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Eine neue "Arbeitsmoral"?

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    Eine neue "Arbeitsmoral"?

    Und hier, ein irgendwie positiver klingender Artikel über die Zukunft der Arbeit - oder?

    Wie die Generation Y den Arbeitsmarkt revolutionieren wird

    Wie seht Ihr das, ist der Schreiber da etwas verklärt? Findet Ihr die beschriebenen Veränderungen wünschenswert? Und sind die wirklich den 20-30jährigen vorbehalten?

    Was für Arbeitsplätze wünscht Ihr Euch?

    #2
    Hallo Water Rat,

    nun, ich denke der Schreiber sieht nur die eine Seite der "Schere", die immer weiter auseinanderklafft. Auf der einen Seite die "Qualifizierten", auf die die Beschreibung im Artikel heute schon zutrifft - auf der anderen Seite die billigen, ungelernten und jederzeit austausch-(und ausnutz)baren "unqualifizierten" Arbeitskräfte.

    Die einen können sich aussuchen, welches Jobangebot sie annehmen und gehören zu den "Besserverdienern", die anderen müssen unter erbärmlichen Bedingungen mehrere Jobs ausüben, um sich überhaupt finanziell über Wasser halten zu können.

    Das war schon so als ich zwanzig oder dreißig war und ich höre da keine "Zukunftsmuusik" raus.

    Und um Missverständnissen vorzubeugen: aus mir spricht kein "Futterneid". Ich konnte mir damals die Jobs aussuchen und meine Arbeitgeber haben, als ich gekündigt habe, alle ernsthaft gesagt "falls sich Deine Pläne ändern, melde Dich - die Tür steht Dir jederzeit offen". Allerdings kenne ich auch Menschen, die leider keinen so guten Start ins Berufsleben hatten wie ich, was ihnen ihr Arbeitsleben lang "nachhängt". Und ich sehe wie hart es ist, wenn man sich "kaputt ackert" und doch auf keinen grünen Zweig kommt.

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      #3
      Ich bin überhaupt nicht sicher, ob es 2030 soviele Jobs geben wird. Die Automatisierung schreitet ja unaufhaltsam fort. Und auch, wenn heute über fehlende Arbeitskräfte z.B. im Ingenieurbereich geklagt wird: viele Ingenieure über 50 bekommen trotzdem keine Stelle, trotz Berufserfahrung und dem Willen, sich weiterzubilden.

      Kurz: der Druck auf die Generation Y wird genauso dasein wie zurzeit.

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        #4
        Danke für den Link, interessanter Artikel. Muss ich mal verdauen jetzt ;)

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          #5
          Ich denke, dass der Artikel nur die Lebenswelt einiger weniger Akademiker beschreibt.
          Für alle anderen stellt sich der Alltag immer noch wenig geändert dar. Die Kinderbetreuung in Westdeutschland ist oft schlecht geregelt und mit den Arbeitszeiten nicht gut zu vereinbaren. Die Kosten dafür fressen das Gehalt der Eltern. Viele Berufe bringen Anwesenheitspflicht mit, man kann Pflege, Verkauf oder LKW fahren nicht vom Homeoffice machen. Auch die Akademiker, die als Ärzte, Architekten oder Lehrer arbeiten, können das nicht zu beliebigen Zeiten an beliebigen Orten tun.
          Falls der Mindestlohn auch für Praktikanten gelten würde, wäre das ein guter Schritt.
          Mit einem Gehalt lassen sich Mieten kaum bezahlen und das Scheidungsrecht bietet einer Person die längere Familienzeiten ohne Arbeit hatte keinen Unterhalt mehr.
          Deswegen erscheint mir das mehr als eine Fiktion einiger Reporter.

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            #6
            Da ist was wahres dran, Unuma und Martin - klingt akademisch und nach Bürojob - auch Häuser bauen ist schwierig vom Laptop aus.
            Haltet Ihr flexiblere Arbeitszeiten für möglich? (wäre ja positiv im Bezug auf das Kinderbetreuungsproblem)
            Und die angesprochene höhere Partnerschaftlichkeit zwischen Arbeitnehmern und Arbeitgebern?

            Wer bestimmt denn überhaupt, wohin sich die Arbeit entwickelt? Die Arbeiter? Oder die Arbeitgeber? Oder die Politiker? Oder wer ganz anders?

            Mal abgesehen von der in dem Artikel angesprochenene "Fiktion" und dem, was Ihr für realistisch haltet - habt Ihr Visionen für eine Arbeit der Zukunft? Vor dem Hintergrund dessen, was Du ansprichst, Martin, einer Abnahme von erhältlichen Stellen (und mehr Teilzeitarbeit?), zum Beispiel? Wenn mehr und mehr Arbeit automatisiert wird, steht dann auch mehr Geld zur Verfügung, so dass die Menschen zwar weniger Stunden arbeiten, dafür aber bessere Gehälter erhalten?

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              #7
              Die Arbeit die ich mache kann nicht automatisiert werde und erfordert von mir und meinen Mitarbeiter/innen auch Anwesenheit. Dabei bemühe ich mich (ich bin die Chefin) Arbeitszeitwünsche zu berücksichtigen und wir arbeiten auch mit einem Zeitpuffer. Kurzfristig wird nie Mehrarbeit verlangt, aber bei uns sind die Termine auch planbar.
              Ich würde gerne bessere Gehälter zahlen, dafür ist aber kein Geld da. Kleinen Luxus wie freie Getränke für alle kann ich aber umsetzen.
              Leider habe ich lernen müssen, dass die Chefin nicht zum Team gehört und seit ich ganz klar führe gibt es kaum noch Konflikte.
              Dadurch, dass es auch unter den Arbeitnehmern Interessenkonflikte und unterschiedliche Vorstellungen vom Leistung und Qualität der Arbeit geht begrenzt sich die Partnerschaftlichkeit. Ich habe Aufgabengenbiete klar definiert und dadurch Konflikte reduziert.
              Ein Kollege mit vier Kindern hatte jahrelang eine vier Tagewoche bei gleicher Arbeitszeit. Aber auch für solche Konzepte gibt es Grenzen die strukturell bedingt sind.
              Ich wünsche mir bessere Kinderbetreuung seit Jahren. das ist leider je nach Wohnort sehr unterschiedlich und wird oft bei Einschulung der Kinder wieder sehr schwierig.

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                #8
                In der FAZ gibt es auch einen Artikel zur Generation Y.

                Generation-Erzählungen: Unsinn mit Y - Politik - FAZ

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