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"Umweltfreundliche" Mobilität

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    "Umweltfreundliche" Mobilität

    Was denkt ihr über E-Autos?


    https://www.zdf.de/dokumentation/pla...autos-100.html


    Doku | planet e.

    Der wahre Preis der Elektroautos

    Elektromobilität gilt als Heilsbringer: umweltfreundlich, sauber, nachhaltig. Doch die notwendigen Rohstoffe für die Akkus sind knapp und stammen oft aus problematischen Quellen.


    #2
    Strom (als angeblich sauberer Energieträger) muss auch "erzeugt" werden, ... auf Kosten nicht weniger "natürlicher Ressourcen". Die umweltfreundlicheren Methoden (Solar, Wind, Wasser, ...) sind ebenfalls nicht "so ohne weiteres" NUR umweltfreundlich.

    Aus den problematischen Quellen stammen quasi dieselben Teile(rare Edel-Metalle, Mineralien usw.) , mit denen unsere tragbaren Telefonzellen, unsere Laptops und PC´s und andere elektr(on)isch gesteuerten Geräte" ausgerüstet sind.

    E-Autos werden kommen, doch ob ich es noch erlebe, dass sie den Markt beherrschen werden, ist zweifelhaft. Oel als Rohstoff (u.a. für Treibstoff) wird zwar knapp, doch die, die ihn bergen und die, die uns liefern, wollen noch eine Weile abzocken ... bis sie in E-Geschäft einsteigen (oder schon eingestiegen sind) und dort weitermachen.

    Kommentar


      #3
      Zitat von Faszinosum Beitrag anzeigen
      Was denkt ihr über E-Autos?
      Ein Teil des Problems besteht darin, dass wir glauben, mit einer neuen technischen Lösung so verschwenderisch weitermachen zu können wie bisher. Das zeigt z.B. die Tatsache, dass die meisten grossen Autokonzerne zuerst Elektro-SUV's auf den Markt bringen wollen! Dabei ist es schon mit fossilen Treibstoffen bescheuert, drei Tonnen Blech in der Landschaft zu bewegen, nur um frische Brötchen zu kaufen. Erst recht hirnrissig ist es, dieses alte Konzept 1:1 nun mit Akkus umsetzen zu wollen, die derzeit noch eine deutlich geringere Energiespeicherdichte aufweisen.
      Was es auf der technischen Seite braucht, ist ein Umstieg auf kleine, ultraleichte Wägelchen, die halt nicht so sexy sind oder sich als Statussymbole eignen, dafür zweckmässig ihre Aufgabe erfüllen, nämlich effizient Personen oder Waren von A nach B transportieren.

      Viel wichtiger ist jedoch ein Umdenken und eine Abkehr von unserem Mobilitätswahn. Wir sehen jetzt eine Gesellschaft, die genau das Resultat ist als Folge der spottbilligen Energiepreisen über die letzten paar Dekaden. Das hat uns einen historisch einmaligen Wohlstand beschert, aber auch genau die Strukturen so geschaffen, die wir jetzt haben.
      Denkbar wären aber auch ganz andere Gesellschaftsmodelle, die sogar deutlich besser sind und jedem einzelnen eine grössere Zufriedenheit verschaffen, mit einem deutlich reduzierten Energie und Ressourcenverbrauch. Stichworte: Cradle to cradle, Gemeinwohlökonomie, Nachbarschaften, Transition Town, Permakultur, Plan B, usw.

      Das eigentliche Problem ist nicht technischer Natur, sondern dass wir und nicht erlauben, wieder grösser zu denken und ganz neue Ansätze auszuprobieren. Stattdessen versuchen wir innerhalb unseres kleinen Kästchens mit den alten Rezepten die immer grösser werdenden, selbst geschaffenen Probleme in den Griff zu bekommen, während uns alles buchstäblich über den Kopf wächst!
      Wir täten gut daran, einen Moment inne zu halten und uns zu überlegen, in welche Zukunft wir als Menschheit steuern wollen. Elektromobilität kann dann ein Teil der Lösung sein - oder auch nicht. Aber zuerst sollten wir den Kompass ausrichten, bevor wir blind drauflos rennen.

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        #4
        Serafin, Du sprichst mir aus der Seele

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          #5

          ich bin ganz eurer Meinung

          Ich glaube, dass sich viele nicht über die Zusammenhänge der vermeintlich ökologischen und umweltfreundlich Neuerungen bewusst sind.

          Der Öko-Stempel steht für sich als "mit gutem Gewissen" die Umwelt erleben (mitunter aber auch zerstören) zu dürfen.

          Serafin schrieb:
          ...Wir täten gut daran, einen Moment inne zu halten und uns zu überlegen, in welche Zukunft wir als Menschheit steuern wollen. Elektromobilität kann dann ein Teil der Lösung sein - oder auch nicht. Aber zuerst sollten wir den Kompass ausrichten, bevor wir blind drauflos rennen.
          Ja. Halten wir inne!
          Die Menschheit steuert allemal immer in "die" Zukunft, in die die Mehrheit derer rennt.

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