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Gärtner (m/w/d) gesucht

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    Gärtner (m/w/d) gesucht

    Ich suche einen (Hobby-)Gärtner oder eine (Hobby-)Gärtnerin mit der Spürnase eines Sherlock Holmes und einem Hang zu mittelalterlichen Klostergärten.

    Da ich selbst mehr von Viehzucht als vom Ackerbau verstehe, suche ich auf diesem Weg jemanden, der mich bei den Recherchen zu meinem aktuellen Roman unterstützt. Die Protagonistin ist von Beruf Gärtnerin. Im Verlauf der Geschichte findet sie einen Kirchgarten, der vor vielen Jahren einem alten Klostergarten nachempfunden wurde, der jetzt schon lange brach liegt, und den sie mit ebenso viel Liebe wie Sachverstand wieder herstellt. Ich müsste wissen, welche Pflanzen damals angepflanzt wurden und wie sie sich in den vielen Jahren ohne Pflege entwickelt haben. Einige werden vermutlich fröhlich vor sich hin wuchern, andere bescheiden vor sich hinmickern und wieder andere werden ausgestorben oder ausgewandert sein.

    Wenn es in dieser Runde jemanden gibt, der an so einer Detektiv- und Bastelaufgabe Spaß hat, können wir uns gerne per E-Mail austauschen. Wenn es mehr ambitionierte Gärtner(innen) hier gibt, können wir den Garten auch gemeinsam hier entwickeln, verkommen lassen und wieder restaurieren ...

    Danke ...

    #2
    na, klostergärten bestanden ja hauptsächlich aus Heilkräutern & -pflanzen, Gemüse und Obst etc., sie dienten ja zur Selbstversorgung und als Apotheke Gottes.
    Das gibts ja heute immer noch alles.
    Die/deine Überlegungen gehen dahin, was hat von dem Thymian, Ysop, Wermut, Beinwell und den anderen wunderbaren Gewächsen wie überlebt und sich weitervemehrt?
    Gab damals was, was es heute nicht mehr gibt?
    Oder auch Indikation, Verarbeitung und Verwendung?

    Flora
    sagt schnell Gute Nacht.....






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      #3
      Liebe Tintenweberin,
      das kommt einem Experiment sehr nah ...



      Dracocephalum ruyschiana =
      Drachenkopf ist :
      eine heimische Staude, zieht magisch Bienen an, für magere Böden geeignet (bildet seine wunderschönen blauen Blüten ab Juli)

      Holunder ist anspruchslos und wird vom Vogelkot verbreitet, ich denke der hat sehr gute Chancen. Laubgehölze je nach Standort : Sonne, Sonne bis Halbschatten,Halbschatten, Halbschatten bis Schatten ? Neben dem Standort kommt es auch auf die Bodenbeschaffenheit an. Brennnessel, Pfefferminze, Salbei, Zitronenmelisse und Grünhafer sowie Klee könnte ich mir hier in diesem Klima vorstellen. (es kommt auch auf die Menge des Niederschlags an)

      Wenn es feucht genug ist könnte ich mir auch Farne vorstellen.
      Wenn im "Urzustand" Rosen gepflanzt waren, würden die evtl. auch
      verwildert weiter wuchern.
      Einige Klosterkräuter könnten mit viel Glück auch ihren Platz verteidigen, ich denke Kamille hätte da die Nase vorne.


      Liebstöckel (Maggikraut)
      und Schnittlauch auch.

      hachja, ... eigendlich kann ich mir diesen Garten schon träumen


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        #4

        Zitat von Flora Beitrag anzeigen
        Die/deine Überlegungen gehen dahin, was hat von dem Thymian, Ysop, Wermut, Beinwell und den anderen wunderbaren Gewächsen wie überlebt und sich weitervemehrt?
        Ja, das ist die zweite Frage.

        Vorher müsste noch geklärt werden, welchen historischen Garten sich der ursprüngliche Gärtner zum Vorbild genommen hatte, und wie er seinen Garten angelegt hat.

        Zitat von Flora Beitrag anzeigen
        Gab damals was, was es heute nicht mehr gibt?
        So alt ist der Garten gar nicht, dass das eine Rolle spielen müsste

        Zitat von Flora Beitrag anzeigen
        Oder auch Indikation, Verarbeitung und Verwendung?
        Das ist im Zusammenhang mit meiner Geschichte völlig unwichtig.

