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langzeitarbeitslos - habe ich noch eine Chance?

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    langzeitarbeitslos - habe ich noch eine Chance?

    Hallo,

    nun endlich wie angekündigt das posting zu meiner beruflichen situation.
    diese ist ziemlich hoffnungslos. Seit über 10 jahren bin ich nun ohne eine befriedigende tätigkeit (abgesehen von wenigen hilfsjobs und 1-euro-jobs).
    Diese arbeitslosigkeit ist ein wunder punkt für mich, wie ich schon an anderer stelle erwähnt habe.
    Schon wenn ich mit Leuten ins Gespräch komme und gefragt werde was ich beruflich mache ist das ein Problem für mich. Ich schäme mich und fühle mich als Versager.

    ich habe eine berufsausbildung an einer fachschule gemacht, habe aber anschließend in diesem bereich keinen job bekommen. habe dann verschiedene Büro-Hilfsjobs gemacht.
    Da mich das auf dauer nicht befriedigte machte ich die fachhochschulreife auf dem 2.bildungsweg und fing an zu studieren.
    Die fachrichtung entsprach zwar meinen neigungen, jedoch befriedigte sie mich nicht. Ich fand keinen kontakt zu kommilitonen, hatte große schwierigkeiten, wenn es darum ging, vorträge zu halten. Ich brach das studium ab, fing später in einer anderen stadt ein weiteres studium an.
    Die fachrichtung interessierte mich, hatte aber wieder das problem, dass ich keine kontakte knüpfen konnte und mich zunehmend isolierte. Irgendwann konnte ich mich nicht mehr auf die studieninhalte konzentrieren, war nicht mehr leistungsfähig. kam mir abnormal vor, machte mir gedanken, was denken die anderen von mir. Schließlich sah ich keine möglichkeit mehr, als abzubrechen. Hatte ursprünglich vor, zunächst zu arbeiten und das studium dann woanders (oder online) fortzusetzen. Ich fand aber keinen job.
    Bitte habt verständnis, dass ich keine einzelheiten meines lebenslaufs öffentlich diskutieren will.

    beruflicher erfolg ist mir wichtig, daran hängt zum größten teil mein selbstwertgefühl – auch wenn andere mir sagen, darauf komme es nicht an. Ich kann mir nicht vorstellen, ohne beruf zufrieden zu sein. Abgesehen davon möchte ich endlich finanziell unabhängig und nicht mehr auf staatliche unterstützung angewiesen sein.

    Aber andererseits habe ich die orientierung verloren: ich weiß nicht mehr, was ich überhaupt will. Mir kommt alles so sinnlos vor. Es zählt nur leistung und profit. (ich möchte gerne etwas leisten, aber es muss einen sinn machen).

    Ein gutes betriebsklima finde ich wichtig. Dass ich von kollegen akzeptiert werde..

    Die gründe warum ich bisher keinen job gefunden habe hängen mit meinem geringen selbstwertgefühl zusammen. Ich kann in Vorstellungsgesprächen nicht überzeugen, weil ich von mir selbst nicht überzeugt bin.
    Zum einen: Ich traue mir wenig zu, habe wenig Erfolge vorzuweisen.
    Ständig habe ich das gefühl, nicht gut genug zu sein.
    Zum anderen: ich kann schlecht mit Menschen umgehen (besonders mit fremden), fühle mich unsicher, es stresst mich, ich rede nicht gerne.
    zwar habe ich diesbezüglich gegenüber früher schon fortschritte gemacht (in der schule habe ich so gut wie nichts gesprochen). Aber ob das ausreicht?
    Wäre ich den Anforderungen am Arbeitsplatz gewachsen? Fast jeder Job verlangt Teamfähigkeit und Kommunikationsfähigkeit.
    Ich habe auch schon Psychotherapie gemacht, doch diese hat mir wenig geholfen.

    Das klingt jetzt schon wieder ziemlich negativ. Damit verbaue ich mir selbst den weg..

    ich weiß nicht warum, aber ich habe das neue Jahr mit der Hoffnung begonnen, dass sich bei mir dieses jahr etwas ändern könnte. Diese hoffnung hatte ich die letzten jahre nicht mehr.
    Ist es das, was ich hier von anderen gelesen habe? Die ermutigung, die ich bekommen habe, obwohl ich noch nicht viel über mich selbst geschrieben habe.
    Aber auch das, was ich anderen schreibe, schreibe ich letztlich auch für mich selbst.
    Vielleicht ist der eigentliche erfolg, dass ich nicht auf die stimme gehört habe, die mir einredete: das bringt nichts. du kannst das nicht! Du bist nicht gut genug. Andere können viel besser schreiben..

