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'Große' Kinder und Schwiegerkinder

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    'Große' Kinder und Schwiegerkinder

    Schwiegermütter
    Eure Beiträge zu diesem Thema haben mich nachdenklich gemacht.

    Ich bin 'Schwiegermutter' und bin es gerne. Ich konnte es mir, wie meine Kinder flügge wurden, erst mal nicht vorstellen, wie es sein würde, wenn sie mal mit Partnern heimkommen.
    Und es klappt, man spürt es stimmt zwischen ihnen und ich habe ein gutes Gefühl.

    Jeder respektiert die Eigenheiten des Partners und trotzdem ist das WIR wichtig - ähnliche Wünsche sind da und ein gemeinsamer Lebensplan, es wird sich ergänzt und zusammen gehalten.
    Und ich habe keines meiner Kinder verloren, sondern ich empfinde es so, dass ich neue Kinder dazubekommen habe.

    Natürlich kommt es auf die eigene Einstellung an und welche Werte man seinen Kindern vermittelt hat. Meinem Mann und mir war wichtig, dass sie sich zu eigenständigen Persönlichkeiten entwickeln mit einer eigener Meinung - aber auch diskussions- und lernfähig sind.
    Dazu muss ich eines sagen, ich war nie eine Übermutter und kann 'Klammern und den Nachwuchs betüteln' nicht ausstehen.
    Und ein 'du musst' ruft bei mir die Reaktion: nun grade nicht! hervor - wieso sollte es bei meinen Kindern anders sein? Man kann sich Gedanken machen, man kann auch Möglichkeiten aufzeigen, aber ob dieser Weg oder ein anderer gegangen wird, ist ihre Entscheidung.
    Wichtig sind gegenseitiger Respekt, Grenzen setzen und Grenzen respektieren.


    Schlimm ist, wenn die Eltern /Mütter/ Schwiegermütter keine eigenen Interessen mehr verfolgen, sozusagen auf einer Stufe stehen bleiben und verlangen, dass sich die Umwelt ihnen anpasst und sich das Rad der Zeit rückwärts dreht.
    Ich habe nach dem Tod meines Mannes nicht erwartet, dass meine Kinder ständig bei mir auf der Matte stehen. Sie sollten ihr Leben leben und ich habe versucht, mir mein persönliches Umfeld zu schaffen und einen eigenen Bekanntenkreis aufzubauen. ('Pflichtbesuche' gab es noch nie bei uns!)
    Dankbar bin ich für das unkomplizierte Verhältnis, das inzwischen entstanden ist - jeder hat seinen Freiraum, der respektiert wird, aber wenn es drauf ankommt, wird zusammen gehalten wie Pech und Schwefel - kann und soll auch bitte so bleiben!

    Es ist ein wunderschönes Gefühl, da ist etwas zusammen gewachsen, was so unterschiedlich war und jetzt passt es zusammen.

    ......und falls ich mal anfange, wunderlich zu werden, hoffe und erwarte ich eine klare Ansage und entsprechende Kopfwäsche. Die Erlaubnis haben sie von mir!
    Zuletzt geändert von Nordwind; 30.09.2007, 22:55. Grund: na was wohl - verschriebselt...

    #2
    Wow

    Das ist soooo schön Nordwind. Und bestimmt werden deine Kinder das an ihre Kinder weitergeben.

    Und ich wünsche mir und "arbeite" darauf hin, dass ich für meine Tochter genauso da sein werde, später. Bestimmt kriege ich das hin.

    Alles Liebe
    Eámanë
    Zuletzt geändert von Eámanë; 01.10.2007, 09:43. Grund: da war was schief gegangen....

