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Konfliktscheu?

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    #31
    @ wen es interessiert: lang, aber reich...

    liebes forum,

    ich hab einen sehr langen, aber auch sehr guten und umfassenden artikel über konfliktscheu gefunden und stell den link hier herein.

    es sind einige passagen dabei, die gut zusammengefaß sind und andere, die einzelne begriffe und abgrenzungen recht gut deutlich machen.

    eigentlich stammt er von einer umsetzungsberatung, zielt also auf konfliktmanagement im arbeitsbereich ab, in diesem artikel steht aber viel brauchbares, weil er sich auch derzwischenmenschlichen seite ausführlich widmet.

    für alle hier, die also gern ausgiebiger und vertiefter in die thematik einsteigen möchten, könnt er schon was bieten...

    Konfliktscheu: Ursache vieler wirtschaftlicher und zwischenmenschlicher Probleme

    liebe grüße, die windfrau

    Kommentar


      #32
      Hallo windfrau,
      Den Artikel habe ich gestern auch beim Googlen gefunden (ich glaube er stand sogar ganz oben), weil ich mir mit der Wahl für den Fadentitel sicher sein wollte, dass er tatsächlich das ausdrückt, was ich meine

      Ich finde den Artikel auch interessant und spannend - wollte mich aber hier mehr über die persönlichen Meinungen und Gefühle sowie Erfahrungen der Forumel unterhalten. Theoretisch sind Dinge oft sehr viel einfacher verständlich als praktisch auch umsetzbar.

      Schöne Grüße,
      A*

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        #33
        Zitat von A*star
        Oft wird davon geredet, man solle sich "auf Augenhöhe" begegnen um vernünftig, sachlich, unpersönlich und lösungsorientiert zu kommunizieren. Da frage ich mich allerdings: auf wessen Augenhöhe denn dann? Wir sind nunmal unterschiedlich "groß" und "stark".
        Hmm ? Ist es vielleicht so, dass die Menschheit (jetzt mal global betrachtet) von ihrer sozialen und seelischen Entwicklung/Prägung her, quasi außerstande ist, sich in ihrer interaktiven Kommunikation allein auf Anstoß hin auf "Augenhöhe" zu begeben, ergo auch was die Konfliktbereitschaft und die Konfliktlösung(den Willen und den Mut dazu) abelangt ?

        Wir reden zwar darüber und das ist ein Ansatz, Ein Ansatz der allerdings seit Menschengedenken auch schon mehr oder weniger ergebnislos geäußert wurde, sowohl gefühlt als auch verbal und oft mit der Konsequenz tödlicher Auseinandersetzungen.
        Um den Wunsch oder den Traum wirkungsvoll umzusetzen, ?müssten? wir da nicht zuerst die Voraussetzungen zur Umsetzung schaffen? Und das nicht nur im stillen Kämmerlein, sondern draußen, wo wir dem realen Feedback ausgesetzt sind ... was wiedrum auf seine Weise bei vielen Menschen einen inneren Konflikt beinhaltet, der auch erst mal überwunden, bzw. aufgelöst werden will.

        Ich denke, um aus der Spirale zu entkommen, "muss" man sie erst einmal verstehen.

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          #34
          Ich denke, um aus der Spirale zu entkommen, "muss" man sie erst einmal verstehen.
          Das fängt damit an, dass man versteht, wie das eigentlich einfache und schöne Leben künstlich erschwert wurde und warum fast 99% der Menschen so gut wie immer am kämpfen sind und es deshalb immer Konflikte geben muss.
          Die einen bekommen nie genug und die anderen haben deshalb tatsächlich nicht genug und können nicht anders.

          Kommentar


            #35
            Zitat von mystery Beitrag anzeigen
            fast 99% der Menschen so gut wie immer am kämpfen sind
            ich denke auch:
            das Leben glingt spielerisch, oder gar nicht!

