbeziehung, technisch, normiert, geeicht.

          Andere mögen anders antworten - und das ist auch ok.

          Ich behaupte aber: In dieser und in jeder anderen Partnerschaft werden sich in zig Jahren aberhunderte Situationen ergeben, wo einer nicht so ist, wie es der Andere gerne hätte. Es werden Situationen unterschiedlich bewertet werden, einer wird Strategien in Konflikten fahren, die dem Anderen nicht taugen, und und und.

          Der Inhalt dieser Konfliktpunkte ist meiner Meinung nach im Grunde auf lange Sicht egal. Kein Mensch wird in 40 Jahren danach fragen, wer wann auf welcher Geburtstagsparty war. Das Wesentliche sind aus meiner Sicht Fragen wie: Wie stelle ich mich zu meinem Partner, wie stelle ich mich zu der Tatsache, daß wir unterschiedlich sind, wie stelle ich mich zu der Tatsache, daß mein Partner, wie ich "fehlerhaft" ist, daß wir manchmal nur schwer zusammenkommen werden, daß wir einander - ohne es zu wollen - verletzen werden? Wie besprechen und klären wir Probleme, wie gehen wir mit Situationen um, wo wir gerade keinen gemeinsamen Weg sehen, können wir den Anderen sein lassen, können wir den Anderen in seinem So-Sein annehmen und lieben? Können wir aushalten, daß wir manchmal beide enttäuscht sein werden, weil wir jetzt gerade für eine Frage keine Lösung finden - und trotzdem gemeinsam weitergehen?

          Die Antwort: Im Konfliktfall werde ich mit meiner Schablone kommen und sie dir um die Ohren knallen, und dann so viele Leute befragen, ob meine Schablone paßt, bis du in die Knie gehst und endlich der bist, der ich gerne hätte - ist für mich nicht die Antwort, die ich gebe.

          Und ja, das ist jetzt überspitzt formuliert.

          Wie gesagt: Mir sind hier in diesem Faden die für mich wesentlichen Fragen zu kurz gekommen - und weil ich dieses Problem mit dem Faden hatte, werfe ich sie hier jetzt einfach mal hinein, - vielleicht sind sie sogar hilfreich, weil sie einen weiteren Blick ermöglichen.

          Wenn nicht, auch gut. Mir geht's jetzt besser, weil ich mich für etwas eingesetzt habe, was mir wichtig ist.

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            #95
            liebe MissPig,

            mal wieder großartig, dein beitrag. danke. ich mag deine sichtweise aus dem blickwinkel der freundin. vermutlich weil ich auch heilfroh wäre, deswegen nicht hingehen zu "müssen".

            mir kam noch eine weitere frage. was, wenn das verbot der mutter nur die spitze eines eisberges ist, wenn sich darunter mehr verbirgt?

            Lolavie, kann das sein? hast du angst davor, was noch kommen könnte?

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              #96
              Hallo ihr...

              Ach Herrje...da hab ich ja was breitgetreten.
              Es gibt jetzt hier in der Tat Äußerungen, die ich ehrlich gesagt nicht wirklich ernst nehmen kann, die ich einfach mal ignoriere, weil Dinge unterstellt werden, die ich so doch gar nicht meinte oder gesagt hab.

