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Sich immer wieder von anderen abhängig machen

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    Sich immer wieder von anderen abhängig machen

    Hallo.

    Ich hab mal nach einem Bewerbungsgespräch gemerkt, dass ich weder einen guten noch einen schlechten Eindruck hinterlasse - ich hinterlasse einfach gar keinen Eindruck. Vielleicht sollte ich mich damit abfinden und Meuchelmörder werden.

    Gleich wegen Bagatellen mit Anwalt drohen, das verspricht Erfolg, wenn man nur höflich anfragt, kommt ja keine Antwort, den Kunden schön am ausgestreckten Arm verhungern lassen, das ist die Devise.
    Per SMS verkünden, man überlege, ob die Freundschaft noch Sinn macht, und sofort kommt die Freundin noch am selben Abend vorbei, nachdem MONATELANG nichts ging. Ich bin es wirklich leid. Wieso hoffe ich überhaupt auf andere? Verlass dich auf jemanden und du bist verlassen.

    Eine Freundin fragt mich, ob wir die Woche mal wieder was unternehmen wollen. Ich bejahe und wir verbleiben erstmal so.
    Jetzt ist Freitag und die Woche ist so gut wie rum und von ihr kommt gar nichts mehr, obwohl sie mir ständig erzählt, dass sie ja unbedingt was unternehmen will.

    Ich hab mehrere Leute per E-Mail angeschrieben, Leute, die mir mailen, wann sie lustig sind und wenn ich nicht sofort antworte, Mails hinterherschieben, ob alles in Ordnung sei.
    Jetzt antworten die ewig nicht.
    Weder mein Vater noch andere Verwandte sind in der Lage, mal zwei Zeilen zu tippen, um zu sagen, was Sache ist, und ich komm mir vor wie ein lästiger Wurm, der allen unfassbar auf den Sack geht.

    Ich hab eine Frau angemailt, die gesagt hat, ich soll mich bei ihr melden. Ihre Telefonnummer hab ich nicht. Auch da kommt ewig nichts zurück und ich weiß ganz genau, das bleibt wieder an mir hängen, man wird mich vorwurfsvoll fragen, wieso ich mich nicht mit der Dame in Verbindung gesetzt habe, und ich weiß dann nicht, was ich sagen soll, denn HAB ICH DOCH. Die antwortet doch nicht, weil sie keinen Bock auf mich hat oder warum auch immer. Aber wenn ich es ihr zuschreibe, hau ich sie ja in die Pfanne, denn ich bin ja nicht mit ihr befreundet und ich mache ja immer alle Fehler, die man machen kann, ich bin die Böse.

    Es kotzt mich an, dass ich überhaupt auf andere baue, dass ich überhaupt auch nur einen Cent um andere gebe, Leute, die sich dann wochenlang nicht melden, die mir immer wieder erzählen: Jaja, wir machen mal.. und dann kommt da nix mehr, und ich Idiot zieh mir den Schuh an, mach mir Hoffnung, denke, jetzt gehts bergauf, und dann hock ich wieder da wie ein Depp, weil sich keiner mehr meldet.

    Soll ich jetzt alle Therapeuten zu Fuß abklappern?
    Soll ich vor dem Büro der Frau campieren? Soll ich den Unternehmen, die nicht antworten und deren Servicehotline so sauteuer ist, Blumen schicken, damit sie mal die Gnade haben, mir zu sagen, was Sache ist?

    Es wird alles immer amerikanischer in Deutschland. Heiteitei juchu hurra ins Gesicht und dann kommt nix mehr, es wird nie konkret, und eigentlich hatte keiner vor, wirklich konkret zu werden, alle wollten nur so tun, als ob.
    Wir geben eine Mailadresse an, aber die ist nur zum Schein, damit wir modern und up to date wirken, in Wirklichkeit rufen wir die Mails nie ab und antworten schon gar nicht und wenn doch, dann erst ein halbes Jahr später, wenn eh alles zu spät ist.

    Wenn ich gar nicht erst mit anderen rechnen würde, auf andere bauen würde, wäre ich auch nie enttäuscht. Aber ich Depp mach es immer wieder, hoffe immer wieder auf Kontakte, Unterstützung oder irgendwas. Dabei hab ich scheinbar Aurakrätze oder sowas.

