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Zu neuem Leben erwachen (für Kopfmenschen die es satt haben)

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    Zu neuem Leben erwachen (für Kopfmenschen die es satt haben)

    Guten Tag,
    darf ich mich Vorstellen, ich bin ein Kopfmensch.
    Ich denke und denke und denke und eh ich mich versehe ist schon alles getan, nur eben nicht von mir. Mein Leben zieht manchmal an mir vorbei, während ich dasitze und grübel wie es nun weitergehen soll. Dann werde ich eiskalt vom Leben überrascht mit neuen Situationen und füge mich blitzschnell ganz einfach dem was so passiert ist während ich rumsaß und Pläne geschmiedet hab. Die Pläne haben zwar ganz anders ausgesehen, als das was nun passiert ist, wäre aber auch mit mehr Aufwand verbunden. Und jetzt wo das schon da ist...

    Außerdem immer mit dabei die Stimme im Hinterkopf die mahnt "Also, DAS kannst du nun wirklich nicht machen! Was sollen denn die anderen Leute nur sagen?". Ausgelassen und fröhlich sein? Die Stimme in meinem Kopf sagt, das ist kindisch!

    Weniger Denken mehr tun!
    Auch mal Risiken eingehen,statt so viel nachzudenken!
    Nicht alles planen, auch mal spontan sein!
    Ausgelassen sein, statt immer so ernst.
    Vergangenem und Zukünftigem nicht mehr Beachtung schenken als der Gegenwart.


    Verbündete?
    Zuletzt geändert von Tuesday; 18.07.2012, 21:28.

    #2
    Zitat von Tuesday Beitrag anzeigen

    Weniger Denken mehr tun!
    Für mich schließt sich das nicht aus, wenn das eine aus dem anderen schlüssig resultiert. Was Du meinst, ist wahrscheinlich nicht jede Kleinigkeit bis zu ende durchzudenken sondern Entscheidungen zu treffen.
    Ich hatte hier mal einen Faden zur Entscheidungsfindung angestoßen, in dem aber momentan nicht geschrieben wird, war vielleicht zu theoretisch.


    Zitat von Tuesday Beitrag anzeigen
    Auch mal Risiken eingehen,statt so viel nachzudenken!
    ja, aber nicht solche, dass das LKA und das BKA die Ermittlungen aufnehmen. Es gibt ja den Spruch "No risk, no fun" und so ein bisschen stimmt der auch. Risiken müssen halt vertretbar sein, und wenn man ein vorsichtiger Mensch ist, soll man nicht alle Vorbehalte achtlos über Bord werfen.


    Zitat von Tuesday Beitrag anzeigen
    Nicht alles planen, auch mal spontan sein!
    Durchaus..
    was das Planan angeht:

    Ja, mach nur einen Plan
    Sei nur ein großes Licht!
    Und mach dann noch 'nen zweiten Plan
    Geh' n tun sie beide nicht. (Brecht)

    Was aber keine Anleitung dazu sein soll, planlos durchs Leben zu laufen.


    Zitat von Tuesday Beitrag anzeigen
    Ausgelassen sein, statt immer so ernst.
    Wenn es nicht dazu führt einen Polizisten morgens mit guten Morgen, Streifenhörnchen zu begrüßen.

    Zitat von Tuesday Beitrag anzeigen
    Vergangenem und Zukünftigem nicht mehr Beachtung schenken als der Gegenwart.
    Ein schwieriges Thema...
    Die Gegenwart ist ja quasi nur ein kleiner Grenzpunkt zwischen Vergangenheit und Zukunft...
    Gut, Dinge die geschehen sind, kann man vielleicht abändern aber nicht ungeschehen machen und zukünftiges bleibt weitgehend verborgen..
    Wir richten ja ein gutes Stück unserer Gegenwart nach der Vergangenheit aus und berücksichtigen dabei künftige mögliche Entwicklungen.
    Mir persönlich ist noch nicht so ganz klar, wie das geht, die Gegenwart in den Focus zu rücken.

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      #3
      Ich möchte jetzt nach einen Eintrag keine voreiligen Schlüsse ziehen. Aber dieses "abgrübeln" hört sich für mich schon fast ein wenig an wie das Symptom einer Depression. (siehe auch Wikipedia: Grübeln ? Wikipedia )
      Die Alarmglocken gingen bei mir an, als Du von Deiner inneren Stimme schriebst, die Dich davon abhält glücklich und zufrieden zu sein.

