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Was soll ich nur nach der Schule machen?

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    Was soll ich nur nach der Schule machen?

    Seit drei Jahren zerbreche ich mir den Kopf, was ich mit dem Rest meines Lebens anfangen soll. Ich mache gerade Abitur und kann mich nicht entscheiden, ob ich danach eine Ausbildung oder ein Studium anfangen soll.

    Problem dabei ist, ich finde keinen Beruf der mich interessiert. Ich habe wirklich lange Tests, Praktika und sonst was gemacht, bin auf Berufsmessen gewesen etc. aber nichts interessiert mich, oder zumindest nicht genug, dass ich das drei Jahre lang lernen würde.

    Es gibt zwar einige Studiengänge, die ich spannend finde, aber dann auch nur weil mich das Fach an sich interessiert, es gibt da dann keine großen Chancen was das Arbeiten danach angeht. Und da ich in der Schule eher schlecht bin, wird mir das Lernen und die Prüfungen dann wahrscheinlich auch schwer fallen.

    Ich kann aber nicht gar nichts machen, weil ich mich mit meiner Familie nicht verstehe - ich kann hier also nicht weiter wohnen und von ihrem Geld leben. Direkt arbeiten ist nur mit Abitur natürlich schwierig, vorallem wenn man von seinem Lohn dann auch leben will. Sowas wie ein freiwilliges soziales Jahr gibt es ja auch noch, aber das interessiert mich von den Möglichkeiten her auch nicht.


    Ich bin jetzt ziemlich verzweifelt und hoffe auf Rat, weil ich bisher nicht hilfreiches zu hören bekommen, außer dass ich kindisch und faul bin

    #2
    hallo lissse,
    hast Du denn Hobbys, von denen Du evtl. einen Berufswunsch ableiten könntest?

    Mir fiel sofort ein, dass es erstmal reicht, ein gewisses Interesse für einen Beruf zu haben und nicht gleich zu denken, dass Dein Interesse für 3 oder 2,5 Jahre nicht ausreicht. Der Spaß bzw. das Interesse können auch wachsen während der Ausbildung. Wenn Du siehst, was Du geschafft (en) hast, gibt es jedem Menschen ein zufriedenes Gefühl, das dann wieder das Interesse an der Ausbildung steigern kann.
    Vllt. gehst Du gern mit Menschen um.... da gibts ja auch viele Berufsfelder.
    Wenn Du nicht gern lernst, ist ein Studium natürlich vllt. tatsächlich nicht das richtige. Denn im Studium ist ja viel Eigeninitiative und Motivation zum Lernen wichtig.

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      #3
      Zitat von lissse Beitrag anzeigen

      Ich bin jetzt ziemlich verzweifelt und hoffe auf Rat, weil ich bisher nicht hilfreiches zu hören bekommen, außer dass ich kindisch und faul bin
      Hallo lissse,

      meine Vermutung ist, dass Du das auch glaubst und Dir das nun selbst zuschreibst und daraus kann Deine Lustlosigkeit resultieren. Lass Dich nicht demotivieren und werde AKTIV. Sie (Eltern etc) behalten möglicherweise sonst recht, nicht, weil es tatsächlich so wäre, sondern, weil Du Dich danach verhältst (siehe Lustlosigkeit!).

      Vll helfen Dir Gedanken, was Dir im Alltag besonders leicht fällt und wo da Deine Interessen liegen: Bewegung, Ernährung, Gesundheit allgemein, Sprachen, Kreativität, Natur, Musik, um mal so Einiges aufzulisten. Was wichtig ist, es sollte schlussendlich wirklich DIR gefallen und nicht den Wünschen anderer entsprechen.

      Ich wünsch Dir ein gutes Händchen für Dich

      bante

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        #4
        Hallo erstmal und danke für eure Beiträge.

