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Denken und Reden - Zusammenhänge

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    Denken und Reden - Zusammenhänge

    Hallo,
    vorneweg: Ich bin neu hier und nicht umsonst stelle ich die folgenden Fragen in diesem Forum. Ihr werdet sicherlich im Laufe der Forums Diskussion feststellen, dass ich häufig entweder seltsame Ansichten besitze oder nicht in der Lage bin, meine Meinung verständlich auszudrücken (sowohl mündlich als auch schriftlich).
    Falls es also zu Irritationen oder Missverständnissen kommen sollte, so würde ich mich freuen, wenn ihr mich anschreibt um es zu klären.

    Zum Thema:

    ich bin auf der Suche nach Informationen zum Denken und Reden...
    ... insbesondere was das Begreifen und Vermitteln von Zusammenhängen anbelangt.

    Ich selbst schaffe es nicht, Zusammenhänge sinnvoll und korrekt wiederzugeben. Zu oft gerate ich vom hundertsten ins Tausendste, bin entweder zu detailliert oder zu allgemein. Bemerke häufig, dass ich Dinge, die ich bereits erwähnt hatte nochmals aufführe. Selbst im Bereich von weniger als einer Minute.

    Offensichtlich ist dies nicht nur mein Redestil, sondern auch mein Denkstil. Viele Details kreisen lange herum, bis ich es schaffe daran anknüpfende Gedanken zu finden.

    Welche Erfahrung habt ihr in diesem Bereich? Wie schaffe ich es, den richtigen Zeitpunkt für die Erwähnung von Fakten oder Details zu finden und wie schaffe ich es, falls ich ein Konzept zum Thema habe, dieses auch praktisch umzusetzen? Übt ihr, wenn ihr wichtige Dinge erklären wollt? Wann nehmt ihr neue Informationen auf, die der Allgemeinbildung dienen? Wie lange dauert es, bis ihr Inhalte, die ihr gelesen habt, auch wieder anderen Leuten mitteilen könnt?

    Ich weiß wohl, dass ich hier Fragen aus einen großen Bereich der Rhetorik und des Denkens aufführe, die sofern es Antworten darauf gibt, seien es Tipps, Tricks, Lösungen auch Erfahrungsberichte nicht innerhalb eines Tages oder ein paar Wochen umgesetzt werden können.

    Allerdings freue ich mich auch über kleine Hinweise bzw. Erfahrungen aus Eurem Leben. Vielleicht geht es ja einigen von Euch ähnlich, so dass ihr auch von den Antworten profitieren könnt.

    Ich freue mich auf jeden Fall auf Antworten jed-welcher Art

    Auf eine nette Diskussion!

    Gruß Karl

    #2
    Hallo Karl

    In meinem Job muss ich u.a. immer wieder technische Handbücher und Dokumentationen für komplexe, elektronische Geräten erstellen. Und da stellt sich das Problem auch, wie man die wichtigen Informationen herüberbringt, sich aber trotzdem nicht in den Details verliert.

    Ich mache es meistens so, dass ich mir in groben Zügen eine sinnvolle Reihenfolge überlege und dann mit den Kapitelüberschriften anfange. Dann überlege ich mir, wie ich das in Unterkapitel unterteilen könnte und so immer feiner, bis ich pro Unter-Unterkapitel nur noch einen einzigen Sachverhalt habe.
    Den kann ich dann gezielt beschreiben ohne auf das ganze Drum herum Rücksicht nehmen zu müssen.
    Und am Schluss dann all die Einzelteile wieder zu einem Gesamtwerk verschmelzen.

    Also ein möglichst strukturiertes Arbeiten, und alles in kleine, überschaubare Häppchen aufteilen, ohne dass der Zusammenhang verloren geht.

    Um hingegen eine spannende Geschichte zu schreiben, ist es wahrscheinlich besser, mit ineinander verschachtelten Spannungsbögen zu arbeiten. Wobei man da natürlich den Überblick behalten muss, dass man den Faden nicht verliert.

    Viele Grüsse
    Serafin

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      #3
      Hallo Karl!

      Also... als erstes finde ich, Du hast in Deinem posting klar und verständlich ausgedrückt, worum es Dir geht. Ich hatte keine Probleme, Deinen Ausführungen zu folgen.

      Und davon abgesehen glaube ich, daß es keine "seltsamen" Ansichten gibt. Jeder Mensch hat seine eigenen und das ist gut und richtig so.

