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Springkraftstelle-Handynr rausrücken?

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    Springkraftstelle-Handynr rausrücken?

    Hallo ihr,

    und wieder einmal bräuchte ich Euren Senf....

    Wie viele von Euch durch den anderen Thread wissen, habe ich seit kurzem eine (chronisch unterbezahlte) TZ-Stelle mit unbefristetem Vertrag. Zusätzlich dazu bin ich als recht unregelmäßig als Springkraft in einem Kindergarten tätig.

    Heute Vormittag war es so, dass ich auf meiner TZ-Stelle vom Kindergarten angerufen wurde (ich war gerade mitten in einem Gespräch mit einer Bewohnerin), ob ich am Nachmittag Zitat "ganz spontan" (sprich: im unmittelbarem Anschluss an Arbeit Nr.1) einspringen könne.
    Da stand ich nun, halb in der Hilfestellung mit der kommunikativ nicht einfachen Bewohnerin- und war so überrumpelt, dass ich Ja sagte.

    So wurde aus einem 4-Std- Tag plötzlich ein anstrengender und sehr langer 7 Std-Tag. Trotzdem weiterhin unterbezahlt. Interessant in diesem Zusammenhang: ich hatte dem KiGa nicht die Durchwahl von der anderen Arbeit genannt. Eigentlich ganz bewusst, weil ich ein Vermischen der Zuständigkeiten und Rollen vermeiden wollte.
    Im KiGa dann meinte eine Kollegin, ob ich nicht auch ein Handy habe, so dass meine Erreichbarkeit ggf noch einfacher sei. Ich schummelte mich um eine Antwort herum. (dachte aber bei mir: "Kloar, damit ihr mich auch nachts um 2 Uhr ausm Bett klingeln könnt....hallo???" )

    Wie handhabt ihr das? Wissen Eure Chefs Eure privaten Handynrn?
    Wo ist da die Grenze zum Privatem? Man muss doch nicht immer und jederzeit verfügbar sein, oder?!
    Zuletzt geändert von ladymaryann; 13.10.2014, 17:36. Grund: vertippt

    #2
    Zitat von ladymaryann Beitrag anzeigen
    Man muss doch nicht immer und jederzeit verfügbar sein, oder?!
    Nö. Muss man nicht.

    Zitat von ladymaryann Beitrag anzeigen
    Wie handhabt ihr das? Wissen Eure Chefs Eure privaten Handynrn?
    Mir stellt sich das Problem glücklicherweise nicht. Ich habe zwar ein Handy, darauf erreicht mich aber sowieso niemand, denn es ist so gut wie immer ausgeschaltet.

    Beantwortet das deine Fragen? Man könnte durchaus auch nicht-gestellte Fragen aus deinem Beitrag herauslesen. Wie sage ich denen, dass ich nicht kann/will? Wie sage ich denen, dass ich keine Lust auf solche "spontanen" Einsätze habe und gern im Voraus wissen will, wann ich gebraucht werde? Wie sage ich denen, dass ich nicht will, dass sie mich auf der anderen Arbeit anrufen? Und muss ich überhaupt abnehmen, wenn sie das tun? Muss ich sofort antworten?

    Keine Ahnung, ob eine dieser Fragen auch deine ist. Falls nicht, lass sie einfach hier liegen.

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      #3
      Ich habe sehr schlechte Erfahrungen damit gemacht, meine Handy-Nr. dienstlich in irgendeiner Form zu nutzen und seitdem nutze ich mein Handy zu ca. 95 % nur noch privat. Wenn ich in deiner Situation wäre, würde ich behaupten, kein Handy zu nutzen. Sollen sie sich doch ein bisschen anstrengen müssen um dich zu erreichen...

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        #4
        Bei mir schaut's zwar ein bißchen anders aus, weil ich selbständig bin, aber ich habe im Büro ganz klare Anweisungen gegeben, daß meine Handy-Nummer nicht weitergegeben wird. Und zwar durchaus mit der Begründung: Die Chefin möchte nicht, daß die Nummer weitergegeben wird (und nicht: sie hat keines), weil sie, wenn sie nicht da ist, in ihrer Freizeit ist.

