Hallo an alle,
ich bin neu hier und habe bisher auch noch nie Hilfe in Foren gesucht. Eigentlich kann ich gut mit Freunden oder auch mit meinen Eltern über die Dinge sprechen, die mich bewegen... Allerdings bin ich nunmehr schon seit einer geraumen Zeit in einer Situation, die mich nervlich ziemlich aufreibt – und vielleicht gibt es ja hier jemanden, der in einer ähnlichen Situation steckt...
Ich habe mein erstes Examen in Jura gemacht und seit einem Jahr bin ich dabei, an einer Doktorarbeit zu arbeiten. Nebenbei arbeite ich, um meinen Unterhalt zu finanzieren... Erst in meinem alten Nebenjob, und nun seit mehreren Monaten in einer Kanzlei...
Ich habe mich gegen das Referendariat entschieden und für eine Dr.arbeit. Ich hatte das Glück, einen Prof. zu finden und habe ein grundsätzlich sehr interessantes Thema erwischt.
Nun ist es so: ich zweifle, ob ich weitermachen soll. Ich bin eigentlich ein lebensfroher, lebendiger Charakter, würde ich sagen. Aber irgendwie geht mir das momentan verloren, ich bin einfach nicht glücklich...
Es ist so, dass ich vor ca 5 Monaten in eine neue Stadt gezogen bin. Ich habe mich entschieden, meine Studentenstadt (die ich geliebt habe) hinter mir zu lassen und in einer neuen Stadt in einer neuen Wohnung (erstmals keine WG) und einem neuen Job weiterzumachen. Es war aus der damaligen Sicht eine logische und auch richtige Entscheidung, das Studileben war eh vorbei!
Es war allerdings wohl etwas viel auf einmal: der Job stellt hohe Anforderungen und ich habe lange gebraucht sicherer zu werden und bin es letztendlich immer noch nicht so richtig (das Umfeld ist sehr karriereorientiert) – mein vorheriger Job war im Vergleich dazu sooo einfach! Ich habe auch ein paar Probleme damit, dass die (eigentlich echt schöne) Wohnung so leer ist... Und mir fehlen, obwohl ich hier eigentlich auch Leute kenne und somit nicht völlig vereinsame, meine engen Freunde sehr... Und ich kenne die Stadt nicht wirklich, nichts ist so richtig vertraut.
Kurz könnte man sagen, was die Lebensumstände angeht: ich komme im richtigen Leben, das auf ein sehr schönes/vertrautes Studentenleben folgt, noch nicht richtig zurecht.
Das ist der Hintergrund, aber es geht vor allem darum, dass ich mich entscheiden muss, ob ich die Diss. Weitermache... oder nicht.
Ich bin unsicher, weil mein Thema ziemlich anspruchsvoll ist. Klar wird das jeder sagen – aber die Schwierigkeit bei mir ist, dass sich viel ändert... das Themengebiet schneidet sehr viele Rechtsgebiete an, was die Komplexität verstärkt... naja jedenfalls fühle ich persönlich mich oft überfordert...
Ich habe mich etwas verrannt, die Struktur verloren (eben wg der Änderungen etc) ...und schaffe es nicht, so richtig mit dem Schreiben anzufangen... denn immer gibt es noch große Baustellen was die Gliederung angeht. Immer hält mich etwa ab.
Mein Problem ist, dass ich einer unheimlichen Unsicherheit verfallen bin. Ich bin auf mich gestellt und weiß nicht, ob ich nur Mist baue... Ich bin generell eher unsicher – und nicht selten waren bisher alle von meiner Kompetenz überzeugt, außer mir selbst... Es strengt mich an, dass oft viel von mir erwartet wird, aus dem einfachen Grund, dass bisher alles im Ergebnis gut lief...
Ich habe Angst, mich selbst und alle anderen zu enttäuschen.
Aber im Moment quält es mich, dass ich nicht recht vorankomme und keine Ahnung habe, wie lange das alles noch dauern wird – und ob ich JEMALS meine Dr.arbeit abschliessen kann! Und das hat eine Sehnsucht meinerseits zur Folge, einfach ins Referendariat zu starten, dann hat man automatisch wieder geregelte Aufgaben... und vor allem habe ich irgendwie Angst, dass ich einfach ewig nicht fertig werde mit meiner Ausbildung! Es kommt einfach noch so viel....