    Die frage ist: gibt es noch irgendeine Chance für mich auf einen befriedigenden Job?
    Mir ist klar, dass das nur möglich ist, wenn ich meine probleme bezüglich Kommunikationsfähigkeit / Selbstvertrauen bzw. -wertgefühl in den Griff bekomme.
    Aber andererseits kann ein passender Job auch ein Übungsfeld sein, wo ich diese dinge trainieren kann und vielleicht auch positive erfahrungen machen kann.
    Doch das problem ist: arbeitgeber trauen mir nach der langen arbeitslosigkeit keinen job mehr zu. Es gibt genügend bewerber, die bessere voraussetzungen haben. Warum sollten sie ausgerechnet mich nehmen?
    schon wieder negativ..aber mir fällt gerade kein positiver schluss ein.

    lg
    naranja

    #2
    Zitat von naranja Beitrag anzeigen
    Die gründe warum ich bisher keinen job gefunden habe hängen mit meinem geringen selbstwertgefühl zusammen. Ich kann in Vorstellungsgesprächen nicht überzeugen, weil ich von mir selbst nicht überzeugt bin.
    Zum einen: Ich traue mir wenig zu, habe wenig Erfolge vorzuweisen.
    Ständig habe ich das gefühl, nicht gut genug zu sein.
    Zum anderen: ich kann schlecht mit Menschen umgehen (besonders mit fremden), fühle mich unsicher, es stresst mich, ich rede nicht gerne.
    zwar habe ich diesbezüglich gegenüber früher schon fortschritte gemacht (in der schule habe ich so gut wie nichts gesprochen). Aber ob das ausreicht?
    Liebe naranja,

    ich habe Deine Lebensgeschichte gelesen und habe mal das zitiert, was mich zu meiner Überlegung brachte:
    Du hast eine Psychotherapie gemacht...hast also versucht, Deine Persönlichkeit weiter zu entwickeln.
    Ich glaube, dass ganz tief in Dir drin - wo der Gesprächstherapeut nach meiner Erfahrung nicht schaut - ein großer Kloß an Aua oder Traurigkeit ist. Den gilt es sich anzuschauen und zu erfahren, warum bin ich wie ich bin und kann ich jetzt, da ich es weiß, etwas ändern?

    Ich dachte, Du könntest Dir noch einmal einen Therapeutische Weg geben - mit einem Therapeuten, der Dich wahrlich an Deine Punkte bringt, also einen, bei dem Du den Kopf zuhause lassen darfst, wenn er/ sie mit Dir arbeitet....
    Denn bevor Du dieses "warum bin ich wie ich bin" nicht löst und mit Dir in Frieden kommst, wird die Jobsuche sicherlich ganz fleißig erfolgen aber keine Erfolg haben.

    Andere Überlegung, wenn Du diesen Weg nicht gehen willst:
    suchst Du überhaupt nach den richtigen Jobs? Du hast nicht erzählt welche Ausbildung Du hast und welche Studien Du begannst.
    Ist das über haupt DEIN WEg ? Suchst Du da, wo du dich wohl fühlst oder suchst Du da, wo Du Dich wohlfühlen möchtest aber immer wieder die Quittung kriegt.... hier passt Du nicht rein?

    Und noch eines: wenn Du schreibst, Du kannst schlecht mit Menschen umgehen.... wie gehst Du mit Dir um? Magst Du Dich überhaupt oder kann es eher sein, dass Du Dir gar keinen Erfolg wünschst, weil Du meinst, Du verdienst ihn nicht?

    Das waren meine guten Morgen Überlegungen.
    Lass Dich aus dem weißen München drücken und Dir alles Liebe wünschen

    maline

    Kommentar


      #3
      da kann ich mich maline nur anschliessen.

      mal die gute nachricht vorweg: ja du hast auf jeden fall eine chance!
      die hat jeder. und du hast ja selber gemerkt, dass du da selber einen auf chancen-killer machst.

      diese trauer sollte wirklich weg.

      aber überprüfe auch deine ansprüche und erwartungen.

      veränderung geschieht in kleinen schritten.
      vielleicht ist ein bescheidener anfang auch ein guter anfang?
      nämlich ein anfang um nicht oben nach dem studium einzusteigen sondern vielleicht um unten anzufangen - dort wo man erste erfolge einheimsen kann auf eine einfachere art in einem einfacheren umfeld.
      dort wo du an deinem selbstwertgefühl was lernen kannst und auch den umgang mit anderen üben kannst.

      natürlich bist du für solche jobs eigentlich überqualifizert...
      aber worum geht es eigentlich? um ehre, ruhm und geld oder um lernen und persönlich weiterkommen?

      nur so ein paar gedanken von
      keraldar

      Kommentar


        #4
        Liebe Naranja,
        ich glaube auf jeden Fall, dass Du Chancen hast. Ich schließe mich auch meinen Vorrednern an.

        Hier in diesem Forum gehst du sehr gut mit Menschen um. Ich habe einige Deiner Beiträge gelesen. Das heißt für mich, dass was in Dir drin ist an Fähigkeiten muss rausgelassen werden.

        Schlimm ist diese Abwärtsspirale in der man sich befindet, wenn man arbeitslos ist. Auch ich spreche aus Erfahrung. Nach Ablehnung sich immer wieder neu zu motivieren ist super schwer. Und jede Ablehnung hinterläßt eine Kerbe. Ich habe mich immer wieder so gefühlt, als müsste ich mich an meinem eigenen Haarschopf aus dem Sumpf ziehen.

        Aus meiner Sicht muss diese Spirale nach unten erstmal gestoppt werden. Selbstbewußtsein tanken. Ja und wie geht das?
        Du schreibst, dass du bereits eine Therapie gemacht hast. Vielleicht war es nicht der richtige Therapeut?
        Ich kann mir vorstellen, dass du bereits alle Beratungsangebote des Staates angenommen hast. Vielleicht gibt es in Deiner Region noch kirchliche oder private Beratungsangebote.
        Vielleicht hilft aber auch ein Ehrenamt. Ich selbst habe eins und das poliert mein Selbst ganz schön. Vielleicht kommst Du dort auch mit Menschen in Kontakt, die wertschätzend mit Dir umgehen, so dass es Dir einfacher fällt mit Dir selbst gut umzugehen.