      Nun ist die Frage: Ist es wirklich krankhaft bei Dir oder hörte sich das nur so an, weil Du extrem frustriert bist. Das ist wohl die erste Frage, die Du Dir stellen solltest.

      Ich bin auch ein Kopfmensch, aber ich mache gerne Pläne. Das ist etwas, was mich bei Langeweile bei Laune hält. Am besten sind meine Pläne, wenn es im Leben hart zugeht. Hört sich ein wenig komisch an. Aber ich nutzte die dann, um den Lichtstreifen am Horizont zu sehen. Beispiel:

      Eine OP steht an. Das ist unangenehm. Wenn ich mich nur darauf fixiere, dann bin ich niedergeschlagen. Aber ich weiß, nach einer Woche werde ich entlassen. Also plane ich diese Zeit, das lengt mich von der bevorstehenenden OP ab. Wenn ich ein einer Woche zuhause bin, werde ich mir Filme und Bücher gönnen, die ich mir immer mal ansehen wollte. Wenn dann nach zwei Wochen die Fäden raus sind, gönne ich mir einen schönen Restaurantbesuch. Und wenn alles wieder o.K. ist ein Tag in der Therme.

      Solche Pläne halten mich immer in unangenehmen Situationen aufrecht. Ich habe immer die Zukunft im Blick, weil alles was mies ist, auch mal vorbei geht. Auch die dickste Trauer und schlechte Zeit. Und darauf konzentriere ich mich.

      Von daher finde ich das planen nicht schlecht. Es kann auch positiv sein. Problem wird nur, wenn es schon pathologisch in Richtung "Denkstörung" geht. Dann weiß ich nicht, ob hier die Ratschläge wirklich helfen können.

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        #4
        Hi Tuesday,

        warum muss ich bei deinem Nick an die Addams Family denken


        Zitat von Tuesday Beitrag anzeigen
        Guten Tag,
        darf ich mich Vorstellen, ich bin ein Kopfmensch.
        Guten Morgen, detto!

        Zitat von Tuesday Beitrag anzeigen
        Ich denke und denke und denke und eh ich mich versehe ist schon alles getan, nur eben nicht von mir. Mein Leben zieht manchmal an mir vorbei, während ich dasitze und grübel wie es nun weitergehen soll. Dann werde ich eiskalt vom Leben überrascht mit neuen Situationen und füge mich blitzschnell ganz einfach dem was so passiert ist während ich rumsaß und Pläne geschmiedet hab. Die Pläne haben zwar ganz anders ausgesehen, als das was nun passiert ist, wäre aber auch mit mehr Aufwand verbunden. Und jetzt wo das schon da ist...
        Kurz gesagt:
        Dass wir nicht alles in der Hand haben, ist das Leben. Und das ändert sich auch nicht, wenn wir zu denken aufhören.

        Etwas ausführlicher:
        Dass man sich mit Hobbies und erfüllenden Tätigkeiten das viele Denken etwas einspart, weil man mit der Gegenwart beschäftigt ist und einem in diesem Augenblick nichts "fehlt", weißt du wahrscheinlich.

        Es wird immer unberechenbare Parameter geben, die das Leben bei uns anklingeln lässt. Das ist einfach so. Diese beiden Konstanten zu einem Ganzen zu verbinden, ist die Aufgabe. Die guten Augenblicke und Momente konsequent vermehren, dann können wir auch auf den unberechenbaren Wellen besser und unbeschadeter mitsurfen.

        Ich denke auch viel, ticke auch weniger emotiional und mehr rational, was mir hilft, schnell zu entscheiden, zu bewerten und zu machen. Schau dir an, was deine Eigenschaften sind und wie du daraus eine konstruktive Kraft für dich machen kannst.

        Der Vorteil von uns Kopfmenschen ist ganz klar einer: Wir können viel zielgerichteter vorgehen, weil wir uns mehr Gedanken machen. Die Kunst liegt darin, sich nicht in unwichtigen Einzelheiten zu verzetteln. Darum habe ich mir angewöhnt, mich für einen Weg zu entscheiden und dann zu denken aufzuhören und stattdessen was anderes zu machen (und wirklich machen - was mit den Händen, was angreifen, was kochen...). Dann bist du automatisch wieder im Augenblick. Wie ich zu dem Weg komme? Wenn es sein muss, schreibe ich es mir auf und mach mir eine strukturierte Liste an To Do's. Oder ich überlege strategisch, was ich zur Erreichung vom Ziel brauche, und breche dann herunter, was das heißt und was ich zu tun habe. Braucht ein bisschen Übung, aber funktioniert gut!