Ich stecke hier irgendwie in einer Krise... Ich suche Halt und finde keinen. Mein Leben ist eigentlich überhaupt nicht schlecht: ich habe Möglichkeiten, die sich andere wünschen würden (recht begehrter Job, Möglichkeit zur Diss.), ich habe eine Familie, die hinter mir steht, einige Freunde, denen ich ernsthaft am Herzen liege und eine schöne Wohnung, in der man sich theoretisch wohl fühlen könnte...
Einen Freund habe ich zwar nicht und meine momentane Unsicherheit weckt schon den Wunsch nach jemandem zum Festhalten... Aber das ist mehr ein Effekt der Gesamtsitutation, eigentlich kann ich auch ganz gut allein sein – um einfach irgendwen/irgendwas zu wollen bin ich zu romantisch ;)
Natürlich jammere ich, das stimmt. Aber es belastet mich sehr und ich bin ratlos. Ich mache mich selbst ratlos. Ich habe einige Dinge, die ich in Angriff nehme, um meine Situation zu ändern (mehr geht natürlich immer) ...aber ob das was bringt weiss ich nicht und gerade erdrückt es mich einfach, und das lähmt mich irgendwie auch ein Stück weit... Ich sitze nicht permanent herum und heule, ich bin nicht immerzu traurig und nicht permanent aktiv gefühlt unglücklich... aber es ist einfach zu oft doch so... Deshalb würde ich mich über einen Austausch freuen!
Geht es euch vielleicht auch so, dass ihr nicht wisst, was genau ihr wollt? Und wie ihr da hinkommen wollt?
ich bin neu hier und habe bisher auch noch nie Hilfe in Foren gesucht. Eigentlich kann ich gut mit Freunden oder auch mit meinen Eltern über die Dinge sprechen, die mich bewegen... Allerdings bin ich nunmehr schon seit einer geraumen Zeit in einer Situation, die mich nervlich ziemlich aufreibt – und vielleicht gibt es ja hier jemanden, der in einer ähnlichen Situation steckt...
Ich habe mein erstes Examen in Jura gemacht und seit einem Jahr bin ich dabei, an einer Doktorarbeit zu arbeiten. Nebenbei arbeite ich, um meinen Unterhalt zu finanzieren... Erst in meinem alten Nebenjob, und nun seit mehreren Monaten in einer Kanzlei...
Ich habe mich gegen das Referendariat entschieden und für eine Dr.arbeit. Ich hatte das Glück, einen Prof. zu finden und habe ein grundsätzlich sehr interessantes Thema erwischt.
Nun ist es so: ich zweifle, ob ich weitermachen soll. Ich bin eigentlich ein lebensfroher, lebendiger Charakter, würde ich sagen. Aber irgendwie geht mir das momentan verloren, ich bin einfach nicht glücklich...
Es ist so, dass ich vor ca 5 Monaten in eine neue Stadt gezogen bin. Ich habe mich entschieden, meine Studentenstadt (die ich geliebt habe) hinter mir zu lassen und in einer neuen Stadt in einer neuen Wohnung (erstmals keine WG) und einem neuen Job weiterzumachen. Es war aus der damaligen Sicht eine logische und auch richtige Entscheidung, das Studileben war eh vorbei!
Es war allerdings wohl etwas viel auf einmal: der Job stellt hohe Anforderungen und ich habe lange gebraucht sicherer zu werden und bin es letztendlich immer noch nicht so richtig (das Umfeld ist sehr karriereorientiert) – mein vorheriger Job war im Vergleich dazu sooo einfach! Ich habe auch ein paar Probleme damit, dass die (eigentlich echt schöne) Wohnung so leer ist... Und mir fehlen, obwohl ich hier eigentlich auch Leute kenne und somit nicht völlig vereinsame, meine engen Freunde sehr... Und ich kenne die Stadt nicht wirklich, nichts ist so richtig vertraut.
Kurz könnte man sagen, was die Lebensumstände angeht: ich komme im richtigen Leben, das auf ein sehr schönes/vertrautes Studentenleben folgt, noch nicht richtig zurecht.