              Punkt 1 ist : Ich habe meinen Freund IMMER ( und das hab ich ihm auch gesagt ) alles selbst entscheiden lassen, was er tut, was er sagt, wie er sich verhält etc. ( Wäre schlimm wenn nicht, ich mein...er ist ja auch sein eigener Herr und so )... Wenn ich dann aber etwas, was er tut nicht gut finde, hab ich doch das Recht zu sagen "Ich finde das nicht gut" oder ?
              Genau so hat er dann das Recht zu sagen "Schade, aber das ist für mich gerade nebensächlich, ich will das aber jetzt lieber mal so und so / Ich höre lieber auf meine Mutter"
              Und genau so hab ich dann wiederum das Recht nach langem Hin und Her irgendwann zu sagen "Du das wird mir langsam echt zu blöd, ich fühl mich so nicht mehr wohl, es muss sich was ändern oder ich sehe keine Zukunft"
              Dann kann er halt entscheiden, was er tut...ich kann jetzt nicht für den Rest meines Lebens ja und amen zu allem sagen und dabei innerlich explodieren...wie lange soll SOWAS denn bitteschön gut gehen ?
              Ich sag im Zweifelsfall dann : Lieber ein Ende mit Schrecken, als´n Schrecken ohne Ende.
              Das mag jetzt extrem kühl wirken, aber so meine ich das gar nicht. Ich bin total traurig, das sowas im Raum steht und Ärger verbreitet und ich will bei Gott auch nicht, dass wir uns trennen.
              Nur was soll ich tun ?
              Mag sein, dass es ne Frau gibt, die dann sagt "Hach ja, Gott sei Dank, ich gehe Cocktails trinken" ( Im übrigen habe ich dann auch gesagt, dass ich dann was Anderes mit ner Freundin mache, er wusste dabei halt nur, dass er und somit halt auch der Geburtstag eigentlich erste Wahl gewesen wäre. )
              Nur ich denke mir halt nicht "Boah Gott sei Dank" Ich bin eben enttäuscht...und ich persönlich würde mich über einen Partner, der mich gerne zu meiner Familie begleiten würde mehr freuen, als über einen, der schon direkt keinen Bock hat...
              Und was soll ich da lügen ? Wenn es mich traurig macht, sag ich das und tu nicht gleichgültig, wir sind hier nicht in Hollywood.
              Ich kann dieses ganze "Oh Gott, nein...FAMILIE...BAH !!!" nicht ausstehen, dann kann man auch ehrlich genug sein und seine Familie meiden...ich bin immer durch und durch ehrlich...wenn ich auf was keine Lust hab, sag ich das und lass es auch und wenn ich etwas möchte, dann tu ich das aus Überzeugung.
              Was nicht heißt, dass es nicht auch Ausnahmen gibt, aber so´n Geheuchel mag ich nicht sonderlich und versuche es zu umgehen.

              Punkt 2 : Natürlich hab ich Angst, dass da noch mehr kommt.
              Und es wird auch immer mal wieder was sein.
              Freitag z.B. wollten wir uns bei ihm ne Tiefkühlpizza...NUR EINE TIEFKÜHLPIZZA in den Ofen schieben, da kam SM schon angerannt und übernahm das alles komplett für uns.
              Auf der einen Seite : Natürlich nett. Sie schiebt uns das Essen in den Ofen und wir müssen praktisch nur noch essen.
              aber auf der anderen Seite : Es war eine Tiefkühlpizza... und sie kam nicht so nach dem Motto "Och lasst mal, ich nehme euch "die Arbeit" ab", sondern es war schon wieder dieses Belehrende, es fiel auch sowas wie "Ich berate euch mal lieber".
              Ich meine, ich hab uns im Urlaub eine Woche lang mit Selbstgekochtem am Leben gehalten, dann werde ich doch wohl ne Pizza in den Ofen schieben können.
              Naja...ist ne Kleinigkeit und ich hab natürlich auch nichts dazu gesagt, weil ich idR auch froh bin, wenn Freitag ist und wir uns endlich sehen können und ich will die kurze Zeit nicht mit Stress und Streit verbringen, aber es war halt einfach wieder so´n Punkt.
              Man wird dort mit 25 wie´n Kleinkind behandelt.

              Und ich finde es ist einfach an der Zeit, dass mein Freund, wenn er mit MIR zusammen bleiben will, lernt da auch mal Grenzen zu setzen und sich abzunabeln.
              Ansonsten findet er entweder irgendwann eine, der das nicht wichtig ist oder eben eine bei der es ihm wichtig genug ist.
              Was weiß ich schon ?
              Ich weiß nur, was ich möchte und was nicht und das sage ich offen.
              Und das heißt nicht, dass ich jeden Tag was Neues auf der Pfanne hab, das ist wie gesagt, das erste, was bei uns Probleme verursacht und es stört mich halt.

              LG

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                #97
                Liebe lolavie,

                Du hast, meines Erachtens, gar nichts breitgetreten

                Es ging mir auch überhaupt nicht darum, ob Du Dich ärgern "darfst", oder Erwartungen haben, daraufhin Entscheidungen treffen, ... du "darfst" ohnehin alles, es ist Dein Leben, was hätte ich da mitzureden? Und ich wollte auch Dir nichts unterstellen, behaupten, Du hättest dieses oder jenes genauso gesagt.

