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Waffenbesitz und Waffenbenutzung

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    Waffenbesitz und Waffenbenutzung

    Ich beziehe mich bei der Thematik hauptsächlich (aber nicht nur) auf die Zustände in den USA, wo eine Menge Menschen zu Hause privat Waffen besitzen.
    Angeblich fühlen sie sich damit sicherer, um im Notfall ihr Eigentum verteidigen zu können.

    Ich bin der Meinung, wenn ich mir eine Waffe (ich meine jetzt explizit Schusswaffen) anschaffe, dann deshalb, weil ich sie auch benutzen werde.
    Wenn eine Waffe im Haus ist, wird sie früher oder später auch benutzt werden.

    Ich möchte keine Waffe im Haus haben, denn bei meinem Temperament könnte ich keine Garantie dafür abgeben, dass ich sie nicht auch bei Gelegenheiten benutzen würde, wo es absolut unangebracht wäre.
    Bisher haben/hätten wir noch nie eine Waffe gebraucht.

    Mich interessiert, ob ihr das ähnlich seht.

    Dass es in Deutschland eh schwierig ist, die Erlaubnis für den Besitz einer Waffe zu bekommen, sollte erstmal keine Rolle in der Diskussion spielen.
    Illegale Waffen sind ja offenbar genug im Umlauf.
    Das wundert mich immer wieder, wenn entsprechende Meldungen auftauchen, wenn mal wieder jemand seine Familie erschossen hat.

    #2
    Zitat von Bonny123 Beitrag anzeigen
    Ich möchte keine Waffe im Haus haben, denn bei meinem Temperament könnte ich keine Garantie dafür abgeben, dass ich sie nicht auch bei Gelegenheiten benutzen würde, wo es absolut unangebracht wäre.
    Bisher haben/hätten wir noch nie eine Waffe gebraucht.

    Mich interessiert, ob ihr das ähnlich seht.
    Hallo Bonny,

    ja, das sehe ich genauso. Wir haben Waffen zu Hause, da mein Partner Jäger ist. Sie werden ordnungsgemäß verwahrt. Ich nehme davon aber weiter keine Notiz und käme auch nicht auf die Idee, mich damit selbst im Zweifelsfall zu verteidigen. Da mich das wenig interessiert, weiß ich auch nicht, wo die Schlüssel liegen und ich sehe auch keinen Grund dafür, mir diese Information einzuholen.
    Anfangs war das etwas merkwürdig, da diese Waffen aber außer zur Jagd nie in Augenschein treten, gehört es mittlerweile einfach dazu. Ich fände es befremdlich, wenn es ein Waffenschrank wäre, der die Waffen in irgendeiner Art und Weise präsentieren würde. Auch das ist bei uns nicht der Fall.

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      #3
      Es ist gut, daß wir keine Zustände wie in den USA haben.

      Ich hätte zwar keine Angst, daß ich aus Zorn jemanden erschießen würde, vermutlich würde ich gar nicht treffen , aber ich hätte kein gutes Gefühl, wenn ich eine Waffe im Haus hätte.

      Wie oft ist in den USA jemand versehentlich von einem Familienmitglied erschossen worden - der Teenager, der spät nach Hause schlich, die Schwester, weil mit der Waffe gespielt wurde, etc.

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        #4
        Ehrlich gesagt, schockt es mich aber auch immer wieder, wenn ich irgendwo lese oder höre, wieviele Waffen auch hierzulande in Privatbesitz sind. Abgesehen von einem ehemaligen Klassenkameraden, dessen Vater Jäger war, kenne ich (zumindest wissentlich) niemanden, der zuhause Schusswaffen aufbewahrt. Aber wenn man im Zusammenhang von Amokläufen und anderen nachrichtenträchtigen Ereignissen immer wieder hört, dass die Täter eigentlich nur in den Waffenschrank ihrer Eltern greifen mussten, scheint es doch einige Leute zu geben, die Jagdgewehre, aber auch Handfeuerwaffen besitzen und auch halbwegs damit umzugehen verstehen.