            Kommentar


              #36
              Zitat von Hubert1 Beitrag anzeigen
              ich denke auch:
              das Leben glingt spielerisch, oder gar nicht!
              Die hat schon was obige Aussage


              Obwohls hier ja um Konfliktscheu geht,

              Ein Zitat aus der Gewaltfreien Kommunikation von M.B. Rosenberg.

              Tue nichts was nicht Spiel ist.

              Kommentar


                #37
                Zitat von Muttutgut Beitrag anzeigen
                Ein Zitat aus der Gewaltfreien Kommunikation von M.B. Rosenberg.

                Tue nichts was nicht Spiel ist.
                Also lautet die Lösung: Konflikte spielerisch austragen?

                Kommentar


                  #38
                  Zitat von Shepherd Beitrag anzeigen
                  Hmm ?
                  Ebenfalls hmmm? Ich weiß nicht ob ich korrekt verstanden habe wie Du darüber denkst, kommentiere aber mal so, wie ich es verstanden habe

                  Ist es vielleicht so, dass die Menschheit (jetzt mal global betrachtet) von ihrer sozialen und seelischen Entwicklung/Prägung her, quasi außerstande ist, sich in ihrer interaktiven Kommunikation allein auf Anstoß hin auf "Augenhöhe" zu begeben, ergo auch was die Konfliktbereitschaft und die Konfliktlösung(den Willen und den Mut dazu) abelangt ?
                  "Allein auf Anstoss" hin? Ja, das denke ich.

                  Wir reden zwar darüber und das ist ein Ansatz, Ein Ansatz der allerdings seit Menschengedenken auch schon mehr oder weniger ergebnislos geäußert wurde, sowohl gefühlt als auch verbal und oft mit der Konsequenz tödlicher Auseinandersetzungen.
                  Um den Wunsch oder den Traum wirkungsvoll umzusetzen, ?müssten? wir da nicht zuerst die Voraussetzungen zur Umsetzung schaffen? Und das nicht nur im stillen Kämmerlein, sondern draußen, wo wir dem realen Feedback ausgesetzt sind ... was wiedrum auf seine Weise bei vielen Menschen einen inneren Konflikt beinhaltet, der auch erst mal überwunden, bzw. aufgelöst werden will.

                  Ich denke, um aus der Spirale zu entkommen, "muss" man sie erst einmal verstehen.
                  Sehe ich ebenso. Wobei das Verstehen ja ruhig im stillen Kämmerlein beginnen und einsetzen darf, bevor es sich in der Welt bewähren muss.

                  Wie ich schon sagte, da wir das nicht schon in den Kinderschuhen lernen dürfen (weil es einfach noch keine klaren Wege bezüglich des bestmöglichen "Wie" gibt), wird es für den Erwachsenen ungleich schwerer.
                  Jedenfalls denke ich, dass die momentan in der Erziehung bevorzugte Konfliktmeidung auch nicht der richtige Weg sein kann - genauso wenig wie ein "laufen lassen" nach dem Prinzip "survival of the fittest".

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                    #39
                    Wenn das so einfach wäre liebe A star.

                    Ich bin Konfliktscheu hoch hundert. Bloß keinen Streit.

                    Was ich gelernt habe in den letzten Jahren, das Leben mit so ernst zu betrachten, es leichter zu nehmen. Seitdem ärgere ich mich nicht mehr so viel und fresse meinen Ärger in mich rein.

                    Konflikte spielerisch austragen hört sich gut an. Sich selbst nicht so ernst nehmen.

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                      #40
                      Zitat von A*star
                      ie ich schon sagte, da wir das nicht schon in den Kinderschuhen lernen dürfen (weil es einfach noch keine klaren Wege bezüglich des bestmöglichen "Wie" gibt), wird es für den Erwachsenen ungleich schwerer.
                      Kann ich nachvollziehen. Beispiele dafür gibt es zu hauf.