                Weißt Du, ich hatte schon nach Deinem ersten Posting kurz überlegt, ob ich Dir antworten soll, mich dann aber dagegen entschieden. Weil ich mir dachte: Was soll ich, mit meiner Sicht Dir sagen, die Du an einem ganz anderen Punkt im Leben stehst, und, so wie ich Dich eingeschätzt habe, vermutlich überhaupt nichts damit anfangen kannst? So wie ich Dich gelesen habe, dachte ich: Ja, da sind ganz andere Wertigkeiten, Gedanken, Vorstellungen, sie stellt sich ganz andere Fragen, und wenn ich jetzt mit meiner Sicht daherkomme, was soll sie mit der? Meine Sicht wurde alleine schon in den 20 Jahren, die ich mehr am Buckel habe, abgeschliffen, und von einer langjährigen, bei aufrechter Liebe unter Tränen zu Grabe getragenen Beziehung, einer darauffolgenden intensiven Selbsterfahrungszeit, bei der ich meinen ganzen Blick auf die Welt und mich selbst um irgendwo gegen 100 Grad gehend verändert habe, so daß ich heute mit ganz anderem Fokus und aus einer komplett anderen Wertigkeit auf so vieles schaue, was einem so im Leben passiert.

                Und ich bemerkte, ich war im Grunde überhaupt nicht bereit, Zeit zu investieren, mich in Deine Situation hineinzufühlen und aus meiner Sicht etwas beizutragen, weil ich keinen Ansatz gesehen habe, wo ich glaubte, daß Du etwas daraus ziehen könntest. Was mir Deine letzte Antwort auch bestätigt: andere Sichtweisen, andere Welten, und Deine paßt anscheinend für Dich, Du willst diese und in dieser weitergehen - ja, kein Problem. Du wirst das Beste daraus machen, was Du kannst, mit diesem Freund und dieser Schwie-Mu und/oder anderen, und Du wirst Lösungen finden oder auch nicht. Das hat für mich vom ersten Posting an gepaßt.

                Nur die Tatsache, daß ich da jetzt von mehreren Seiten für mich gefühlt zu viele "Diagnosen" über Freund und Schwiegermutter gelesen habe, für mich zu viele Fragen nach "richtig" und "falsch" - die wollte ich zumindest einmal kommentiert haben. Nicht einmal, weil ich geglaubt oder gehofft habe, Deine Sicht verändern zu können, sondern einfach, um es gesagt zu haben. Um meine Sicht, das, was mir wichtig ist, hier auch einmal in die Welt zu tragen. Weil Fäden in Foren ja nicht nur einem oder wenigen "gehören", sondern hier länger stehen, noch von wer weiß wem gelesen werden können, und damit meine Sicht auch einmal am Buffet liegt.

                Also, ich bin schon wieder weg aus Deinem Faden, und ich wünsche Dir, daß Du einen für Dich guten Weg durch diese Situation findest und Antworten auf die Fragen, die Du derzeit gerade stellst.

                lg,

                MP

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                  #98
                  Ach MissPig, so war das jetzt gar nicht gemeint.
                  Ist ja ein öffentliches Forum und wenn ich anch Meinungen frage, werden diese natürlich auch geäußert.
                  Ich hab deins jetzt speziell auseinander genommen, weil es mich schon erst auch zum Nachdenken gebracht hat, dass man es auch einfach mal anders, vllt. lockerer sehen könnte.