        Zitat von Tuesday Beitrag anzeigen
        Außerdem immer mit dabei die Stimme im Hinterkopf die mahnt "Also, DAS kannst du nun wirklich nicht machen! Was sollen denn die anderen Leute nur sagen?". Ausgelassen und fröhlich sein? Die Stimme in meinem Kopf sagt, das ist kindisch!
        Ich sage darauf: Na und?

        Die anderen Leute sind mir komplett egal. Sie reden sowieso, egal was ich tu oder nicht tu, über mich genauso wie über jeden anderen Normalbürger. Ich kümmere mich nicht darum!

        Zitat von Tuesday Beitrag anzeigen
        Weniger Denken mehr tun!
        Auch mal Risiken eingehen,statt so viel nachzudenken!
        Nicht alles planen, auch mal spontan sein!
        Ausgelassen sein, statt immer so ernst.
        Vergangenem und Zukünftigem nicht mehr Beachtung schenken als der Gegenwart.
        Voilá, da hast du dein Rezept!

        LG

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          #5
          Zitat von Hubert1 Beitrag anzeigen
          Ein schwieriges Thema...
          Die Gegenwart ist ja quasi nur ein kleiner Grenzpunkt zwischen Vergangenheit und Zukunft...
          Gut, Dinge die geschehen sind, kann man vielleicht abändern aber nicht ungeschehen machen und zukünftiges bleibt weitgehend verborgen..
          Wir richten ja ein gutes Stück unserer Gegenwart nach der Vergangenheit aus und berücksichtigen dabei künftige mögliche Entwicklungen.
          Mir persönlich ist noch nicht so ganz klar, wie das geht, die Gegenwart in den Focus zu rücken.
          Tatsächlich ist weder die Vergangenheit noch die Zukunft. Es ist die Gegenwart, die ewig währt. Insofern ist eigentlich nichts leichter als darauf den Focus zu rücken
          Oder um es mit Eckart Tolles Worten zu es sagen: "Es ist immer jetzt."

          Allerdings stimmt es, und das sagt auch der Ecki, dass es dazu einer gewissen inneren Stille bedarf. So lange die Gedanken rattern ist es schwierig im Augenblick zu sein, so lange der Körper angespannt ist, ebenfalls.

          Die Gegenwart, das Jetzt bewußt wahrzunehmen, ist viel mehr als nur ein ein klitzekleiner Grenzpunkt, ein Tüpfelchen das schon vorbei es, ehe man sich dessen so recht gewahr werden kann. Es ist im Gegenteil die Erfahrung von Ewigkeit.

          Wer was dazu lesen mag:
          http://www.eckharttolle.de/pdf/Visio...khartTolle.pdf

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            #6
            Hallo Ihr Lieben, erst mal vielen dank für Euer Feedback!
            @Hubert1: nein so extrem, wie du das interpretierst seh ich das nicht. Ich möchte nicht dem Denken abschwören, sondern einfach aufhören den ganzen Tag sinnlos im Kreis zu denken und stattdessen mein Leben aktiv gestalten.
            Was meine "Risiken" angeht ist es für mich schon ein Risiko über meinen Schatten zu springen und mal Abends auszugehen (auf die Gefahr hin, dass es doof wird und ich mich den ganzen Abend unwohl fühle)

            @Bille39: Ja ich habe definitiv depressive Tendenzen. Ich kämpfe seit Jahren immer wieder mit Depressionen, aber im Moment bin ich dabei ganz erfolgreich dagegen anzukämpfen. :)
            Bei mir helfen die Gedanken nicht gegen die Langeweile, bei mir fangen die Grübeleien auch an, wenn ich meinem Kopf nicht genügend input gebe, aber meistens führen sie dann ins negative, weil ich Dinge kaputt denke, oder so lange das Haar in der Suppe suche, bis ich es gefunden hab. Ich hab manchmal das Gefühl, wenn ich meinen Kopf nicht genug zu tun gebe dann sucht er sich oder erfindet irgendwelche Katastrophen ;) Aber ich arbeite ja dran :)

            @Kaikoura: Ha! Ich benutz den Nickname jetzt seit ... ka... 10 Jahren und du bist glaub ich die erste Person die sofort kapiert woher der Name kommt :D
            Ich will gar nicht alles in der Hand haben, aber ich warte meist so lange bis sich irgendwelche Entscheidungen die ich zu treffen hab von selbst erledigen. So bin ich zu meinem Job gekommen und weil ich immer so gut abgeschnitten hab in Prüfungen wurde mir dann immer nahe gelegt noch diese oder jene Weiterbildung zu machen. Nur damit ich jetzt bald meinen Handelsfachwirt mache und feststelle, dass ist nach wie vor nicht das was ich wollte, als ich damals nur Absagen auf meine Bewerbungen zur Mediengestalterin bekam und über Informatik, Journalismus und Psychologie nachgedacht hab und dann damit ich wenigstens was hab die Ausbildung zum Kauffrau gemacht hab weil sie mir angeboten wurde.

