Ankündigung

Einklappen
Keine Ankündigung bisher.

Tipps zum Sprachenlernen

Einklappen
X
 
  • Filter
  • Zeit
  • Anzeigen
Alles löschen
neue Beiträge

    Tipps zum Sprachenlernen

    Hm, ich weiß gar nicht, ob das Thema hier besser passt oder vielleicht doch in den Brainstorming-Club :gruebel:
    Egal, hier meine Frage an euch: was sind eure besten Methoden, um eine Fremsprache zu lernen?
    Zum Einstieg meine Lieblingstricks:
    • die Wohnung als Lernlandschaft: Wörter auf post-its schreiben und überall dort verteilen, wo man öfter mal hinsieht (früher habe ich die unregelmäßigen lateinischen Stammformen immer auf der Toilette platziert - das hielt ich für den angemessenen Ort. Allerdings ist meine Einstellung zu Latein inzwischen viel positiver
    • Online-Programm zum Vokabelnlernen
    • Birkenbihl Methode
    Bin gespannt auf eure Ideen!
    Leonora

    #2
    Sprachen lernen

    Hallo Leonora!

    Ne verdammt gute Möglichkeit Sprachen zu lernen, ist sich jemdanden zu suchen, der sie bereits kann. Ich lerne gerade Italienisch und hab 2 italienische Freunde denen ich auf italienisch maile. Das hilft total.

    Was ist denn diese "Birkenbihl"-Methode?

    Kommentar


      #3
      Hallo Janiva,

      kannst du mir mal genauer beschreiben, wie du mailst, wenn du erst am Anfang bist? Das interessiert mich sehr, denn prinzipiell halte ich das für eine sehr gute Möglichkeit.

      Birkenbihl: ich versuche, das mal kurz zusammenzufassen. Du brauchst einen Text und eine Audioaufnahme davon. Der erste Schritt ist die Dekodierung eines Textes in der Fremdsprache, das bedeutet, ihn Wort für Wort ("falsch") zu übersetzen. Beispiel:
      Suo marito lavora a Stoccarda.
      Sein Ehemann arbeitet an Stuttgart.
      Dann hört man sich den Text an und liest die deutsche "übersetzung" mit, bis man den fremdsprachlichen Text auch so versteht. Durch die "Fehler" in der Übersetzung prägen sich die Strukuren der Fremdsprach ein, z.B. dass sich das besitzanzeigende Fürwort im Ital. nicht nach der besitzenden Person, sondern nach dem Gegenstand richtet (sein Mann, nicht ihr Mann). Dieser zweite Schritt heißt Hören - aktiv.
      Dann kommt hören passiv: man kann die Audios, die man versteht, wo immer sich die Gelegenheit bietet (bügeln, abwaschen, Wartezeiten usw) laufen lassen, ohne bewußt zuzuhören ... und so prägt sich alles immer mehr ein.
      Als vierten Schritt kann man dann alle möglichen Übungen zur Aktivierung machen, z.B. hin- und herübersetzen
      Ich habe diese Methode mit Albanisch ausprobiert, was eine immens schwierige Sprache ist, für die es kaum Lehrmaterial gibt. Die Texte habe ich mir von Albanern auf Kassette sprechen lassen. Ich habe das ca. drei Monate lang gemacht, und ich bin erstaunlich weit gekommen, weiter jedenfalls, als ich konventionell gekommen wäre.

      Kommentar


        #4
        Am Anfang habe ich versucht, so viele wie möglich Fremdwörter in meine Texte einzubauen. Dabei muss ich sagen, dass meine italienische Freundin auch deutsch kann und mein italienischer Freund Englisch. In die jeweiligen Sprachen hab ich dann meine einzelnen Wörter eingebaut.

        Nach und nach bin ich dann dazu übergegangen mir aus Wörterbüchern Wörter zu suchen, die ich gebraucht habe und dann einzelne Sätze zu machen.
        Nebenbei lerne ich aber auch noch mit einem Buch.
        Die meisten ungewöhnlichen Wörter, oder Sachen, die man nicht so oft braucht habe ich aber im Lexikon nachgeschaut. Da gibt es auch meistens Sprichwörter und ähnliches...das prägt sich dann irgendwie ein.

        Mittlerweile schreibe ich meine Mail ganz auf italienisch...auch wenn ich Wörter nachschauen muss. Noch besser ist es natürlich, wenn der andere in seiner Muttersprache/ in der Fremdsprache zurückschreibt. Da lernt man viele Umgangssprachliche Wörter. Allerdings ist das am Anfang noch nicht ganz so sinnvoll.

