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    Platz machen und geben

    Liebes Forum,

    nehmen wir an, Frau A hat einen neuen Job. Diese Position gab es bis dato im Unternehmen nicht, und auch keinen, der das Thema professionell in die Hand genommen hätt. Diese Aufgaben wurden stiefmütterlich und halt so gut man konnte und was man für nötig befand, umgesetzt. Das hat bis jetzt Frau B gemacht.

    Jetzt kommt Frau A, um den Bereich von Grund auf neu aufzubauen, und all die Fragmente, die herumkugeln, einzufangen, und ein neues Gesamtbild zu bauen und zu erweitern.

    Frau B übergibt Frau A zwar einige Unterlagen, aber nicht alle. Sie lässt mit sich keine eindeutige Aufgabenaufteilung ausmachen (was Frau A wirklich ärgert) und lässt Frau A heute erstmals gegen die berühmte Wand laufen. Frau B grenzt sich kaltschnäuzig ab und weigert sich offenbar, gewisse Aufgaben an Frau A, deren Job diese eigentlich wären, abzugeben.

    Frau A vermutet, dass Frau B diesen Job insgeheim einerseits gerne gemacht hat, andererseits ihn wohl gerne behalten hätte, man ihn ihr aber nicht gegeben hat.

    Frau A hat wirklich Verständnis für Frau B, die Alleinerzieherin ist und schon allein aufgrund ihres Charakters immer viel Wirbel um sich hat. Frau B scheint sich manchmal auch wirklich Mühe zu geben, mit Frau A auszukommen. Aber die Zeichen kann man gar nicht übersehen, wie Frau B Frau A offensichtlich auf diesem Posten nicht sehen mag.

    Frau A und Frau B sind auf gleicher Ebene, unterstehen verschiedenen GF's.

    Für Frau A ist klar - das geht so nicht. Frau A braucht klare Linien, die einerseits sicherlich erst auch entwickelt werden wollen, andererseits aber zum Teil von Frau B einfach nicht zugelassen werden.

    Was tun?

    LG
    Kathi, die heute noch dringend frische Luft braucht.

    #2
    Es geht doch um dich und eine Kollegin, oder?

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      #3
      Yes.

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        #4
        und du bist Frau A, are you?

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          #5
          Ja, aber was macht das für einen Unterschied?

          LG und einen schönen Tag,
          Kathi

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            #6
            Hallo Kathi,

            das ist eine ziemlich blöde Situation, in die Frau A da geraten ist... Bei allem Verständnis für Frau B würde ich ihr empfehlen, sich selbst abzusichern. Wie Du schon schreibst:
            und lässt Frau A heute erstmals gegen die berühmte Wand laufen
            ... dünnes Eis, würde ich sagen. Wenn Frau B nicht alle wichtigen Informationen und Unterlagen herausgibt, so dass Frau A ihrer Arbeit nicht wirklich gerecht werden kann, muss sie in meinen Augen dringend tätig werden, um sich zu schützen.
            Wenn das eindringliche Gespräch mit Frau B nichts bringt (ist sicher schon passiert, oder? ) würde ich eine Viererrunde einberufen: Frau A, Frau B, Vorgesetzter A und Vorgesetzter B, um die Stellenbeschreibungen, Kompetenzen, Verantwortlichkeiten von A und B offiziell noch einmal bestätigen zu lassen.

            Wäre das ein gangbarer Weg für Frau A?

            Liebe Grüße,
            Heike
            Zuletzt geändert von Heike; 27.01.2010, 07:43. Grund: zitieren will wohl auch gelernt sein.. ;-)

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              #7
              Zitat von cinqueterre Beitrag anzeigen
              Ja, aber was macht das für einen Unterschied?

              LG und einen schönen Tag,
              Kathi
              Ich schreibe nicht gerne verschlüsselt.
              Frau A. ist für mich eine völlig Unbekannte.
              Du nicht.