        Du bist in einer sehr schwierigen Situation. Aber denk daran, dass du damit nicht alleine stehst. Heute kann Jeder in diese Situation kommen.
        Ich wünsche Dir viel Kraft.
        Nichtraucherin

        Kommentar


          #5
          ich kann schlecht mit Menschen umgehen (besonders mit fremden), fühle mich unsicher, es stresst mich, ich rede nicht gerne.
          Liebe Naranja,
          Reden ist Silber, Schweigen ist Gold, hieß es früher. Heute scheint das nicht mehr zu gelten.
          Ich überlege, wo es im Arbeitsleben noch Platz gibt für Menschen, die nicht gern reden.
          Wie sieht es bei dir aus mit dem Zuhören? Bereitet dir das auch Stress? Anderen Grenzen zu setzen, wenn sie dich vollquatschen? Mir fällt das schwer.
          Jeder Mensch hat eine Schmerzgrenze, bei der er sagt: das mache ich nie! Leuten etwas aufzuschwatzen, was keiner braucht, Beschwerden annehmen, Pflege, Versorgung Verstorbener...
          Jeder hat eine Vorstellung, welchen Platz er in einer Hierarchie einzunehmen bereit ist. Ganz unten, als Küchenhilfe, Stationshilfe...
          Wo sind deine Grenzen?
          Wo würdest du Kompromisse eingehen?
          Kannst du dir vorstellen, für einen überschaubaren Zeitraum eine Arbeit anzunehmen, die deinen Vorstellungen eigentlich nicht entspricht?
          Den Fuß in die Tür zu bekommen, ist das schwerste. Vielleicht ist eine Psychotherapie wirksamer, wenn du dort über aktuelle Erfahrungen sprechen kannst und nicht in Erinnerungen kramen musst.
          Herzlichst
          Hedwig
          Zuletzt geändert von Hedwig56; 08.01.2010, 15:54. Grund: Satz eingefügt

          Kommentar


            #6
            Hallo an alle,

            Maline, Keraldar, Nichtraucherin, Hedwig, vielen Dank für eure reichhaltigen Anregungen und guten Wünsche!

            Zitat von maline Beitrag anzeigen
            Du hast eine Psychotherapie gemacht...hast also versucht, Deine Persönlichkeit weiter zu entwickeln.
            Ich glaube, dass ganz tief in Dir drin - wo der Gesprächstherapeut nach meiner Erfahrung nicht schaut - ein großer Kloß an Aua oder Traurigkeit ist. Den gilt es sich anzuschauen und zu erfahren, warum bin ich wie ich bin und kann ich jetzt, da ich es weiß, etwas ändern?
            Ich glaube, ich weiß, woher es kommt. Natürlich spielt mein elternhaus eine rolle..meine eltern waren eher streng, ängstlich, distanziert, wenig verständnisvoll. aber was hilft das? Die vergangenheit kann man eh nicht mehr ändern.
            traurigkeit, ja..die bezieht sich vielleicht auch auf meine momentane situation.
            Wichtig finde ich die Frage, wie ich jetzt etwas ändern kann.

            Zitat von maline Beitrag anzeigen
            suchst Du überhaupt nach den richtigen Jobs? Du hast nicht erzählt welche Ausbildung Du hast und welche Studien Du begannst.
            Ist das über haupt DEIN WEg ? Suchst Du da, wo du dich wohl fühlst oder suchst Du da, wo Du Dich wohlfühlen möchtest aber immer wieder die Quittung kriegt.... hier passt Du nicht rein?
            Das weiß ich letztlich nicht, ob das mein Weg ist..
            Man kann es aber auch so betrachten, dass alles „mein Weg“ ist, was ich tue.

            Als ich mich für mein zweites studium entschieden haben war ich mir ziemlich sicher, dass dies die richtung ist, in die ich gehen will. ich dachte auch, dass ich hier meine fähigkeiten entfalten kann, z.b. kreativität.
            Trotzdem blieb der erfolg aus, warum?
            inzwischen ist meine begeisterung deutlich nach unten gegangen.

            Ich frage mich, was sonst passend für mich sein könnte..
            etwas völlig neues anzufangen, dazu fehlt mir momentan die energie.
            Ich glaube auch nicht, dass das was ich bisher gemacht habe so grundlegend falsch war.

            Zitat von maline Beitrag anzeigen
            Und noch eines: wenn Du schreibst, Du kannst schlecht mit Menschen umgehen.... wie gehst Du mit Dir um? Magst Du Dich überhaupt oder kann es eher sein, dass Du Dir gar keinen Erfolg wünschst, weil Du meinst, Du verdienst ihn nicht?
            Ja, das ist wohl der Knackpunkt! Ich mag mich oft nicht, bin aber dabei, zu lernen mich mehr zu akzeptieren.
            Ja, das kann gut sein, dass ich mich unbewusst selbst blockiere und so den erfolg verhindere.