    Wie geht ihr mit sowas um? Aber wahrscheinlich kennt ihr das Problem so gar nicht, vielleicht sollte ich im Meuchelmörderforum fragen.

    #2
    Hallo Mary Jane,

    woran merkst du, dass du keinen Eindruck beim Vorstellungsgespräch hinterlassen hast?
    Ich habe ebenfalls eine Freundin, die mir manchmal mehr oder weniger sagt, wir sollen doch mal wieder was unternehmen und es kommt nichts von ihr.
    Dabei merke ich, dass es mehr eine Gefälligkeit ist, als das es irgendwie ernst gemeint ist. Ich habe aufgehört dort nachzuhaken, weil ich es nicht für richtig halten würde, mich mit ihr zu treffen und genau zu wissen, dass sie es nicht von Herzen möchte. Es tut manchmal weh, weil man wiederum irgendwo mitbekommt, wie aktiv diese Person doch ist und viel mehr mit anderen Leuten unternimmt.
    Ich renne nich nach. Ich würde mich nicht gut dabei fühlen.

    Liebe Grüße,
    Filu

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      #3
      Ein wenig kommt mir das ja bekannt vor. Ich habe auch solche Freunde, aber im Laufe der Zeit hat sich meine Erwartungshaltung einfach relativiert. Ich nehme diese Menschen dann einfach nicht so ernst wenn sie meinen "lass uns mal wieder was machen". Es ist alles eine Frage der Priorität. Manchmal tut es zwar weh, zu merken, dass man selbst auf der Prioritätenliste der anderen nicht (mehr) ganz oben steht, aber mir geht es besser wenn ich diese Menschen dann einfach anders einsortiere - eher in die Kategorie Bekannte. Dann tut es auch nicht mehr so weh.

      Ich habe es umgekehrt auch schon an mir selbst gemerkt, dass ich auf bestimmte Menschen nicht (mehr) so großen Wert lege. Dass man sich vielleicht irgendwie auseinanderentwickelt und nicht mehr so viel zu sagen hat (wie vielleicht früher als man noch täglich die gleichen Vorlesungen hatte)... Dann bringe ich es aber auch nicht übers Herz, zu sagen "Tut mir leid, ich kann mit Dir nicht mehr so viel anfangen und daher lass uns mal lieber nie wieder treffen".

      Mich würde aber auch mal interessieren, wie andere mit diesen "alten Freunden von früher" umgehen.

      Viele Grüße,
      Shirley

      PS.: Ich denke, Du solltest nicht die "Schuld" bei Dir suchen, v.a. wenn es um Ämter etc. geht...

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        #4
        Zitat von Mary Jane Beitrag anzeigen

        Wie geht ihr mit sowas um? Aber wahrscheinlich kennt ihr das Problem so gar nicht, vielleicht sollte ich im Meuchelmörderforum fragen.
        Nein, kenne ich so nicht, aber ich habe diesbezüglich auch nicht die Erwartungshaltung.
        Ich unterscheide aber sehr stark, zwischen einem (engen) Freundeskreis und einem Bekanntenkreis.
        Wenn sich im Bekanntenkreis jemand längere Zeit nicht meldet, oder aber ich hätte ihm zwei oder drei mal ohne Rückmeldung angemailt, würde ich einfach seine Adresse bei mir im System löschen und damit wäre das erledigt.

        Im Freundeskreis wäre das etwas anderes, wenn da auf eine mail nichts kommen würde, würde ich anrufen, vielleicht auch vorbeifahren. Ich würde versuchen herauszubekommen, woran es liegt, keine Zeit, atmosphärische Störungen, etc.
        Außerdem denke ich sollte man bei Kontankten wählerisch sein, Qualität geht vor Quantität. Und mit der Zeit entwickelt man doch ein gewisses Gespür für diese Dinge, oder?