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      #3
      Ich werde nächstes Jahr auch Schwiegermutter sein, aber den Mann kenne ich schon so lange wie meine Tochter ihn zum Freund hat (Naja, vielleicht ein paar Tage weniger *gg*).
      Er ist für mich mehr wie ein Sohn, und ich weiss, dass ich ihm emotional mehr zugetan bin als seine eigene Mutter. Die konnte ihn nicht mal in den Arm nehmen, als sein Vater starb! Er ist sehr kuschelbedürftig und manchmal macht es mir Angst, dass meine Tochter da zu sehr gefordert und vereinahmt wird.... aber es ist deren Leben. Ich kann mal zu ihr was sagen, aber Einmischung würde sie nicht dulden. Da zieht sie deutlich Grenzen, was ich auch gut finde.

      Von meinem zweiten Mann dessen Tochter, da geht mit ihrer Mutter und dem Mann nicht viel, die können nicht miteinander und die ist dauernd da... das würd meine Tochter nie so zulassen, dass ich denen dauernd auf die Pelle rücke.

      Liebe Nordwind, ich sehe das so wie du: Pflichtbesuche fände ich schrecklich!
      Wir reden offen miteinander, und meine Tochter kommt gerne, bzw. ich fahre meist zu ihnen, weil beide viel arbeiten und ich hab Zeit! Wir haben es so eingereichtet, dass wir uns ca. alle 4 Wochen sehen, aber das ist nur ein lockerer Rahmen und wird immer wieder konkret verabredet, denn durch die Entfernung und weil ich dann übernachte, müssen wir uns einfach absprechen.

      Kommentar


        #4
        Zitat von Nordwind Beitrag anzeigen
        Schwiegermütter
        Eure Beiträge zu diesem Thema haben mich nachdenklich gemacht.
        hm, ich habe das so gelesen, dass ja bisher nur (oder fast nur?) negative Beiträge zum Thema Schwiegermütter im Forum waren.

        Ich dachte: ist ähnlich wie beim Thema "Freundinnen" - da gibt es auch einige Fäden zu problematischen und einseitigen Freundschaften, aber kein Lob. Aber es käme niemand drauf, deshalb zu denken: alle Freundinnen sind schwierig...

        Aber bei Schwiegermüttern ist die Gefahr der Verallgemeinerung eher da - zumindest bei mir...

        Ging es euch auch so?

        Gruss

        ashira - schwiegermutterlos

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          #5
          Ein Lob auf die Schwiegermütter

          Hallo zusammen,

          Zitat von ashira
          ...bei Schwiegermüttern ist die Gefahr der Verallgemeinerung eher da...
          Na dem wollen wir doch gleich mal entgegenwirken und eine Lanze für die Schwiegermütter als solche brechen!

          Auch wenn die böse Schwiegermutter für herrliche Anekdoten und Klischees taugt und ich mich gerade mit einem ganz besonderen Exemplar der Gattung herumschlagen darf, glaube ich doch, dass die herzliche, liebevolle Schwiegermutter die Norm ist.

          Und es ist ja auch nicht so, dass ein liebenswürdiges weibliches Wesen in dem Moment, wo ein Kind einen Partner mit nach Hause bringt, urplötzlich zu einer zähnefletschenden Bestie (sprich Schwiegertiger) mutiert.

          Wer dem Bild der bösen Schwiegermutter weitere Nahrung verschafft, hat sicher allgemein Probleme im Umgang mit sich und anderen und es handelt sich hier nur um eine Ausdrucksform geringen Selbstbewusstseins oder geringer sozialer Kompetenz.

          Ich hatte durchaus auch allerliebste Schwiegermütter in spe! Frauen, die mich herzlich in die Familie aufgenommen und sich gefreut haben, dass "der Junge so glücklich wirkt". Frauen, die an den Erfolg ihrer Erziehung geglaubt haben und bereit waren, ihre Kinder in die Selbständigkeit zu entlassen - im Vertrauen darauf, dass sie die richtigen Entscheidungen für sich treffen würden. Frauen, die nicht aus Angst vor Konkurrenz abweisend waren, sondern die sich gefreut haben, dass noch jemand entdeckt hat, was für einen liebenswerten Sohn sie haben.

