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Optimismus und positiv Denken, aber wie?

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    Optimismus und positiv Denken, aber wie?

    Hallo @all,
    bin durch Zufall auf diese Seite gekommen und schon vom durchlesen sehr begeistert. Ich hoffe, ich kann hier Hilfe finden, denn ich hab Probleme mit mir selber, was den Optimismus und vor allem das positiv Denken angeht. Ich hoffe, ich bin in der richtigen Rubrik gelandet.
    Mein Problem ist, dass ich irgendwie den Glauben sowie den Optimismus bzw. das positive Denken "verlernt" habe, nach dem ich einige private Rückschläge hatte. wer kann mir Tips geben, wie ich wieder zu mir selber finden und positiv nach vorne schaue?
    Bei mir ist es so, dass ich sehr viel derzeit neg. Denke, unruhig und auch ungeduldig bin. Ich verspüre sehr viele Ängste und Zweifel, was mir natürlich den Weg für eine positivere Sichtweise versperrt. Wie kann ich diese Ängste loswerden? Ich versuche diese schon wegzuschieben, doch sie liegen schwer in meinem Körper. Hab das Gefühl, gegen meinen Kopf und die darin enthaltenen negativen Gefühle nicht anzukommen, doch ich möchte dies gerne, weiß aber nicht wie. Ich habe ein paar Ziele, möchte diese auch sehr gerne erreichen und spüren, doch wie kann ich es schaffen?
    Für Ratschläge wäre ich sehr, sehr dankbar. :o)
    Vielen Dank im Voraus.
    Lieben Gruß, Hoffnungsschimmer

    #2
    "Mein Problem ist, dass ich irgendwie den Glauben sowie den Optimismus bzw. das positive Denken "verlernt" habe, nach dem ich einige private Rückschläge hatte."

    hast du wirklich den glauben verlernt? ich denke nicht, denn würdest du sonst hier erscheinen und um hilfe bitten? das heißt doch, du glaubst an etwas, an hilfe für dich, die dir jetzt noch nicht gegeben scheint. weiterhin glaubst du auch an das, was du erreichen möchtest, denn sonst würdest du es ja nicht erreichen wollen! nun, dann kannst du auch daran glauben, das die jetzige zeit für dich einen sinn ergeben wird, später zu einem geeignten zeitpunkt wird dir alles klar werden - was ich immer wieder anregend finde ist: wir bekommen nir mehr aufgebürdet, als wir im stande sind zu tragen! - wenn dem so ist, und daran glaube ich, dann gibt es also nichts, was uns wirklich angst machen müßte - die meisten ängste beziehen sich auf ereignisse oder umstände, die eh noch nicht eingetreten sind, d.h. wir spielen im kopf eine mögliche zukunft durch, eine illusion, eine waage vermutung dessen, was geschehen könnte, wenn ... doch in den allermeisten fällen kommt es dann eh anders, als gedacht! Aber lernen wir daraus? selten, wir machen uns immer wieder sorgen und bereiten uns selbst ängste, die unnötig sind, denn dabei vergessen wir zu leben - wir nehmen uns nicht mehr die zeit zu leben (schmunzel ...) und so erleben wir unser leben dann auch schnell als belastung, als ständige anforderung an uns, die uns keine ruhe gönnen will - nur weil wir sie uns nicht nehmen, die ruhe!

    ich meine, was kann schon passieren? alles, aber auch wirklich alles, was wir erleben können wir immer nur jetzt erleben - und nun meine frage an dich:

    wie geht es dir jetzt - genau jetzt in disem moment, da du diese zeilen liest? bist du gesättigt vom abendmahl ? ist die wohnung beheizt, trägst du ausreichend kleidung? gibt es keine körperlichen beschwerden ? also, was willst du noch mehr? lebe, aber lebe jetzt und erlebe das jetzt, und der rest wird sich schon regeln, du hast jeden tag die möglichkeit etwas dafür zu tun, ein schritt hier, ein schritt dort - step by step - aber du kannst nicht das morgen erleben oder die nächste woche - alles nur illusion - du kannst imme rnur jetzt etwas erleben, erfühlen und nur jetzt lebendig sein - also wenn das kein grund zur freude ist -