                  Das Problem ist Folgendes : Ich hatte bis vor 2 Jahren mal ne Beziehung, die eigentlich auch relativ ernst war...wir wollten auch zusammenziehen usw. ( Das Ende vom Lied war, dass ich dann mit gepackten Koffern sitzen gelassen wurde für eine andere, die nach 3 Monaten auch abserviert wurde, aber das tut jetzt nichts zur Sache.)
                  Jedenfalls war es in der Beziehung damals so, dass mein Ex JEDEN und JEDEN Sonntag ausnahmslos um Punkt 13 Uhr los fuhr um bei seiner Oma zu essen.
                  Das war zumindest die offizielle Version...Inoffiziell, damals wusste ich es irgendwie rein intuitiv und nach Ende der Beziehung bestägtige sich das auch, war es so, dass er dann zwar bei seiner Oma ne halbe Stunde lang aß, dann aber den Rest des Sonntags damit verbrachte bei seinen partyfreudigen Kumpels zu sitzen und zu kiffen.
                  Das hat mich ungemein gestört nach ner Zeit ( und wirklich erst nach langer Zeit ), weil man den Sonntag halt ( mMn ) auch mal als Pärchen schön ausklingen lassen möchte.
                  Nun...anfangs, als ich es dann bemerkte, hab ich dann auch gesagt, dass es mich stört, das wurde aber mehr oder weniger ignoriert.
                  Dann irgendwann hab ich so getan, als sei es mir egal, war es aber natürlich nicht, das führte dann dazu, dass ich erst immer cool reagierte, wenn er sagte, er würde dann am Sonntag fahren,ich dann aber wenn es so weit war, rumzickte und Theater machte.
                  Ich widersprach mir dann also ewig innerhalb weniger Stunden selbst und das führte dann dazu, dass ich nicht mehr ernst genommen wurde und eine Beziehung ohne Respekt ist eben furchtbar und geht nicht gut.
                  Ne Zeit lang dachte ich dann immer "Naja, wenn wir erstmal zusammenleben, wird alles besser, dann wird irgendwann geheiratet, Kinder kommen, dann wird das schon" Zum Glück hat der liebe Gott mir das nicht angetan...

                  Ich hab mir halt dann nach dieser Beziehung vorgenommen, dass ich in Zukunft IMMER sage, wenn mich was belastet, dass man da ruhig drüber sprechen und es meinetwegen auch ausdiskutieren kann und es kann ja sogar sein, dass ich es dann nach ner Zeit sogar anders sehe, aber generell muss ich es halt rauslassen, wenn mich was stört. Das erwarte ich auch von meinem Partner.

                  Was ich bewusst ignoriert hatte, waren eigentlich eher Aussagen wie "Du stellst eure 5 monatige Beziehung mit seiner 25 jährigen Beziehung zur Mutter gleich(...)Alles, was euch verbindet, ist guter Sex..."
                  Ich stelle überhaupt nichts gleich und ich habe auch nicht gesagt, dass er mit seiner Mutter Krieg führen soll usw. Ich erwarte lediglich, dass er ( ZUMAL er mich ja bei den genannten Feiern gerne dabei gehabt hätte und es ja auch seine Idee war ) es einfach nicht nur hinnimmt und mal hinterfragt und eventuell auch mal sagt "Das finde ich jetzt nicht toll, Tante Soundso hat sie doch eingeladen, dann kannst du sie doch nicht einfach wieder ausladen." Nicht mehr und nicht weniger.
                  Ich finde es einfach ganz grob zusammengefasst lächerlich, dass man sich mit 25 mit einem "Ne, Mama möchte das nicht" abspeisen lässt und abspeisen lassen muss.

                  Und es ist natürlich immer leicht alles über einen Kamm zu scheren und vllt. ist es in unserem Alter ja üblich, dass man nur durch guten Sex miteinander verbunden ist, ich weiß nicht, wie Nordhimmel das immer so gemacht hat, aber für mich gehört schon wesentlich mehr dazu, damit man überhaupt zusammen kommt und damit ich überhaupt Bock habe mit jemandem Sex zu haben.
                  Dass wir seit 5 Monaten zusammen sind, heißt ja nicht, dass wir uns auch erst 5 Monate kennen.