        Und dann sind da ja noch die Waffen, die Deutschland in andere Länder exportiert...Wer produziert die eigentlich alle? Und wo? Gemessen an der Menge der Exporte muss es ja doch eine Menge Leute hierzulande geben, die sich damit auskennen, auch wenn Handfeuerwaffen gemessen am Gesamtvolumen nur einen kleinen Teil des Waffenexports insgesamt ausmachen. Waffenexport ? Wikipedia Während ich froh bin, dass meine Kinder und ich noch nie mit einer Schusswaffe zu tun hatten, werden in Afrika und im Nahen Osten Kindersoldaten mit deutschen Rüstungsgütern konfrontiert, wenn auch wohl die wenigsten mit deutschen "Präzisions-Schusswaffen" ausgestattet werden...

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          #5
          Ich geh eben von der Überlegung aus, dass jemand, der sich eine Waffe zulegt, die auch irgendwann benutzen wird.
          Mach ich da einen Denkfehler?
          Oder ist es so wie mit unserem Feuerlöscher, von dem wir hoffen, ihn nie benutzen zu müssen?
          Aber eine Waffe zur Sicherheit? Ich weiß nicht.

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            #6
            Ich würde auf keinen Fall eine Waffe im Haus haben wollen. Es würde mir richtig Angst machen, allein mir die Anzahl der Möglichkeiten für ihren Gebrauch auszumalen. Es könnte ja eingebrochen werden um die Waffe zu stehlen...... na ja meine Fantasie in dieser Beziehung ist sehr groß.
            Vllt. hab ich auch Angst vor meiner eigenen Reaktion in Gefahrensituationen.

            Zumindest besteht für jeden Waffenbesitzer die Möglichkeit, diese auch zu benutzen. Das kalkuliert der Besitzer sicherlich ein.

            Anders ist es u. U. bei Förstern und Jägern. Die Förster haben berufsbedingt glaub ich eine Waffe (meine Freundin ist mit einem Förster verheiratet). Da muss nicht die Einstellung bestehen, diese auch im Notfall privat zu nutzen, denke und hoffe ich.

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              #7
              Ich seh das Ganze ein wenig anders.
              Jeder hat Waffen im Haushalt. Auch ein Messer oder einen Hammer kann man ganz prima zum töten verwenden.

              Und lange nicht jeder, der eine Waffe im Haus hat, denkt daran sie auch zu benutzen.

              So weit ich weiß, bekommen in der Schweiz Männer die beim Militär waren ihre Waffe mit nach Hause. Zumindest war es früher so.

              Manche Menschen sind auch einfach von Waffen fasziniert und sammeln sie. Ich finde z.b. Bogen wunderschön. Auch die kann man als Waffe benutzen. In vielen Wohnungen hängen Schwerter an der Wand. Ich vermute, die wenigsten hängen die dort auf um sich im Bedarfsfall vor Einbrechern zu schützen.

              Grundsätzlich finde ich eine Schußwaffe im Haus nicht gefährlicher als ein scharfes, langes Messer. Gefährlich wird die Waffe dann, wenn man sie nicht ordnungsgemäß aufbewahrt und sie z.b. in Hände von Kindern/Jugendlichen kommt oder wenn man nicht damit umgehen kann.

              Meiner Meinung nach ist ein Tötungswille das "gefährliche". Eine Waffe dazu findet sich dann immer.

              Trotzdem finde ich unser Waffengesetz völlig in Ordnung. Ich würde es nicht gelockert haben wollen weil ich denke, dass dann mehr Unfälle aus Unachtsamkeit/Schlamperei passieren würden. Ich denke nicht, das sich dadurch die beabsichtigten Todesfälle durch Schusswaffen stark erhöhen würden. Wer eine Waffe will, bekommt sie auch. Das ist nicht schwieriger als sich Rauschgift zu besorgen.

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                #8
                Eine immens gefährliche Waffe haben wir alle ständig dabei: Das Wort.

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                  #9
                  Zitat von Mistral1 Beitrag anzeigen
                  Eine immens gefährliche Waffe haben wir alle ständig dabei: Das Wort.