Das ist der Hintergrund, aber es geht vor allem darum, dass ich mich entscheiden muss, ob ich die Diss. Weitermache... oder nicht.
Ich bin unsicher, weil mein Thema ziemlich anspruchsvoll ist. Klar wird das jeder sagen – aber die Schwierigkeit bei mir ist, dass sich viel ändert... das Themengebiet schneidet sehr viele Rechtsgebiete an, was die Komplexität verstärkt... naja jedenfalls fühle ich persönlich mich oft überfordert...
Ich habe mich etwas verrannt, die Struktur verloren (eben wg der Änderungen etc) ...und schaffe es nicht, so richtig mit dem Schreiben anzufangen... denn immer gibt es noch große Baustellen was die Gliederung angeht. Immer hält mich etwa ab.
Mein Problem ist, dass ich einer unheimlichen Unsicherheit verfallen bin. Ich bin auf mich gestellt und weiß nicht, ob ich nur Mist baue... Ich bin generell eher unsicher – und nicht selten waren bisher alle von meiner Kompetenz überzeugt, außer mir selbst... Es strengt mich an, dass oft viel von mir erwartet wird, aus dem einfachen Grund, dass bisher alles im Ergebnis gut lief...
Ich habe Angst, mich selbst und alle anderen zu enttäuschen.
Aber im Moment quält es mich, dass ich nicht recht vorankomme und keine Ahnung habe, wie lange das alles noch dauern wird – und ob ich JEMALS meine Dr.arbeit abschliessen kann! Und das hat eine Sehnsucht meinerseits zur Folge, einfach ins Referendariat zu starten, dann hat man automatisch wieder geregelte Aufgaben... und vor allem habe ich irgendwie Angst, dass ich einfach ewig nicht fertig werde mit meiner Ausbildung! Es kommt einfach noch so viel....
Ich stecke hier irgendwie in einer Krise... Ich suche Halt und finde keinen. Mein Leben ist eigentlich überhaupt nicht schlecht: ich habe Möglichkeiten, die sich andere wünschen würden (recht begehrter Job, Möglichkeit zur Diss.), ich habe eine Familie, die hinter mir steht, einige Freunde, denen ich ernsthaft am Herzen liege und eine schöne Wohnung, in der man sich theoretisch wohl fühlen könnte...
Einen Freund habe ich zwar nicht und meine momentane Unsicherheit weckt schon den Wunsch nach jemandem zum Festhalten... Aber das ist mehr ein Effekt der Gesamtsitutation, eigentlich kann ich auch ganz gut allein sein – um einfach irgendwen/irgendwas zu wollen bin ich zu romantisch ;)
Natürlich jammere ich, das stimmt. Aber es belastet mich sehr und ich bin ratlos. Ich mache mich selbst ratlos. Ich habe einige Dinge, die ich in Angriff nehme, um meine Situation zu ändern (mehr geht natürlich immer) ...aber ob das was bringt weiss ich nicht und gerade erdrückt es mich einfach, und das lähmt mich irgendwie auch ein Stück weit... Ich sitze nicht permanent herum und heule, ich bin nicht immerzu traurig und nicht permanent aktiv gefühlt unglücklich... aber es ist einfach zu oft doch so... Deshalb würde ich mich über einen Austausch freuen!
Geht es euch vielleicht auch so, dass ihr nicht wisst, was genau ihr wollt? Und wie ihr da hinkommen wollt?

.. allerdings war meine Situation sowie das Thema meiner Diss auch sehr speziell. Aber sagen wir mal so- es ist eher so, dass es oft länger dauert als man denkt, zumindest bei einem Großteil der Leute.
. Es gab in den Jahren so oft den Punkt, wo ich dachte, "hier komme ich nie mehr raus", bis ich irgendwann verstanden habe, dass diese Gefühle vor jedem neuen Problem einer gewissen Größenordnung auftauchten, und ich dann irgendwann wusste, das ich irgendwie einen weg finden würde. Manchmal geht es nur darum, was auszuhalten, manchmal musst Du schauen, wo Du jemanden finden kannst, der Dir den entsprechenden Stubs verpasst.
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