            Zitat von Keraldar Beitrag anzeigen
            aber überprüfe auch deine ansprüche und erwartungen.
            Zugegeben, oft habe ich ziemlich hohe ansprüche an mich selbst, das ist wohl teil meines problems.

            Zitat von Keraldar Beitrag anzeigen
            veränderung geschieht in kleinen schritten.
            vielleicht ist ein bescheidener anfang auch ein guter anfang?
            nämlich ein anfang um nicht oben nach dem studium einzusteigen sondern vielleicht um unten anzufangen - dort wo man erste erfolge einheimsen kann auf eine einfachere art in einem einfacheren umfeld.
            dort wo du an deinem selbstwertgefühl was lernen kannst und auch den umgang mit anderen üben kannst.
            Ja das kann sein..
            ich bin auch bereit, geringerqualifizierte jobs anzunehmen, solange ich dabei irgendwas lernen kann.

            Zitat von Keraldar Beitrag anzeigen
            aber worum geht es eigentlich? um ehre, ruhm und geld oder um lernen und persönlich weiterkommen?
            Anerkennung meiner arbeit ist mir wichtig, und dass ich akzeptiert werde.
            Ein offenes und wertschätzendes betriebsklima ist mir wichtig.
            Ja, ich möchte mich persönlich weiterentwickeln.
            Um geld geht es mir weniger, nur soviel wie ich brauche, um von niemandem abhängig zu sein.

            Zitat von nichtraucherin Beitrag anzeigen
            Hier in diesem Forum gehst du sehr gut mit Menschen um. Ich habe einige Deiner Beiträge gelesen. Das heißt für mich, dass was in Dir drin ist an Fähigkeiten muss rausgelassen werden.
            danke für diese einschätzung.
            Theoretisch kann ich es auch, nur in der praxis hapert es.
            Online ist es einfacher, mit menschen zu kommunizieren als im wirklichen leben. Da bin ich unbefangener, weil mich keiner kennt, kann dinge ausprobieren.
            Im wirklichen leben steht immer ein gewisses schubladendenken im vordergrund. Man ist festgelegt, muss bestimmten rollenerwartungen entsprechen.

            Zitat von nichtraucherin Beitrag anzeigen
            Schlimm ist diese Abwärtsspirale in der man sich befindet, wenn man arbeitslos ist. Auch ich spreche aus Erfahrung. Nach Ablehnung sich immer wieder neu zu motivieren ist super schwer. Und jede Ablehnung hinterläßt eine Kerbe. Ich habe mich immer wieder so gefühlt, als müsste ich mich an meinem eigenen Haarschopf aus dem Sumpf ziehen.
            Ja, das ist sehr schwer. Sich dann wieder aufraffen und es erneut zu versuchen.
            Wie oft habe ich bewerbungen erst gar nicht geschrieben oder angefangen und nicht fertiggestellt/abgeschickt, weil ich dachte, es bringt eh nichts..

            Zitat von nichtraucherin Beitrag anzeigen
            Aus meiner Sicht muss diese Spirale nach unten erstmal gestoppt werden. Selbstbewußtsein tanken. Ja und wie geht das?
            Du schreibst, dass du bereits eine Therapie gemacht hast. Vielleicht war es nicht der richtige Therapeut?
            ich mache auch aktuell Therapie.
            Ehrlich gesagt, ich glaube nicht daran, dass irgendein Therapeut mir Selbstbewusstsein geben kann.

            Zitat von nichtraucherin Beitrag anzeigen
            Vielleicht hilft aber auch ein Ehrenamt. Ich selbst habe eins und das poliert mein Selbst ganz schön. Vielleicht kommst Du dort auch mit Menschen in Kontakt, die wertschätzend mit Dir umgehen, so dass es Dir einfacher fällt mit Dir selbst gut umzugehen.
            Ja, das habe ich auch schon überlegt, vielleicht wäre es hilfreich, mich ehrenamtlich mehr engagieren. (machte auch schon kleinere ehrenamtliche tätigkeiten)

            da könnte ich möglicherweise positive erfahrungen mit anderen menschen machen.

            Zitat von Hedwig56 Beitrag anzeigen
            Reden ist Silber, Schweigen ist Gold, hieß es früher. Heute scheint das nicht mehr zu gelten.
            Ich überlege, wo es im Arbeitsleben noch Platz gibt für Menschen, die nicht gern reden.
            Wie sieht es bei dir aus mit dem Zuhören? Bereitet dir das auch Stress? Anderen Grenzen zu setzen, wenn sie dich vollquatschen? Mir fällt das schwer.
            Zuhören kann ich gut, wenn leute etwas von sich erzählen.
            Mir fällt es auch schwer, grenzen zu setzen, wenn ich vollgequatscht werde.

            Was mir Stress bereitet ist, wenn mehrere dinge gleichzeitig von mir verlangt werden.
            In einer hektisch-gereizten umgebung fühle ich mich schnell gestresst.
            Stress bereitet mir auch autoritäres auftreten von vorgesetzten.

            Es bereitet mir schwierigkeiten, mich in ein bestehendes team zu integrieren.
            ich beteilige mich nicht gerne an klatsch und tratsch.

            Ich bin sehr introvertiert, manche halten mich daher für abweisend.

            Das problem ist: ich habe in der vergangenheit schlechte erfahrungen mit anderen menschen gemacht, z.b. dass leute hintenherum schlecht über mich redeten, von denen ich das nicht erwartet hatte.