                      Ich habe "dürfen" unterstrichen, weil es auf eine subtile Weise die "Furcht vor Konflikten" aufzeigt, und die Konfliktbereitschaft schon fast als etwas "unmoralisches oder asoziales" dahinstellt. In gewisser Weise wird das auch so - tief innen - empfunden und im Außen durch Äußerungen untermauert, wie z.B. "du sollst nicht" oder "das passt sich nicht" oder "das tut man nicht" nebst ähnlichen erworbenen und weitergereichten Belehrungen und Eigenerfahrungen (die idR nicht begründet werden).

                      Das "bestmögliche Wie" zu finden, geht - wie meist bei Suchen - einerseits über das Ausprobieren von Methoden und Wegen dazu und über das Reflektieren der dabei herauskommenden Resultate.

                      Die (bewusste und unbewusste) Suche nach Methoden wird oft im "Echtmodus" durchgezogen, was von vorneherein eine große Konsequenzbereitschaft voraussetzt/erfordert). Dabei kommt es beim Ausprobieren quasi regelmässig zu Kollateral-Konflikten > Kettenreaktion, welche die Suche erschweren, da der Fokus von der wachsenden Zahl an Konflikten irritiert wird. Diese Methode des Herausfindens ist also für Nicht-Konflikt-Erprobte nicht die effektivste um dazu zu lernen.

                      Andrerseits kann ich die Methoden auch testen, in dem ich sie im Kopf durchspiele und meine Emotionen bewusst miteinbeziehe, also nicht bloß wie in einem Strategiespiel, den kalkulierenden und irl nicht betroffenen Part übernehme, sondern mich mit meinem ganzen Wesen einbringe. Das kann ich "im stillen Kämmerlein" tun. Die Probe aufs Exempel findet dann allerdings wieder im "äußeren" Leben statt.

                      Die zweite Methode ist um vieles wirkungsvoller und erfahrungsgemäß nachhaltiger als die erste. Sie beinhaltet ein zusätzlich würzendes Konfliktpotential, nämlich "ganz nebenbei" die Auseinandersetzung mit meinen inneren Schweinehund, der sich zwangsläufig in den Versuch hinein mischt. Bei diesem Selbstversuch und mit den Erkenntnissen daraus, gehe ich besser gewappnet in äussere Konflikte, als wenn ich die Konflikte ohne vorheriges Durchspielen einfach anginge.

                      Weil das jedoch eine Herangehensweise ist, die von uns/mir/den Menschen selbst eine konsequente Ehrlichkeit verlangt, scheitert sie noch oft an der nicht vorhandenen selben.
                      Jedenfalls denke ich, dass die momentan in der Erziehung bevorzugte Konfliktmeidung auch nicht der richtige Weg sein kann - genauso wenig wie ein "laufen lassen" nach dem Prinzip "survival of the fittest".
                      Konfliktmeidung, bzw. das "laufen lassen" oder das "aussitzen" (um den "fittesten/überlebensfähigsten" herausfiltern zu können) sind mitunter auch richtige Wege, da nicht jeder Konflikt (von mir) gelöst werden "muss".

                      Wenn zwei oder mehrere einen Konflikt haben, den ich beobachte und der mich triggert, der mich jedoch nicht direkt betrifft und den ich mir nicht zu eigen machen will, kann ich den Konflikt durchaus laufen lassen oder das Resultat aussitzen. Ich kann beim Beobachten des Ablaufs sogar lernen.

                      Wenn ich mir einen Konflikt zu eigen machen, der von vorne herein nicht "meiner ist", sollte ich mich fragen, warum ich das tue - was ich damit bezwecke. Möglicherweise habe ich mir durch das Einmischen in einen "fremden" Konflikt, unter Umständen selbst einen "geholt", den ich eigentlich nicht bräuchte.
                      Zuletzt geändert von Shepherd; 24.04.2012, 07:58. Grund: Berichtigung

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                        #41
                        Zustimmendes Nicken

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