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    #46
    Ich meinte die Gedanken dazu, wie man zu einer Entscheidung kommen kann.

    Neuro-Biologen neigen dazu, zu sagen, wir seinen hormongesteuerte Roboter ;) Da stellen sich den Geistewissenschaftlern die Nackenhaare hoch ;)

    Unte rhohem Leidendruck habe ich mich mehrfach gegen bestimmte Optionen entschieden. Das ist mir immer gut bekommen. Nur das mich für etwas entscheiden (ohne Leidensdruck) fällt mir oft schwer...

    Danke, das ist alles gut (für mich)

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      #47
      Zitat von Sabine_nrw Beitrag anzeigen

      Neuro-Biologen neigen dazu, zu sagen, wir seinen hormongesteuerte Roboter ;) Da stellen sich den Geistewissenschaftlern die Nackenhaare hoch ;)
      warum eigentlich?

      Unsere Synapsen bestimmen zu einem entscheidenden Teil, wer wir sind. Diese Erkenntnis stamm aus dem Buch von Joseph E. LeDoux "Das Netz der Persönlichkeit". Ich habe mir mal vor fünf oder sechs Jahren die Mühe gemacht, dieses umfangreiche Buch zu lesen.

      kurz gesagt geht es darum:

      Wer sind wir wirklich? Was haben Hirnvorgänge mit unserer Persönlichkeit zu tun? Diesen Fragen geht Joseph LeDoux auf den Grund. Seine provokante These: Unsere Synapsen sind es, über die Gefühle und Erinnerungen, Denken und Handeln sich herausbilden und die so die Entstehung der Persönlichkeit maßgeblich bestimmen. Erst das Zusammenspiel der Trillionen von Schaltstellen im Gehirn versetzt uns in die Lage, ein konsistentes Individuum zu sein. LeDoux zeigt anschaulich, wie unsere Synapsen Informationen speichern, wie sie durch Erfahrung immer wieder verändert und auf diesem Weg Lernvorgänge und Gedächtnis koordiniert werden - und wie daraus letztlich der Kern unserer Persönlichkeit entsteht. Ein provokantes Buch, das die große alte Frage nach der Persönlichkeit auf neue und überraschende Weise beantwortet.


      Vielleicht sind diese Dinge ernüchternd, wenn das Ebenbild Gottes, die Krone der Schöpfung oder was auch immer letztlich nur neuronale Verschaltungen sind, wenn auch sehr sehr viele.
      Glaube, Liebe, und Hoffnung als biochemische Prozesse im Gehirn zu begreifen entzaubert das Leben, ist es doch so viel mehr... (in meinen Augen)

      Trotzdem: Die Frage, was ist der Mensch, nur aus chemischer, theologischer, psychologischer, philosophischer oder biologischer Sicht beantworten zu wollen, läuft ins Leere.

      Das ist es ja auch, was aus meiner Sicht die Frage nach Entscheidungen so spannend macht. Sie auf eindimensionale Zusammenhänge runterbrechen zu wollen, scheint mir reichlich naiv.
      Eine allgemein gültige Antwort darauf wird es auch nicht geben, das ist mir klar. Ich denke es wäre schön Näherungslösungen zu finden, wie in der Mathematik. (Gut, schon wieder eine neue Disziplin...) Aber es zeigt sich doch, wei komplex diese Fragestellungen von ihrer Grundstruktur her sind.

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        #48
        Zitat von Hubert1 Beitrag anzeigen
        warum eigentlich?


        Trotzdem: Die Frage, was ist der Mensch, nur aus chemischer, theologischer, psychologischer, philosophischer oder biologischer Sicht beantworten zu wollen, läuft ins Leere.

        Das ist es ja auch, was aus meiner Sicht die Frage nach Entscheidungen so spannend macht. Sie auf eindimensionale Zusammenhänge runterbrechen zu wollen, scheint mir reichlich naiv.
        Eine allgemein gültige Antwort darauf wird es auch nicht geben, das ist mir klar. Ich denke es wäre schön Näherungslösungen zu finden, wie in der Mathematik. (Gut, schon wieder eine neue Disziplin...) Aber es zeigt sich doch, wei komplex diese Fragestellungen von ihrer Grundstruktur her sind.
        So meinte ich das auch. Ich konnte noch allen Mordgelüsten widerstehen, wegen der guten Erziehung. Rein hormonell hätte ich schon einige Leichen produzeren können ;)

        Es gibt kein ausschließliches einziges Erklärungsmodell... Und die Hormone spielen sicher ne wichtige Rolle... (höhö, auch jenseits der 50)

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          #49
          Zitat von Freundin der Weisheit Beitrag anzeigen
          Einer der schwierigsten Aspekte in diesem Beruf überhaupt ist es zu entscheiden, wie lange es sich lohnt an einem Projekt dranzubleiben und ab wann man sich lieber einem anderen zuwenden sollte. Man braucht einen langen Atem, hat aber nur kurze Arbeitsverträge, kämpft mit vielen methodischen Problemen und gleichzeitig gibt es viele Konkurrenten, die vielleicht schon näher an der Lsöung sind als man selbst. Dieses "Weitermachen oder Aufgeben" ist hart, weil auch irrationale Faktoren eine Rolle spielen. Der Mitarbeiter und/oder der Chef identifizieren sich mit ihrem Projekt. Es zu beenden käme einer Niederlage gleich und dem Eingeständnis, sich die letzten Jahren mit dem Falschen beschäftigt zu haben.

          Danke für Deine ausführliche Stellungnahme, aus der ich das hier gerne noch einmal zitieren möchte.
          Die Beschreibung Deiner beruflichen Situation gibt, denke ich, modellhaft auch das Leben mit seinen Entscheidungsprozessen wieder. Insbesondere die Frage nach dem "dranbleiben" oder dem "reiten eines toten Pferdes" betrifft viele Lebens- und Entscheidungssituationen. Aber auch das eingestehen von Niederlagen oder das gehen flascher Wege, ist etwas, was täglich im Leben Thema ist.


          Zitat von Freundin der Weisheit Beitrag anzeigen
          Dabei ist es besser, einen Fehler rechtzeitig zu erkennen und zu handeln, als ihn noch jahrelang kostspielig weiter zu machen. Manchmal (leider zu oft) spielen auch Größenwahn oder Eitelkeit eine Rolle...
          Was hier bezüglich eines Projektes so ist, kann man meiner Ansicht nach sehr gut auf die "eigene (Persönlichkeits-) Entwicklung übertragen.
          Auch hier ist die Frage, nach der Erkenntnis bezüglich falsch eingeschlagener Wege, nach Umkehrwillen und Umkehrfähigkeit bzw. nach der Fähigkeit mit Konseqzenzen umgehen zu wollen und zu können.

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