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          #5
          Zitat von Hubert1 Beitrag anzeigen
          Wenn sich im Bekanntenkreis jemand längere Zeit nicht meldet, oder aber ich hätte ihm zwei oder drei mal ohne Rückmeldung angemailt, würde ich einfach seine Adresse bei mir im System löschen und damit wäre das erledigt.
          Da bist Du aber rigoros!
          Ich habe durchaus Kontakte in meinem Adressbuch, die sich längere Zeit nicht melden (und ich mich auch nicht). Aber ab und zu, ergibt es sich dann doch, z.B. wenn man mal wieder in der Stadt ist, wo der andere wohnt und man trifft sich auf nen Kaffee. (Das kann dann auch immer wieder sehr inspirierend sein, mal wieder einen anderen Input zu bekommen als von den Leuten, die ständig um mich herum sind und nicht den Abstand haben, die dieser Bekannte evt. hat.) Funktioniert natürlich nicht bei jedem, aber ich habe solche Bekannte, wo es völlig ok ist, dass man sich nur 1x im Jahr hört/sieht/trifft.

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            #6
            Zitat von Mary Jane Beitrag anzeigen
            Wenn ich gar nicht erst mit anderen rechnen würde, auf andere bauen würde, wäre ich auch nie enttäuscht. Aber ich Depp mach es immer wieder, hoffe immer wieder auf Kontakte, Unterstützung oder irgendwas. Dabei hab ich scheinbar Aurakrätze oder sowas.

            Wie geht ihr mit sowas um? Aber wahrscheinlich kennt ihr das Problem so gar nicht, vielleicht sollte ich im Meuchelmörderforum fragen.
            Na, und ob ich sowas kenne. Bis vor 2 Jahren hatte ich lauter solche Leute in meinem Bekannten- und Freundeskreis! Die meldeten sich nur, wann es ihnen passte, wenn ich mir aber mal die Freiheit nahm, mich nicht sofort zu melden, dann telefonierten sie mir hinterher. Die unternahmen auch nur dann was mit mir (liessen sich dazu herab...), wenn sie es wollten und auch nur das, was sie wollten. Wenn ich mal ausgehen wollte, mal eine Ausstellung besuchen oder ins Kino gehen wollte, dann wurde das mit vielen Ausreden quittiert und abgeschmettert.

            Weisst Du, was ich mit all diesen Menschen getan habe? Ich hab sie rigoros aus meinem Leben geworfen. Und sie alle haben sich beschwert über mich, weil ich ja sooo böse war und sie waren doch immer sooo gut zu mir! Ach nee! Keiner von denen war reflektiert genug um das eigene Verschulden zu erkennen.

            Solche Leute braucht doch niemand, oder?

            Wie sehr sagst Du den Menschen denn, wie Du ihr Verhalten findest? Forderst Du auch mal was für Dich oder bist Du ruhig und hoffst einfach nur, dass man Dir mal entgegenkommt?

            Ich hab für mich gemerkt, dass ich lernen muss, mich klar auszudrücken. Zu sagen, was ich will, was ich nicht will und auch mal zu fordern. Das heisst nicht, dass man rücksichtslos ist, aber in Beziehungen - egal welcher Art - sollte das Geben und Nehmen im Ausgleich sein. Das heisst aber auch, dass ich auch mal die Richtung vorgeben darf, nicht nur die anderen.

            Deine Wut kann ich sowas von gut nachfühlen! Ich gehe dann an den Boxsack und reagier mich da ab oder mache sonstwelchen Sport und manchmal brüll ich im stillen Kämmerlein auch rum und sage den Menschen meine Meinung erstmal "imaginär". Ich hoffe, wenn ich meine Wut mal genug abreagiert hat (noch ist da ein ganzes Fass offen), dass ich mich dann auch eher ausdrücke.

            Hey, es gibt sowieso nichts zu verlieren bei solchen Leuten, also sag ihnen oder schreib ihnen klipp und klar, dass Du das so nicht mehr mitmachst und dass Du ihr Mitleidsgeheul "hach, du bist so bös, ich hab doch nur keine Zeit" nicht länger dulden wirst.

            Mit der Zeit wirst Du dann auch Menschen kennenlernen, die auch für Dich da sind und nicht nur solche, die man getrost als Pseudo-Freunde abstempeln und entsorgen kann.