                  Also ganz allgemein jetzt : NICHTS was ich sage ist in irgendeiner Form ( Egal wem gegenüber ) böse gemeint.
                  Ich muss halt nur die Vorschläge usw. sammeln und dann irgendwie versuchen zu beurteilen, was ich mit mir vereinbaren kann auszuprobieren und was für mich eher nicht in Frage kommt.
                  Und ich versuche es halt immer auf die möglichst ehrliche Art und Weise, weil ich auch sonst schon mal Gefahr laufe mich selbst zu belügen und mir was schönzureden (wie damals ) und damit bin ich bisher nicht weit gekommen.
                  Und was ich bisher so im Bekanntenkreis mitbekommen habe, ist auch noch niemand mit "Mh...mal warten...wenn das und das erstmal passiert, DANN wird alles besser" weit gekommen.
                  Viele Frauen denken halt "Ja, wenn wir erstmal verheiratet sind und Kinder haben, wird das schon"
                  Einige werden aus dem Grund auch einfach mal eben schwanger ( alles schon erlebt ) aber hinterher ist dann das Geheule groß und ich überlege halt VORHER genau worauf ich mich einlasse.
                  Und ich brauche halt auch schon wen, auf den ich mich verlassen kann.
                  Das heißt nicht, dass ich morgen damit loslegen will ne Familie zu gründen, aber ich denke halt schon an die Zukunft.

                  LG

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                    #99
                    Hallo lolavie,

                    Zitat von lolavie Beitrag anzeigen
                    Man wird dort mit 25 wie´n Kleinkind behandelt.
                    Wer ist man?

                    Wer wird alles wie ein Kleinkind behandelt?

                    Warum empfindest du das so?

                    Beim lesen deiner Antwort kamen mir Gedanken... ich dachte, irgendwie ist es gerade lolavie, die wie ein "Kleinkind" danach schreit, "kann ich alleine"... "mache ich selber"...

                    Zitat von lolavie Beitrag anzeigen
                    Und ich finde es ist einfach an der Zeit, dass mein Freund, wenn er mit MIR zusammen bleiben will, lernt da auch mal Grenzen zu setzen und sich abzunabeln.
                    Wie kommst du darauf, dass du bestimmst, wann was an der Zeit ist?

                    Ich lese in diesem Satz von dir ganz klar eine Erpressung.

                    Meinst du, das ist eine gute Basis für eine Beziehung?

                    Zitat von lolavie Beitrag anzeigen
                    Ansonsten findet er entweder irgendwann eine, der das nicht wichtig ist oder eben eine bei der es ihm wichtig genug ist.
                    Das klingt so, als wenn du ihn nicht lieben würdest... oder verschließt du hier gerade dein Herz, damit es nicht verletzt wird?

                    Zitat von lolavie Beitrag anzeigen
                    Ich weiß nur, was ich möchte und was nicht und das sage ich offen.
                    Daran ist nichts verkehrt.

                    Jeder Mensch hat das Recht auf seine Meinung, auch wenn sie falsch ist. Jeder Mensch hat das Recht sich zu irren und das Falsche zu tun. Andere werden ihre Meinung erst dann ändern, wenn sie es möchten, vielleicht niemals.

                    Zitat von lolavie Beitrag anzeigen
                    es stört mich halt.
                    Warum stört es dich so sehr?

                    Ich weiß, dass du niemanden hier verletzen möchtest und das möchte ich auch nicht. Trotzdem kann so etwas mal passieren. Dann bitte ich um Nachsicht.

                    Condor

                    Kommentar


                      Boah ganz im Ernst...mir platzt langsam echt der Kragen.
                      Jedes Wort wird auf die Goldwaage gelegt oder mir im Mund umgedreht.
                      Ich hab jetzt echt lange genug die Klappe gehalten und immer und immer wieder versucht zu erklären, worum es mir geht, dass ich nichts böse meine, dass ich weder meinem Freund, noch seiner Mutter was möchte.
                      Ich habe diesen Thread eröffnet eben genau WEIL ich meinen Freund liebe und versuchen wollte eine Lösung für mein Problem zu finden, aber es ist einfach mittlerweile so, dass ich hier regelrecht zerpflückt werde.
                      Ich kann MILLIONEN Mal betonen, dass ich eigentlich nor Garmonie will, dass ich mir nichts sehnlicher wünsche, als dass wir alle miteinander klar kommen usw. es heißt nur noch "Du liebst deinen Freund nicht" "Du bist total in Kampfstellung"...

                      >>
                      Zitat:
                      Zitat von lolavie
                      Und ich finde es ist einfach an der Zeit, dass mein Freund, wenn er mit MIR zusammen bleiben will, lernt da auch mal Grenzen zu setzen und sich abzunabeln.

                      Wie kommst du darauf, dass du bestimmst, wann was an der Zeit ist?

                      Ich lese in diesem Satz von dir ganz klar eine Erpressung.