                  Mit Verlaub: ich finde, der Vergleich hinkt.

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                    #10
                    OT

                    Zitat von Bonny123
                    Ich beziehe mich bei der Thematik hauptsächlich (aber nicht nur) auf die Zustände in den USA, wo eine Menge Menschen zu Hause privat Waffen besitzen.
                    Angeblich fühlen sie sich damit sicherer, um im Notfall ihr Eigentum verteidigen zu können.
                    In Bezug auf die USA:

                    __________
                    Verfasungsrechtlicher Hintergrund zum Waffenbesitz in den USA:

                    Der Originaltext des seit seinem Beschluss durch den Kongress unveränderten Artikels lautet:
                    “A well regulated Militia, being necessary to the security of a free State, the right of the people to keep and bear Arms, shall not be infringed.”
                    „Da eine wohl organisierte Miliz für die Sicherheit eines freien Staates notwendig ist, darf das Recht des Volkes, Waffen zu besitzen und zu tragen, nicht beeinträchtigt werden.“


                    (...)

                    A well regulated militia…
                    Man kann in den Worten A well regulated militia, being necessary for… eine Zweckbestimmung sehen. Dementsprechend ist die Bewaffnung von Einzelpersonen erlaubt, falls sie dem Zweck dient, eine well regulated militia zu bilden. Dies bedingt, dass die Einzelperson, die sich aufs Recht zum Waffenbesitz und Waffentragen beruft, Mitglied einer solchen Miliz ist.
                    Die damaligen Milizen sind die Vorläufer der heutigen Nationalgarde der Vereinigten Staaten, und bis 1905 waren diese Milizen die hauptsächlichen Streitkräfte der Vereinigten Staaten. Befürworter einer Schusswaffenregulierung halten daran fest, dass das Second Amendment nur den „organisierten Milizen“ das Recht gibt, Waffen zu tragen. In diesem Sinne können etwa ... mehr in Wiki
                    _______________


                    Was der Einzelne oder ein Kollektiv oder ein großer Teil (irgend)einer Nation daraus machen, fällt unter "(Gruppen-, Volks-)Menthalität" ... und die us-amerikanische Menthalität (pauschal gesehen) ist halt eine gänzlich andere, als die in unseren Breiten.

                    Grundsätzlich geht es bei Waffenbesitz um Macht und (Selbst)Sicherheit. Wer Macht hat, hat (vermeintlich) auch Sicherheit, oder : wer Sicherheit sucht, braucht dazu (vermeintlich) Macht.
                    Eine Waffe (vorrangig Schusswaffen, mit denen man "abschießen" kann, oder bspw. Schwerter und messerähnliche Waffen, mit denen man "abstechen" kann) ist noch immer ein Machtsymbol und Machtwerkzeug - und zudem (auch heute noch immer, wenn auch von vielen vehement abgestritten) auch ein Potenz-Symbol (da der Mächtige im herkömmlichen Glauben auch potent sei), weshalb Schusswaffen weltweit vor allem im Besitz von Männern sind.
                    Potenz ist in diesem Zusammenhang nur am Rande mit der Sexualität in Verbindung zu bringen,... wiewohl eine "dicke Wumme" so manchen (sicher und bei weitem nicht allen) ein Substitut ist für seine persönliche Kleinigkeit (welcher Art auch immer) darstellt.

                    Um auf Nordhimmels Post zurückzukommen, kann ich jemand mit einem Teelöffel erschlagen oder mit einer Haarnadel abstechen. Ich kann in einer Pfütze ertrinken und an einem Brokrumen ersticken. Um mit Mistral zu sprechen (und um Tamina zu widersprechen), kann ich jemand "in Grund und Boden reden", übersetzt heisst das: zu Tode labern.

                    Eigentlich sind wir alle - jeder auf seine Weise - waffenscheinpflichtig.

                    OT

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                      #11
                      Der Unterschied besteht nur darin, dass eine Schusswaffe zum Töten bzw. Verletzen gedacht ist, während die anderen genannten Dinge aus dem Haushalt "normale" Bestimmungen haben.
                      Missbrauchen kann ich alles, auch ein Auto, um andre Leute über den Haufen zu fahren.