            Lg
            Lane

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              #7
              Zitat von Shirley Beitrag anzeigen
              Da bist Du aber rigoros!
              Ich habe durchaus Kontakte in meinem Adressbuch, die sich längere Zeit nicht melden (und ich mich auch nicht).
              Ich habe mich da unglücklich ausgedrückt. Ich lösche niemanden, den ich nicht vorher zwei oder auch dreimal kontaktiert habe.
              Ich habe z.B. einen Bekannten in NY wo der letze Kontakt schon zwei Jahre her ist, und eine andere Bekannte, deren Aufenthaltsort ich nicht kenne und wo auch schon länger kein e-mail Austausch mehr stattgefunden hat, die aber beide noch im Adressbuch stehen.
              Eine andere Bekannte habe ich aber zwei mal angemailt, ohne Reaktion, die habe ich dann gelöscht.

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                #8
                Hallo!

                Filu: Daran, dass sich keiner an mich erinnert und es heißt: Wie? Wir haben geredet?
                Daran, dass sich keiner meldet, obwohl es versprochen wurde. Daran, dass ich meist unter den Tisch falle.

                Was du schreibst, ist verständlich, aber so ist es bei uns nicht.

                Shirley: Wenn es sich auseinanderentwickelt hat, ist das auch was anderes, und den Lauf der Dinge aufzuhalten ist ja auch Quatsch.
                Ich mein eher so, wenn man sich verabredet und sich beide drauf freuen und dann sagt einer ab und dann geht man nicht trotzdem. Das regt mich auf. Wieso geh ich nicht einfach trotzdem? Nee, das trau ich mich ja dann nicht. Außerdem hatte man sich ja aufs Miteinander gefreut und nicht darauf, dann alleine in ner Ecke neben dem Klo in der Sushibar zu hocken und sich die Reisklümpchen in den Mund zu stopfen. Darauf kann ich auch dankend verzichten.

                Irgendwie nervts mich, dass mir Menschen so wichtig sind. Ist ja mein Problem. Aber ich mach zuviel von denen abhängig.

                Hubert: Ich hab gar nicht soviele Leute und unterscheide auch. Ich hab nie Kontakte zu ganz losen Bekannten lange aufrechterhalten, das schaff ich auch gar nicht, rein zeitlich und so. Manchmal schau ich mir meine extrem kurze Namensliste im Handy an und denke: Oh Mann.
                Aber das ist besser, als wenn da zwanzig Namen stehen und man weiß, da würde man eh nie anrufen. Ich frag mich nur, warum die Leute immer so rumheucheln, z.B. eine Nachbarin, mit der ich gar nix zu tun hab, schwallt mich zu und sagt: Ohhhh, da MÜSSEN wir uns aber mal auf einen Kaffee treffen, wenn ich mal zu Besuch bin..
                Und ich würde ihr am liebsten ins Gesicht sagen: Ach Frau ey, erzähl mir doch nix, wir wissen doch beide ganz genau, dass du mich niemals besuchen wirst und wir niemals zusammen irgendwo einen Kaffee trinken.
                Wieso sagt man dann nicht einfach gar nichts? Wieso immer diese Angebote? Und nein, sie wollte das wirklich nicht, wir haben das auch seit über einem Jahr nie gemacht, ich hab nie mehr von ihr gehört (natürlich auch nicht erwartet in dem Fall).

                Shirley: Ja, kenn ich auch, solche. Ist auch immer ganz cool, dieses Zwanglose...aber auf solche Leute verlässt man sich ja auch nicht.

                Eigentlich sollte ich gar nicht maulen, wenn Not am Mann war, war IMMER jemand da. Ich ärger mich mehr über mich selbst, dass ich die Zeit, die ich mit mir alleine verbringe, und das ist eben ein Großteil davon, nie so unterhaltsam und lustig finde wie mit Leuten...und es nicht schaffe, Leute für mich zu interessieren bzw. irgendwie zu abweisend bin oder so...ich schwall die ja nicht von meinen Problemen zu, solang sie mich nicht gezielt drauf ansprechen ;) Ich bin manchmal erschrocken, WIE abweisend und zurückgezogen ich wirke und dann denke ich immer, so bin ich doch eigentlich gar nicht, eigentlich bin ich für ne Menge zu haben und die meisten sind ganz gut unterhalten, wenn ich mit ihnen rede, aber irgendwie ist das zwischen Menschen so eine Art Magie, die sich mir nie erschlossen hat und ich weiß nicht ,wie ich es schaffen soll, anders zu wirken. Ich geb mir oft alle Mühe, aufgeschlossen und freundlich zu wirken und dann kommt schon wieder jemand und fragt, ob mir eine Laus über die Leber gelaufen sei.