        Kommentar


          #5
          Brennessel und Beinwell werden in dem verwilderten Garten vermutlich sehr präsent sein, die wachsen ja sogar auf Baustellen, wenn man sie lässt. Vielleicht passt es dann auch, dass irgendwo ein beeindruckender Rosmarinstrauch steht, der die Protagonistin überhaupt erst auf die Idee bringt, dass hier irgendwann einmal ein Kräutergarten war ...

          Zitat von Möglichkeiten !? Beitrag anzeigen
          das kommt einem Experiment sehr nah ...
          hachja, ... eigendlich kann ich mir diesen Garten schon träumen
          Genau das soll es auch sein: ein Experiment und eine Einladung zum Träumen ...

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            #6
            Ich stelle mir den Garten grundsätzlich so vor ...

            Er liegt direkt hinter einer kleinen alten Kirche ist ungefähr 10 x 10 m groß und von drei Seiten "ummauert". Im Norden steht die Kirche, im Westen das alte Pfarrhaus und im Süden eine Mauer, im Osten schließt sich ein kleiner, ebenfalls eher vernachlässigter Friedhof an, der schon lange nicht mehr genutzt wird. Der Boden ist eher trocken und mager.

            In "grauer Vorzeit" diente der Garten dem Anbau von Kräutern und Gemüse für das Pfarrhaus. Unmittelbar nach dem zweiten Weltkrieg hat ein Pfarrer die Gemeinde übernommen, der sich sehr für mittelalterliche Klostergärten interessiert hat und der den Garten so umgestaltet hat, dass er so einem Klostergarten nahe kam. Er hat dort vor allem Kräuter und Blumen für den Kirchenschmuck angebaut. Wenn das passt, könnte er auch einen Bienenstock in seinem Garten gehabt haben. Dann wäre es für ihn natürlich auch interessant gewesen, Bienennahrung anzubauen.

            Nach dem Tod dieses Pfarrers in den späten 70er Jahren hat sich niemand mehr um den Garten gekümmert, und jetzt (= 2015) entdeckt ihn die Protagonistin meiner Geschichte und bringt ihn wieder in einen ursprungsähnlichen Zustand.

            Natürlich könnte man auch Aufzeichnungen des ursprünglichen Gartenbauers finden, aber so wichtig ist der Garten in dieser Geschichte dann doch nicht. Die Episode soll zeigen, dass die Protagonistin einen Garten "lesen" kann und dass sie ihre Ideen mit viel Arbeit und guten Ideen umsetzt.

            Der Holunder ist übrigens notiert, hinter dem kann sich nämlich auch der Schuppen mit den Gartengeräten verstecken.

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              #7
              Als erstes müßten die noch teilweise vorhandenen Buxbaumumrandungen wieder aufgeforstet werden - meint

              Flora



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                #8
                Zitat von Flora Beitrag anzeigen
                Als erstes müßten die noch teilweise vorhandenen Buxbaumumrandungen wieder aufgeforstet werden - meint

                Flora


                Gute Idee! Der Bux könnte vielleicht eine alte weniger ansehnliche Sorte sein, der dafür aber dem Buxbaum-Zünsler nicht so gut schmeckt wie die modernen Züchtungen. Ich weiß ja nicht, ob es sowas gibt, aber an dieser Ecke gestattet sich die bekennende Bux-Liebhaberin eine gewisse literarische Freiheit ...

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                  #9
                  Außerdem habe ich gerade beschlossen, die Anlage einfach "umzudrehen". Dann steht das Pfarrhaus im Osten, wo es den Garten vor dem eisigen Winterwind schützt, und der Friedhof ist im Westen, von wo die Nachmittagssonne herein scheinen kann.

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                    #10
                    Ein spannendes Projekt!
                    Vielleicht findest du Hinweise bei den alten Naturheilern, welche Pflanzen damals angebaut wurden. Hildegard von Bingen, Kräuterpfarrer Künzle oder evtl. auch Paracelsus. Wenn du es ganz genau wissen willst, ist sicher Wolf Dieter Storl DIE Koryphäe auf diesem Gebiet.