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                        #12
                        Liebe Bonny,

                        Zitat von Bonny123 Beitrag anzeigen
                        Der Unterschied besteht nur darin, dass eine Schusswaffe zum Töten bzw. Verletzen gedacht ist, während die anderen genannten Dinge aus dem Haushalt "normale" Bestimmungen haben.
                        Missbrauchen kann ich alles, auch ein Auto, um andre Leute über den Haufen zu fahren.
                        Das bringt es, finde ich, auf den Punkt! Und um zu Deiner Ausgangsfarge zurückzukehren, so stimme ich mit Dir überein: Wer Waffen im Haus hat, die zu nichts anderem hergestellt wurden, als zum Schießen, ist prinzipiell auch bereit, sie zu benutzen (sonst hätte er sich ja die Investition sparen können).

                        Liebe Grüße,
                        Chaja

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                          #13
                          Ja, das sehe ich auch so wie ihr, Chaja und Bonny, ich mag auch keine (Schuss)Waffen.

                          Geschossen habe ich in meinem Leben einmal, einen Testschuss mit der Signalpistole, als ich auf dem Boot gelebt habe, denn dort hätte das vielleicht mal lebenswichtig sein können.
                          Die Pistole wurde aber auch immer im Tresor an Bord eingeschlossen aufbewahrt, damit niemand sie "einfach so" benutzen kann, denn das könnte auch tödlich sein.........

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                            #14
                            Zitat von Tamina Beitrag anzeigen
                            Mit Verlaub: ich finde, der Vergleich hinkt.
                            Zitat von Mistral1 Beitrag anzeigen
                            Eine immens gefährliche Waffe haben wir alle ständig dabei: Das Wort.
                            Das tut er keineswegs.
                            Mir ist klar, dass der von mir erwähnte Aspekt abseitig ist und nicht zum hiesigen Thema der konkret gemeinten Waffen passt. Das ändert jedoch nichts daran, dass das Wort eine Waffe ist, die grausame und tiefe Verletzungen zufügen kann.

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                              #15
                              Liebe Mistral,

                              Zitat von Mistral1 Beitrag anzeigen
                              Das tut er keineswegs.
                              Mir ist klar, dass der von mir erwähnte Aspekt abseitig ist und nicht zum hiesigen Thema der konkret gemeinten Waffen passt. Das ändert jedoch nichts daran, dass das Wort eine Waffe ist, die grausame und tiefe Verletzungen zufügen kann.
                              Dazu kurz ein kleiner Auszug aus Heinrich Heines "Deutschland ein Wintermärchen":

                              Während die Kleine von Himmelslust
                              Getrillert und musizieret,
                              Ward von den preußischen Douaniers
                              Mein Koffer visitieret. Beschnüffelten alles, kramten herum
                              In Hemden, Hosen, Schnupftüchern;
                              Sie suchten nach Spitzen, nach Bijouterien,
                              Auch nach verbotenen Büchern.
                              Ihr Toren, die ihr im Koffer sucht!
                              Hier werdet ihr nichts entdecken!
                              Die Konterbande, die mit mir reist,
                              Die hab ich im Kopfe stecken.
                              Hier hab ich Spitzen, die feiner sind
                              Als die von Brüssel und Mecheln,
                              Und pack ich einst meine Spitzen aus,
                              Sie werden euch sticheln und hecheln.
                              Im Kopfe trage ich Bijouterien,
                              Der Zukunft Krondiamanten,
                              Die Tempelkleinodien des neuen Gotts,
                              Des großen Unbekannten.
                              Und viele Bücher trag ich im Kopf!
                              Ich darf es euch versichern,
                              Mein Kopf ist ein zwitscherndes Vogelnest
                              Von konfiszierlichen Büchern.
                              Glaubt mir, in Satans Bibliothek
                              Kann es nicht schlimmere geben;
                              Sie sind gefährlicher noch als die
                              Von Hoffmann von Fallersleben! -

                              Liebe Grüße,
                              Deine Chaja

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