                Vielleicht reagier ich auf so halbherzige Zusagen oft wie ein dummer Bauer, der vieles für bare Münze nimmt und denkt: "Wow, jetzt hab ichs geschafft", sich total freut, und dann feststellen muss, ach so, das war wieder nur so ne Floskel, eigentlich wollten die nie was mit mir zu tun haben..

                Lane: Ja, eigentlich bin ich da auch schnell bei der Sache...aber dann bereu ich es oft, weil ich denke: Ich wünschte, die würden jetzt anrufen und mich fragen, ob ich in Babynator 2 mitkomme, oder in Mein Hund, Meine Katze und meine Oma, oder irgendwelche grauenhaften Filme, die ich NIE sehen wollte, nur, damit ich hier rauskomme.

                Und ich würde andere nie zwingen, Zeit mit mir zu verbringen. D.h., bevor ich Zeit von jemandem einfordere, würde ich mich eher nie wieder melden.
                Aber meist sag ich schon, wenn mich was stört, ja. Kommt drauf an, wie gut ich mit demjenigen kann. Mit Freunden rede ich eh über alles, bei Bekannten würd ichs mir dann stecken.

                Tja, ich weiß keine Lösung..das Problem bin eher ich...und ich merke nicht mal, wie fatal ich auf andere wirke...
                Mein Vater erzählt mir immer einen von Rhetorikkursen, aber ich glaub nicht, dass man das menschliche Miteinander da lernt.

                LG
                MJ :)

                PS: Beim Hautarzt übrigens auch wieder das Schema, erzählt mir im Dezember, ich solle mal wieder so ein sinn- und nutzloses Sälbchen ausprobieren und wenn das nicht wirken würde, bekäme ich aber Roa. Und ich zu ihr: Ich kann Ihnen jetzt schon sagen: Das WIRD nicht helfen. Es hat noch keins dieser Sälbchen geholfen, das verschwendet nur wieder Zeit.
                Aber es muss sein. Also brauch ich das beknackte Zeug auf und mach nen neuen Termin, sitz dann vor ihr und sage: So, hat nicht geholfen. Jetzt krieg ich Roa?
                Sie: Hm, najaaaaa....das ist kein Spaziergang.
                Ich: Ja, weiß ich. Ich bin jetzt Mitte 20, mir reichts. Wie lange soll ich noch warten, bis ich 80 bin?
                Sie: Na da muss ich erstmal meine Kollegin...
                Geht raus und ich koche innerlich und denke, wenn sie es mir doch nicht verschreiben will, wieso verspricht sie es mir dann??? Wieso sagt sie mir nicht ins Gesicht: Nein, sie kriegen NIEMALS Roa? Warum hält sie mich ewig nur hin? Warum? Als Kassenpatient bring ich soviel Kohle nicht.

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                  #9
                  Liebe Mary Jane,

                  ich wünsche Dir Mut um deiner Hautärtzin mal einen Marsch zu blasen.
                  Manchmal ist es schwer um den rechten Zeitpunkt zu erwischen um weiter zu gehen.
                  Wofür steht ROA?
                  hg mtg

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                    #10
                    Hey MJ,

                    noch ein paar andere Blickwinkel zum Thema.

                    Frueher haette ich wohl auch so einen Text geschrieben - aber mittlerweile ist mir eines aufgefallen:
                    Menschen kommen und gehen...mit Schule, Uni, Job, Standorten ... mit der eigenen Entwicklung und Wellenlinie. Was nicht heisst, dass man mit alten Kontakten niiiie wieder Kontakt hat, sondern einfach, dass es jetzt mal wieder nicht passt.
                    Die Sache mit der Wellenlinie halte ich fuer ganz entscheidend... passende Leute habe ich naemlich immer im Umfeld. Niedrig oder hoch schwingend, aber garantiert gerade passend fuer meine Entwicklung.

