Hallo,
ich habe ein großes Problem und weiß nicht, ob hier irgendjemand einen Rat für mich hat.
Hier kurz die Fakten:
Ich promoviere z.Zt. in einem naturwissenschaftlichen Fach und habe eigentlich schon relativ zeitig gemerkt, dass die Wissenschaft/Forschung nicht wirklich das Richtige für mich ist. Zumindest die äußeren Umstände wie v.a. der Publikationszwang, das ständige "sich-profilieren-müssen", seine Ergebnisse auf Tagungen zu präsentieren (gibt mir so gut wie nichts)... mir fehlt auch der extreme Drang, sich in meiner Freizeit mit meiner Arbeit zu befassen und ich besitze auch nicht diesen illusorischen, selbst-aufopfernden Forschungsdrang, den viele meiner Kollegen zu haben scheinen.
Naja, leider dachte ich, als ich mit der Promotion begonnen habe, dass dieser Weg der einzige mögliche ist. Viele Kommilitonen "nur" mit Diplom haben keine Stelle gefunden, Doktorandenstellen dagegen waren leichter zu bekommen und auf Jobbörsen bekommt man auch immer zu hören, dass in Naturwissenschaften ein Dr.-Titel unabdingbar ist.
(soviel vielleicht nur zu den ursprünglichen Beweggründen)
Ich möchte jetzt mit nicht zu vielen Details nerven (kann ich aber später gern nachreichen, wenn gewünscht).
Mein Problem ist, dass ich es nicht sehe, dass ich eine noch nötige Publiaktion in den nächsten Wochen zustande bringe (macht mein Dr.-Vater zur Bedingung, damit ich promovieren darf) und dazu kommt, dass ich schon seit 5 (!) Jahren dabei bin.
Meine biologische Uhr tickt gewaltig, ich führe aber eine Fernbeziehung und kann diese erst beenden wenn ich auch die Promotion beendet habe. Wir wollen danach unbedingt noch ein Jahr ins Ausland und dann eine Familie gründen. Ich freue mich auf diese Zukunft und kann meinen Alltag momentan kaum ertragen. Ich weiß auch, dass ich da wohl übertreibe, aber ich kann mich langsam nicht mehr gedulden. Ich habe auch das Gefühl, dass die Arbeit (und die Angst, diese nie zu beenden) zu viel Raum in meinen Gedanken und Gefühlen einnimmt. Ich reagiere oft überempfindlich, weine sehr viel, habe Angst, scheine meine Freundschaften zu strapazieren, habe kaum noch Motivation für irgendetwas und quäle mich ständig mit Selbstzweifeln und Sorgen.
Nun überlege ich ernsthaft, ob ich meine Stelle kündige, die Dr.-Arbeit so kurz vorm Ende abbreche und in einer ungewissen Zukunft einen Neuanfang starte. Dieses "aktiv-sein" scheint mir wesentlich erträglicher, als in dieser unerträglichen Situation auszuharren.
Mir wird oft gesagt, dass ich mich zu sehr unter Druck setze, aber ich weiß nicht, wie ich das unterbinden soll, wo doch mein Lebensglück davon abzuhängen scheint, dass ich meine Arbeit hier endlich beende.
Kann mir irgendjemand einen Rat geben:
- entweder zu der Promotions-Situation (so kurz vorm Ende aufgeben?)
- oder zu meiner Neigung, mich ständig unter Druck zu setzen und stattdessen geduldig zu sein (eigentlich geht es mir ja "gut", weingstens finanziell und immerhin habe ich eine gute Beziehung - warum nicht damit zufrieden und dankbar sein?)
Ist es wirklich so schwer, sich mit einem nicht-perfekten Lebenslauf irgendwo zu bewerben?
Werde ich es mein Leben lang bereuen, wenn ich aufgebe?
Wie kann ich gelassener werden und optimistischer?
Danke, dass ihr das durchgelesen habt
und falls ihr Tipps oder Anmerkungen oder Fragen habt, nur zu!
Liebe Grüße,
Shirley
ich habe ein großes Problem und weiß nicht, ob hier irgendjemand einen Rat für mich hat.