    wir sind ja oft wirklich so dumm und vermiesen uns einen ganzen tag wegen einer möglichen zukünftigen begebenheit, die uns angeblich angst bereitet - lächerlich! anstatt es sich für die paar minuten aufzuheben, wo es wirklich stattfindet (wenn überhaupt) leiden wir schon tage und wochen vorher ... verrückt - irgendwie total verrückt - das ist doch kein leben, das ist ein totes dasein, weil wir dann nichts mehr mitbekommen vom eigentlichen leben - unsere sinne sind vom trübsaal blasenden geist derart verneblet, das kaum noch etwas durchdringen kann - na toll !
    ich weiß, das es wirklich schwer ist loszulassen, gerade wegen dem konditionierten sicherheitsdenken, das unser dasein zu einer jämmerlichen existenz degradieren kann. doch es gibt nur diesen weg, den des loslassens und statt dessen fließen lassen, mit dem leben schwimmen, dann lösen sich viele dinge von "ganz allein" - es klingt unglaublich, weil es als zu einfach erscheint - doch gerade im einfachen liegt die lösung - widerstand ist zwecklos-wir sind das leben-und du kannst uns nicht aufhalten - um es mal in voyager-manier zu sagen ... aber genau so ist es, das leben sucht sich immer den weg des geringsten widerstandes, so wie das wasser, es fließt gerade, drum herum, immer nach unten und darin liegt seine stärke - denn andererseits kann es ganze landschaften verändern, ...

    also, schau dir deine ängste genau an und frage dich, was es ist, das dir eigentlich angst bereitet und du wirst alsbald feststellen, daß es etwas ist, was so noch gar nicht existiert, nicht geschieht, nicht wirklich erlebbar ist, also was soll dann das ganze drama mit der selbstinszenierten angst?

    möge es dir dienlich sein

    der traveller

    ©2007 der traveller

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      #3
      Ängste und Optimismus

      Mir geht es auch manchmal so, dass ich ein ziemlich unbestimmtes Ängste-Gefühl habe. Ich stelle mir dann Fragen: Was ist es, was mir Angst macht? Ist die angst berechtigt? Was ist das Schlimmste, das passieren kann? Wie kann ich damit umgehen? Das hilft oft.

      herzliche Grüße aus Berlin,

      Ulla

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        #4
        Hallo,
        alles, was man gelernt hat, kann man verlernen... und Neues wieder hinzulernen.
        * Der erste Schritt dazu ist:: erkennen, wo das Problem liegt.
        * Der zweite: was kann ich tun, um mein Problem zu lösen.
        * Der dritte: die Lösung angehen und täglich üben!
        * Der wichtigste: sich Zeit lassen und Zeit nehmen, die Zeit heilt alle Wunden!!
        Alles Liebe

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          #5
          Hallo Hoffnungsschimmer,

          der Traveller hat schon viel wichtiges geschrieben, finde ich.
          Ich möchte gerne etwas hinzufügen.

          Ich finde der Anfang muss dort gemacht werden wo ich bin, nicht wo ich sein möchte. Oder noch ein wenig konkreter - Wichtig ist es mich so zu sehen wie ich jetzt bin, nicht wie ich sein möchte. Die 'Gefahr' sehe ich darin, sich mehr auf das, was man möchte zu konzentrieren als stattdessen die Energie auf das was jetzt gerade da ist zu lenken, um von da aus loslegen zu können.

          als weiteres finde ich, je mehr Wiederstand in dem ist was jetzt ist, je mehr Konflikt ist da. Anders herum: Je besser ich den "ist-zustand" annehmen kann, je einfacher wird die Veränderung stattfinden.
          Das sind glaube ich wichtige Schritte um sich sich selber zu (wiederzu)finden.

