Sei mir gegrüßt Insomnia, Königin im Mondenschein, gehüllt in dunkle Seide, das Antlitz, zeitlos wie es ist, ziert nur dein leises Lächeln, denn du weißt, du kommst so gut wie nie allein. Mit einer einzigen Bewegung deiner Hand, weit ausladend, erhellst du diesen Raum in mir und flüsterst leise, aber dennoch scharf wie ein Peitschenschlag: "Musik.."
Und als sie aufklingt, beschienen vom hellen Kerzenschein, mischt sich hinein ein Lachen, vom andren Ende dieses Raums. Dort steht sie, deine kleine Schwester, die dich stets begleitet. Durch die Nacht in mir. Die ach so tief ist, viel zu tief, so tief, dass ich zu oft schon meinte, den Weg hinaus nie wieder zu finden. Und gefunden habe ich ihn doch, immer, immerzu. Dies Schwesterlein durchquert den Saal, mir die Hand entgegenstreckend, die meine gleitet stumm hinein, während wir beginnen uns zu drehen.
Und an den langen, hohen Wänden, werden Erinnerungen Bilder, läuft meines Lebens Film, in einem Ballsaal meines Daseins, mit einer Königin der Nacht, die lächelt, tanze ich mit ihrer Schwester, die mich zärtlich an sich zieht. Meine Tränen rinnen leise, mein Kopf sinkt hin an ihre Schulter, während wir uns immer weiterdrehn, sie und ich - Prinzessin Melancholie und ich.
Ihr Kleid ist licht, fahl wie der Mondin Schein; und von erhabener Schönheit ist sie sowieso. So schön, dass sie immer auch ein bisschen schmerzt. Zeigt mir die verrinnende Zeit meines Lebens, so vieles das ich zurückgelassen habe, so vieles, das mich bereits verließ. All diese vielen kleinen Seelchen, all diese Orte, Dinge, Wesen, all diese Heimatlosigkeit, all diese Sehnsucht, diese Wünsche, Ängste, Hoffnungen und die unendlich erscheinende Einsamkeit. Ich tanze, tanze nachts hier durch mein Leben, mit zwei Schwestern, tief in mir, durch meine Erinnerung.
Und alles was ich tun kann ist einfach immer weiter atmen, während das Wasser aus mir fließt und es mir ist, als würde es ein Rinnsal, hinüber in die Anderswelt, wo all dies um das ich so sehr weine, auf immer bei mir sein wird. Wo all das, was mein Leben ausmacht, zu einer eigenen Welt erblüht, in der nur wir sind, diese alten Geister, zu denen wir alle irgendwann werden, wenn der Fährmann uns hat abgeholt. So ist alles was mir bleibt zu beten, dass das an dem mein Herz hängt, nicht zu schnell von mir gehen wird, denn diese Liste derer, die gingen - ach - sie ist schon so viel länger, als jene derer, die noch da sind.
Und was mich hält in dieser Welt, in diesem wunderbaren Leben, das ich so liebe, weil ich so hart darum gekämpft, es hat bereits beschnittene Wurzeln, die nicht mehr wirklich sicher ankern, denn zu vieles ist bereits gegangen. Die Melancholie flüstet mir zu, ich solle ruhig darüber weinen, so lang im Tanze wir uns drehen, doch wenn wir dann zur Ruhe kommen, soll ich zur Mitte dieses Raumes gehen. Ich folge ihren leisen Worten, trete dann zur Mitte hin und augenblicklich ich das tue, weiß ich wieder wo ich bin. Ich bin mitten im Leben, mitten in meiner Nacht und genau in dieser Mitte, ja genau in dieser Nacht, wird mir wieder einmal klar, was dieses Mich im Wesentlichen ausmacht.
Es ist immer wieder Neues, immer wieder ein "von Vorn", ein stetes Voranschreiten, sich erneut einlassen, erneute Dankbarkeit und Hoffnung, erneuter Schmerz, Verlust und Trauer, erneute Freude, Liebe, Demut und das Glück, besonders auch im Rückblick sagend - ich bereu keine Sekunde, ich bereue es kein Stück!
