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Unglückliche Familiensituation

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    Unglückliche Familiensituation

    Hallo zusammen!

    Hatte Euch ja in letzter Zeit schon viel über meine Vergangenheit berichtet. Nun möchte ich aber ein Problem angehen, dass mich in gewisser Weise doch belastet. Und zwar geht es um die Familiensituation. Da sieht es momentan so aus, dass ich mit meiner Mutter und meiner Schwester zusammen wohne. Mein Vater wohnt mit seiner Freundin zusammen. Soweit das Wesentliche.

    Jetzt hab ich aber das Gefühl, dass ich hier irgendwie voll untergehe. Ich muss sagen in Frauenkontakten war ich noch nie sonderlich geübt, sodass das schon immer meine Schwäche war. Ich hab mir die Familiensituation immer schön geredet und gedacht, es sind andere Probleme, aber nun möchte ich den Fisch mit der Angel nehmen. Ich hab kein Bock mehr auf Frauen, um es mal so in aller Deutlichkeit aufzusagen. Ich weiß nicht, wieso weshalb warum die Situation sich so zu gespitzt hat.

    Auf jeden Fall bin ich so der ruhige, besonnene Typ, der sich hier und da mal Gedanken macht, auch mal ganz lustig ist und eigentlich gerne redet. Aber hier in der Familie hab ich ÜBERHAUPT keine Lust in der Familie zu reden. Und dieses Verhalten überträgt sich dann auch auf meine Freunde, vor allem den weiblichen Kontakten seh ich immer genervt entgegen, weil ich sie mit den Frauen von zu Hause vergleiche. Obwohl das eigentlich ein Unding ist diese Kontakte mit der Familie zu vergleichen. Aber es sind halt auch nun mal Frauen.

    So und jetzt ist die Situation so, dass ich ständig genervt bin, weil die Frauen ständig über etwas lästern, über etwas herziehen und sich daran erfreuen, so richtige Weiberthemen halt, die ganze Zeit, und ich hab nicht wirklich was zum Erzählen. Oder ich denk das ist überflüssig und passt nicht zum Thema. Außerdem möchte ich ja die Damen nicht ständig mit Fußball zumüllen. Und ständig über den Beruf reden möchte ich auch nicht. Das langweilt mich total. Und deswegen sitz ich da, wenn wir beim Essen sind, reg mich kaum noch, ess gemütlich mein essen, hör zu, über was für eine Scheiße sich die Gedanken machen (oder warum man SOOO VIEL NEGATIVE ENERGIE FÜR EINEN MENSCHEN DEN MAN NICHT MAG AUFWENDEN MUSS!!!) und denk mir nur so "Frauen".

    Und freu mich, wenn ich wieder in meinem Zimmer verschwinden kann. Da bin ich aber auch nicht glücklicher, weil ich kein Bock mehr auf die gleichen Spielchen habe - Zeichnen, PC, Chatten... wird langsam langweilig. Und so ist das jedes Mal. Dann gabs noch was in der Kindheit, wo wir öfters beim Opa waren, hat der sich immer in die Erziehung eingemischt, was ich gar nicht abhaben konnte. Wenn wir nicht gespurt haben, als unsere Mutter was gesagt hat, kam der gleich mit seinem Bundeswehrbefehl "Mach das jetzt sofort sonst darfst du das nicht!" und das hat der ständig gemacht!

    Nicht das mich das genervt hätte wenn er das in einem normalen Ton gesagt hätte. Aber dieser Befehlston, regt mich heute noch auf. Ich habe meinen Opa dafür gehasst, 1.) weil er sich in die Erziehung anderer leute einmischt und immer so auf "Erzieher" tut und 2.) diese Art, wie er das immer sagt, das hat mich in der Kindheit regelrecht kochen lassen und diese Aggressionen sind bis heute noch nicht raus. Und bei meiner Mum steh ich jedes Mal kurz vor der Explosion, wenn sie mir irgendwas sagt, was ich machen soll.