        Nun, Hobbys waren natürlich mein erster Gedanke, aber von da kam ich nicht weiter. Im großen und ganzen kann man das, was ich in meiner Freizeit treibe, nicht wirklich beruflich machen, oder es ist nur ein kleiner Teil davon, und der Rest passt dann nicht. Bei vielen Dingen denke ich auch, dass mein Interesse dort nicht ausreicht, da ich sonst unbegabt bin und manchmal braucht man eben schon Vorwissen oder etwas Talent dafür.

        Weiterhin habe ich das Problem, dass ich ein Studium grundsätzlich nicht ablehnen würde, aber eben davon ausgehe, dass es mich sehr überfordern wird. Ich habe aber auch keine passende Ausbildung gefunden und der Teil in der Berufsschule erscheint mir meistens auch schon zu anspruchsvoll.



        Ich denke auch, dass ich größtenteils von anderen beeinflusst werde, weil ich dauernd höre, das kannst du nicht, das ist zu schwer, das dauert zu lang, damit findest du keinen Job, stell dich nicht so an und mach einfach irgendwas...nur hat das über mich nun schon so eine Macht, dass ich wirklich gar keine Motivation mehr habe. Ich weiß nicht, wie ich sie vom Gegenteil überzeugen soll, wenn ich meine eigene Unfähigkeit schon selbst so verinnerlicht habe.

        Und wie vorhin erwähnt, mit meinen Interessen komme ich irgendwie nicht weiter. Ich bin zum Beispiel gern kreativ tätig - kann aber überhaupt nicht zeichen/malen was auch immer, habe Kunstunterricht gehasst und von den ganzen Designberufen spricht mich nichts wirklich an. Sonst mache ich eben nur Dinge, oder beschäftige mich damit, woraus man keinen Beruf machen kann oder wo ich nicht gut genug drin bin

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          #5
          Hallo lissse,

          wenn ich dich so lese, tut es mir ehrlich gesagt in der Seele weh, denn vermutlich ist dein Vater jünger als ich.
          Ich schaue mir so an, was wir denn so an die folgende Generation weitergegeben haben...
          Ein Kind kommt so nicht zur Welt, sondern ist voller Tatendrang und Entdeckerfreude. Es will und macht in einem Ausmaß, dass man es einbremsen muss, weil es sonst lebensgefährlich wird.

          Zitat von lissse
          Ich denke auch, dass ich größtenteils von anderen beeinflusst werde, weil ich dauernd höre, das kannst du nicht, das ist zu schwer, das dauert zu lang, damit findest du keinen Job, stell dich nicht so an und mach einfach irgendwas...nur hat das über mich nun schon so eine Macht, dass ich wirklich gar keine Motivation mehr habe.
          Das hier resultiert aber meiner Meinung nach nicht aus einem gesunden Beschützen, sondern da wurde unglücklicherweise weit über das Ziel hinausgeschossen...

          Idee von mir: Ich denke, es täte dir mal gut, wenn du in Kontakt mit deiner eigenen Kraft kommen könntest, damit du es fühlst, dass du gar nicht unfähig und hilflos bist.
          Abenteuerurlaub. Es gab / gibt hier in der Rhön eine Jugendgruppe, die Einsatzurlaube im Biosphärenreservat macht. Ich bin eigentlich nur darauf gestossen, weil ich selbst gebaute Bruthilfen im Naturschutzgebiet fand. Diese Gruppe nächtigt wohl in der Zeit wild romatisch in Scheunen, ist den ganzen Tag in der Natur unterwegs und im Naturschutz tätig. Natürlich werden sie fachmännisch angeleitet und betreut, aber es ist Selbsterfahrung pur.

          Es geht jetzt nicht konkret um dieses Beispiel, sondern ich möchte dich auf das Prinzip aufmerksam machen. Du bist kreativ. Wenn es dich anspricht, findest du deine Lösung, da bin ich mir sicher. Wenn du deine Kraft erlebt, erfahren hast kann dir auch keiner mehr so leicht die Geschichte vom Wildpferd erzählen. du spürst dich besser und damit auch das, was dich begeistert. Genau das wäre nämlich der ideale Beruf für dich.

