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    Gerade im Netz gefunden, fand ich irgendwie bittere Worte:



    Was sagt Ihr dazu?
    Ist das eher ein schwarz gemaltes Bild?
    Sind es wirklich die Politiker, die dafür sorgen, dass es "trocken Brot" gibt?
    Und floriert die Wirtschaft wirklich "ohne die Deutschen"? Wohin entleert sich denn die große Wirtschaftskasse? Viele würden antworten "an die Flüchtlinge" oder "an die Arbeitslosen" oder "nach Griechenland" - ist das Propaganda? Bekommt Ihr, was Ihr "verdient"?
    Habt Ihr Angst vor "Altersarmut"? Oder freut Ihr Euch auf eine Zukunft, in der positive Veränderungen kommen? Und woher kommen die?

    #2
    Die große Wirtschaftskasse entleert sich an die Bosse.

    Mein Mann bekommt nicht, was er verdient hat. Für das, was er gearbeitet hat und sich seine Knochen ruiniert hat, ist seine Rente eine einzige Schande.

    Und ja, wir haben Angst vor Altersarmut.
    Wenn alles normal läuft, wird es gehen.
    Sollten wir in ein Pflegeheim müssen, stehen wir da. Trotz Pflegeversicherung etc, das Geld vom dann notwendigen Hausverkauf wird nicht ewig reichen.

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      #3
      Stimmt genau.
      Wir müssen die Gürtel enger und enger schnallen, obwohl mehr Geld erwirtschaftet wird.

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        #4
        Deutschlands Wirtschaft läuft deshalb so rund, weil die Leute ackern wie wahnsinnig, der ganze Produktivitätsgewinn aber nicht in Form von höheren Löhnen an die Beschäftigen weitergegeben wird! Eigentlich ist es ja ein Irrsinn, dass es immer mehr Leute gibt, die von einem Vollzeitjob nicht mehr leben können! Da stimmt doch etwas nicht!
        Man könnte jetzt annehmen, dass einige wenige den grossen Reibach machen (was sicher auch stimmt), aber ich glaube, die Sache geht tiefer.

        Unsere westliche Gesellschaft stösst überall an ihre Wachstumsgrenzen und entsprechend härter werden die Verteilkämpfe.
        Ich weiss nicht, wie es in Deutschland ist, aber hier in der Schweiz basiert z.B. die ganze Altersvorsorge auf einem System, das ewiges Wachstum braucht, um zu funktionieren! Toll, nicht?!

        Noch haben wir Wachstum und die Rentner leben hier gut bis sehr gut. Nur zeichnet sich ab, dass dieser Standard in Zukunft nicht mehr zu halten sein wird für kommende Generationen, da jetzt schon mehr Transferleistungen von den Jungen zu den Alten fliessen, als rechnerisch zulässig wären! Das heisst in Zukunft dann, dass alle deutlich länger arbeiten müssen bis zur Pensionierung bei empfindlich tieferen Renten!

        Diese unsichere Zukunft macht natürlich Angst, was genau zu solch irrationalen Abwehrreflexen führt, wie es die Abschottungsinitiative vom letzten Wochenende gezeigt hat. Wenn eine populistische Partei mit dem "Ausländer-Thema" punkten kann, dann nur, weil der Nährboden bei vielen Leuten schon bereitet ist aufgrund der latenten Verlustänge. Da kommt ein Sündenbock natürlich gerade recht, dem man die ganze Schuld zuschieben kann!

        Ich glaube, der beste Weg ist, nach Möglichkeiten vorzusorgen und dann aber ganz im Hier und Jetzt zu leben. Weil das Sich-Sorgen-Machen ändert ja nichts an der Zukunft, vergällt einem aber mit ziemlicher Sicherheit die Gegenwart.

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          #5
          Das mit den Sündenböcken ist wirklich ein Phänomen. Was für einen praktischen Gewinn hat es, jemandem die Schuld geben zu können? Dass man sich einreden kann, dass man selbst machtlos ist und deshalb passiv bleiben kann, ohne sich selber dann Schuldgefühle einreden zu brauchen?

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            #6
            Das hat mit Schuld nichts zu tun, sondern mit Tatsachen.
            Tatsache ist nun mal, dass etliche Arbeiten so schlecht bezahlt werden, dass für Altersvorsorge, Zurücklegen von Geld o.a. nichts mehr bleibt.
            Tatsache ist auch, dass in vielen Bereichen viel zu viel Geld bezahlt wird für Menschen, die im Misserfolgsfall noch nicht einmal haften müssen.
            Die Schere zwischen überbezahlter Arbeit und ungerechtfertigtem niedrigen Lohn klafft zu weit auseinander.

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              #7
              Hoffen wir also, dass die Auswüchse von US-GAAP sprich diese Quartalsmelde-Idiotie ohne langfristige Investitionspläne irgendwann mal beschnitten werden. ich denke, dass mit einigen losgetretenen Themen wie Einwanderung in Sozialsysteme einiges hinterfragt werden wird. Und wenn dann noch die "Miss-Ernte" der Produktionsauslagerung eingefahren wird, dann wird es irgendwann wieder heissen: "back to the roots".
              Nach jedem Trend kommt der Gegentrend und nach der Globalisierung kommt bestimmt wieder etwas Lokalisierung und damit evt. auch mehr Gewicht für Nachhaltigkeit, nicht nur biologisch dynamisch gesehen .

              Wir müssen erst lernen uns von dem Wachstumswahn zu verabschieden, vielleicht halt nochmal über einen fetten oder viele kleine Crashs um uns als Gesellschaft in Europa, im Westen oder der sogenannten 1. Welt neu zu erfinden. Sparsamkeit wird dann eines der Zauberworte sein das an Stelle des Konsums tritt. Einige von uns sind ja bereits dort und richten sich auch entsprechend ein um nicht allzuviel Angst vor Armut im Alter zu haben.

              Oder (zynisch Modus ein) es gibt dann für jeden der gebrechlich und arm ist eine zu schluckende Pille... wer weiss schon.

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                #8
                Mir scheint es sich da um zwei grundlegende Fragen zu handeln:
                1. Wo wird das Geld herkommen, das zu denen, die es verdienen und verdient haben, umgeschichtet werden sollte?
                2. Wer wird dafür sorgen, dass eine solche Umschichtung passiert, und wie?

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