Hier kurz die Fakten:
Ich promoviere z.Zt. in einem naturwissenschaftlichen Fach und habe eigentlich schon relativ zeitig gemerkt, dass die Wissenschaft/Forschung nicht wirklich das Richtige für mich ist. Zumindest die äußeren Umstände wie v.a. der Publikationszwang, das ständige "sich-profilieren-müssen", seine Ergebnisse auf Tagungen zu präsentieren (gibt mir so gut wie nichts)... mir fehlt auch der extreme Drang, sich in meiner Freizeit mit meiner Arbeit zu befassen und ich besitze auch nicht diesen illusorischen, selbst-aufopfernden Forschungsdrang, den viele meiner Kollegen zu haben scheinen.
Naja, leider dachte ich, als ich mit der Promotion begonnen habe, dass dieser Weg der einzige mögliche ist. Viele Kommilitonen "nur" mit Diplom haben keine Stelle gefunden, Doktorandenstellen dagegen waren leichter zu bekommen und auf Jobbörsen bekommt man auch immer zu hören, dass in Naturwissenschaften ein Dr.-Titel unabdingbar ist.
(soviel vielleicht nur zu den ursprünglichen Beweggründen)
Ich möchte jetzt mit nicht zu vielen Details nerven (kann ich aber später gern nachreichen, wenn gewünscht).
Mein Problem ist, dass ich es nicht sehe, dass ich eine noch nötige Publiaktion in den nächsten Wochen zustande bringe (macht mein Dr.-Vater zur Bedingung, damit ich promovieren darf) und dazu kommt, dass ich schon seit 5 (!) Jahren dabei bin.
Meine biologische Uhr tickt gewaltig, ich führe aber eine Fernbeziehung und kann diese erst beenden wenn ich auch die Promotion beendet habe. Wir wollen danach unbedingt noch ein Jahr ins Ausland und dann eine Familie gründen. Ich freue mich auf diese Zukunft und kann meinen Alltag momentan kaum ertragen. Ich weiß auch, dass ich da wohl übertreibe, aber ich kann mich langsam nicht mehr gedulden. Ich habe auch das Gefühl, dass die Arbeit (und die Angst, diese nie zu beenden) zu viel Raum in meinen Gedanken und Gefühlen einnimmt. Ich reagiere oft überempfindlich, weine sehr viel, habe Angst, scheine meine Freundschaften zu strapazieren, habe kaum noch Motivation für irgendetwas und quäle mich ständig mit Selbstzweifeln und Sorgen.
Nun überlege ich ernsthaft, ob ich meine Stelle kündige, die Dr.-Arbeit so kurz vorm Ende abbreche und in einer ungewissen Zukunft einen Neuanfang starte. Dieses "aktiv-sein" scheint mir wesentlich erträglicher, als in dieser unerträglichen Situation auszuharren.
Mir wird oft gesagt, dass ich mich zu sehr unter Druck setze, aber ich weiß nicht, wie ich das unterbinden soll, wo doch mein Lebensglück davon abzuhängen scheint, dass ich meine Arbeit hier endlich beende.

Kann mir irgendjemand einen Rat geben:
- entweder zu der Promotions-Situation (so kurz vorm Ende aufgeben?)
- oder zu meiner Neigung, mich ständig unter Druck zu setzen und stattdessen geduldig zu sein (eigentlich geht es mir ja "gut", weingstens finanziell und immerhin habe ich eine gute Beziehung - warum nicht damit zufrieden und dankbar sein?)
Ist es wirklich so schwer, sich mit einem nicht-perfekten Lebenslauf irgendwo zu bewerben?
Werde ich es mein Leben lang bereuen, wenn ich aufgebe?
Wie kann ich gelassener werden und optimistischer?
Danke, dass ihr das durchgelesen habt
und falls ihr Tipps oder Anmerkungen oder Fragen habt, nur zu! Liebe Grüße,
Shirley

)
Ich bin das gar nicht und habe auch schon mehrfach versucht, mir Hilfe/Unterstützung/Rat zu suchen, aber es gibt niemanden, der genau in meiner Schreibphase steckt oder mit den gleichen Problemen zu kämpfen hätte. Das war während der Diplomarbeit viel einfacher und praktischer...
)
Leider sind die Ergebnisse auch recht schwirig zu interpretieren. Ich glaube oft, dass es sowieso nie publiziert wird, weil es einfach zu wenig Neuheitswert hat.
--> Mehr so:
(Irgendwelche Tipps??
Ich hab gestern schon den ganzen Tag nichts geschafft, soll das heute so weiter gehen?
Kommentar