        Wenn etwas (scheinbar oder anscheinend) Dringendes anfällt, während ich weg bin, können mich meine Mitarbeiter anrufen. Dann entscheide ich erstens, ob ich abhebe, zweitens, ob ich den Kunden/Lieferanten anrufen will (zu 99,999999 %: nein), ob ich Instruktionen oder Informationen gebe, damit meine Mitarbeiter den Kunden/Lieferanten befrieden (zu 95 %: ja) oder ob ich selbst gerade auch nicht weiter weiß/weiter will.

        Und ich finde, auch als Angestellter kann und darf man sagen: Ich möchte nicht rund um die Uhr erreichbar sein / hier ist meine Grenze, und ich möchte zu diesen Uhrzeiten nicht angerufen werden.

        Wie hobbes stellt sich mir aber die Frage, ob das Problem nicht eigentlich in Deiner eigenen Fähigkeit, Deine Grenzen zu wahren, liegt. Denn sogar, wenn Du Deine Handy-Nummer hergibst, könntest Du von Fall zu Fall entscheiden, jetzt nicht abzuheben. Oder sogar kundtun: "Sprich mir bitte Anfragen auf Band, und ich melde mich dann, sobald es mir möglich ist. Am besten ist, du tust das frühzeitig, weil ich angesichts meines zweiten, anstrengenden Jobs kurzfristig ungerne einspringe. Wenn du die Antwort schneller brauchst, als ich zurückrufe, mußt du dich bitte anderweitig umsehen."

        Die Frage ist meines Erachtens nicht, was "darf" oder "muß" man - denn wer würde das entscheiden? Sondern wie entscheidet man sich, sein Leben zu gestalten. Und sollten Dein Wunsch und der des Kindergartens nicht zusammenpassen, dann paßt Ihr eben nicht zusammen. Nur - diese Konsequenz mußt Du dann eben tragen - Du hast kein Recht, daß das, was Du Dir wünscht, für Deinen Arbeitgeber auch ok ist. Denn sogar, wenn Du Dich jetzt entscheidest, zu lügen und behaupten, Du hättest kein Handy (oder sogar, wenn Du tatsächlich kein Handy hättest) könnte Dir ja trotzdem passieren, daß Dein Arbeitgeber sagt "Ich brauche aber kurzfristig erreichbare Springer. Ohne Handy kann ich Sie nicht brauchen." Und dann bist Du die Stelle los.

        Es ist also Deine Entscheidung, was Dir wie wichtig ist und inwieweit Du Dich dafür einsetzt und nach Lösungen suchst, die für beide tragfähig sind.

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          #5
          Grundsätzlich gebe ich Miss Pig recht.

          Andererseits habe ich aber beobachtet, dass gerade die Menschen, die in sozialen Instutionen tätig sind, zu allen möglichen und unmöglichen Zeiten angerufen werden. Auf Dauer erfordert es viel Standfestigkeit und kostet Nerven, nicht dranzugehen oder einer Aufforderung abzusagen. Gerade wenn ich im Stress bin, fällt mir das Nein-Sagen schwer. Das ist sicherlich übungs- und auch typsache.

          Bei meinem vorletzten Arbeitgeber habe ich gesagt, dass ich meine Handynummer nicht hergeben möchte. Außerdem hätte ich es nur selten dabei, so dass ich auf Festnetz oder per Mail zuverlässiger erreichbar wäre. Das entspricht den Tatsachen und wurde letztlich akzeptiert.

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            #6
            Ja, meine private Handynummer habe ich 1-2 Kollegen genannt. Wenn es wirklich zu einem Notfall im Urlaub kommt, bin ich darüber erreichbar (bei allem Stress ist aber der Urlaub tatsächlich für die Chefs heilig), da ich im Urlaub meine Firmenfunke nicht nutzen will u d in die Ecke werfe.

            Generell sind alle Telefone lautlos im Privatleben und maximal auf Vibration im Job. Ich rufe lieber zurück, wenn es passt - als zu springen

            Zu Deiner Situation als Springer.
            Die Frage ist doch: willst Du auch spontan einspringen? Wenn nicht, bleibt als option eine Regel: 24h Vorlauf.