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                      #11
                      Gerade habe ich in meinem schlauen Buch "Die Bäume Mitteleuropas" von Bruno P. Kremer folgendes gelesen:

                      Mispel:
                      Die Mispel ist eine der Kennpflanzen unter den Gehölzen alter Kloster- und Bauerngärten. Die Früchte wurden wegen ihres Säure- und Gerbstoffgehaltes vielfach bei der Most- und Obstweinbereitung verwendet. Nächster Verwandter der Mispel sind die Weißdorn-Arten, die auch als Propf-Unterlage in Frage kommen. Nist und Versteckgehölz für Vögel.
                      https://de.wikipedia.org/wiki/Mispel

                      Alte Apfelsorten könnten auch dort stehen, Kirschbäume, Mirabellen vielleicht.

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                        #12
                        Stichwort "Buxbaumumrandungen" von Fora

                        Hier habe ich im www,
                        zwei völlig unterschiedliche Gestaltungsvarianten für ein kleines Buchsgärtchen gefunden.
                        Es geht nicht ohne "Bildliche-Vorstellungen".

                        https://www.mein-schoener-garten.de/...m-karree-13326

                        Dazu kommt viel Fleiß, denn Giersch z.B. wird Mensch nur durch tiefes Graben und sieben des Erdbodens los.

                        Außerdem muss man Wissen über das Düngen sammeln, ich hatte es gut, weil mein Vater Tauben hatte.
                        "Taubenmist" ist wunderbar, wenn man weiss wie man ihn aufbereiten muss.

                        Dann braucht man noch gute Ideen um "Schädlinge" im Zaum zu halten.

                        Ich sollte ein Buch über meine Gartenerfahrungen schreiben.

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                          #13
                          Zitat von Serafin Beitrag anzeigen
                          Gerade habe ich in meinem schlauen Buch "Die Bäume Mitteleuropas" von Bruno P. Kremer folgendes gelesen: [...]

                          Alte Apfelsorten könnten auch dort stehen, Kirschbäume, Mirabellen vielleicht.
                          Mispel und Weißdorn sind gekauft. Entlang der Pfarrhausmauer könnte ich vielleicht noch Schlehen wachsen lassen. Für weitere Bäume ist mir der Kirchgarten zu klein, aber in der Nähe des Städtchens gibt es alte Obstgärten, und dort können wir sicher noch einiges unterbringen ...

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                            #14
                            Zitat von Möglichkeiten !? Beitrag anzeigen
                            Stichwort "Buxbaumumrandungen" von Fora

                            Hier habe ich im www,
                            zwei völlig unterschiedliche Gestaltungsvarianten für ein kleines Buchsgärtchen gefunden.
                            Es geht nicht ohne "Bildliche-Vorstellungen".

                            https://www.mein-schoener-garten.de/...m-karree-13326
                            Die zweite Option passt ganz hervorragend zu den Idee, die ich über diverse Klostergärten aus dem Netz gefischt habe

                            Zitat von Möglichkeiten !? Beitrag anzeigen
                            Dazu kommt viel Fleiß, denn Giersch z.B. wird Mensch nur durch tiefes Graben und sieben des Erdbodens los.
                            Och ... - Den Giersch lassen wir jetzt erst mal dort, wo er ist.

                            Zitat von Möglichkeiten !? Beitrag anzeigen
                            Außerdem muss man Wissen über das Düngen sammeln, ich hatte es gut, weil mein Vater Tauben hatte.
                            "Taubenmist" ist wunderbar, wenn man weiss wie man ihn aufbereiten muss.
                            Meine Protagonistin hat Alpakamist. Ich hoffe der gilt auch ...

                            Zitat von Möglichkeiten !? Beitrag anzeigen
                            Dann braucht man noch gute Ideen um "Schädlinge" im Zaum zu halten.
                            Im Fall eines literarischen Gartens tut es ein gewöhnliches Umleitungsschild am Eingang ...

                            Zitat von Möglichkeiten !? Beitrag anzeigen
                            Ich sollte ein Buch über meine Gartenerfahrungen schreiben.
                            Warum nicht. Wann fängst du damit an ...?

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                              #15
                              Warum nicht. Wann fängst du damit an ...?

                              Liebe Tintenweberin,
                              du weisst doch wie das mit uns Menschen ist.
                              Es braucht noch mehr andersartiger Erfahrungen
                              bis ich mich festlegen kann.
                              Meine Interessen sind einfach zu breit gefächert

                              Ich brauche eine Insel um mich zu finden
                              Die Erde ist zu groß und zu vielfältig für mich ...
                              evtl. sollte ich doch die Einfalt bevorzugen ??!

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