      Ich selbst habe kein Konzept für Gespräche oder für Dinge, die ich jemandem erklären möchte. Ok, müsste ich irgendwo einen Vortrag halten, wäre das natürlich etwas anderes. Aber so, im täglichen Umgang mit Menschen, mache ich das nicht. Vereinfacht ausgedrückt sage ich einfach, was mir in den Sinn kommt.

      Mir ist jedoch etwas aufgefallen, was mir wichtig ist: ich versuche aus den Fragen meines Gegenübers herauszuhören, ob er verstanden hat, was ich zu erklären versuche. An der Art der Nachfragen kann man meistens sehr gut erkennen, wo man selbst wohl nicht ausführlich genug erklärt hat.

      Und wenn mir die richtigen Worte fehlen oder ich merke, man ist in einem Gespräch an einem Punkt angekommen, wo beide aneinander vorbeireden, weil es ein Mißverständnis gegeben hat, dann kommen mir oft Bilder oder Vergleiche in den Sinn. Damit kann man eine Situation, von der man meint, sie sei schwer in Worten auszudrücken, oft ganz einfach erklären.

      Vom Hölzchen auf's Stöckchen sozusagen.

      Ich mag sowieso offene, freie Gespräche viel lieber. Solche, bei denen die Gedanken meines Gegenübers mich selbst auf neue Gedanken, neue Sichtweisen bringen. Manchmal "spinnt" man dann so ein wenig rum, aber oft ist man anschließend über das "Ergebnis" oder den gemeinsamen Nenner, auf den man kommt, erstaunt.

      Vielleicht ist es besser, etwas möglichst einfach und in kurzen Sätzen zu erklären, wenn man etwas ausdrücken will. Lange Sätze, in denen viele Informationen stecken, überfordern manche Menschen einfach. Sie schalten vorher ab und dann hat man das Gefühl, daß sie einen nicht verstanden haben.

      Ich wünsche Dir viel Spaß hier im Forum,
      liebe Grüße
      Spunk

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        #4
        Hallo zusammen,

        ich kenne das "Problem" auch. Wenn ich über etwas rede, habe ich das, was ich sagen möchte, ziemlich wort- und satzgenau im Kopf. Doch am Ende kommt das Ganze immer anders über meine Lippen, als gedacht. Und dann ärgere ich mich immer ein bisschen darüber.

        Ich denke aber, dass das bei mir etwas damit zu tun hat, dass ich mich auch manchmal nicht traue, die Dinge genau so auszusprechen, wie ich sie mir denke - um nicht zu verletzen oder verletzt zu werden.

        Ein Punkt, an dem ich definitiv noch arbeiten muss.

        Lg, Sonja

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          #5
          Hallo Karl,
          kann Dir vielleicht folgende Frage helfen?:

          "Was will ich mit meinem Reden erreichen - was ist mein ´eigentliches´ Ziel?"

          Will ich den Partner über etwas informieren? Dann versuche ich mir bewusst zu machen, daß die Aufnahmekapazität normalerweise begrenzt ist. Also eher kurz und nicht zu detailreich. Er - sie kann ja nachfragen, wenn sie etwas genauer wissen will. (Natürlich auch wieder nicht zu spartanisch - trocken

          Oder möchte ich etwas los werden? Dann kann es schon ausführlicher sein. Aber auch da sollte ich auf den Anderen achten und ihn nicht "zuschwallen".

          Manchmal habe ich auch den Eindruck, Leute wollen mit ihren Erzählungen auch imponieren "schau mal was ich alles weiß". Dann kommt das berühmte Hölzchen-auf-Stöckchen Gespräch. Zu jedem Detail fällt noch was ein. Wenn man´s nicht merkt, hast die Andere vielleicht schon den inneren Abflug gemacht?

          Also, vielleicht nützt es, sich über die Ziele und Motive klar zu werden.

          Viele Grüße in den Abend
          Arno

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            #6
            Was heißt vom Hölzlein auf das Stöckchen? Bild sind ja ganz nett für Erklärungen, ich kann mit diesem Bild aber leider nix anfangen...

            Arno, ja es ist wichtig, die Ziele zu definieren...
            Ob es mich in bestimmten Situationen weiterbringt weiß ich nicht, ich werde auf jeden Fall mal drauf achten.