            Oder gib die Handynummer und lasse die Kollegen vom KG auf die Mailbox quatschen. Damit ist auch klar, dass Du nicht sofort springst.

            DAS Handy wirst Du ja im TZ Job eh nicht im Fokus haben; sondern nur in den Pausen nutzen.

            Ein Anruf bei der TZ Stelle durch den KG würde ich mir verbitten; da stimme ich Dir bzgl der Trennung voll zu.

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              #7
              zwischendurchdanke

              Ach Mist, gerade ne Endloslange Nachricht geschrieben- und plötzlich war alles weg

              @Küstenkind:
              >>Zu Deiner Situation als Springer.
              Die Frage ist doch: willst Du auch spontan einspringen? Wenn nicht, bleibt als option eine Regel: 24h Vorlauf.<<

              Um offen zu sein: Nein, mittlerweile möchte ich das nicht mehr. Es gab schon vergleichbare Fälle, in denen ich megakurzfristig dorthin gerufen wurde.
              Das ehrt mich natürlich- andererseits ist es aber für mich, da ich autolos bin, ein ziemlicher Aufwand. Und meine eigene, private Planbarkeit bleibt dabei völlig auf der Strecke. Um ehrlich zu sein bin ich verärgert über dieses Verhalten. Mit dem Anruf bei meinem TZ.Job ist meiner Meinung nach eine Grenze überschritten worden. (Überrumpelung hoch 20, ich dachte, es sei ein interner Anruf und ging nur mit einem Ja? daran)
              Da fühle ich mich wie ein Depp.

              Die Argumentation, dass ich das Handy im Job kaum dabei habe habe ich übrigens auch gebracht. (Ohne weiteres zu nennen.)

              Ja, des Rätsels Kern liegt in dem Thema des Grenzensetztens.
              Wann darf ich Nein sagen (und somit ein Ja zu mir)- und wie.
              Ich merke, dass ich mich da sehr schnell unter Druck setze. Und das gefällt mir nicht.

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                #8
                zweiter Teil:

                @mikie:
                Ohja, das Neinsagen kostet immense Nerven! Ich merke zur Zeit eh schon, dass das alles immens an meine Kraftreserven geht und ich manchmal drohe, mich zu übernehmen. Weil die Zeit für mich privat einfach... fehlt.

                @MissPig:
                Du hast etwas ganz wichtiges geschrieben: dass auch ich als Arbeitnehmerin das Recht habe auf einen Feierabend, der dann auch einer ist. Ich möchte ungern z.B. beim Arzt heraus geklingelt werden, weil dort "die Hütte brennt" (aber dann doch nciht sooo sehr, dass man mich dort richtig fest einstellt. Ist klar.) Bah und wieder kommt die Wut....

                Allerdings schätze ich die Situation zur Zeit nicht so ein, dass man mir das negativ auslegen würde, würde ich meine Handynr verweigern.
                Es wäre halt nur praktischer für die.

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                  #9
                  Hallo,

                  jetzt möchte ich auch noch meinen Senf dazugeben. Ich habe viele Jahre im sozialen Bereich gearbeitet, zT richtig heftige Jobs mit Schichten und Co. Logo, dass da oft Leute ausgefallen sind und es war bald Usus im Team, die privaten Nummern rauszugeben. Ich habe dann ein 'Diensthandy' eingeführt, liess aber immer (!) erst die Mailbox besprechen und dann entschied ich, ob ihc überhaupt zurück rufe. Auch wenn das dauerhaft keine Lösung ist.

                  Es stand nämlich nicht in meinem Vertrag, und 'echte', verpflichtende Bereitschaft wird normalerweise extra vergütet (Und nicht zu knapp), mach dir das immer wieder klar. Du machst diesen 'extra'-Aufwand des angespannt Anrufe erwartens umsonst! Lass dir nicht einreden, dass das normal und Teil des Jobs wäre; versuche dir immer wieder vor Augen zu führen, dass sie die Bittsteller sind, und nicht du. Ich weiss, dass all das schwer ist ohne festen Vertrag, es geht auch nicht drum, von einem Tag auf den anderen alles mögliche mit dem Holzhammer durchzusetzen. Aber einfach, dass du für dich mal aus dieser verzerrten Perspektive wieder raus kommst.