    Grundsätzlich hab ich nix dagegen, Aufgaben zu erledigen, aber wenn es dann in diesem Ton vom Opa kommt, dann ist die Motivation etwas zu tun dahin und ich hab grad null Bock mehr was zu machen. Und dass das nicht gerade Persönlichkeitsfördernd ist muss man dann feststellen, wenn man dann auf nix mehr Bock hat, weil überall Frauen sind und die ja alle gleich sein könnten und man Angst hat, wieder eine Frau zu treffen, die genauso Befehle gibt und einen nicht rauskommen lässt.....

    Und das regt mich auch auf, weil dadurch mein ganzes Frauenbild verzogen ist. Eigentlich hab ich mir schon immer mal ne Freundin gewünscht. Aber mittlerweile ist der große Wunsch verflogen. Warum soll ich mir ne Freundin "nehmen"? Du hast doch schon zwei nervige Frauen zu Hause sitzen, da brauchst Du doch nicht noch eine Dritte! Deswegen reg ich mich auch immer an der Mutter und der Schwester auf, wenn ich sie sehe.. sie könenn zwar nicht wirklich was dafür und eigentlich mag ich beide ja auch. Aber mittlerweile bin ich kurz davor, zu sagen, beide können mich mal am A****** lecken.

    Und ich hab kein Bock , was zu erzählen, über dass dann wieder nur gelästert oder drüber hergezogen wird. Dann kann ichs auch gleich sein lassen. Deswegen verordne ich mir immer im Befehl: "Wenn man keine Ahnung hat einfach mal die Fresse halten." Hör mir das Ganze an und verschwinde wieder in meinem Zimmer. Dass das ganze nicht familienfördernd ist weiß ich selbst. Aber ich hab kein Bock, ständig anhören zu müssen, wie blöd die Kuh ist, was der scheiße gemacht hat... ständig reden die so! Und dieses aggressiv-negative prägt sich dann auch im Kopf ein und man wird schneller aggressiv.

    Jetzt könnte man sagen, kannst ja öfters zu Deinem Vater gehen. Nu ja. Eigentlich stimmts. Wär da bloß nicht seine ach so tolle Freundin, die Bio-Tante, die meinen Vater voll im Griff hat und er nach ihrer Nase tanzt, ich habe kein Bock auf Leute die sich wegen Frauen verbiegen! Nur weil meine Freundin Bio mag würde ich mir nicht verordnen lassen auch nur Bioprodukte zu essen! Wenn sie es gut findet würde ich es ihr nicht verbieten, aber mich sollte sie dann dazu nicht zwingen. Oder wenn man kein Bock drauf hat soll man sich halt nicht drauf einlassen... das ist nur ein Beispiel.

    Deswegen hab ich keine Lust mehr auf mein Vater. Und so wundert man sich nicht, wenn man so nach und nach langsam lustlos wird und dann doch am liebsten in seinem Kämmerchen vor dem Computer sitzt... aber achtung, Explosionsgefahr, da hab ich kein Bock mehr drauf! Und an der Familiensituation wird sich so schnell nichts ändern. Ich will nicht sagen dass ich das echte Familienleben vermisse aber ich vermisse so einen richtigen Kumpel, mit dem man über alles reden kann, der einen versteht, wo man mal "Mann" sein kann und nicht Angst haben muss, wieder von den Frauen durchgelästert zu werden..... sowas wünsch ich mir, mehr nicht!

    #2
    Hallo Lebebenswert,

    Ich finde, Du hast die unglückliche Familiensituation sehr gut beschrieben und ich denke, jeder, der das liest, kann dies nachempfinden. Du bist jung und ich finde es gut, was Du Dir für Gedanken machst.

    Es ist aber so, dass nicht alle Frauen solche lästermäuler sind und es gibt genug Lästermäuler auch unter Männern. Also bitte nichjt alle Frauen über einen Kamm schehren, denn man sollte jeden Menschen individuell betrachten, egal, ob Mann, oder Frau, den wir sind zum Glück alle Indibiduen.

    Ich kann Dich verstehen, dass Du zu den Themen Deiner Mutter und Schwester nichts sagst, doch alleine dadurch, dass Di dir diese Sachen anhörst, nimmst Du diese Gepräche auf und wirst dadurch geprägt.

