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Wann ist der Zeitpunkt zu gehen?

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    Wann ist der Zeitpunkt zu gehen?

    Hi zusammen,

    vor langer Zeit habe ich meine Sorgen über meine Berufswahl, und meine Beweggründe in dem Beitrag

    http://www.forum-treffpunkt-leben.de...0585-der-neue-
    job.html

    beschrieben.

    Nach nun genau 2 Jahren bei der Firma, auf der gleichen Position, häufen sich bei mir mal wieder die Gedanken zum dem Stichpunkt "Karriere" oder "berufliche Weiterentwicklung".

    Ich bin auf der einen Seite der Typ, der neidisch ehemaligen Mitstudenten hinterherschaut, die den Karriereweg gegangen sind, nach 2 Jahren den ersten Job gewechselt haben und sich nun auf einer Stelle befinden, die mit Sicherheit zumindest finanziell einen Mehrwert bringt.

    Auf der anderen Seite bin ich wohl nicht derjenige, der flexibel oder mobil genug ist, um die Berufsleiter "so schnell" hochzusteigen.

    Nun bin ich schon etwas länger auf der Suche nach Erfahrungswerten, die mir das Thema aus Arbeitgebersicht näher bringen könnten. Wird es gerne als Nachteil ausgelegt, wenn ein Arbeitnehmer 4-5 Jahre im gleichen Unternehmen, auf der gleichen Position bleibt? Ich denke immer, man muss nach dem Studium auch unmittelbar einen Job annehmen, der die Studieninhalte oder die dort erlernten Kompetenzen, berücksichtigt, sonst war das Studium doch umsonst oder nicht?

    Ich tue mich schwer, meinen jetzigen Arbeitgeber zu verlassen, weil mir das Arbeitsklima gut gefällt un dich irgendwie auch den Eindruck habe, dass ich, wenn auch in ferner Zukunft, etwas mehr Verantwortung bekomme und als positiver Nebeneffekt mehr verdiene. Das jetzige Gehalt ist "moderat" und reicht für die Deckung meiner laufenden Kosten.

    Für mich sehe ich eher Fortbildungen und Seminare, dir mir neben dem Job etwas mehr Wissen bringen, was ich ggf. auch für berufliche Wechsel benötigen könnte. (das Bankwesen fände ich nicht uninteressant).

    Meine Gedankengänge sind wohl nicht immer leicht zu durchleuchten, aber vielleicht habt Ihr ja den einen oder anderen Tip für mich?.

    Vielen Dank vorab!!!

    #2
    Zitat von Remus85 Beitrag anzeigen
    vor langer Zeit habe ich meine Sorgen über meine Berufswahl, und meine Beweggründe in dem Beitrag [...] beschrieben.
    Habe Dir in jenem Thread ja schon ausführlich geantwortet: Treffpunkt Leben - Einzelnen Beitrag anzeigen - Der neue Job Leider kam von Dir daraufhin keine Reaktion mehr.

    Ich bin auf der einen Seite der Typ, der neidisch ehemaligen Mitstudenten hinterherschaut, die den Karriereweg gegangen sind, nach 2 Jahren den ersten Job gewechselt haben und sich nun auf einer Stelle befinden, die mit Sicherheit zumindest finanziell einen Mehrwert bringt.
    Dieses "neidisch auf Mitstudenten schauen" würde ich mir abgewöhnen. Es wird immer welche geben, die karrieretechnisch besser unterwegs sind als Du, und die dies dann auch an die große Glocke hängen. Es gibt aber auch genügend andere, die mit hochfliegenden Plänen auf die Schnauze fallen. Von jenen hört man i.d.R. dann nicht mehr so viel.

    Auf der anderen Seite bin ich wohl nicht derjenige, der flexibel oder mobil genug ist, um die Berufsleiter "so schnell" hochzusteigen.
    Warum nicht?

    Nun bin ich schon etwas länger auf der Suche nach Erfahrungswerten, die mir das Thema aus Arbeitgebersicht näher bringen könnten. Wird es gerne als Nachteil ausgelegt, wenn ein Arbeitnehmer 4-5 Jahre im gleichen Unternehmen, auf der gleichen Position bleibt? Ich denke immer, man muss nach dem Studium auch unmittelbar einen Job annehmen, der die Studieninhalte oder die dort erlernten Kompetenzen, berücksichtigt, sonst war das Studium doch umsonst oder nicht?
    Da kann ich Dich beruhigen; als Nachteil wird das einem nicht ausgelegt. Im Gegenteil: Deine 2 Jahre gelten als relativ kurze Verweildauer. Wenn Du jetzt im CV mehrere 2-Jahre-Stationen drin hast, dann könntest Du einem Bewerbungsempfänger als "wankelmütig" ins Auge fallen:

    In vielen qualifizierten Jobs ist es ja so, dass man erst nach diesen 2 Jahren richtig drin ist, d.h. wirklich produktiv ist. Wenn der eben erst richtig eingelernte Arbeitnehmer dann schon gehen will, hatte der Arbeitgeber kaum was davon. Er hatte also fast umsonst in den Mitarbeiter investiert. Die Bewerbungsempfänger wissen genau: Wenn der einmal sowas macht, dann macht er es immer wieder.

    Nach dem, was man so hört/liest sind 5 Jahre eine gute Verweildauer; nur bei Berufsanfängern dürfen es weniger (dann aber mindestens 2 Jahre) sein, weil Anfängern zugestanden wird, dass sie ihren Weg erst noch finden müssen.