          Wenn du derzeit negativ gestimmt bist,unruhig und ungeduldig, ist das einfach so, erstmal. Nehme es so an und wehre Dich nicht dagegen. Schau an der Stelle lieber genau hin, was da genau mit Dir passiert indem du versuchst in dem Moment einfach mal inne zu halten.
          Es geht nicht um Ängste loswerden, es geht vielleicht vielmehr darum auf die Ängste zu zugehen und sich diese ganzen Zweifel, Gedanken etc mal genauer anzuschauen. Nicht indem du versuchst sie zu verhindern , zu verschieden bzw. aus dem Weg zu räumen, sondern durch das genaue hinschauen, durch das verstehen und in die Tiefe gehen dieser ganzen Prozesse.
          Ich denke dazu ist eine gewisse innerliche stille notwendig, die ein genaues hinschauen möglich macht - ohne die Gedanken, die ständig damit beschäftigt sind sich zu ärgern, sich zu wehren, dies wollen, das wollen.

          Hoffe du kannst du mit irgendwas anfangen

          liebe Grüße

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            #6
            Hallo Traveller,
            danke für deinen super Beitrag. Du hast vieles beschrieben, was bei mir so ist und ich weiß das auch, denn bei mir ist es so, dass ich oftmals in einer Illusion lebe und ich merke, da ich derzeit leider viel Zeit habe, aber zum Glück nicht mehr lange, ich mich intensiv mit Ängsten und Zweifel beschäftige. Ich versuche es mal so zu beschreiben, dass ich mir sage "du hast Angst" und schon habe ich dieses Angstgefühl. Oder ich sage in dem einen Moment, "du kannst ihr vertrauen", doch im anderen Moment denke ich schon wieder, was ist, wenn es doch so oder so ist etc. Ich hole einfach Zweifel hoch, um mein positives wieder zu "zerstören". Hmm, ich hoffe, ich kann es verständlich rüberbringen, was ich gerade denke und ihr versteht das auch *grins* Bin doch bissel konfus und weiß nicht, wie ich meine Gedanken derzeit in Worte fassen soll.
            Es ist auch so, dass ich Angst habe, zu vertrauen und sehe sehr schnell schleches in einem Mensch (beruht auf sehr viele Enttäuschungen). Ich möchte gerne zwei große (für mich große) Ziele erreichen, doch ich habe Angst, dass ich dies nicht schaffe und dann wieder extrem enttäuscht bin! Das ist mein größtes Problem. Ich versuche mich schon dauernd abzulenken, MIR etwas Gutes zu tun und vor allem arbeite ich auch an meinem Selbstvertrauen, was leider auch flöten gegangen ist in den letzten Monaten. Ich glaube zu wenig an mich und meine inneren Energien! Wie kann ich das ändern?
            Ich merke auch, dass ich gerne von heute auf morgen wieder nur positiv gestimmt wäre, doch je mehr ich mich unter Druck setze, desto weniger komme ich voran. Nur leider fehlt mir auch die Geduld. Ihr merkt, ich hab eine Menge Baustellen ;o) Vll. könnt ihr mir Tips geben (Entspannungsübungen o.ä.)?
            Ich versuche auch das alles mit Hilfe von Autosuggestionen in den Griff zu bekommen! Wie lange kann das dauern, bis ich meine "Botschaften" verinnerlich habe in meinem Unterbewusstsein? Bin ja schließlich ungeduldig *augenroll*
            @toussaint:
            Ja, auch dir möchte ich Recht geben, dass ich mich so annehmen muss derzeit, wie ich nun einmal bin, mit meinen Ängsten und Zweifeln. Dies sage ich mir auch immer wieder.
            Ich möchte mein Ziel durch meine neg. Gedanken nicht verbauen. Nein, das möchte ich nicht. Ich möchte es erleben, dass ich mit meinen inneren Kräften etwas schaffe, woran kein anderer mehr glaubt.
            Klingt jetzt vielleicht irgendwie "krank", doch das möchte ich wirklich gerne.
            Lieben Gruß
            Hoffnungsschimmer

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              #7
              Hallo Hoffnungsschimmer!