        Mir hilft das mailen auf jeden Fall total....naja, ich muss nur noch lernen zu sprechen...das trau ich mich noch nicht.

        Kommentar


          #5
          Eine einfache und amüsante Weise seine Fremdsprachenkenntnisse - vor allem in Englisch - zu trainieren, habe ich in second life gefunden. Hier findet man immer jemand irgendwo in der weiten Welt, mit dem man in Englisch oder auch Spanisch chatten kann

          Kommentar


            #6
            Ich plane,, im Spätsommer in die USA zu fliegen, um an einem HAI-Seminar level2 teilzunehmen. Natürlich kann ich etwas englisch wie die meisten Leute, aber jetzt möchte ich es aufpolieren. Zunächst ist es mir wichtig, möglichst alles zu verstehen, daher will ich hören. Dazu habe ich mir im Internet lauter amerikanische Seiten rausgesucht, die audio-Beiträge, also meist podcasts enthalten, in denen gesprochen wird. Im Bereich personal growth, der mich am meisten interessiert, gibt es da eine unendliche Auswahl.
            Zweitens habe ich mir ein amerikanisches Forum, ähnlich diesem hier, ergooglet. Darin lese und poste ich. Übt auch ungemein.
            Möglicherweise werde ich auch alle Hornblower-Bände, die ich auf englisch besitze, nochmal durchlesen. Und dann ab in den Flieger.

            Kommentar


              #7
              Englisch ausbauen

              Obwohl ich mit der englischen Sprache entgegen der Prophezeiungen all meiner Englisch-Lehrerinnen alltäglich ganz gut klar komme, möchte ich gerne sowohl meinen Schreib-Wortschatz als auch mein Hörverständnis ausbauen (mit dem Reden habe ich immer weniger Probleme, komme auch mit einem geringeren Wortschatz fast überall klar ).

              Zum einen habe ich mir englische Bücher besorgt, die ich auf Deutsch schon kenne, das hält die Frustrationsschwelle niedrig, denn ich kann auch mal weiterlesen, wenn mir auch noch die fünfte Vokabel in einem Satz fehlt und ich nicht schon wieder nachschlagen will... Unbekannte Vokabeln schreibe ich relativ konsequent auf Kärtchen und lerne möglichst zwei-dreimal die Woche meine Vokabeln.

              Angenehmer lerne ich mit Filmen auf DVD, die ich inzwischen konsequent nur noch auf der englischen Tonspur ansehe. Dazu den englischen Untertitel, skip-Funktion und dictionary - mir macht es so richtig Spaß. Vokabeln aufschreiben etc. wie oben.

              So habe ich mir in der letzten Zeit u.a. die Ausdrucksweise Jane Austens (pride and prejudice, Emma), das Vokabular von Golfern (Bagger Vance) und die Besonderheiten der Frauencolleges in den 50ern (mona lisas smile) beigebracht .

              Gruß, sverige

              Kommentar


                #8
                Hallo

                Ja, ich mach's auch ähnlich, gucke viele Filme auf Englisch und Französisch.
                Lese in diesen Sprachen viel, schreibe auch hin und wieder was.
                Ich schlag nicht jedes Wort nach, das ich nicht kenne, meistens verstehe ich es durch den Kontext. Kinder lernen ja auch so eine Sprache. Sie hören die Worte immer wieder, bis ihnen klar ist, was sie bedeuten.
                Früher hab ich gerne mit einer Lernkartei neue Worte gelernt, also, die Vokabel auf Kärtchen schreiben, auf einer Seite deutsch auf der anderen Seite die Fremdsprache.
                Hatte da so einen Karton mit 5 Fächern gebastelt, zuerst war alles in Fach 1. Wenn ich es wusste, wanderte es in Fach 2. Wenn nicht dann wieder zurück. Bis dann wirklich alles saß und in Fach 5 angelangt war. Hab dann aber auch wieder wiederholt und bei Unsicherheiten musste das Wort wieder ein Fach nach vorne.
                Liebe Grüße

                Kommentar


                  #9
                  Ich habe zum Spanisch lernen beim Spotlight-Verlag das Ecos-Magazin bestellt.
                  Gibt es auch für andere Sprachen.
                  Da sind Texte über allgemein interessierende Themen in deutsch den Spanischen gegenübergestellt.
                  Zusätzlich habe ich ein Vokabeltrainingsproramm Phase 6 auf meinem Rechner. Das füttere ich mit allen Vokabeln, die ich im Sprach-Kurs lerne und frage sie täglich ab. So wandern allmählich die Vokabeln in mein Langzeitgedächtnis...zumindest theoretisch. Ohne konsequentes Lernen geschieht da leider bei mir gar nichts.