            Zitat von Hedwig56 Beitrag anzeigen
            Jeder Mensch hat eine Schmerzgrenze, bei der er sagt: das mache ich nie! Leuten etwas aufzuschwatzen, was keiner braucht, Beschwerden annehmen, Pflege, Versorgung Verstorbener...
            Jeder hat eine Vorstellung, welchen Platz er in einer Hierarchie einzunehmen bereit ist. Ganz unten, als Küchenhilfe, Stationshilfe...
            Wo sind deine Grenzen?
            Wo würdest du Kompromisse eingehen?
            Kannst du dir vorstellen, für einen überschaubaren Zeitraum eine Arbeit anzunehmen, die deinen Vorstellungen eigentlich nicht entspricht?
            Leuten etwas aufschwatzen möchte ich auf keinen fall.
            Außerdem keine laute, dreckige umgebung mit schlechter luft.
            Ich will nicht „ganz unten“ sein, jedenfalls nicht auf dauer.

            Vorübergehend bin ich bereit, auch arbeit zu akzeptieren, die nicht meinen vorstellungen entspricht.
            Fragt sich, kann ich dort etwas lernen, das mir irgendwie weiterhilft?
            habe schon probiert, mal für ein paar wochen eine einfache Tätigkeit wo man wenig reden muss. Wäre aber auf dauer ziemlich monoton.

            Zitat von Hedwig56 Beitrag anzeigen
            Vielleicht ist eine Psychotherapie wirksamer, wenn du dort über aktuelle Erfahrungen sprechen kannst und nicht in Erinnerungen kramen musst.
            Kann sein. Oder ein Coaching, ist aber zu teuer.
            Eigentlich erwarte ich nichts mehr von Therapie/Therapeuten. Die können mir sowieso nicht helfen.
            Ich kann mir letztlich nur selbst helfen (wenn mir überhaupt zu helfen ist).
            Andere können nur anregungen/impulse geben, unterstützen, ermutigen, motivieren.

            liebe grüße
            naranja

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              #7
              Hallo naranja
              Du sagst in deiner Geschichte das du gerne aus dem Teufelskreis untätig sein und keinen Job heraus möchtest.Dann wiederum scheint es das du weis was dich interessiert, und hast eine gute Bildung aber kannst sie nicht in den Arbeitstag einbringen, weil du keinen Job findest.Weiterhin kristalisiert sich heraus das du dich wie man so schön sagt nicht verkaufen kannst wenn du in ein Vorstellungsgespräch geräts. Als nächstes folgen dann Aussagen wie

              Eigentlich erwarte ich nichts mehr von Therapie/Therapeuten. Die können mir sowieso nicht helfen.
              Diese Einstellung sagt leider aus das du schon zumachst bevor jemand bei dir ankommt.So sehe ich das.Mit der Einstellung gebe ich zu ist der Therapeut schon ohne Chance bevor er beginnt.
              Du ziehst eigentlich Grenzen die einander so verstärken das du dich auf diese Art isolierst.Denn wenn auf diese Ansätze die Idee einer einfachen Tätigkeit ohne Entwicklungsraum(Aufstieg,Gespräche,Menschen kennen lernen) erwähnt wird dann folgt.
              habe schon probiert, mal für ein paar wochen eine einfache Tätigkeit wo man wenig reden muss. Wäre aber auf dauer ziemlich monoton.
              Das klingt dann nach allen zuvor hervor gegangenen Gründen im Zusammenhang wie "Ich will duschen, aber mach mich nicht nass!"
              Das ist auf keinen Fall böse gemeint, aber du machst selbst hier in einem Forum zu. Du bittest um Vorschläge aber begnügst dich alle zu zerreden.Entweder willst du arbeiten dann must du lernen das der Arbeitsmarkt eine Verkaufsbörse ist in dem du dein können zeitlich gegen Geld verkaufst.Völlig egal ob der Job stupide, öde, oder eben voll von Menschen ist die du kennen lernen kannst.Was sehr lustig sein kann.Wenn man anderen Menschen keine Schablone des perfekt sein überstülpt.Oder ob der Job deinen Qualifikation entspricht.Das alles ist solange du nicht weis wo du hin willst zweitrangig.Manchmal ist der monoton wirkende Job auch ein Heilmittel, über ihn definiert man dann eben was man erwartet.
              Oder du lässt dich auf alle Ansätze die du hier, in einer Therapie oder eben auch sonst wo nicht ein.Und zeredest jeden Ansatz.Wenn das Muster beim gegenüber allerdings sichtbar wird, denke ich beginnt er seine Zeit wieder besser zu nutzen.Denn die folgende Aussage:
              Ich kann mir letztlich nur selbst helfen (wenn mir überhaupt zu helfen ist
              Sagt doch das du das Leben aus welchen Grund auch immer sehr mit "Scheuklappen" siehst.Probiere doch einfach mal aus was dir andere mit an die Hand geben. Was verlierst du denn ? Wenn du dich auf neues einlässt ? Zurück in die graue Maus Ecke kannst du doch immer noch.Oder? Also beim nächsten Vorstellungstermin immer frei raus, erzähle warum die Firma dich brauchen kann.Das schlimmste was passiert ? Na, weis du doch du bekommst die Stelle eben nicht.
              LG
              Prot69