    Hin und wieder Hilft da nur die harte Tour, einfach mal sagen: Hört mit diesen Themen in meinem Dabeisein auf. Es klingt jetzt zwar bllöd, aber ich selber habe meiner Mutter mal irgendwann gesagt: Über diese Themen rede ich nicht mehr mit Dir und ich will auch nicht, dass du sie anschneidest, wenn ich dabei bin. Wenn Du das machst, verabschiede ich mich für heute. Ist das hart? Nein, es ist Dein gutes Recht, Dich über Themen zu unterhalten, die Du magst.

    In diesem Sinne
    Gruß Wolle

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      #3
      Ich kann mir durchaus vorstellen, dass es als einziger Junge/Mann unter Frauen sehr schwierig ist. Vor allem wenn man bei gewissen Dingen Frauen (noch) nicht versteht.

      Vielleicht hilft dir ja die Tatsache etwas weiter, dass das Tratschen/Lästern/Meckern auch einen psychologisch positiven Aspekt hat. Das hält nämlich die Frauen zusammen, vermittelt ihnen eine gewisse Stärke und das Gefühl nicht allein zu sein, sondern eine Gruppe. Auch wenn es komisch klingt, aber Lästern ist in erster Linie nicht immer schlecht, solange es dem "Belästerten" nicht schadet. Sondern festigt das Zusammengehörigkeitsgefühl. Deswegen tritt Lästern auch so häufig in der Arbeit auf, z.B. hinter Rücken der Vorgesetzten. Oder bei Schülern in der Schule... da wird auch über die Lehrer gelästert... eben weil es das Gruppengefühl als "Schüler" stärkt.

      Und gerade in deiner Familiensituation kann ich sehr gut nachvollziehen, dass eben dieses Frauengetratsche so ... ich sag mal... häufiger als sonst zustande kommt, da die Situation auch für deine Mutter und Schwester sehr schwer ist. Die beiden wurden vom Vater verlassen (stimmt das so?) und müssen nun selbst zurechtkommen, fühlen sich bestimmt oft einsam und womöglich auch manchmal überfordert? Eben da kommt die Kommunikation zwischen Mutter und Schwester in Fahrt, die eigentlich nichts anderes bedeutet als: wir haben ja uns, wir schaffen das schon.

      Ich weiß, das ist nicht leicht zu verstehen, eben weil dieses Phänomen "Lästern" etwas eher Unbewusstes ist. Lass sie einfach. Wenn es nicht dein Ding ist, brauchst du nicht mitmachen. Aber verübeln brauchst du es ihnen auch nicht. Mach stattdessen Dinge, die dir Spaß machen

      Ich wünsche dir alles Gute, und bedenke, dass nicht alle Frauen so sind wie Mutter und Schwester Aber das wirst du schon noch rausfinden, wenn du älter wirst.

      Herzlich,
      - Vespi

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        #4
        Vielen Dank für eure Antworten. Naja, verlassen nicht, meine Eltern haben sich geschieden. Aber im Grunde kann man schon sagen, meine Mutter wurde verarscht... denn bei der 2. Trennung hat sie herausgefunden, dass mein Vater zwischenzeitlich nebenbei noch was mit ner anderen am Laufen hatte.... und zudem ist meine Schwester depressiv, weswegen meine Mutter ständig am Jammern ist, sie hätte kein eigenes Leben mehr und könnte deswegen nicht mehr weggehen. Die Situation belastet mich auch total, weil ich immer abhaue quasi und sie zu Hause gefesselt ist.

        Auf der einen Seite sagt, sie sie würde sich nichts antun, weil meine Schwester so viele Pläne hat, aber auf der anderen Seite muss sie ständig ein Auge auf sie haben?? Diese Tatsache kommt noch erschwerend dazu, dass ich mir quasi auch ständig Gedanken um die anderen mache, was man tun könnte, damit es ihnen längerfristig besser geht. Weil ich kann nicht so tun, als wäre alles in ordnung, und auf der anderen Seite ist meine Mutter fertig... ich sage mir zwar, wenn sie gar nicht mehr kann, weiß sie ja wo sie Hilfe findet.. aber das hört sich so hart an und ganz aus der Familie ausschalten will ich mich auch nicht ...

        Und momentan bin ich in der Veränderungsphase, wo ich noch viel Wert auf negatives lege und es gerade kippt zum Positiven.. aber jetzt wo ich das negative verabschiede ist es nochmal doppelt so heftig...

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