          Und ich freue mich über jeden persönlichen Beitrag hier, der das Bild der warmherzigen Schwiegermutter nachzeichnet!

          Liebe Grüße
          Sunshine

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            #6
            Hallo @all,
            schön, eure positiven und mutmachenden Beiträge über großzügige und liebevolle Mütter bzw. Schwiegermütter zu lesen.

            Trotzdem - meine Erfahrungen decken inzwischen die ganze Bandbreite ab - leider auch die negativen (als Tochter und Schwiegertochter). Und bei mir ist der Eindruck entstanden, das Verhältnis zwischen den Generationen ähnelt in gewisser Weise einer Gratwanderung. Es kann sehr schnell nach der einen oder anderen Seite ins Kippen geraten.
            Auch wenn vorher eine Kommunikation oder Absprache problemlos möglich war, können Situationen entstehen, wo ein bislang ausgewogenes Verhältnis sich verändert und aus dem Ruder läuft.

            Als Beispiele der 'Gefahrenstellen', die ein Umdenken und eine Neuorientierung bei der mittleren und älteren Generation erfordern, fallen mir folgende Punkte ein (bleiben wir mal bei den Müttern):
            Eine gravierende Veränderung der Lebensumstände, wozu sicher auch der Auszug der Kinder und der damit vebundene Verlust an Aufgaben, Verpflichtungen und Einflussnahme zählt.
            Weitere Ausnahmesituationen können durch Arbeitslosigkeit oder den Beginn des Ruhestandes entstehen oder wenn eine langjährige belastende und zeitintensive Pflegetätigkeit wegfällt.
            Wo bisher der Wunsch und das Bedürfnis nach Freizeit nicht erfüllbar war, ist diese auf einmal im Überfluß zur Verfügung. Der Umgang mit ihr und die Umsetzung der unterschiedlichen Wünsche und Ansprüche muss erst erlernt werden.

            Dann Lebenskrisen wie Verlust des Ehepartners durch Scheidung oder Tod.

            Alle Beispiele zeigen Situationen, wo der Lebensweg plötzlich nicht mehr überschaubar und gradlinig verläuft, sondern eine oftmals schwierige und schmerzhafte Neuorientierung notwendig ist.
            Natürlich besteht die Gefahr, dass eine falsche Abzweigung gewählt wird.

            Schlimm ist ein Leben aus zweiter Hand - wenn erwartet wird, dass andere die eigenen Probleme lösen und dadurch Unzufriedenheit und Abhängigkeit entstehen oder eigene Wünsche und Vorstellungen auf die Kinder projiziert werden.

            Wenn ich etwas ändern will, muss ich bei mir selbst anfangen.

            Aber auch schlechte Beispiele haben etwas Gutes - man kann sich vornehmen, DIESE Fehler bei den eigenen Kindern und Schwiegerkindern zu vermeiden..
            Zuletzt geändert von Nordwind; 04.10.2007, 23:20. Grund: das übliche ....

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              #7
              Schwiegertiger

              Ich bin auch Schwiegermutter.

              Vor ein paar Tagen hat mir einer meiner Schwiegersöhne ein wunderschönes Kompliment gemacht:

              "Du bist einfach der Traum aller Schwiegersöhne"

              Er wollte irgendwas belangloses von mir, eine Selbstverständlichkeit und dann kam dieses Kompliment. War einfach schön.

              Schwiegertiger für eine Schwiegertochter bin ich leider noch nicht, aber mit den bisherigen Freundinnen meines Sohnes verstand ich mich immer gut.

              Ich denke schon, dass es ein bisschen daran liegt, dass ich meine Kinder loslassen und erwachsen werden lassen konnte und sie auch als erwachsen akzeptiere und deren Partner genauso.

              Das habe ich von meiner Mutter so erfahren und gelernt. Ich hoffe, dass ich das an meine Töchter auch weitergeben konnte. Bleibt abzuwarten, denn die Kinder meiner Töchter sind noch etwas zu klein um losgelassen zu werden.

              zofferl

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