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            #6
            Noch ein paar Gedanken:
            "Der Rest passt eben nicht."

            Es gibt keinen Beruf, der nur Zuckerschlecken oder angenehme Tätigkeiten enthält. Wenn also wenigstens für einen Teil Interesse da ist, ist das schon eine Menge!

            Berufsschule:
            Wenn Du Abi machst, brauchst Du keine Panik vor einer Berufsschule haben.
            Die ist im allgemeinen praxisnäher.

            Zu Deinen Ängsten:
            über die rede bitte mal mit jemandem, dem Du vertraust. Evtl. auch mit Hausarzt, Selbsthilfegruppe. Es gibt doch bestimmt auch eine Jugendfürsorge? Google mal "Jugend Sorgentelefon" ...

            Gedanken, die einem eingeredet worden sind, kann man sich auch wieder ausreden (und wenn man es selbst nicht schafft, dann eben mit Hilfe!)

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              #7
              Danke für die neuen Antworten.

              Ich habe bisher auch mit Freunden und sogar der Telefonseelsorge darüber geredet, aber das hat mir nicht wirklich was gebracht. Professionelle Hilfe habe ich erstmal ausgeschlossen.

              Weiterhin informiere ich mich auch die letzten Tage schon über verschiedene Studiengänge, die mich wenigstens ein bisschen interessieren, allerdings bin ich dann schnell eingeschüchtert davon, was man alles können muss (also bei Designberufen bspw. eine Mappe vorbereiten und abgeben und dann noch Eignungsprüfungen...). Und auf der anderen Seite kann ich mich deswegen auch nicht zwischen den unterschiedlichen Fächern entscheiden, weil mich doch mehrere Sachen interessieren, aber ich nicht sagen kann was am meisten interessiert etc.

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                #8
                Vllt. wäre ein freiwilliges soziales Jahr für Dich das Richtige?
                Da brauchst Du dann nicht zu Hause zu wohnen und bekommst auch noch ein wenig Taschengeld.
                Diese praktische Arbeit könntest Du nutzen, um zu spüren, wohin Deine 'Reise' gehen könnte.

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                  #9
                  Habe ich auch überlegt, nur wüsste ich nicht in welchem Bereich.

                  Generell habe ich seit einiger Zeit überhaupt keine Motivation mehr, mir eine Arbeit oder sonst was zu suchen. Ich finde die Recherche anstrengend, das Bewerben und alles weitere habe eigentlich nur noch Angst davor, was damit alles auf mich zu kommt.

                  Ich wünschte einfach, ich müsste nicht erwachsen werden oder arbeiten

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                    #10
                    Ich habe meiner Tochter(21 Jahre alt) letztens eine Postkarte mitgebracht. Auf dieser steht:

                    "Das Leben ist schön!

                    Von einfach war nie die Rede.
                    "

                    Genau wie meiner Tochter stehen Dir so viele Möglichkeiten offen. Schau einfach mal auf die Möglichkeiten, die Du hast! Und außerdem: man kann umkehren. Wenn es nicht das richtige ist, dann kann man entweder den Kurs graduell anpassen oder auch in gänzlich andere Richtungen gehen.

                    Ich kann mit meinen 62 Jahren den Spruch von der Karte nur unterschreiben. Ich habe soviel erlebt und vieles war nicht einfach. Und manchmal konnte ich die Schönheit des Lebens auch nicht sehen. Aber insgesamt: das Leben ist schön!

                    Noch was anderes: wie ernsthaft ist Dein Wunsch, in Richtung Design zu gehen? Dann würde ich Dir noch schreiben, wie ich die Informationsveranstaltung an der Schule für Design in München erlebt habe.