              Du bist eine sehr unruhige Seele. Das ging mir bis vor einem Jahr auch so. Ich hatte meine "Mitte" Verloren und hatte mich unheilbar mit allen möglichen Sachen total verzettelt. Leider mußte ich erst sehr krank werden um einzusehen, dass es eine Sackgasse ist und ich nur nicht wußte, wie ich da wieder raus komme. Was mir geholfen hat war eine Auszeit. Ich weis nicht, ob du die Möglichkeit hast. Aber ein Versuch ist es wert. Erst wie ich auch räumlich aus meinem "Irrenhaus" raus war konnte ich genug Abstand gewinnen und habe dann erst gesehen was los ist. Man kann nicht ständig auf Power gehen und sich wundern, das die Kraft wegbleibt. Da erst habe ich gesehen, was ist wirklich wichtig ist und was kann ich weglassen kann, so das genug Zeit und Kraft für einem selber übrigbleibt! Ich bin gepilgert um Ruhe zu haben. Aber es gibt auch Menschen die sich eine Oase im Kloster suchen oder irgendwas anderes, was dir entgegen kommt.
              Ich wünsche Dir die Kraft, die du brauchst. Und kleine Schritte sind sehr wertvoll!!

              Alles Liebe Emma

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                #8
                Hallo Hoffnungsschimmer,
                Unruhe, Angst, Schmerz und manchmal Panik. Ich habe mir zwei Fantasiebilder entworfen, die mir manchmal helfen. In meinem Inneren befindet sich eine große Kugel, dickwandig und voller Wärme und Licht. Darin befinde ich mich, geborgen und sicher.
                Oder das Bild eines zotteligen, großen Hundes, der klitschnass geworden ist. Er schüttelt sich kräftig und geht seinen Weg unbeirrt weiter, selbst wenn er wieder nass werden sollte.
                Mich entspannen diese Bilder. Oder ich nehme mir bewußt Auszeiten mit guter Musik, Kerzenlicht und angenehmen Düften. Konzentriere mich auf diese gute Gefühl, wie kurz es auch sein mag.
                Lieben Gruß
                Sheila

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                  #9
                  Hallo liebe Sheilo und Emma,
                  danke auch Euch für die Posts.
                  Das Problem ist, ja ich bin unruhig, auch verzweifelt, ungeduldig und habe Angst. Ich beschäftige mich derzeit auch fast nur damit.
                  Es ist so, ich möchte gerne mein Ziel erreichen, dafür würde ich gerne alles geben, doch dazu gehört, wie es eine Freundin so schön sagt, "Ruhe, Gelassenheit" und ich soll mich nicht so fertig machen und an mich selber glauben und genau darin besteht das Problem. Wie kann ich (m)ein Ziel erreichen, ohne zu verbissen zu sein, Ungeduld beiseite zu schaffen und einfach positiv nach vorn zu schauen und sagen zu können, ohne Ängste zu Zweifel, JA, ICH PACK DAS und mir selber dabei zu vertrauen?
                  Das mit den Bildern hab ich auch schon probiert. Hilft manchmal auch ganz gut. Hab mir auch schon ein Buch zum Postiven Denken gekauft, doch wenn ich das alles so durchlese, fühle ich mich irgenwie nicht geschaffen, dies durchzustehen und es so zu schaffen.
                  Für Tips bin ich dankbar
                  LG, Hoffnungsschimmer

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                    #10
                    Mein Problem ist, dass ich irgendwie den Glauben sowie den Optimismus bzw. das positive Denken "verlernt" habe, nach dem ich einige private Rückschläge hatte. wer kann mir Tips geben, wie ich wieder zu mir selber finden und positiv nach vorne schaue?Kehre zurück zu den schrecklichen Bildern, die dich so traumatisiert haben? Was siehst Du, hörst Du, spürst Du? Stell Dir vor, Du siehst die Bilder durch eine Nebelwand, sich langsam entfernen, Du hörst immer weniger. Du spürst immer weniger. Nimm die Farbe aus den Bildern.
                    Bei mir ist es so, dass ich sehr viel derzeit neg. Denke, unruhig und auch ungeduldig bin. Ich verspüre sehr viele Ängste und Zweifel, was mir natürlich den Weg für eine positivere Sichtweise versperrt. Wie kann ich diese Ängste loswerden? Ich versuche diese schon wegzuschieben, doch sie liegen schwer in meinem Körper.