                      Meinst du, das ist eine gute Basis für eine Beziehung? <<

                      Wenn da steht "ICH FINDE"...bedeutet das lediglich, dass es MEINE MEINUNG ist...ICH empfinde es so. Noch einfachere Erklärungen fallen mir beim besten Willen nicht ein.
                      Ich erpresse ihn nicht, weil ich es ihm so nicht sage.
                      Das ist etwas, was ich MIR für MICH denke...


                      >> Zitat:
                      Zitat von lolavie
                      Ansonsten findet er entweder irgendwann eine, der das nicht wichtig ist oder eben eine bei der es ihm wichtig genug ist.

                      Das klingt so, als wenn du ihn nicht lieben würdest... oder verschließt du hier gerade dein Herz, damit es nicht verletzt wird? <<


                      Ich verschließe überhaupt nichts !
                      Und es ist auch nicht so, dass ich ihn nicht liebe.
                      Ich sage lediglich, dass diese geschilderten Dinge, die ich hier genannt hab mit mir auf Dauer nicht laufen.


                      Gegenfrage zu deinem Post vom 09.09.2014, 17:37

                      >> Mein Partner redet überhaupt nicht bis höchst selten. Vor der Hochzeit hat er gesabbelt wie ein Wasserfall und danach nichts mehr. Wenn ich mit ihm reden wollte, ist er entweder ausgeflippt, hat uns wie von Sinnen angebrüllt oder ist aufgestanden und weggegangen oder aus dem Auto gesprungen und weggelaufen... 1:1 Übernahme von seinem Vater. <<

                      Hast du keinen Charakter ? Kein Selbstwertgefühl ?
                      Wenn du so leben magst und dich wie ein Möbelstück behandeln lassen möchtest, bitteschön.
                      Ich bin mir für sowas zu schade und erwarte ein BISSCHEN mehr von meinem Leben. ( Wobei es so ein Problem bei uns ja nichtmal ist, sonst wäre ich schon längst über alle Berge )
                      Jemanden, der einen so gleichgültig und dreckig behandelt, KANN man meines Erachtens nach nicht lieben oder man kann sich selbst nicht leiden.


                      >> Zitat:
                      Zitat von lolavie
                      es stört mich halt.

                      Warum stört es dich so sehr?

                      Ich weiß, dass du niemanden hier verletzen möchtest und das möchte ich auch nicht. Trotzdem kann so etwas mal passieren. Dann bitte ich um Nachsicht.

                      Condor <<

                      MICH können nur Menschen verletzen, die mir etwas bedeuten oder Dinge äußern, die Hand und Fuß haben.


                      Ich denke ich lasse das mit dem Thread jetzt.
                      Vermutlich mag jetzt eh keiner mehr mit mir reden hier.
                      Nur ich kann mich noch 10 000 mal versuchen deutlich auszudrücken und zu erklären, dass ich nichts Böses will, es bringt scheinbar nichts.


                      LG

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                        hm, würdest du deinen kiffenden expartner, der lieber mit seinen kumpels abhing, mit deinem jetzigen partner, der seine mutter nicht verletzen möchte und dafür lieber krach mit dir riskiert, miteinander vergleichen? naja, du tust es. weil du jetzt wieder angst hast, wieder nicht ernst genommen zu werden, gegen die kumpels oder eben jetzt die SM, zu "verlieren"?

                        wie wäre es, wenn du es als liebenswert ansiehst, dass er so familienverbunden ist, das ist ja auch ein wert, der dir wichtig ist? so weit seid ihr da nicht auseinander? wenn die SM aber auch so garstig reagiert, wäre es nicht auch eine idee, die ganze sache langsamer angehen zu lassen? du hast es doch nicht eilig, oder?

                        Kommentar


                          Fortuna, zu deinem Post nehme ich nochmal kurz Stellung.

                          Familienverbunden ist die eine Sache.
                          Meine Mutter und ich sind auch ein Herz und eine Seele.
                          Der einzige Unterschied : Es ist eine BEIDSEITIG FREIWILLIGE Basis.