                    (Das war erst gestern, bin mit meiner Tochter dahin ...)
                    Zuletzt geändert von ; 05.04.2019, 20:28. Grund: etwas format ...

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                      #11
                      Danke für den lieben Spruch!

                      Ich hatte heute, als ich nochmal kurz Motivation hatte, ein paar Hochschulen recherchiert und was da in der Mappe erwartet wird. Grundsätzlich würde ich mich da doch bewerben - ich habe eben nur Angst, dass ich nicht genommen werde, das Studium zu schwer ist oder ich am Ende gar nichts habe. Ich werde demnächst auch mal auf eine Infoveranstaltung gehen - würde mich aber auch freuen, wenn du noch was beitragen würdest!

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                        #12
                        Dann noch zu der Design-Schule in München:
                        https://meisterschule-fuer-mode.de/

                        Unter diesem Namen verbergen sich mehrere Schulen, eine Berufsfachschule für Kommunikationsdesign, natürlich Fachschulen für Mode und auch eine Berufsschule für Bekleidung.

                        Wenn man zur Berufsfachschule geht, erreicht man in drei Jahren den Berufstitel des staatlich geprüften Kommunikationsdesigners (auch wenn man sich auf Mode spezialisiert.)

                        Danach kann man noch ein Jahr an einer Uni im Ausland dranhängen undden Bachelor in Design machen. Die deutschen Unis/FHs erkennen diese Ausbildung nicht an, da darf man dann das volle Bachelor-Studium machen, obwohl man schon alles kann, was dort gelernt und verlangt wird.

                        Es ist eine kleine Schule mit insgesamt ca. 250 Schülern, neu anfangen können dort pro Jahr 78.

                        D.h. die haben auch einen Bewerbungsprozeß mit Mappe und Aufnahmeprüfung. Bei der Mappe werden keine inhaltlichen Vorgaben gemacht, nur ein paar formale (maximale Größe: A2, nichts digitales) d.h. wenn man Filme gedreht hat oder Animationen angefertigt hat, dann kann man dies durch Szenenfotos belegen.

                        Dabei geht die Schule nicht davon aus, dass man bei der Erstellung alles schon kann, es kommt darauf an, etwas Eigenständiges zu präsentieren. So, dass die Bewerter sich vorstellen können, dass die- oder derjenige sich für diesen beruf eignen. Nicht Perfektion ist gefragt, Ideen sind gefragt. Originelle Umsetzungen.

                        Dazu bietet die Schule auch Infoabende mit Mappenberatung an, d.h. man kann mit seiner Mappe vorher dahin gehen und die Lehrer (oder auch erfahrenen Schüler) erzählen einem, was sie davon halten. wobei die Empfehlung ist, möglichst viel mitzubringen, auch Dinge, die man selbst teilweise nicht gut findet, z.B. ein komplettes Skizzenbuch oder so.

                        Bei der Aufnahmeprüfung gibt es drei Gebiete: Bleistift-Zeichnungen von Gegenständen bis zu Personen, farbliche Gestaltung und ein drei-dimensionales Papiermodell (als Beispiel wurde genannt: entwerfen Sie eine Maschine, die Gefühle produziert..."
                        Zu dem letzten gibt es dann noch ein Gespräch.

                        Damit ist klar: ohne Zeichnen geht es nicht, aber es muss nicht perfekt sein. Technik lernt man dann ja an der Schule ...
                        (Aber ohne Zeichnen geht ja gar kein Design, es fängt ja alles mit Skizzen an.)

                        Interessant fand ich auch die Abgrenzung zwischen Design und Kunst. Beim Design geht es immer um die Lösung eines Problems ("ein Kunde will eine Werbeaktion/Plakat/Video für ...") D.h. es geht nicht nur um Gestaltung sondern auch darum, herauszubekommen, was der Kunde überhaupt will.