              Kommentar


                #8
                Hallo Prot69,

                danke für deine antwort.
                Zitat von Prot69 Beitrag anzeigen
                Das ist auf keinen Fall böse gemeint, aber du machst selbst hier in einem Forum zu. Du bittest um Vorschläge aber begnügst dich alle zu zerreden.Entweder willst du arbeiten dann must du lernen das der Arbeitsmarkt eine Verkaufsbörse ist in dem du dein können zeitlich gegen Geld verkaufst.
                das sehe ich nicht so, dass ich zu mache. (früher war ich viel negativer)
                Ich wollte auch nichts zerreden.
                Ich sagte nur, dieser eine Job war nichts, dort habe ich eher negative erfahrungen gemacht. das heißt nicht, dass es woanders nicht anders sein könnte.

                mein können verkaufen, das fällt mir immer noch sehr schwer..

                Zitat von Prot69 Beitrag anzeigen
                Das alles ist solange du nicht weis wo du hin willst zweitrangig.Manchmal ist der monoton wirkende Job auch ein Heilmittel, über ihn definiert man dann eben was man erwartet.
                kann sein..

                Was therapie betrifft: da habe ich eben schon schlechte erfahrungen gemacht.
                Deshalb fällt es mir schwer, therapeuten zu vertrauen.

                Zitat von Prot69 Beitrag anzeigen
                Also beim nächsten Vorstellungstermin immer frei raus, erzähle warum die Firma dich brauchen kann.Das schlimmste was passiert ? Na, weis du doch du bekommst die Stelle eben nicht.
                ja, natürlich probiere ich es aus, wenn ich die Gelegenheit bekomme.
                in letzter zeit leider nicht mehr so oft..

                lg
                naranja

                Kommentar


                  #9
                  Zu "Habe ich noch eine Chance?"

                  Hallo liebe Naranja,

                  ich habe gerade mit großer Anteilnahme Deinen Beitrag zu Deiner beruflichen Situation gelesen. Vieles kenne ich von mir, da auch ich ähnliche Situationen erlebt habe.

                  Aus dieser Erfahrung heraus versuche ich Dir nun, einige Antworten zu geben:

                  Auffällig bei Deinen Studienabbrüchen ist, dass Du sie nicht abgebrochen hast, weil Du eine Prüfung nicht bestanden hast oder ähnliches. Du schreibst sehr viel, dass Du auch andere Menschen um Dich herum brauchst.

                  Ein Zweites:
                  Kein Mensch braucht sich über irgend etwas definieren. Du aber versuchst Dich augenscheinlich über Leistung zu definieren. Und Du steckst da so tief drin, wie Deine Worte "Ich kann mir das nicht vorstellen". Aber aus eigener Erfahrung kann ich Dir versichern:
                  Das ist zum Scheitern verurteilt!

                  Man kann sich als Mensch nicht über irgend etwas definieren. Denn wir brauchen es nicht. Es ist so wie mit einer Rose: Sie ist eine Rose. Ihr Da-Sein genügt.

                  Und noch ein Hinweis:
                  Warum hast Du das Gefühl, dass Du nichts wert bist? Fehlt Dir in irgendeiner Art und Weise Anerkennung und Bestätigung?

                  Jeder Mensch von uns hat zwei Wesen in sich:
                  Den Erwachsenen und das innere Kind. Wenn wir als Kind nicht das Gefühl erhalten haben, dass unsere Eltern stolz sind, dann geht man manchmal durch das Leben und sucht die Anerkennung durch andere. Aber auch das geht nicht. Denn nun bist Du für Dich selbst verantwortlich. Und für Dein inneres, möglicherweise sehr verletztes Kind, das nie gut genug war. Aber alles, was Du tust, tust Du nun für Dich. Und Alles, was Du nicht tust, enthältst Du Dir vor.

                  Schließen möchte ich mit dem Gedanken:
                  "Es ist nie zu spät, aber immer höchste Zeit!".

                  Sei ganz herzlich gegrüßt

                  Wolfgang

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                    #10
                    Hallo Wolfgang,

                    vielen dank für deine antwort. habe sie leider erst jetzt bemerkt, sorry.
                    vieles von dem was du schreibst trifft zu.

                    Zitat von Wolfgang58 Beitrag anzeigen
                    Auffällig bei Deinen Studienabbrüchen ist, dass Du sie nicht abgebrochen hast, weil Du eine Prüfung nicht bestanden hast oder ähnliches. Du schreibst sehr viel, dass Du auch andere Menschen um Dich herum brauchst.
                    Meine noten waren gemischt. ich musste schon auch mal prüfungen nachschreiben, eine hatte ich sogar zweimal nicht bestanden. Hier wollte ich es nicht riskieren, ein drittes mal endgültig zu scheitern.
                    fühlte mich durch meine sozialen ängste nicht mehr leistungsfähig. in prüfungssituationen fühlte ich mich oft völlig blockiert.
                    ich hatte jedoch nicht das gefühl, dass dieses studium „nichts für mich“ ist. Ohne diese innere blockaden hätte ich es gekonnt.

                    ja, ich brauche andere, um ein stabiles selbstwertgefühl aufbauen zu können.
                    ohne wertschätzung durch andere bleibe ich sehr schnell in meinen selbstzweifeln stecken.