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Willkommen in meinem Thema.
Und nun gehe ich schlafen. (Die Verbeugung darf man sich gerne hinzudenken.)
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Und als sie aufklingt, beschienen vom hellen Kerzenschein, mischt sich hinein ein Lachen, vom andren Ende dieses Raums. Dort steht sie, deine kleine Schwester, die dich stets begleitet. Durch die Nacht in mir. Die ach so tief ist, viel zu tief, so tief, dass ich zu oft schon meinte, den Weg hinaus nie wieder zu finden. Und gefunden habe ich ihn doch, immer, immerzu. Dies Schwesterlein durchquert den Saal, mir die Hand entgegenstreckend, die meine gleitet stumm hinein, während wir beginnen uns zu drehen.
Und an den langen, hohen Wänden, werden Erinnerungen Bilder, läuft meines Lebens Film, in einem Ballsaal meines Daseins, mit einer Königin der Nacht, die lächelt, tanze ich mit ihrer Schwester, die mich zärtlich an sich zieht. Meine Tränen rinnen leise, mein Kopf sinkt hin an ihre Schulter, während wir uns immer weiterdrehn, sie und ich - Prinzessin Melancholie und ich.
Ihr Kleid ist licht, fahl wie der Mondin Schein; und von erhabener Schönheit ist sie sowieso. So schön, dass sie immer auch ein bisschen schmerzt. Zeigt mir die verrinnende Zeit meines Lebens, so vieles das ich zurückgelassen habe, so vieles, das mich bereits verließ. All diese vielen kleinen Seelchen, all diese Orte, Dinge, Wesen, all diese Heimatlosigkeit, all diese Sehnsucht, diese Wünsche, Ängste, Hoffnungen und die unendlich erscheinende Einsamkeit. Ich tanze, tanze nachts hier durch mein Leben, mit zwei Schwestern, tief in mir, durch meine Erinnerung.
Und alles was ich tun kann ist einfach immer weiter atmen, während das Wasser aus mir fließt und es mir ist, als würde es ein Rinnsal, hinüber in die Anderswelt, wo all dies um das ich so sehr weine, auf immer bei mir sein wird. Wo all das, was mein Leben ausmacht, zu einer eigenen Welt erblüht, in der nur wir sind, diese alten Geister, zu denen wir alle irgendwann werden, wenn der Fährmann uns hat abgeholt. So ist alles was mir bleibt zu beten, dass das an dem mein Herz hängt, nicht zu schnell von mir gehen wird, denn diese Liste derer, die gingen - ach - sie ist schon so viel länger, als jene derer, die noch da sind.
Und was mich hält in dieser Welt, in diesem wunderbaren Leben, das ich so liebe, weil ich so hart darum gekämpft, es hat bereits beschnittene Wurzeln, die nicht mehr wirklich sicher ankern, denn zu vieles ist bereits gegangen. Die Melancholie flüstet mir zu, ich solle ruhig darüber weinen, so lang im Tanze wir uns drehen, doch wenn wir dann zur Ruhe kommen, soll ich zur Mitte dieses Raumes gehen. Ich folge ihren leisen Worten, trete dann zur Mitte hin und augenblicklich ich das tue, weiß ich wieder wo ich bin. Ich bin mitten im Leben, mitten in meiner Nacht und genau in dieser Mitte, ja genau in dieser Nacht, wird mir wieder einmal klar, was dieses Mich im Wesentlichen ausmacht.
Es ist immer wieder Neues, immer wieder ein "von Vorn", ein stetes Voranschreiten, sich erneut einlassen, erneute Dankbarkeit und Hoffnung, erneuter Schmerz, Verlust und Trauer, erneute Freude, Liebe, Demut und das Glück, besonders auch im Rückblick sagend - ich bereu keine Sekunde, ich bereue es kein Stück!
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Willkommen in meinem Thema.
Und nun gehe ich schlafen. (Die Verbeugung darf man sich gerne hinzudenken.)
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Und stressen werde ich mich nicht, nein. Wer würde das auch, bei solchen Ausblicken?
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