                        Die Schule unterscheidet sich vom Studium vor allen Dingen dadurch, dass die Herangehensweise eine andere ist. An der Schule sehr viel Team-Arbeit mit Anleitung, an der FH/Uni sind die Studenten von Anfang an nur auf ihre eigene Initiative angewiesen.
                        Zuletzt geändert von ; 06.04.2019, 17:39. Grund: Mappenberatung ergänzt

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                          #13
                          Zitat von lissse Beitrag anzeigen
                          Seit drei Jahren zerbreche ich mir den Kopf, was ich mit dem Rest meines Lebens anfangen soll. Ich mache gerade Abitur und kann mich nicht entscheiden, ob ich danach eine Ausbildung oder ein Studium anfangen soll.

                          Problem dabei ist, ich finde keinen Beruf der mich interessiert. Ich habe wirklich lange Tests, Praktika und sonst was gemacht, bin auf Berufsmessen gewesen etc. aber nichts interessiert mich, oder zumindest nicht genug, dass ich das drei Jahre lang lernen würde.

                          Es gibt zwar einige Studiengänge, die ich spannend finde, aber dann auch nur weil mich das Fach an sich interessiert, es gibt da dann keine großen Chancen was das Arbeiten danach angeht. Und da ich in der Schule eher schlecht bin, wird mir das Lernen und die Prüfungen dann wahrscheinlich auch schwer fallen.

                          Ich kann aber nicht gar nichts machen, weil ich mich mit meiner Familie nicht verstehe - ich kann hier also nicht weiter wohnen und von ihrem Geld leben. Direkt arbeiten ist nur mit Abitur natürlich schwierig, vorallem wenn man von seinem Lohn dann auch leben will. Sowas wie ein freiwilliges soziales Jahr gibt es ja auch noch, aber das interessiert mich von den Möglichkeiten her auch nicht.


                          Ich bin jetzt ziemlich verzweifelt und hoffe auf Rat, weil ich bisher nicht hilfreiches zu hören bekommen, außer dass ich kindisch und faul bin
                          oft macht man sich als frisch gebackener Schulabsolvent zu viel Druck und man denkt ständig, man müsse gleich zu studieren beginnen usw...das ist auch nach dem Bachelor oft so, dass man direkt danach den Master beginnen möchte...ich habe auch gleich danach zu studieren begonnen, allerdings hat es mich dann sehr gewundert, im Hörsaal schon etwas ältere und reifere Menschen zu treffen...je später, desto eher weiß man, was man machen will...also kein Stress!

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                            #14
                            Hallo lissse,

                            Bremsklötze nenne ich Menschen, die einen in einer Bemühung oder Engagement bremsen - egal ob gewollt oder ungewollt.

                            Wenn es deine Eltern sind, die dich bremsen, sagen, was du evtl nicht schaffst, dann lohnt sich vielleicht die Überlegung, dass sie gar nicht dich persönlich damit meinen, sondern das einen ganz anderen Zweck hat.
                            Vielleicht wollen sie nicht, dass du ausziehst, vielleicht wollen sie dich lieber klein und als Kind behalten, velleicht sorgen sie sich, es gibt x-Möglichkeiten, die mit deinen tatsächlichen Fähigkeiten überhaupt nichts zu tun haben müssen.
                            Mit solchen Bremsen ist es kein Wunder, dass man irgendwann kein Interesse mehr hat und sich selbst ausbremst.

                            Ich weiß nicht, wie ich sie vom Gegenteil überzeugen soll, wenn ich meine eigene Unfähigkeit schon selbst so verinnerlicht habe.
                            Stopp ;)
                            Es ist gar nicht deine Aufgabe, sie überzeugen zu müssen.
                            Es geht jetzt um dich. Du bist der Maßstab.