                    Zitat von Wolfgang58 Beitrag anzeigen
                    Kein Mensch braucht sich über irgend etwas definieren. Du aber versuchst Dich augenscheinlich über Leistung zu definieren. Und Du steckst da so tief drin, wie Deine Worte "Ich kann mir das nicht vorstellen". Aber aus eigener Erfahrung kann ich Dir versichern:
                    Das ist zum Scheitern verurteilt!
                    stimmt, ich definiere mich sehr über leistung.
                    damit hast du sicherlich recht. ich weiß, dass mir diese einstellung nicht weiterhilft.

                    Zitat von Wolfgang58 Beitrag anzeigen
                    Man kann sich als Mensch nicht über irgend etwas definieren. Denn wir brauchen es nicht. Es ist so wie mit einer Rose: Sie ist eine Rose. Ihr Da-Sein genügt.
                    Vielleicht ist es ihre schönheit, ihr duft? Wenn sie verblüht ist, ist sie auch „nichts mehr wert“, oder?

                    Zitat von Wolfgang58 Beitrag anzeigen
                    Warum hast Du das Gefühl, dass Du nichts wert bist? Fehlt Dir in irgendeiner Art und Weise Anerkennung und Bestätigung?
                    Ja, diese fehlt, wie könnte es anders sein, wenn man jahrelang arbeitslos ist?

                    Zitat von Wolfgang58 Beitrag anzeigen
                    Jeder Mensch von uns hat zwei Wesen in sich:
                    Den Erwachsenen und das innere Kind. Wenn wir als Kind nicht das Gefühl erhalten haben, dass unsere Eltern stolz sind, dann geht man manchmal durch das Leben und sucht die Anerkennung durch andere. Aber auch das geht nicht. Denn nun bist Du für Dich selbst verantwortlich. Und für Dein inneres, möglicherweise sehr verletztes Kind, das nie gut genug war. Aber alles, was Du tust, tust Du nun für Dich. Und Alles, was Du nicht tust, enthältst Du Dir vor.
                    Ja, oft habe ich das gefühl, ich kann nichts für es tun – ich bin zu schwach, kann mich nicht durchsetzen..

                    kann sein, dass ich noch was vergessen habe, aber momentan fällt mir nichts mehr ein.


                    naranja

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                      #11
                      Was Du für die kleine Naranja tun kannst...

                      Hallo liebe Naranja und einen schönen guten Morgen,

                      Du schreibst, dass Du für die kleine Naranja nichts tun kannst. Also wenn ich jetzt die Kleine wäre, würde ich der Großen erst einmal ganz schön was erzählen und ihr vielleicht sogar in den H... treten...


                      Weißt Du, wenn es unserem inneren Kind gut geht, dann geht es uns auch geht. Ist so ein Schlüssel, den ich jedenfalls für mich entdeckt habe.
                      Und wenn Du diese Beziehung zu Dir selbst hast, wirst Du auch erfolgreich auf andere zugehen können. Das Thema soziales Umfeld ist ja ein sehr großer roter Faden in Deiner Geschichte.

                      Und ich kann Dich einfach nur ermutigen, etwas für die kleine Naranja zu tun. Und sei es nur ein einfacher Brief, in der Du ihr schreibst, dass Du sie liebst und dass sie ein wundervolles Kind ist!
                      Und Du kannst der kleinen Naranja auch die Chance geben, Dir zu antworten, indem Du mit der linken Hand einen Brief an die große Naranja schreibst.

                      Noch ein Buchtipp dazu:
                      "Das Kind in uns" von John Bradshaw, Verlag Knaur

                      Liebe Grüße an die große und kleine Naranja

                      Wolfgang


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                        #12
                        Hallo naranja

                        Zitat von naranja Beitrag anzeigen
                        Hallo Wolfgang,

                        ja, ich brauche andere, um ein stabiles selbstwertgefühl aufbauen zu können. ohne wertschätzung durch andere bleibe ich sehr schnell in meinen selbstzweifeln stecken.

                        stimmt, ich definiere mich sehr über leistung.
                        Dennoch definierst du dich mehr über die Kontakte
                        " Ich fand keinen kontakt zu kommilitonen,
                        hatte aber wieder das problem, dass ich keine kontakte knüpfen konnte "


                        Wenn sie verblüht ist, ist sie auch „nichts mehr wert“, oder?
                        Augenblick, verweile doch.
                        Der verzagte Baumwollfaden