            @A*star: danke für den Link! Eckart Tolle steht sowieso schon ganz oben auf meiner "Zu Lesen" Liste :)

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              #7
              Hello!

              Zitat von Tuesday Beitrag anzeigen
              Ha! Ich benutz den Nickname jetzt seit ... ka... 10 Jahren und du bist glaub ich die erste Person die sofort kapiert woher der Name kommt :D
              Thihi


              Zitat von Tuesday Beitrag anzeigen
              Ich will gar nicht alles in der Hand haben, aber ich warte meist so lange bis sich irgendwelche Entscheidungen die ich zu treffen hab von selbst erledigen. So bin ich zu meinem Job gekommen und weil ich immer so gut abgeschnitten hab in Prüfungen wurde mir dann immer nahe gelegt noch diese oder jene Weiterbildung zu machen. Nur damit ich jetzt bald meinen Handelsfachwirt mache und feststelle, dass ist nach wie vor nicht das was ich wollte, als ich damals nur Absagen auf meine Bewerbungen zur Mediengestalterin bekam und über Informatik, Journalismus und Psychologie nachgedacht hab und dann damit ich wenigstens was hab die Ausbildung zum Kauffrau gemacht hab weil sie mir angeboten wurde.
              Ich finde, abzuwarten, ist per se nicht das schlechteste. Ich bin eher impulsiv und bin meistens zu schnell. Auch nicht gut. Weil sich vieles erst entwickeln kann, wenn man ihm Zeit dazu gibt. So wie du es beschreibst, abzuwarten, da fällt mir eines ein: Es sind ja Alternativen, die dir angeboten wurden. Zu denen hättest du ja auch "nein" sagen können. Aus welchem Grund hast du denn zugesagt? Standen zB auch finanzielle Gründe im Raum? Warst du denjenigen, die dir diese Dinge nahegelgt haben, in irgendeiner Weise was schuldig?

              ...und selbst wenn du eine dieser Alternativen annimmst, muss dich das ja nicht zwangsläufig von deinem Ziel abbringen. Es ist ein Zwischenschritt. Ich seh das als Prozess. Erfahrungen und neue Stärken verändern einen, und irgendwann kommt der Punkt, wo man keine Kompromisse mehr macht und einfach schnurstraks auf sein Ziel zugeht, weil es jetzt ganz klar vor einem steht. Mach ich jetzt auch.

              Und bevor wir hier jetzt wieder zu viel denken , weil wir die Vergangenheit und bis heute sowieso nicht ändern können und auch nicht zerdenken sollen, wäre meine Idee dazu jetzt ganz einfach: Mach es in Zukunft einfach anders. Formulier dir dein Ziel, mach eine Ausbildung wenn notwendig, und schau, dass du mit Menschen, die schon das tun was du tun möchtest, in Kontakt kommst. Hör dir an, wie sie dort hin gekommen sind, frag sie, ob sie dir nicht beim Einstieg "behilflich" sein könnten. Mal bei einer Veranstaltung dabei sein, einen Praktikumsplatz besorgen, usw.