    Ich tue mich schwer, meinen jetzigen Arbeitgeber zu verlassen, weil mir das Arbeitsklima gut gefällt un dich irgendwie auch den Eindruck habe, dass ich, wenn auch in ferner Zukunft, etwas mehr Verantwortung bekomme und als positiver Nebeneffekt mehr verdiene. Das jetzige Gehalt ist "moderat" und reicht für die Deckung meiner laufenden Kosten.
    Arbeitsklima ist ein guter Bleibegrund! Ebenso, dass Du in Aussicht gestellt bekommst, perspektivisch mehr Verantwortung übernehmen zu können.

    Zum Gehalt: Wird in Deinem Unternehmen bzw. in Deiner Branche stark unterdurchschnittlich bezahhlt? Oder liegt das niedrige Gehalt an Deiner Position?

    Wenn letzteres: Wäre es, mit dem was Du bisher draufhast, möglich, Dich für eine "höhere Position" zu bewerben? Nehmen wir einmal den Fall eines Ingenieurs: Ich denke, es wäre unrealistisch zu erwarten, dass sich ein Berufsanfänger mit gerade mal 2 Jahren Berufserfahrung für einen Gruppenleiterposten (was die nächsthöhere Hierarchieebene wäre) bewerben könnte. Nach dieser Zeit wäre er, so wie ich oben geschrieben habe, gerade mal "richtig eingearbeitet".

    Für mich sehe ich eher Fortbildungen und Seminare, dir mir neben dem Job etwas mehr Wissen bringen, was ich ggf. auch für berufliche Wechsel benötigen könnte. (das Bankwesen fände ich nicht uninteressant).
    Wenn Dein Arbeitgeber diese Dinge anbietet/bezahlt (durchaus nicht selbstverständlich), wäre das umso mehr ein Bleibegrund.

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      #3
      Hallo Remus85,

      ich möchte Dir auf Deine Frage mit einem Zitat antworten, von dem ich leider nicht mehr weiß, wer es gesagt hat:

      "Es wird Zeit, etwas zu verändern, wenn Du es nicht mehr aushältst, so wie es ist."

      Ich denke, man fühlt es selbst, wenn eine Veränderung angesagt ist. Oft will man das nicht wahrhaben, weil gerade alles eingespielt und gewohnt ist. Dann wird das Gefühl immer stärker, bis man es nicht mehr aushält. So ist es jedenfalls bei mir.

      Für einen Berufsanfänger sind 2 Jahre das Minimum, was er an seiner erster Arbeitsstelle verweilen sollte. (Siehe z.B Heiko Mell, Karriereberatung VDI, den ich für erzkonservativ halte...der aber leider in vielem recht hat). Mehr ist besser. Vor dem Ablauf von 5 Jahren mußt Du Dir überhaupt keinen Kopf machen, als unflexibel angesehen zu werden. Da hast Du noch viel Zeit.
      Wenn Du schreibst, daß Dein Gehalt Deine laufenden Kosten deckt, dann sind entweder Deine laufenden Kosten recht hoch, oder Dein Gehalt nicht so dolle. Nach Studium und 2 Jahren Arbeit (gut eingearbeitet) sollte da schon etwas übrig bleiben. Wie wäre es denn, wenn Du das mal offensiv angehst und mehr forderst? Oder ist die gesamte Gehaltsstruktur so bei Euch?

      Liebe Grüße
      Glühwürmchen

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        #4
        Hallo Ihr Beiden,

        vielen Dank für die netten und ausführlichen Antworten.

        Ich habe für mich die Entscheidung getroffen, erstmal entspannt zu bleiben, allerdings dennoch offen bleibe für weitere Angebote, Stellen. Vielleicht ergibt sich das eine oder andere. Vielleicht klappt der Aufstieg auch intern. Ich haben jedenfalls gemerkt, dass es mich wahnsinnig unter Druck setzt, ständig diesen "MUSS" Gedanken zu folgen. Diese Schleifen, bestehend aus "Du musst was werden, du musst jetzt was tun...", nützen mir momentan eher weniger, sie machen einen ehrlich gesagt nur mürbe...

        Eine Frage möchte ich zum Schluss anschließen.

        Gibt es eine Art Wertverlust für ein Studium? Nehmen wir an, man studiert und arbeitet daraufhin aus privaten Gründen als Verkäufer - ohne jeglichen Zusammenhang zum Studium. Nach 1 Jahr möchte man sich erneut bewerben, in die Richtung aus dem Studium. Wird einem der Studienabschluss dann noch anerkannt oder hat er seinen "Wert" verloren, weil die gelernten Inhalte nicht eingesetzt wurden?

        LG aus dem sonnigen Moers!

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          #5
          Wenn du dich bei mir "gut verkaufen" würdest, wäre das für mich kein Wertverlust, mir also einen "guten Grund" nennen würdest, z. B. dass du dich in dem Studienbereich beworben hast, so schnell aber nichts gefunden hast und da du nicht zu Hause nichts tun und vom Staat leben wolltest, hast du erst mal einen Übergangsjob gesucht. Ich würde nicht hören wollen, dass du ja eigentlich keine Lust gehabt hast

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            #6
            Hallo Remus,

            das kommt drauf an, wie "aktuell" die Studieninhalte im betroffenen Studiengang sind. In der EDV-Branche bist Du nach spätestens drei Jahren in einem anderen Job "raus", weil Du die Entwicklung verpasst hast. In anderen Branchen ist die "Halbwertszeit" der Studieninhalte sicher länger. Das "Basiswissen" eines Studiums ist nicht vergänglich.

            Allerdings besteht immer die Gefahr, dass "direkte" Absolventen bevorzugt werden, weil die "billiger" zu haben sind als Arbeitnehmer mit Erfahrung.

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