                    Geh spazieren und zwar so, daß die Arme frei sind. Geh soweit wie möglich, lass den Zorn während des Spazierganges in Dir aufsteigen. Wenn nötig stampfe mit den Füssen beim Gehen, lasse den Zorn und die bösen Bilder kommen. Wenn sie Dich allmählich während des Gehens verlassen, ist es gut. Es kann sein, daß Du das öfter wiederholen mußt. Nimm die schlechten Gedanken mit auf den Weg. Sei Dir bewußt, daß Du nur deswegen spazieren gehst, damit diese Bilder aus dem Körper und dem Kopf verschwinden. Es ist so, als würdest Du Müll entsorgen.
                    Viel später wirst Du Dich vielleicht erinnern, daß Du den Boden getreten hast aus Zorn und Wut, Du wirst eventuell den Grund für Deine Ohnmacht vergessen oder wenn es die Mitmenschen waren, sie nicht mehr so wichtig nehmen.
                    Es ist Schwerarbeit - auch körperlich.

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                      #11
                      Hallo Hoffnungsschimmer
                      Du schreibst: „Ich verspüre sehr viele Ängste und Zweifel, was mir natürlich den Weg für eine positivere Sichtweise versperrt.
                      Wie kann ich diese Ängste loswerden?“

                      Es ist vielleicht nicht immer sinnvoll, zwangsoptimistisch sein zu wollen und Ängste als Verfehlungen zu betrachten, die es schnell loszuwerden gilt.
                      Aus irgendeinem Grund sind deine Ängste ja bei dir, wollen dir etwas mitteilen, wollen gewürdigt und gesehen werden. Sie haben das gleiche „Recht“, bei dir zu sein, wie deine Freuden. Sie sind ein Teil von dir, auch wenn du ihn nicht magst.

                      Weiter:“Ich versuche diese schon wegzuschieben, doch sie liegen schwer in meinem Körper. Hab das Gefühl, gegen meinen Kopf und die darin enthaltenen negativen Gefühle nicht anzukommen ..“

                      Nichts lässt sich so einfach irgendwohin schieben. Wohin schiebst du sie denn? In eine andere Dimension, in der du nicht existent bist?

                      Ein erster Schritt zur Wandlung könnte sein, die Ängste wertfrei anzusehen, sich einzugestehen, ja ich habe Ängste und vor allem: ich stehe dazu Ängste zu haben! So stärkst du dein Selbst. Indem du dich selbst auch mit den „negativen Seiten“ annimmst.
                      Ich wünsch dir eine gute Zeit
                      Carlotta

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                        #12
                        Hallo Carlotta,
                        vielen Dank für Deine Worte. Ja, das hab ich schon oft gelesen, dass man die Ängste auch annehmen sollte, denn sie gehören zu einem.
                        Doch wenn ich dann wieder über positves Denken etwas lese und oft dort beschrieben wird, wenn man Ängste hat etc., dann kommt man da nicht voran.
                        Also wie kann ich, trotz Ängsten, dennoch positiver Denken und meine Ziele langsam erreichen?
                        Ich versuche meine Änste schon zu "akzeptieren".
                        LG, Hoffnungsschimmer

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                          #13
                          Hallo Hoffnungsschimmer

                          Positives Denken kann sicherlich trainiert werden. Meiner Meinung nach bringt das Training aber nur dann positive Effekte, wenn die Rahmenbedingungen günstig sind. Trägt jemand grossen Kummer mit sich herum oder unlösbar scheinende Probleme, ist der Appell: denk doch positiv nicht nur kaum umsetzbar, sondern macht denjenigen nur unsicher und kleiner. Er fragt sich doch unweigerlich: was stimmt nicht mit meiner Art zu denken, bin ich „falsch“, bin ich zu dumm, um glücklich zu sein?
                          Andere Variante: dieser Jemand geht sklavisch an die Umsetzung des Positivismus, drängt seine Themen verschämt in den Hintergrund (igitt, nicht positiv ...), anstatt sie anzusehen und verpasst so seine Chance auf echte, persönliche Entwicklung.
                          Dazu gibt es gibt es viele Ansichten. Ich kann dir nur von meiner Sichtweise schreiben, die du annehmen kannst, aber nicht musst, wenn sie nicht zu dir passt. Das ist für mich bei allen Self-Coaching-Konzepten das Wichtigste: fühle ich, dass es wahr FÜR MICH ist - völlig egal, was andere dazu für eine Meinung haben, dann kann ich damit arbeiten, sonst ist es nicht für mich.