                  Kommentar


                    #10
                    Vielen Dank für all eure tollen Ideen! Man kann sehr viel machen, wenn man erstmal einen Grundstock hat.
                    Was mir noch ein wenig fehlt sind Tipps für Anfänger - hat da noch jemand Ideen?

                    Kommentar


                      #11
                      Hallo Leonora,

                      also ich habe meine Sprachen dadurch gelernt, daß ich Sprachkurse im Ausland gemacht habe (in Spanien konkret). Das war das am besten geeigneteste, da man dort wirklich ans Reden kommt, besonders, da ich dort auch immer Einheimische kennengelernt habe.

                      Was mir auch geholfen hat, war diese sehr simplen (heute würde ich mich nicht mehr überwinden können, sie zu lesen) Liebesromane zu lesen, die bei uns so heißen: Julia, Bianca, etc., die, die man an jedem Kiosk bekommt. Die Handlung war natürlich ziemlich banal, aber ich habe wunderbare Redewendungen und viele Vokabeln gelernt, da viele Dialoge drin waren und ich auch immer brav vieles nachgeguckt habe.

                      Und sie waren ja auch nicht dick, da hatte man schnell ein Erfolgserlebnisse. Viel lesen, viel Radio hören und auch diese Bücher: Eady Reader oder so ähnlich lesen, die gibts auch für Anfänger. Oder diese zweisprachigen Editionen von Reclam, wo man dann immer mal kurz nachgucken kann.

                      Kommentar


                        #12
                        Das ist eine klasse Idee, die Liebesromane. In Italien gab es früher Zeitschriften, die Fotogeschichten enthalten haben - damit habe ich mich auch herrlich amüsiert und viel dabei gelernt. Habe ich in letzter Zeit leider nicht mehr gesehen, aber es gibt die sicher noch!
                        Übringens lese ich unheimlich gerne Rezepte in Fremsprachen - das ist dann allerdings ein recht begrenzter Wortschatz
                        Saluti - greetings -
                        Leonora

                        Kommentar


                          #13
                          Hallo Leonora,
                          ich hatte gerade überlegt wie ich es mit dem Englisch mache. Doch ich bin da ja gar keine Anfängerin mehr da ich es Jahrelang in der Schule hatte. Da gilt das dann nicht.
                          Doch ich fange jetzt an Französisch zu lernen. Ich kann nicht zwei Sätze in dieser Sprache also kann ich mich sicher zu den Anfängern zählen
                          Ich habe mir von Langenscheidt diese Lehrbücher mit CDs gekauft und finde sie eigentlich sehr gut. Dazu schreibe ich mir Zettelchen (Post-Its) und klebe sie an alle möglichen Stellen hin. Darauf schreibe ich den Franz. Namen des Gegenstandes. So kann ich zumindest mal alles in meinem Umfeld einprägen.
                          Was ich auch gut finde, ist, Liedtexte Wort für Wort zu übersetzen. Naja, das mach ich eher im Englischen Bereich. Doch so hab ich auch noch den Spaß an der Musik dazu.
                          Ansonsten hilft meiner Meinung nach nur... 1. einen Grundstock an Vikabeln erarbeiten...2. jemanden suchen der mit mir in der gewünschten Sprache redet und dann lesen, DVDs schauen und reden reden reden.
                          Viel Freude beim lernen.

                          Kommentar


                            #14
                            Sprachen für Anfänger

                            Gerade für den Anfang ist es sinnvoll, über Bilder zu lernen, wenn man das bildhafte denken noch beherrscht. So wie in vielen Kleinkinderbüchern das Bild vom Ball mit den Buchstaben darunter oder daneben dargestellt wird.

                            Mit dem Erlernen der Sprache geht uns leider viel bildhaftes verloren. Hierin kann man auch eine der vielen Erklärungen finden, warum Mädchen/Frauen meist leichter Sprachen lernen, sie sind biologisch vorwiegend rechts-hirnig gesteuert. Die Schul- und Lernsysteme bauen sehr stark auf logisches, links-hirniges Denken auf (vielleicht eine Ursache vieler "Frauenprobleme", da von klein auf im Gehirn Verwirrungen entstehen???)

                            Das Denken findet am Anfang nur über Bilder statt, alle Menschen, egal welcher Rasse, denken die gleichen Bilder, nämlich das, was wir sehen. Die Bilder werden mit erst mit den Lauten, dann mit den Worten bzw. Buchstaben verknüpft und gespeichert.