                    Diese Aussagen zum Kaffee, Kino sind in dem MOment immer Ernst gemeint, weil es da gerade passt. Aber: in der Regen hat man andere Menschen im Radar, so dass es sich eben nicht ergibt. Wenn ich loslasse, ergibt sich mehr. Wenn ich akzeptiere, dass ich selbst Teil der Beziehung bin und ganz massgeblich die Kommunikation, Schwingung mit bestimme, dann ist nicht einfach nur der andere Schuld.
                    Und wenn ich Deine Posts so lese, dann bist Du doch auch gerade so richtig schoen dabei, Dich in alle Richtungen auszuprobieren und Ballast ueber Bord zu werfen, oder? Kein Wunder, wenn's mit den bisher bekannten Leuten nicht so recht passt. Suche Dir jemanden, der gerade aehnlich tickt - und wenn's in einem Jahr wieder nur ein loser Kontakt ist, so what. Geniesse den Moment, Jetzt, mit der jeweiligen Person

                    Bewerbungsgespraeche und unsichtbar? Klar, man passt nicht auf den Job und im Grunde will man ihn auch gar nicht.
                    Eine Aerztin will die Salbe nicht verschreiben? Vielleicht hofft sie, Dich ohne Hammer behandeln zu koennen oder muss fuer die Unterlagen erst einen sanften Weg versuchen? KLare Aussagen helfen. Fragen auch.

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                      #11
                      Roa ist der Hammer und Hilflosigkeit.

                      Manchmal hilft auch der Hammer.

                      Manchmal Sanftmut.

                      Welchen Weg rät dein Herz, dir zu gehen?

                      Bisous

                      Sabine

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                        #12
                        Zitat von Kuestenkind Beitrag anzeigen
                        Bewerbungsgespraeche und unsichtbar? Klar, man passt nicht auf den Job und im Grunde will man ihn auch gar nicht.
                        Eine Aerztin will die Salbe nicht verschreiben? Vielleicht hofft sie, Dich ohne Hammer behandeln zu koennen oder muss fuer die Unterlagen erst einen sanften Weg versuchen? KLare Aussagen helfen. Fragen auch.
                        Treffer, versenkt.

                        Ja, im Grunde will man gar nicht. Eigentlich will man was ganz anderes, aber man traut sich selbst nicht mehr, weil man ständig dachte, eigentlich was ganz anderes zu wollen und dann wieder aufs falsche Pferd gesetzt hat. Dabei weiß man irgendwo schon, dass man sich bei der Sache eigentlich trauen kann, weil es eine der wenigen Konstanten im Leben war, die durch nichts zu verderben war.

                        Ich hab jetzt beschlossen, mich weniger von anderen abhängig zu machen. Ich raste aus, wenn ich Dinge haben will oder tun will, und andere mir vermeintlich im Weg stehen. Wenn andere darüber bestimmen, ob ich irgendwas kriege oder nicht. Aber tun sie das?
                        Scheinbar ist der Weg zu Roa weit. Mal als Beispiel. Und es ist natürlich, wie Sabine schreibt, ein Hammer.
                        Also Klartext: Ich ruiniere mir freiwillig eventuell die Gesundheit, weil ich meine, man müsste reine Haut haben. Vielleicht ist es leichter, seine unsinnigen Überzeugungen fallenzulassen. Müsste ich reine Haut haben, wäre es ein Naturgesetz, hätte ich sie ja. So what?

                        Diese Hautfrage kommt auch immer nur, wenn es in anderen Bereichen nicht läuft. Ich hab keinen Bock mehr, mich davon hemmen zu lassen.

                        Problem ist das eingeredete "Ich kann es nicht aushalten, alleine"...da ich nicht zu tausend Scherben zerspringe, wenn ich alleine unterwegs bin, kann ich es wohl doch aushalten und brauche dafür keine Leute einspannen. Das lässt dann die freie Entscheidung, ob man etwas mit den Leuten unternehmen WILL, um des Spaßes Willen.
                        Hätte das Muster eher erkennen müssen (nö, hätte ich nicht, jetzt reicht auch noch). Es ist nun mal so, dass ich regelrecht auflebe, wenn ich etwas mit Freunden unternehmen will. Okay, akzeptiere ich das eben. Ist ja schön, wenn es so einfach ist.
                        Aber alles andere soll nicht unter den Tisch fallen. Ich schau mehr hin: Ist es die Tätigkeit oder die Gesellschaft?
                        Wenn es die Tätigkeit ist, zieh ichs allein durch, ist es die Gesellschaft, bin ich flexibel und kann mich an andere anpassen.