                          Soweit die trockene Theorie. Nun zur Praxis.

                          Um das Positive zulassen zu können, ohne sich zu verbiegen, musst du vorher dir selbst begegnen, dir zuhören und dich nicht bewerten oder gar aburteilen.
                          Oft sind Sorgen und Ängste wie Kinder. Sie schreien laut, wenn etwas wehtut und noch lauter, wenn es dann auch noch Kritik gibt („hättest du doch ...“). Wendet man sich ihnen jedoch achtsam und liebevoll zu, ist es manchmal gar nicht mehr so wichtig, was genau da passiert ist. Plötzlich lächeln sie, fühlen sich gesehen und geliebt.
                          Ereignisse wollen gehört und geachtet werden. Dann kann man sie behutsam loslassen oder in Erfahrung umwandeln.

                          Vielleicht helfen dir die folgenden Affirmationen
                          - Die Angst ist ein Teil, der zu mir gehört, doch ich habe viele Teile in mir. Ich bestehe nicht aus Angst, sondern bin die Summe meiner Empfindungen.
                          - Angst zu haben ist nichts Schlechtes. Ich danke meiner Angst, dass sie mir zeigt, wo ich verletzbar bin
                          - Ich freue mich daran, mich selbst zu spüren und finde mich gut, auch wenn ich Ängste habe.
                          - Ich höre meiner Angst gut zu. Dadurch wird sie nicht größer, aber ich werde daran wachsen.

                          Liebe Grüße
                          Carlotta

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                            #14
                            Lieben Carlotta,
                            danke für die Affirmationen. Werde sie auf jedenfall versuchen umzusetzen und hoffen, dass ich dadurch ein Stück weiter in die richtige Richtung gelange :o)
                            Ich habe leider bei mir auch bemerkt, dass ich oft auch die Ängste "selbst auslöse" in dem ich gedanklich denke, ich hätte Angst oder Zweifle an allem, was ich z.B. nicht "sehen" kann, dass es sowas gibt. Ich glaube, ich schenke meinen Ängsten auch zuviel Aufmerksamkeit und höre zu oft in mich hinein und frage ich dann "wo sind meine Ängste"... Mir wurde sehr wehgetan (im privaten Bereich) und irgendwie hab ich das Gefühl, durch die Ängste fühle ich mich dennoch "beschützt", da ich dann nicht verletzbar bin, da ich mich nicht öffne. Verstehst du ca., was ich meine. Klingt etwas verrückt *lach*, aber ich versuche es nur mal zu beschreiben, was so in mir vorgeht.
                            Ich habe derzeit viel Zeit immer mal zum Grübeln und daher befasse ich mich auch viel damit, nur negativ halt. Und das größte Problem weiß ich auch noch habe ist Vertrauen und Glauben in was. Weiß leider nicht, ob das durch Affirmationen auch noch wegbekommen kann.
                            Lieben Gruß
                            Hoffnungsschimmer

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                              #15
                              Hallo Hoffnungsschimmer
                              Wenn du das Gefühl hast, deine Ängste schützen dich, ist das doch schon mal gut. So kannst du sie noch eine Weile, so lange es für dich nötig ist, bei dir behalten ohne sie gleich "schlechtzumachen".
                              Bau langsam aber stetig den Glauben an dich selbst und deine Kraft auf. Alles andere regelt sich dann leichter. Hab etwas Geduld mit dir, doch bleib dran.
                              Alles Gute!
                              Carlotta

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