                            Die Lautmelodie der Muttersprache wird schon vor der Geburt als vertraut gespeichert, daher fällt das Muttersprache lernen leicht.

                            Ergo: Sich den Ablauf im Gehirn bewusst machen und das rechts-hirnige, bildhafte Denken walten lassen.
                            1. Vor dem Beginn einer neuen Sprache diese im Hintergrund laufen lassen, vor dem/beim Einschlafen am effektivsten.
                            2. Musik hilft zu lernen, wenn sie die Lautmelodie und den Rhytmus einer Sprache berücksichtigt.
                            3. Die Vokabekarten sind gut, das System baut aber auf Wort-Wort Vergleichen, was linkshirnig abläuft und die Verknüpfung erschwert. Statt vorn auf die Karte das deutsche Wort zu schreiben, möglichst versuchen ein Bild zu malen oder aus Zeitschriften auszuschneiden, im Internet nach Bildern mit der fremdsprachlichen Vokabel googeln. Mit dieser Beschäftigung über das Bild sollte es leichter gehen. Es soll sogar Leute geben, die so mehrere Sprachen gleichzeitig lernen (Beispiel: Kinder die mehrsprachig aufwachsen. Sie mischen beim lernen sogar die Vokabeln, trennen aber im späteren Prozess über die unterschiedlichen Lautmelodien die Sprachen voneinander)
                            4. Ein Kind probiert die Sprache unbefangen aus = laut reden, vor sich hinsingen, hören und wiederholen. Lalalalala....
                            5. Sich bei der Hemmschwelle des Redens klar machen, das man selbst eher Bewunderung für Menschen empfindet, die versuchen Deutsch zu sprechen und Fehler eher liebenswert empfindet, oder?
                            Und da sind wir dann wieder dabei, dass alle Menschen die gleichen Bilder DENKEN und Emotionen haben....

                            Es gibt auch Programme, die vorwiegend auf dieser bildhaften Lerntechnik aufgebaut sind. Ich hatte mal mit Arabisch angefangen.... die Worte, deren Bilder mir noch einfallen, kann ich sogar noch schreiben....(sind aber nur eine handvoll).

                            Alles Liebe
                            Eámanë

                            Kommentar


                              #15
                              Hallo Eámane,
                              vielen Dank für die vielen guten Ideen. Ein paar Anmerkungen von mir dazu:

                              Zitat von Eámanë Beitrag anzeigen
                              Die Schul- und Lernsysteme bauen sehr stark auf logisches, links-hirniges Denken auf (vielleicht eine Ursache vieler "Frauenprobleme", da von klein auf im Gehirn Verwirrungen entstehen???)
                              Inzwischen sind aber über 50 % der Abiturienten Frauen - und die sind auch noch besser als ihre männlichen Mitschüler... Ich denke schon, dass die Unterscheidung von rechtshirning und linkshirnig in manchen Hinsicht Sinn macht, soweit ich weiß, zeigen aber neuere Untersuchungen der Funktionsweise des Gehirns, dass dieser Unterschied in den letzten Jahren zu hoch bewertet wurde.

                              Das Denken findet am Anfang nur über Bilder statt, alle Menschen, egal welcher Rasse, denken die gleichen Bilder, nämlich das, was wir sehen. Die Bilder werden mit erst mit den Lauten, dann mit den Worten bzw. Buchstaben verknüpft und gespeichert.
                              Das würde ich nicht ganz so sehen. Die bildlichen Eindrücke sind ja für jeden sehr verschieden - ein Schwarzwälder denkt bei "Baum" eher an eine Tanne, ein Italiener vielleicht an eine Pinie.

                              Es gibt auch Programme, die vorwiegend auf dieser bildhaften Lerntechnik aufgebaut sind. Ich hatte mal mit Arabisch angefangen.... die Worte, deren Bilder mir noch einfallen, kann ich sogar noch schreiben....(sind aber nur eine handvoll).
                              Ich habe die Birkenbihl-Methode, die auch auch vorwiegend auf Bilder und Klängen baut getestet - anfangs geht das wunderbar, stößt aber schnell an Grenzen. Ich habe noch niemand getroffen, der es wirklich mit der reinen bildhaften Methode zu einer ansatzweisen Sprachbehrrschung gebracht hätte - vielleicht meldet sich ja hier jemand.
                              Gruß Leonora

                              Kommentar

                              Lädt...
                              X