                          Mein Freund wird von seiner Mutter kontrolliert durch und durch und ist selbst genervt davon. Das hat er mir auch schon gesagt.
                          Er ist nur einfach nicht in der Lage, IHR das zu sagen, weil er den Konflikt scheut.
                          Vor ein paar Tagen hat sie ihm noch etwas teures zum Anziehen gekauft, OHNE, dass er es wollte oder jemals erwähnt hätte, dass er es haben mag, es war nichtmal ansatzweise nötig.
                          Sie wusste, dass er knapp bei Kasse ist und dennoch brachte sie ihm das einfach mit und verlangt nun das Geld dafür von ihm.
                          Ohne mal zu fragen, ob ER SEIN GELD vielleicht gerne anderweitig verwenden möchte.
                          Sowas bin ich nicht gewohnt.
                          Meine Mutter schenkt mir entweder was oder fragt mich zumindest vorher.
                          Er ist von solchen Aktionen extrem genervt, das hat er mir gesagt, nur leider ist er nicht in der Lage, es IHR zu sagen.

                          So.

                          LG

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                            puh. aber den abnabelungsprozess muss er selber schaffen. meinst du, er ist vielleicht sogar froh, dass du da bist und die situation ist, wie sie ist? verändert sich denn schon was?

                            Kommentar


                              Ich denke, dass er auf der einen Seite froh ist nun einen Grund zu haben sich langsam zu lösen.
                              Er selbst möchte schon gerne weg aus der Wohnung da, weg aus der Firma und sein eigenes Leben mit mir führen.
                              Auf der anderen Seite wird es ihn aber auch stressen.
                              Früher war er es gewohnt einfach zu tun, was seine Mutter sagt, die war dann zufrieden und er hatte seine Ruhe, auch wenn er selbst nicht zufrieden war.

                              Jetzt wird sich halt in nächster Zeit zeigen, was da überwiegt denke ich.
                              Ich denke, wenn er mich wirklich genug liebt, mit mir leben will usw. ( was er mir ja immer sagt ) wird er sich losreißen (friedlich, ohne Theater) und selbst wenn seine Mutter dann die zitternde Unterlippe macht, wird er das wohl für ne Zeit in Kauf nehmen.
                              Ich gehe auch ganz ehrlich davon aus, dass selbst DANN sich alle wieder einkriegen werden.
                              Das Schwierigste wird wohl der Absprung, sich durchzuringen wirklich mal klar zu sagen "Bis hier und nicht weiter, ich mach das jetzt so"
                              Dass er meine Unterstützung hat, weiß er.

                              Naja und wenn er es nicht schafft, nicht kann, nicht will, wird sich halt zeigen, was passiert.
                              Keine Ahnung.
                              Ich kann nichtmal sagen 100 %ig "Dann trenne ich mich".
                              Es kommt halt drauf an wie und wie lange das alles so läuft und wie lange ich das so mitmachen kann.
                              Ich bin eigentlich niemand, der alles hinschmeißt.

                              Aber in erster Linie eghe ich jetzt einfach mal vom Besten aus, warte ab, was dieser Geburtstag im November ergibt, ob demnächst mal sowas fällt wie "Mama, Papa, lolavie und ich möchten gerne zusammenziehen" usw.
                              Gestern sagte er, er würde es in Angriff nehmen.
                              Ich warte jetzt halt einfach mal ab.

                              LG

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                                Hallo lolavie,

                                wer in einem Forum schreibt, sollte mit Antworten rechnen. Manche gefallen einem, andere nicht. Aus meiner Erfahrung von über 10 Jahren Forumsaktivitäten sind gerade die Antworten für einen wichtig, die einem nicht gefallen. Je ärgerlicher ich in der Vergangenheit über Antworten war, desto mehr hatten sie mit mir zu tun.

                                Du hast in deiner Überschrift gefragt: "Was denkt ihr?"

                                Ich habe dir mehrfach geschrieben, was ich denke.

                                Da du dich aber von meinen Worten mehr und mehr angegriffen fühlst, die lediglich hinterfragen und ich kein Interesse an einem Streit mit dir habe, verlasse ich deine Bühne und überlasse es anderen dir ihre Gedanken näher zu bringen.

                                Ich wünsche dir alles Gute. (Ich bin Autist, in diesem Satz steckt keine Ironie, kein Sarkasmus und keine Hintergedanken.)

                                Condor

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