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    Sonny berichtet

    Serafins Link zu Christines Schreibworkshop hat mich zu diesem neuen Faden mit Litera-Türchen (oder Nano-Fiction-Stories) inspiriert. In kurzen Geschichten, die im Idealfall nicht länger als 100 Wörter sind, berichtet die Autorinnen-Assistenz-Hündin Sonny von ihrem Leben und ihrer Arbeit ...

    #2
    "Geschafft!", hat mein Frauchen gesagt. "Unser neues Buch ist endlich fertig."

    Von wegen Buch! Ich bin fix und fertig vom vielen Rumliegen. Wenn sie nicht in der Schule ist, hockt sie am Schreibtisch und starrt auf die Buchstaben, die über ihren Bildschirm wimmeln. Als ob die interessanter wären als die vielen tollen Sachen, die es da draußen zu sehen, zu hören und zu riechen gibt! Die Mäuse machen in ihren Löchern Party, und ich muss mir auf dem Sofa den Pelz platt liegen.

    "He Frauchen, komm mal wieder hinter deinem Schreibtisch vor. Mein Bällchen langweilt sich auch schon zu Tode."

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      #3
      *lach* Tolle Kombi - und dieser Blick auf das Bällchen ist einfach herrlich!

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        #4
        Wie schön! Toller neuer Faden, super erzählt und das Foto ist klasse!

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          #5
          Ihr wollt gar nicht wissen, wie viele Bilder ich gemacht habe, auf denen Sonny das Bällchen NICHT länger beobachten sondern lieber schon mal ein bisschen beschäftigen wollte ...

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            #6
            Oh, Sonny plaudert aus dem Nähkästchen oder besser gesagt aus der Tintenweberei! Da bin ich gespannt auf die Sichtweise deines Vierbeiners!
            Auch das Foto spricht ja Bände!

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              #7
              Und noch ein etwas älterer Sonny-Bericht ...

              Ich habe einen neuen Job. Ich arbeite als Schulhund und führe nicht nur mein Frauchen sondern auch ihre Schülerinnen und Schüler Gassi. Ich finde, ich mache das gut, aber mein Frauchen sagt, ich bin noch kein richtiger Schulhund, ich muss erst noch eine Prüfung machen. Deswegen üben wir jetzt ganz neue Tricks. Mein Frauchen übt, weniger zu reden, sie darf jetzt nicht mehr "Komm, Sonny, komm bei Fuß" sagen, sondern nur noch "Fuß!". Ich übe, an ihrem linken Schienbein zu kleben, wenn sie das sagt. Ich wette, ich weiß, wer von uns beiden diesen Trick schneller drauf hat ...


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                #8
                Es ist aber auch alles widersprüchlich. Da heisst es "Fuß!", aber gemeint ist Schienbein. "Such!" bedeutet nicht etwa Google zu bemühen, und wenn man "Platz!" ernst nehmen würde - nun, das kann sich jeder selbst ausmalen.

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                  #9
                  Verstehe ich das richtig Tinte: du bist unter die Flohtaxibesitzerinnen geraten??
                  (Bevor ich zu Beglückwünschungsstürmen greife...)

                  Flora,
                  die bei diesem Wetter lieber Katzenbesitzerin wäre

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                    #10
                    Zitat von Serafin Beitrag anzeigen
                    Es ist aber auch alles widersprüchlich ...
                    Zum Glück sind die meisten Hunde klug genug, um allzu offensichtliche Widersprüchlichkeiten einfach zu ignorieren ...

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                      #11
                      Zitat von Flora Beitrag anzeigen
                      Verstehe ich das richtig Tinte: du bist unter die Flohtaxibesitzerinnen geraten??
                      Ich bin zwar nicht ganz sicher, ob dieses Köterinchen mir gehört (oder ich ihr), aber nachdem ich die Alpakas im letzten Frühjahr abgegeben hatte, ist Sonny bei uns eingezogen. Sie kommt aus Spanien und ist in jeder Hinsicht ein absoluter Glücksfall ...

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                        #12
                        Da Alpakas bei mir eher in der hinteren Reihe in der Beliebtheitsskala rangieren, allerdings noch vor den Walroßen, kann ich diesen Tausch gut nachvollziehen, da Hunde das erste Tierische war, was ich gesehen habe, nachdem ich kurz vorher das Licht der Welt erblickte - ein schwarzer Setter! Und wie wir ja alle wissen, nehmen wir die ersten Gesichter, in die wir schrumpeligen, unbeholfenen Wesen blicken, als unsere unmittelbare Verwandtschaft an.
                        Insofern möchte ich dich herzlich beglückwünschen zu diesem, auch noch so entzückenden Glücksfall

                        Flora
                        schickt tierische Grüße 🐾



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                          #13
                          Und noch ein funkelnagelneuer Sonny-Bericht und einem ganz frischen Foto von gestern ...



                          "Morgen ist mein freier Tag", hat mein Frauchen gesagt. "Und es soll trocken bleiben. Wollen wir mal wieder wandern gehen?"
                          Was für eine Frage ?!!
                          Am nächsten Morgen hat sie tatsächlich den Rucksack gepackt. Meine Futterdose durfte mit, mein Bällchen musste leider zuhause bleiben. Unsere Wanderfreundin kam vorbei, und dann ging es endlich los.

                          Nach dem Pfälzer Weinsteig und dem Waldpfad gehen wir jetzt den Pfälzer Höhenweg. Eigentlich ist es mir egal, ob der Weg einen Namen hat oder nicht. Hauptsache er riecht gut und er geht manchmal bergauf, dann wieder bergab, durch den Wald, über Wiesen, an Felsen und Bächen entlang.

                          Weil es immer was zu gucken gab, haben sich die beiden Frauen so vertrödelt, dass es schon dunkel wurde, bis wir zum Auto zurückkamen. Ich glaube, auf den letzten Kilometern hatte mein Frauchen sogar ein bisschen Angst, dass wir uns im Wald verlaufen. Jedenfalls war sie immer ganz erleichtert, wenn sie wieder eins von diesen blau-weißen Schildern gefunden hatte. Dabei hätten sie einfach nur mich fragen müssen, wo es lang geht. Oder habt ihr je von einem Hund gehört, der sich verlaufen hätte, wenn zuhause ein gut gefüllter Futternapf und ein kuscheliger Platz auf dem Sofa auf ihn warten?

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                            #14
                            Tatsächlich habe ich auch noch nie von einem Hund gehört, der sich verlaufen hat.

                            Da hast du eine hübsche und kecke Wanderbegleitung.

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                              #15
                              Ja, das stimmt. Hübsch, keck und freundlich ist Sonny in der Tat. Sie fährt Bus und Bahn, klettert auf Felsen und Aussichtstürme und versteht sich mit allen Hunden und Menschen, die uns unterwegs begegnen. Und wenn ihr tatsächlich mal einer blöd kommt, guckt sie einfach weg und tut so, als würde sie das alles nichts angehen ...

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