              LG

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                #8
                Zitat von Kaikoura Beitrag anzeigen
                Ich finde, abzuwarten, ist per se nicht das schlechteste. Ich bin eher impulsiv und bin meistens zu schnell. Auch nicht gut. Weil sich vieles erst entwickeln kann, wenn man ihm Zeit dazu gibt. So wie du es beschreibst, abzuwarten, da fällt mir eines ein: Es sind ja Alternativen, die dir angeboten wurden. Zu denen hättest du ja auch "nein" sagen können. Aus welchem Grund hast du denn zugesagt? Standen zB auch finanzielle Gründe im Raum? Warst du denjenigen, die dir diese Dinge nahegelgt haben, in irgendeiner Weise was schuldig?
                Ich hab zugesagt, weil das am wenigsten Aufwand war ;) Ich bin ne faule Sau! Ich war niemandem was schuldig, ich hab es einfach angenommen weil es das einzige Angebot war das ich einfach so nehmen konnte ohne viel zu tun, auch wenn es nicht war was ich wollte.
                ...und selbst wenn du eine dieser Alternativen annimmst, muss dich das ja nicht zwangsläufig von deinem Ziel abbringen. Es ist ein Zwischenschritt. Ich seh das als Prozess. Erfahrungen und neue Stärken verändern einen, und irgendwann kommt der Punkt, wo man keine Kompromisse mehr macht und einfach schnurstraks auf sein Ziel zugeht, weil es jetzt ganz klar vor einem steht. Mach ich jetzt auch.
                Ein richtiges Ziel für das sich der Aufwand für mich lohnen würde hab ich ja nie gehabt. Ich hatte verschiedene Ideen, aber konnte mich nicht entscheiden. Aber du hast recht, mittlerweile hab ich extrem viel gelernt, hab mich sehr verändert. Ob ich jetzt besser weiß was ich will weiß ich nicht. Vermutlich nicht, denn im Januar steht mir nun wieder eine Veränderung bevor,aber ich weiß noch nicht so genau wie die aussehen wird. Ich weiß einfach selten was ich wirklich will ;) Es ist selten so das ich etwas hab wofür ich jetzt kämpfen würde. Privat ist es jetzt im Moment das erste mal in meinem Leben so, dass ich das bewusst wahrnehme, dass ich etwas hab wofür ich kämpfe, aber beruflich oder auch was Hobbys angeht kenn ich das gar nicht.

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                  #9
                  hallo Tuesday,

                  Es ist selten so das ich etwas hab wofür ich jetzt kämpfen würde.
                  versteh ich dich richtig, dass reicht dir nun aber nicht mehr und du möchtest etwas ändern?

                  wenn ich deinen letzten beitrag lese, habe ich den eindruck, du bist ganz zufrieden damit, dass sich viele entscheidungen in deinem leben von alleine erledigen...?

                  Kommentar


                    #10
                    Zitat von Fortuna Beitrag anzeigen
                    hallo Tuesday,



                    versteh ich dich richtig, dass reicht dir nun aber nicht mehr und du möchtest etwas ändern?

                    wenn ich deinen letzten beitrag lese, habe ich den eindruck, du bist ganz zufrieden damit, dass sich viele entscheidungen in deinem leben von alleine erledigen...?
                    Naja ich hab immer gedacht: "Joa, passt schon!" aber auf Dauer ist es blöd sich immer mit Sachen zufriedenzugeben, die nur ganz bequem sind. Ich hab ja schon Vorstellungen davon was ich gern hätte und das sieht meist schon anders aus, als das worüber ich so stolper.

                    Kommentar


                      #11
                      Dann wäre es ja für einen Kopfmenschen das Naheliegendste, diese Vorstellungen mal zu konkretisieren, Vor- und Nachteile abzuwägen (oder auch nicht - Stichwort: no risk ...) und sich Handlungen zu überlegen, wie sie sich realisieren lassen.

                      Schönen Thursday, Tuesday

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                        #12
                        man muss nicht das tun, was man gut kann, nur weil man es gut kann, wenn man es ungernt tut etwas anderes lieber täte - so irgendwie? Wenn du andere Möglichkeiten hast: geh sie an.

                        Kenn ich auch irgendwie, aber etwas anderes ist leider auch unkonkret, ich wünsche mir nicht unbedingt andere Inhalte / Aufgaben sondern andere Strukturen... (mehr fairness, mehr Prozessklarheit, mehr Teamarbeit, mehr Zuverlässigkeit....) Träum weiter.

                        Deswegen arbeite ich jetzt mit der Maßnahme daran, dass ich die unfairen, wenig teamfähigen, unzuverlässigen und unstrukturierten Kollegen mit viel Verständnis (die Kolleg/innenversteherin) "therapiere" und das funktioniert sogar halbwegs (die Zusammenarbeit wird leidlich besser).

                        Trotzdem bin ich bei meinen Analysen über mich selbst auch zum Schluss gekommen, dass ich zu verkopft und zu rational bin. Ich arbeite daran, mehr zu fühlen: eine Sache gut hinbekommen: also genießen. Das Haus beim Nachhauskommen betreten: wie schön, gleich darf ich alld ie schönen Dinge in der Wohnung ansehen... Ins Bett gehen: das Buch vornehmen und die Gedanken fließen lassen, mit angenehmen Gefühlen.