                        Damit kann ich erstmal leben.

                        Danke an euch!
                        MJ

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                          #13
                          Hallo

                          Hallo Mary
                          Wenn ich dich so lese. Wenn ich dich so fühle.
                          .....
                          ....
                          ...Du schreibst immer Du willst dich nicht Abhängig machen. Das heist aber im Umkehrschluss die willst nichts bekommen. !
                          Du bist nimals abhängig! Du hast Angst dich einzulassen,
                          Gut es gibt schlechte Erfahrung. Aber es gibt ein Pool von guten Erfahrungen in der nähe zu Menschen.
                          Verschließ dich nicht.
                          Hat dir schon mal jemand gesagt das du Wichtig bist!!!!!!!!!!!
                          Mensch Mädel Du bist hier auf der Erde
                          um dich zu Zeigen um wichtig zu sein. Nicht für jeden aber doch für einige.
                          Trau dich
                          Vielleicht ist das gerade der Falsche Weg, Versuch ein neuen,
                          Gehe Mädel
                          Du bist wichtig und nimm dich wichtig.
                          Ich glaube an dich Für Dich
                          Der Nanuk

                          YouTube - LUXUSLÄRM ?Nichts ist zu spät" (offizielles Musikvideo)

                          Kommentar


                            #14
                            Hi Nanuk!
                            Wenn ich dich so lese. Wenn ich dich so fühle.


                            ein bisschen gruselig..

                            ...Du schreibst immer Du willst dich nicht Abhängig machen. Das heist aber im Umkehrschluss die willst nichts bekommen. !

                            Kann sein. Keine Ahnung. Ich weiß, dass man sich auf was einlassen muss, um was zu bekommen, aber ich wüsste nicht, wieso ich mich auf blöde Allüren von irgendwelchen Leuten einlassen muss.


                            Hat dir schon mal jemand gesagt das du Wichtig bist!!!!!!!!!!!
                            Nö. Weil ichs nicht bin. Ob ich hier bin oder in China ein Sack Reis umfällt...und das klingt jetzt vielleicht verbittert, aber genauso ist es doch, das ist wieder genau das, wo die Leute sagen, das sei pessimistisch und ich nur denke, Leute, das ist FAKT. Das hat mit Optimismus/Pessimismus überhaupt nix zu tun.
                            Mensch Mädel Du bist hier auf der Erde
                            Leider
                            um dich zu Zeigen um wichtig zu sein. Nicht für jeden aber doch für einige.
                            Es ist aber nicht sehr verlockend, sich zu zeigen oder auf andere zuzugehen, wenn man ständig nur von allen Seiten Arschtritte bekommt.

                            Ach weißt du, ich glaube auch an mich. Aber nicht an andere.
                            Das Problem ist ja nicht, dass man nicht an sich glauben würde. Ich kann bestimmt fast alles schaffen, was ich mir vornehme. Nur zu einem Vorsatz kommt es ja gar nicht erst, weil man sich da ja festlegen müsste und dazu hat man keine Lust. Von außen betrachtet sieht ja alles ganz verlockend aus, aber wenn man dann bis zum Hals drinsteckt, will man nur noch RAUS.

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                              #15
                              Zitat von Mary Jane Beitrag anzeigen
                              Ach weißt du, ich glaube auch an mich. Aber nicht an andere.
                              Das Problem ist ja nicht, dass man nicht an sich glauben würde. Ich kann bestimmt fast alles schaffen, was ich mir vornehme. Nur zu einem Vorsatz kommt es ja gar nicht erst, weil man sich da ja festlegen müsste und dazu hat man keine Lust. Von außen betrachtet sieht ja alles ganz verlockend aus, aber wennman dann bis zum Hals drinsteckt, will man nur noch RAUS.
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                              Hallo Mary Jane,
                              ich war mal so frei und habe in dem Zitat mit Farbe ge"spielt". Fällt Dir etwas auf?
                              ganz liebe Grüße von Kalua

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