            Möglich Ziele fallen mir ein:

            Informieren Hier zitiere ich einfach mal Arno: Will ich den Partner über etwas informieren? Dann versuche ich mir bewusst zu machen, daß die Aufnahmekapazität normalerweise begrenzt ist. Also eher kurz und nicht zu detailreich. Er - sie kann ja nachfragen, wenn sie etwas genauer wissen will. (Natürlich auch wieder nicht zu spartanisch - trocken

            ... Ja, allerdings muss man trotz der Kürze auch schaffen das essentielle heraus zu holen. Wichtig ist hier, dass man genau im Kopf hat, was man sagen möchte und auch einiger maßen eine logische Abfolge verwendet


            Zeit vertreiben Ein Punkt, in dem ich persönlich häufig Probleme habe... Einfach so drauf los zu reden, eventuell witzig zu sein, Bälle, die dir dein Partner zu spielt erkennen und zurückzuspielen. All das sind so Dinge, die ich gerne beherrschen würde, allerdings irgendwo an mir selbst scheitere. Es ist, als würden die Worte meiner Mitmenschen in diesen Situationen in mich rein und durchrauschen... Ich nehme wahr, was die anderen reden, bin allerdings zu langsam oder ungebildet, sinnvolle Antworten zu geben...

            Zeigen was man kann Von euch sicherlich verpönt, aber es ist nun mal so, dass wenn man etwas kann, etwas gelernt hat oder eine gute Idee hat, auch gerne die Mitmenschen darüber informiert um so mit erhobenem Haupt und mit der Anerkennung der anderen den Raum später verlassen kann.

            Konflikte ansprechen und lösen Häufiger Grund, mit anderen zu kommunizieren. Wichtig ist hierbei dass man nicht nur seinen Standpunkt klar macht, sondern genau aufhorcht was der andere zu sagen hat. Um daraus zu schließen, was er weiß, was er denkt... Natürlich ist eine Konsensfindung häufig erstrebenswert also sollte man parallel die Gesprächsgrundlage aus beiden Seiten kritisch betrachten...


            Sich aus irgendeiner Sache versuchen herauszuretten Wohl eine sehr schwere Redesituation. Unter Umständen gibt es Dinge, die nicht gesagt werden dürfen, weil man sich dadurch noch tiefer in die Nesseln setzt. In dieser Situation muss man umso mehr darauf achten, dass man sich weder verbal noch nonverbal blamiert.

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              #7
              Hallo Karl,
              warum sollte es "unter uns" verpönt sein, das jemand Freude daran hat, sein Wissen weiterzugeben? Wenn es solche Menschen nicht geben würde, dann hätten wir keine Lehrer mehr - und dieses Forum hier wäre ziemlich tot!

              Zu deinem Anliegen, Zusammenhänge besser begreifen und erklären zu können, fällt mir als erstes das wunderbare Mindmappen ein. Falls du es noch nicht kennst, schau auf den Seiten von Zeitzuleben nach, da gibt es ausgezeichnete Artikel dazu. Und falls du es kennst, aber nicht anwendest: probiere es nochmal! Obwohl diese Technik sehr einfach ist, muss man sie ein bißchen üben, weil sie so ganz anderes ist, als das was wir bisher gewohnt sind.
              Herzliche Grüße
              Leonora

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                #8
                Hallo Karl,

                sorry, da habe ich mich jetzt wohl unverständlich ausgedrückt. Vom Hölzchen auf's Stöckchen... bedeutet für mich z. B. Folgendes:

                Wenn mich eine Sache interessiert, gebe ich z. B. bei wikipedia einen entsprechenden Suchbegriff ein. Im Artikel gibt es dann häufig Begriffe, die farblich unterlegt sind und zu wieder anderen Artikeln führen, wenn man draufklickt. So erhalte ich nicht nur die gefragte Information zu meinem eigentlichen Suchbegriff, sondern auch Info's drum herum.

                Auch wenn das im ersten Moment nach "Verzetteln" aussieht, ist es für mich hilfreich. Was oder wo ich dann weiterlese, ist für mich abhängig davon, was ich genau wissen will. Das Auswerten der zur Verfügung stehenden Informationen ergibt für mich das Gesamtbild.

                Und das ist eben das, was für mich auch in Gesprächen hilfreich ist. Man stellt eine Frage, jemand gibt eine Antwort dazu, die vielleicht wieder neue Fragen entstehen lässt. Für mich gibt es immer mehr als eine Sichtweise und ich versuche auf diese Art, für mich wichtige Informationen zusammen zu tragen, die es mir ermöglichen, mir wiederum ein Gesamtbild zu machen.

                Natürlich ist es dabei wichtig, die eigentliche Frage nicht aus dem Sinn zu verlieren, da gebe ich Arno vollkommen Recht.

                LG
                Spunk

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