                        Und das nicht nur sagen / denken, sondern auch zulassen.

                        Tolle ist da ne ganz gute Hilfe.

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                          #13
                          Dann wäre es ja für einen Kopfmenschen das Naheliegendste, diese Vorstellungen mal zu konkretisieren, Vor- und Nachteile abzuwägen (oder auch nicht - Stichwort: no risk ...) und sich Handlungen zu überlegen, wie sie sich realisieren lassen.
                          Ich als Kopfmensch habe diesbezüglich die Erfahrung gemacht, dass genau aus diesem ständigen Versuch, zu konkretisieren, optimieren, Vor- und Nachteile abwägen das kopfmenschige Denken nicht weniger, sondern mehr wird. Da wo ich früher mal ganz gerne irgendetwas bis ins kleinste Detail durchdacht habe, stehe ich mir heute mit genau dieser Angewohnheit oft genug selber im Weg. Das Denken hat sich im Laufe der Zeit (unbemerkt) zu einer Routine verselbständigt. Dabei ist das Bauchgefühl immer mehr ins Hintertreffen geraten, weil jedes Bauchgefühl sofort vom Kopf noch mal auf alle Eventualitäten abgeklopft wird.


                          Das Problem ist somit für mich, gefangen im Dickicht der Möglichkeiten zu sein. Im Kopf kann ich nämlich zwar mehrere Lösungen gleichzeitig parat haben. Welche sich jedoch am besten ANFÜHLT... das kann ich nicht sagen, da ich ja immer nur ein Gefühl gleichzeitig fühlen kann. Und da es bei Lösungen oft nur um Nuancen des "fühlt sich gut and" und "fühlt sich besser an" geht, ich die Gefühlsnuancen aber nicht gleichzeitig nebeneinander fühlen kann, artet so etwas meist in endlosen Diskussionsrunden mit mir selber aus.


                          Ein Beispiel für eine typische Diskussion mit mir selber: "Ziehe ich die blaue Bluse an oder besser das grüne Tshirt? Hm, das Tshirt passt nicht so gut zu der braunen Hose, aber andereseits ist es zu kalt für die grüne Hose, die besser zu dem grünen Tshirt passt. Aber es soll ja auch noch wärmer werden heute, hat die Kollegin gesagt, aber wenn nicht, vielleicht besser doch die Bluse, aber dann schwitze ich darin so stark, wenn es dann doch warm wird..." Muss ich mehr erklären?

                          Ich vermute, dass es das ist, was Tuesday meint... ?

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                            #14
                            Zitat von missy Beitrag anzeigen
                            Das Problem ist somit für mich, gefangen im Dickicht der Möglichkeiten zu sein. Im Kopf kann ich nämlich zwar mehrere Lösungen gleichzeitig parat haben.
                            Das ist auch eine Schwierigkeit, die mir ebenso bekannt ist. Viel zu oft (und in verschiedenen Lebenbereichen) ist es mir schon passiert, dass ich mich in einer Vielzahl von Möglichkeiten verheddert habe. Ich sehe dann buchstäblich den Wald vor lauter Bäumen nicht. Und vor lauter Entscheidungshemmung komme ich am Ende zu gar nix.

                            Ganz banales Beispiel (lässt sich auch auf existentiellere Lebensbereiche übertragen):
                            Manchmal kann es vorkommen, dass ich gern einen Wochenend-Ausflug machen möchte. Doch ich bin unentschlossen, wohin ich fahren sollte: hier ist es wunderschön, aber da gibts die Streckensperrung der Bahn. Dorthin gibts gute Bahnverbindungen, aber da könnte es vielleicht regnen. Bei der dritten Zieloption passt irgendwas anderes nicht, usw.
                            Anstatt einfach eine Entscheidung zu treffen und loszufahren, grüble ich rum, surfe im Internet, suche nach immer neuen Informationen. Die Zeit schreitet voran - irgendwann ist es fast Mittag. Dann geht die Gedankenspirale los: Oh, Mist, zu spät, jetzt brauch ich auch nicht mehr losfahren... Am Ende hocke ich den ganzen Tag über zuhause...

                            Zum Glück gelingt es mir immer besser, diese Grübelfallen rechtzeitig zu erkennen und auszubrechen.

                            Kommentar


                              #15
                              Solipsist, vielleicht sollten wir 'ne Entscheidungsgruppe eröffnen... oder doch nicht? Und wer macht da mit? Und wenn keiner mitmacht? ...

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