                  Du hast irgendwo geschrieben: "...das ehrt mich ja." (dass sie dich ständig anrufen). STOP!
                  Ich möchte dir nicht zu nahe treten und sagen, deine Arbeit sei nicht sehr gut, das ist sie sicherlich (und die verlässliche Springerin in der Krise zu spielen, kann einem anfangs neben dem Frust auch einen Kick und Befriedigung verschaffen) - aber das "ehrt" dich nicht, sondern sie suchen einen Dummen, der einspringt, und probierens da, wo am wenigsten Widerstand droht. Das meine ich nicht persönlich, ich hab selbst diesen ganzen Prozess durch laufen. Eine ehrbare Mitarbeiterin behandelt man so nicht.

                  Ich hoffe ich konnt mich gut ausdrücken :)
                  Viel Glück

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                    #10
                    Liebe Ladymaryann.

                    Du schreibst: Nicht mehr!

                    Also warst Du mal in der Position, richtig spontan zu springen ( ob aus Geldmangel oder wegen verfuegbarer Zeit).

                    Also gilt es jetzt, die Praemissen zu ändern.
                    Zum Beispiel am Vortag informiert werden oder im Zeitfenster von 16 -18h angerufen zu werden oder nur Dienstag bis Freitag Morgen einzuspringen.
                    Sprich Du bestimmst die Regeln, wie es Dir gefällt.

                    Das meine sagen ist ähnlich aber ein wenig anders.

                    Viel Erfolg!


                    Die ewige Verfügbarkeit ist auch bei mir ein Thema, die gute alte freie Wirtschaft.
                    Wir ertrinken in zeitraubende n AdhocAbfragen und sonderaufgaben, so dass die eigentliche Arbeit zu kurz kommt ( und das Privatleben).
                    Das Phänomen ist also branchenuebergreifend.

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                      #11
                      Wir sind zwar verpflichtet, eine private Telefonnummer bekanntzugeben, aber ich habe meine Festnetznummer angegeben: häufig bin ich sowieso nicht zuhause (schon gar nicht, wenn ich im Urlaub bin), und wenn, dann wäre ein Anruf sowieso nur sinnvoll, wenn ich daheim bin.

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                        #12
                        Zwischenstand

                        Hallo ihr lieben,

                        danke für all Eure Gedanken hierzu.

                        Ich bin auch dabei geblieben und habe der Einrichtung weiterhin nur meine Festnetznr mitgeteilt. (Ok, und die von Einrichtung Nr.Eins kennen sie halt nun...ein weiterer Anruf dort ist aber bisher aus geblieben.)
                        Ich habe für mich beschlossen, das auch so weiter beizubehalten.
                        Die meisten Termine erfahre ich eh vor Ort, Änderungen auch.

                        Mein Gefühl sagt mir auch, dass es sich langsam aber sicher einpendelt...

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                          #13
                          Hallo,

                          auch als Springer gilt für dich das Gesetz zum Schutz personenbezogener Daten (siehe PDF). Das bezieht ein, dass man private Handys nicht beruflich nutzen muss, wenn es nicht anders vereinbart ist.
                          Deine Handynummer brauchst Du nur weitergeben, sofern es bei Abschluss des Arbeitsvertrages so festgelegt wurde (Direktionsrecht). Gibt es einen entsprechenden Vertragsinhalt?
                          Außerdem hast du auch als Springer doch feste Arbeitsstunden, oder? Da musst du aufpassen, dass deine Arbeitsstunden nicht überschritten werden.
                          Ich würde die Errreichbarkeit auf dem Handy begrenzen auf bestimmte Zeiten (z.B. morgens 8 Uhr bis 11 Uhr vormittags).
                          Festnetzerreichbarkeit, wie du es jetzt hast, ist aber auch eine gute Lösung.

                          LG,
                          Olijev

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                            #14
                            hallo Olijev,

                            danke auch Dir.

                            Nein, es wurde im Arbeitsvertrag diesbezüglich nichts fest gelegt.
                            Es lief immer über die Festnetznr oder vor Ort für vakanztermine, die fest standen. Das klappt mittlerweile auch recht gut. Ganz ohne Mobilnr.

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