                            Orientiere dich nicht an den Bremsklötzen, lass die außen vor oder noch besser, sag ihnen "stopp" und erkläre, dass sie dir damit überhaupt nicht weiterhelfen.
                            Fange an zu träumen..., immer wieder, was macht dir Spaß, usw.
                            Und die ganzen Bremsen, die dir beim Träumen dazwischen geraten, die wirfst du raus und träumst weiter. "Was wäre, wenn es jetzt und hier keinen Bremsklotz gäbe ?"

                            Konzentrier dich auf dich.
                            Mach dir deine Fähigkeiten und was dir Spaß macht, wieder bewusst.

                            Du hast Praktika gemacht und vieles ausprobiert - das finde ich gut :)
                            Es ist auch nicht unbedingt so wichtig, was für ein Praktikum es war. Wenn du dich zB mal 6 Monate auf einer Alm um Käsezubereitung etc gekümmert hast, dann stellt sich nicht die Frage, ob du beruflich Käse zubereiten willst, sondern du kannst dich fragen, welche Fähigkeiten hast du in der Zeit gebraucht, was fiel dir leicht, was nicht ?
                            Du bist gerne kreativ - das heißt nicht, dass du gut malen musst. Es gibt viele Berufe, in denen Kreativität wichtig ist und wo man dennoch kein Meister darin sein muss.

                            Das Arbeitsleben wird nie wie die Schulzeit sein, es ist etwas Neues und ganz egal, wofür du dich entscheidest, es wird überall neu für dich sein.
                            Selbst wenn eine Ausbildung nach 1 Jahr in eine Sackgasse führt, dann kannst du eine zweite machen.
                            Du solltest nur die Zeit etwas im Auge behalten, damit du nicht mit 25 eine Ausbildung suchst ;)

                            Träume und probier etwas aus.
                            Zum Beispiel ein Praktikum mit Übernahmemöglichkeit in eine Ausbildung ?

                            sky

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                              #15
                              Danke, LiLeLo, für die ausführlichen Informationen!

                              Ich habe mich auch selbst informiert und bin schon bei einigen Mappenberatungen gewesen (unterschiedliche Hochschulen), leider waren die eher eine Niederlage. Mir wurde jedes Mal gesagt, dass meine Fähigkeiten nicht ausreichen, dass ich mehr Zeichnen und besser muss und bessere Ideen brauche und mit meinen aktuellen Arbeiten nicht weiterkommen werde...Ich soll einfach mehr üben und es in ein paar Jahren wieder versuchen. Jetzt stehe ich natürlich wieder an dem gleichen Punkt wie am Anfang, nur dass ich noch weniger Motivation habe.


                              Zitat von sskkyy Beitrag anzeigen
                              Hallo lissse,

                              Bremsklötze nenne ich Menschen, die einen in einer Bemühung oder Engagement bremsen - egal ob gewollt oder ungewollt.

                              Wenn es deine Eltern sind, die dich bremsen, sagen, was du evtl nicht schaffst, dann lohnt sich vielleicht die Überlegung, dass sie gar nicht dich persönlich damit meinen, sondern das einen ganz anderen Zweck hat.
                              Vielleicht wollen sie nicht, dass du ausziehst, vielleicht wollen sie dich lieber klein und als Kind behalten, velleicht sorgen sie sich, es gibt x-Möglichkeiten, die mit deinen tatsächlichen Fähigkeiten überhaupt nichts zu tun haben müssen.
                              Mit solchen Bremsen ist es kein Wunder, dass man irgendwann kein Interesse mehr hat und sich selbst ausbremst.


                              Stopp ;)
                              Es ist gar nicht deine Aufgabe, sie überzeugen zu müssen.
                              Es geht jetzt um dich. Du bist der Maßstab.

                              Orientiere dich nicht an den Bremsklötzen, lass die außen vor oder noch besser, sag ihnen "stopp" und erkläre, dass sie dir damit überhaupt nicht weiterhelfen.
                              Fange an zu träumen..., immer wieder, was macht dir Spaß, usw.
                              Und die ganzen Bremsen, die dir beim Träumen dazwischen geraten, die wirfst du raus und träumst weiter. "Was wäre, wenn es jetzt und hier keinen Bremsklotz gäbe ?"