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                #8
                Hallo Kathi,

                gab es wirklich schon ein Gespräch unter 4 Augen mit der Kollegin? Und zwar nicht in erster Linie sachlich, sondern um die Vermutungen zu klären, was die Kollegin wirklich will (vielleicht ist ihr das selber nicht ganz klar) und DANN mit den eigenen Bedürfnisse gemeinsam abzugleichen. Denn letztlich wird auch sie Interesse an einem angenehmen, rpoduktiven Arbeitsverhältnis haben, schätze ich, DAS sollte im Gespräch im Fokus stehen.
                Wie verfahren ist die Situation schon? Falls sehr: Gibt es jemanden, der als Mediator fungieren könnte? Eine gemeinsame Respektsperson? Betriebsrat?
                Nomada

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                  #9
                  Ihr Lieben,

                  ich muss voraus schicken - ich bin grad mal die 3. Woche dort. Und, ich hatte sie bereits Anfang meiner 2. Woche dort zu einem Gespräch eingeladen, um eben genau unsere Aufgaben nun exakt zuzuteilen. Allerdings hab ich es in dem Gespräch nicht geschafft, die Aufgaben auf den Punkt zu bringen (woher auch, weiß ja im Grunde nicht, wie die Dinge dort laufen), das Ergebnis war eine Art Kompromiss, eigentlich machen wir irgendwie alles im Teamwork, aber halt doch nicht, wenn es dann so wie gestern so ist, dass ich dann hingestellt werde, als ob ich meinen Job nicht mache.

                  Das mal vorab: Ich mag meinen neuen Job und diese Firma SEHR. Ich gedenke nicht, wegen so einer Lapalie was meiner kostbaren Energie herzugeben. Das interessiert mich nicht und trotzdem schaff ich es nicht, meine Emotionen da raus zu halten.

                  Heike: Ja, der Plan ist gut. Ich glaube, viele der Linien und Zuteilungen gibt es einfach noch nicht. Da ist vieles, was überhaupt erstmal angeschnitten und definiert werden muss. Wenn ein Team wächst, neue Aufgaben heranwachsen, verändern sich auch die Kommunikationswege, und ich denke, das ist ihnen nicht so recht bewusst. Meinen Chef hab ich mal vorsichtig darauf angesprochen, er meinte, wir zwei (Frau A und B ) sollen uns "das ausmachen". Fein. Das war, BEVOR ich mitgekriegt hab, was hier läuft. Das Mittel "GF" soll aber mein letzter Ausweg sein. Das kann doch wohl nicht wahr sein, dass ich an einer KOMMUNIKATIONSaufgabe scheitere (ich bezeichne mich schon als kommunikativ, das ist meine Leidenschaft und auch mein Beruf).

                  Nomada: Ich hab ja bald gemerkt, dass sie ein wirklich unrunder Geist ist. Drum hab ich anfangs die Samthandschuhe ausgepackt, ich hab ihr auch gesagt, ich will ihr nichts wegnehmen, wenn sie sich gewisse Bereiche behalten möchte, nur zu gerne (grad ihre Lieblingsbereiche sind was, das ich lieber nicht machen würde, wenn ich es mir sparen kann). Wir gehen auch gemeinsam Mittagessen, die Stimmung ist jetzt nicht richtig locker, aber doch angenehm.

                  Aber gestern war es mir einfach zu viel. Sie haben ganz offensichtlich auf mich gewartet, und jetzt wollen sie alles, sofort umgesetzt und ich kotze (sorry ) Texte, Folder und Konzepte nur so aus mir raus, was mir ja auch Spaß macht, aber es ist einfach in Summe richtig, richtig viel Arbeit. Dann auch noch Schneechaos, ich statt 20 min geschlagene 2,5 h in die Arbeit, müde und gestresst, und abends schneit sie in mein Büro, schiebt mir in kurzen Sätzen und angestrenger, lauter, hoher Tonlage auch noch Anweisungen rüber - da ist mir der Kragen geplatzt und ich habe halt auch mal zurück geschossen.

                  Also, von "verfahren" kann man längst noch nicht reden. Aber mir wurde bewusst, dass das ein Thema ist, das mir Energie absaugt. Ich möchte mich so gern auf meine Aufgabe konzentrieren, und würde ich mir diese Streitereien denn sparen können, könnte ich darüberstehen (Wohin ist nochmal meine Leichtigkeit gekommen nach meiner Reise?), wär es wirklich super. Aber ich schaff das - für den Moment - einfach nicht.

                  Und das Schlimme ist, dann kommen die alten Muster. Ich fang an, genau das falsche zu tun, nämlich, mich zurück zu ziehen, schweige, werde leise, grüble den Mist in mich hinein. Ich hasse das!!! Wenigstens ertapp ich mich dabei. Genau das hat nämlich auch beim letzten Job dazu geführt, dass ich gekündigt hab. Da waren auch die Aufgaben nicht klar ausgesprochen - ich weiss im Grunde bis heute nicht, wofür ich im alten Job zuständig war.

                  Grrrrr.