                        Es war einmal ein kleiner weißer Baumwollfaden, der hatte ganz viel Angst, dass er so wie er war, zu nichts nutze sei.
                        Ganz verzweifelt dachte er immer wieder: "Ich bin nicht gut genug, ich tauge zu nichts. Für einen Pullover bin ich viel zu kurz. Selbst für einen winzig kleinen Puppenpullover tauge ich nichts! Für ein Schiffstau bin ich viel zu schwach. Nicht mal ein Hüpfseil kann ich aus mir machen lassen! Mich an andere kräftige, dicke, lange Fäden anknüpfen kann ich nicht, die lachen doch sowieso über mich. Für eine Stickerei eigne ich mich auch nicht, dazu bin ich zu blass und zu farblos. Ja, wenn ich aus Goldgarn wäre, dann könnte ich eine Stola verzieren oder ein Kleid... Aber so?! Ich bin zu gar nichts nütze. Was kann ich schon? Niemand braucht mich. Keiner beachtet mich. Es mag mich sowieso niemand."
                        So sprach der kleine weiße Baumwollfaden mit sich - Tag für Tag. Er zog sich ganz zurück, hörte sich traurige Musik an und weinte viel. Er gab sich ganz seinem Selbstmitleid hin.
                        Eines Tages klopfte seine neue Nachbarin an der Tür: ein kleines weißes Klümpchen Wachs. Das Wachsklümpchen wollte sich bei dem Baumwollfaden vorstellen. Als es sah, wie traurig der kleine weiße Baumwollfaden war und sich den Grund dafür erzählen ließ, sagte es: "Lass dich doch nicht so hängen, du schöner, kleiner, weißer Baumwollfaden. Mir kommt da so eine Idee: wir beide sollten uns zusammen tun! Für eine Kerze am Weihnachtsbaum bin ich zu wenig Wachs und du als Docht zu klein, doch für ein Teelicht reicht es allemal. Es ist doch viel besser, ein kleines Licht anzuzünden, als immer nur über die Dunkelheit zu klagen!"
                        Da war der kleine weiße Baumwollfaden ganz glücklich und tat sich mit dem kleinen weißen Klümpchen Wachs zusammen und sagte: "Endlich hat mein Dasein einen Sinn."



                        naranja

                        Ich wünsche Dir einen schönen Tag, naranja

                        Kommentar


                          #13
                          OT das ist eine wunderschöne geschchte, lichtwesen. was mir dabei auffällt ist, dass beide-faden und wachs- sich auf endgültige bindung eingelassen haben und vor allem bereit waren, ihr altes dasein zu beenden und sich zu wandeln, zu transformieren...... die haben nicht geschrien: nein, ich will nicht, dass du mir zu nahe kommst; die haben nicht gerufen: das ist mir zu heiss und zu schmerzvoll, nein.... die habens einfach getan! OToff
                          kolibri

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                            #14
                            vielen Dank für die freundlichen antworten und für die guten wünsche.

                            @Wolfgang:
                            Zitat von Wolfgang58 Beitrag anzeigen
                            Du schreibst, dass Du für die kleine Naranja nichts tun kannst. Also wenn ich jetzt die Kleine wäre, würde ich der Großen erst einmal ganz schön was erzählen und ihr vielleicht sogar in den H... treten...
                            vielleicht macht das die kleine auch manchmal.
                            aber die große verbietet es ihr, um sich nicht zu blamieren.

                            Zitat von Wolfgang58 Beitrag anzeigen
                            Weißt Du, wenn es unserem inneren Kind gut geht, dann geht es uns auch geht. Ist so ein Schlüssel, den ich jedenfalls für mich entdeckt habe.
                            ja sicher, das glaube ich ja auch.
                            Ja ich weiß, ich sollte mehr auf seine bedürfnisse eingehen.
                            Aber ich habe oft das gefühl, ich kann mir das nicht erlauben.
                            ich sitze am kürzeren hebel.
                            wer im alltag bedürfnisse äußert, wird nicht ernst genommen.

                            Danke für den buchtipp.
                            Das innere kind ist mir ein begriff, habe das buch „Aussöhnung mit dem inneren Kind“ von E. Chopich und M. Paul gelesen.


                            @lichtwesen:
                            Zitat von lichtwesen Beitrag anzeigen
                            stimmt, ich definiere mich sehr über leistung.
                            Dennoch definierst du dich mehr über die Kontakte
                            " Ich fand keinen kontakt zu kommilitonen,
                            hatte aber wieder das problem, dass ich keine kontakte knüpfen konnte "
                            das eine schließt das andere nicht aus. Mir ist wichtig, respektiert, akzeptiert, anerkannt zu werden – und das geht eben vor allem über leistung.

                            Zu der geschichte fällt mir ein: der baumwollfaden verzehrt sich (genauso wie das wachs), indem er sich mit dem wachs zusammentut. Er opfert sich dem „höheren“ sinn, licht zu spenden.


                            liebe grüße
                            naranja
                            Zuletzt geändert von naranja; 24.05.2010, 23:39. Grund: grüße

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                              #15
                              Verbote / Erlaubnis

                              Hallo liebe Naranja,

                              finde es toll, dass Du schon einmal einen Schritt weiter bist:
                              Du trittst nämlich mit Deinem inneren Kind in einen Dialog. Das ist doch schon einmal ein guter Anfang!


                              Im letzten Beitrag ist mir nun aufgefallen, dass Du immer wieder davon schreibst, Dich nicht zu blamieren, und dass da jemand ist, der etwas nicht erlaubt.

                              Höre mal genau hin, wer das wirklich ist!

                              Und Du bist nun erwachsen, also die wirklich GROSSE! Du kannst der Kleinen erlauben, dass sie so sein darf, wie sie ist! Sonst könnte es sein, dass sie Dich als Große nicht ernst nimmt. Sich wieder im Stich gelassen fühlt, traurig und wütend wird, und auch kein Vertrauen zu der großen Naranja findet.

                              Du und die kleine Naranja - ihr dürft anders sein. Einen ganz eigenen Weg gehen. Euren Lebens-weg. Mit Liebe.

                              Herzliche Grüße

                              Wolfgang

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