                              Konzentrier dich auf dich.
                              Mach dir deine Fähigkeiten und was dir Spaß macht, wieder bewusst.

                              Du hast Praktika gemacht und vieles ausprobiert - das finde ich gut :)
                              Es ist auch nicht unbedingt so wichtig, was für ein Praktikum es war. Wenn du dich zB mal 6 Monate auf einer Alm um Käsezubereitung etc gekümmert hast, dann stellt sich nicht die Frage, ob du beruflich Käse zubereiten willst, sondern du kannst dich fragen, welche Fähigkeiten hast du in der Zeit gebraucht, was fiel dir leicht, was nicht ?
                              Du bist gerne kreativ - das heißt nicht, dass du gut malen musst. Es gibt viele Berufe, in denen Kreativität wichtig ist und wo man dennoch kein Meister darin sein muss.

                              Das Arbeitsleben wird nie wie die Schulzeit sein, es ist etwas Neues und ganz egal, wofür du dich entscheidest, es wird überall neu für dich sein.
                              Selbst wenn eine Ausbildung nach 1 Jahr in eine Sackgasse führt, dann kannst du eine zweite machen.
                              Du solltest nur die Zeit etwas im Auge behalten, damit du nicht mit 25 eine Ausbildung suchst ;)

                              Träume und probier etwas aus.
                              Zum Beispiel ein Praktikum mit Übernahmemöglichkeit in eine Ausbildung ?

                              sky
                              Hey und danke für deine Antwort! Ich kenne die Meinung meiner Eltern auch sehr genau, nur leider sind sie da sehr stur und verständnislos. Sie wollen in erster Linie - da sie beide nur einen Hauptschulabschluss und nicht sehr angesehene Ausbildungen haben - dass ich viel Geld mit irgendeinem ehrenhaften Beruf verdiene. Arzt zum Beispiel wäre für sie natürlich perfekt, aber sie haben wenigstens da eingesehen, dass mir das nicht liegt.

                              Nur jetzt heulen sie eben die ganze Zeit rum, dass ich mich beeilen muss, keine Pause machen darf und auf jeden Fall irgendwas besonderes studieren. Als ich meinte, mit Design klappt es wohl nicht (siehe oben) haben sie sich total aufgeregt und gemeint, ich muss das machen und blablabla...

                              Ironischerweise wollen sie auch, dass ich hier wohnen bleibe. Ich hatte ja während meiner Schulzeit gehofft, dass ich direkt eine tolle Ausbildung oder ein Studium finden würde und dann wegziehen - nur jetzt habe ich kein Geld dafür, und meine Eltern meinen, ich darf nicht wegziehen, wenn ich das vorhätte, dürfte ich auch kein Geld von ihnen erwarten. Und dieses Geldproblem ist einfach das Druckmittel schlechthin - ich hasse es zuhause, aber ich kann nirgendwo hin weil keine Arbeit, aber ich finde eben auch keinen Job bei dem mich meine Eltern in Ruhe lassen.

                              Und wegen der Pleite mit den Mappenbesprechungen denke ich jetzt, dass ich lieber nichts kreatives machen sollte, aber ich habe sonst keine Interessen. Außer vielleicht schreiben, aber da fällt mir jetzt auch irgendwie nichts zu ein.

                              Zu den Praktika: Ich weiß, dass ich Kundenkontakt anstrengend finde, aber damit klarkomme, dass ich nicht der Typ für körperliche Arbeit bin, dass ewiges im Büro sitzen mich langweilt, dass ich recht selbstständig bin und gern organisiere und das Sagen habe...ich weiß nur nicht, was ich damit anfangen soll.

                              Ich suche jetzt weiter nach einer Ausbildung, aber ich habe das Gefühl, immer noch nicht weiterzukommen

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