                  LG
                  Kathi

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                    #10
                    Zitat von cinqueterre Beitrag anzeigen
                    ...
                    Nomada: Ich hab ja bald gemerkt, dass sie ein wirklich unrunder Geist ist. Drum hab ich anfangs die Samthandschuhe ausgepackt, ich hab ihr auch gesagt, ich will ihr nichts wegnehmen, wenn sie sich gewisse Bereiche behalten möchte, nur zu gerne (grad ihre Lieblingsbereiche sind was, das ich lieber nicht machen würde, wenn ich es mir sparen kann). Wir gehen auch gemeinsam Mittagessen, die Stimmung ist jetzt nicht richtig locker, aber doch angenehm. ...
                    Falls es Dir weiterhilft: ich lese noch immer nicht, dass Du erfahren hast, was SIE wirklich will.
                    Das erinnert mich an die Erzählungen einer Seminarkollegin: sie hat mit ihrem Kollegen eine bestimte Aufgabenteilung vereinbart. Sie brauchte das, während er mehr so der spontane Künstlertyp gewesen sein muss. Er hat wohl widerstrebend zugestimmt, auch noch irgendwas unterschrieben oder so. Und hat sich aber nicht drum geschert. Sie war stocksauer, hat sich beim Chef beschwert und wasnichtalles. Sie hatte natürlich "Recht"! Allerdings war uns anderen sofort klar, dass das vorprogrammiert war. Wenn sie sich gleich mit ihm persönlich auseinandergesetzt hätte, anstatt ihm eine scheinbar vernünftige Lösung abzupressen, hätten vielleicht alle mehr bei gewonnen.
                    In jedem Fall: lass die Pausen nicht zu kurz kommen, Rom wurde auch nicht an einem Tag erbaut. Ein bissl muss man das System auch sich selber entwickeln lassen, vertrau ihm auch ein wenig.

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                      #11
                      Hallo Nomada,

                      prinzipiell - ja genau, ich weiß nicht, was sie will. Und das System, ja, sicher, das wächst erst.

                      Aber heute bin ich auf was draufgekommen, das einfach nicht geht. Sie hat einen fertigen Text von mir, den ich mir von meinem GF auch freigeben habe lassen, umformuliert (ohne mein Wissen, und hoffentlich auch ohne das Wissen des GF) und verschickt. Das geht einfach gar nicht. Das ist wirklich der Punkt, an dem ich jetzt handeln muss. Ich muss ganz dringend die Grenzen abstecken.

                      Morgen Termin beim Chef - ich will klare Aufgabenbereiche. ZB in diesm Fall: Forumlieren - ich. Verschicken - meinetwegen sie. Aber MEIN Text. Wozu begrüble ich stundenlang einen Text, feile Formulierungen aus, wenn sie es dann wortlos einfach überarbeitet? Das kann es nicht sein. Da könnten sie es ja auch gleich selbst machen. Sie könnte ja auch zu mir kommen, und mir sagen, dass ihr etwas fehlt, sie die Betonungen falsch findet, was auch immer. Dann hätt ich den Text selbstverfreilich überarbeitet.

                      Sie ist grad nicht da, aber nächste Woche werde ich mit ihr reden. Und parallel wünsche ich mir vom GF eine genaue Aufgabenbeschreibung - auch für sie.

                      Ich will eine gute Basis mit ihr, aber vielleicht muss ich jetzt einfach mal auf den Tisch hauen.

                      LG
                      Kathi

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                        #12
                        Du machst das schon richtig.

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                          #13
                          So.

                          Heute hab ich was getan, von dem ich nicht geglaubt habe, dass ich es kann. Ich ging nach dieser Aktion letzte Woche gleich heute morgen zu meiner Kollegin und habe sanft, aber bestimmt die Zuständigkeiten geklärt.

                          Ich hatte ja die Befürchtung, ich könnte mich furchtbar ärgern und in die emotionale Ecke fallen. Aber - nichts davon. Irgendwann hat sie einfach nichts mehr gesagt, weil da einfach keine sachlichen Argumente mehr waren, die sie noch bringen hätte können. Ich hatte schlichtweg recht.

                          Ich habe genau gemerkt, wie ich über der Situation stehe. Ein grenzgeniales Gefühl.

                          Nachdem ich oft und gerne Rückenschmerzen hab, ist heute abend mein Rücken wie beschwingt und voller Energie. Da tut nichts weh. Fast so, als ob ich - nach jahrelanger Abstinenz - heute mein Rückgrat zurückbekommen hätte.

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                            #14
                            Und? Ist das ganze jetzt tragfähig? Dein Rücken und Deine Position bzw. die Beziehung zur Kollegin?

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