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Die Perlentaucherin

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    Die Perlentaucherin

    Heute habe ich meine Aufnahmeprüfung als Perlentaucherin abgelegt.
    Mein Physiotherapeut meinte, so lange, wie ich die Luft bei den Übungen anhalte, wäre das der richtige Beruf für mich; er möchte allerdings am Gewinn beteiligt werden.

    Das brachte mich auf die Idee, einen eigenen Faden zu eröffnen mit diesem Titel.
    Es wird wirklich höchste Zeit, nach den Perlen meines Lebens zu tauchen.
    Wasser ist eh mein Element.
    Ich stelle allerdings fest, dass ich beim Tauchen nach Perlen eine ganze Menge anderes Zeug aus dem Meer mit hochbringe, Weggeworfenes, Abfall, Müll, Ekliges, aber auch Interessantes und Wertvolles, außer den Perlen natürlich.

    Sollte ich auf Perlen oder auf 1 Perle stoßen, so werde ich den entsprechenden Beitrag in einer anderen Farbe schreiben.
    Man hatte mir vor einiger Zeit geraten, keinen eigenen Faden mehr zu eröffnen, um mich nicht so in den Mittelpunkt zu stellen und die Aufmerksamkeit nicht so auf mich zu ziehen.
    Das ist mir aber jetzt grad schnurzpiepegal. Ich hab ja sowieso schon die Gesundheitsfäden, da kommt es auf meinen eigenen Faden auch nicht mehr an.

    Da mir gerade das Altern große Probleme bereitet, dachte ich mir, es lohnt sich vielleicht, auf die Suche nach den Schönheiten des Lebens zu gehen, anstatt sich bei den Mühen des Alterns aufzuhalten.
    Mal sehen, ob das mit dem Tauchen klappt und die Suche sich lohnt.

    #2
    viel glück und langen atem, bonny!

    vergiß aber nicht zwischen den perlen den antiken schmuck!
    will sagen: schönheit existiert nicht nur im jungsein...
    aber vielleicht mußt du wirklich erstmal genügend perlen sammeln...

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      #3
      Ich bin, wie ich bin.
      Wen das stört, der soll es mir ehrlich sagen und sich dann aus meinem Leben heraushalten.

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        #4
        WAT IS LOS???

        hast du auf mich reagiert oder auf einen perlenfund (andere farbe)?

        ps 'schon wieder ein faden von dir': stört mich überhaupt nicht. nur her damit!

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          #5
          Das war ein Perlenfund!

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            #6
            Erneut fündig geworden:

            Ich habe einen Physiotherapeuten, dem ich vertraue.
            Bei jeder Bewegung, die er von mir verlangt, habe ich nicht die geringste Angst, es könnte zuviel sein oder am Arm was passieren.
            Das ist unheimlich viel wert, denn er bringt mich weiter, viel weiter sogar. Er studiert den OP-Bericht, um genau zu wissen, wie er vorgehen muss.
            Heute sagte er mir, dass er einen anderen Schulterpatienten hat, der zum gleichen Zeitpunkt seine OP hatte wie ich meine erste. Obwohl ich ja dann noch ein zweites Mal operiert wurde, sei ich viel viel weiter als er in meinen Bewegungen.
            Das hängt meiner Meinung nach damit zusammen, dass ich mich sehr gut aufgehoben fühle.
            Nicht zu verachten sowas. Ich werde das schätzen und in meiner Perlentruhe verstauen.

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              #7
              Gerade habe ich einen spannenden Artikel gelesen, der das Glücklich-Sein auf eine simple Formel bringt:

              Glücklich-Sein = Realität – Erwartungen

              Vielleicht kann das einen Hinweis geben, wo weitere Perlen zu finden sind?

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                #8
                Also je größer die erwartungen, desto kleiner das Glücklichsein ? Ich weiß nicht. Es ist doch sch ... wenn jemand keine Erwartungen mehr an das Leben hat. Da kann er sich doch auch gleich unter die Erde legen ..... klar wenn Erwartungen zu hoch = Entäuschung über Nicht-Erreichen ..... aber ohne Erwartungen und Träumen Leben = NICHTS .....

                Kommentar


                  #9
                  erinnert mich auch schon an die Formel zur Berechnung des Geschäftsklimaindexes:

                  Index = (Saldo im Berichtsmonat +200) / (Durchschnittlicher Saldo im Basisjahr + 200) x 100

                  Urban Priol: Tschüssikowski
                  https://www.youtube.com/watch?v=yngC865xUsM

                  Viel Spaß !

                  das schaf

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                    #10
                    Die Erwartung, die ich an mich habe, lautet:

                    Ich möchte die nicht so angenehmen Erfahrungen des Lebens nicht höher bewerten als die angenehmen.

                    Das hört sich leicht an, ist aber für mich unheimlich schwer.
                    Ich übersehe oft die "Geschenke des Lebens", deshalb suche ich jetzt gezielt danach, um sie in den Vordergrund zu rücken.
                    Das kann mein Leben erleichtern.

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                      #11
                      Zitat von DasSchaf Beitrag anzeigen
                      Also je größer die erwartungen, desto kleiner das Glücklichsein ? Ich weiß nicht. Es ist doch sch ... wenn jemand keine Erwartungen mehr an das Leben hat. Da kann er sich doch auch gleich unter die Erde legen
                      Du darfst "wenig erwarten" nicht mit "Resignation" übersetzen.
                      Weshalb hat wohl diese imaginäre Person keine Erwartungen mehr? Weil sie vom Leben enttäuscht ist! Sie hat sehr wohl noch Erwartungen, und das nicht zu knapp!, hat es aber aufgegeben, danach zu streben, weil sie davon überzeugt ist, dass ihre Wünsche sowieso nie in Erfüllung gehen!

                      Wenn jemand tatsächlich mit bescheidenen Ansprüchen an etwas heran geht, ist das eine ganz andere Einstellung!

                      Ich denke, die Formel stimmt in den Grundzügen.

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                        #12
                        Zitat von Bonny123 Beitrag anzeigen
                        Ich übersehe oft die "Geschenke des Lebens",
                        Sind diese schon in den Erwartungen ans Leben enthalten?
                        Ich ertappe mich selber dabei, das ich oft solche Extras als mir zustehend und gegeben erwarte, dabei ist es eigentlich ein Geschenk!

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                          #13
                          Ich erwarte nichts als mir zustehend.
                          Das habe ich bereits als Kind gelernt. Was sollte mir zustehen und warum? Weil ich es brauche? Wer berücksichtigt schon, was ich brauche.
                          Was ich gebraucht habe, habe ich mir selbst erarbeitet. Alles andere waren und sind Geschenke.Vor allem non-materielle.

                          Was ich jetzt lernen möchte: Das, was mir geschenkt wird, auch zu würdigen, als Zugabe sozusagen.

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                            #14
                            Liebe Bonny, ich finde so einen positiv angelegten Faden ganz toll. Ich blick das auch nicht, wer wie viele Fäden hat, aber klar bist du hier sehr präsent. Aber so ist das eben im Leben: manche "sagen" eher mehr, andere lesen nur mit.

                            Meine "größte" Perle ist mein Mann. Zuverlässig seit fast 40 Jahren immer an meiner Seite, trotz natürlich aller möglichen und unmöglichen Kabbeleien. Diese Perle schimmert leicht zwischen seinen rauhen Schalen, wenn er sie öffnet, um Wasser durch seine Muschelkiemen zu atmen. Leider ist es mir sehr selbstverständlich geworden, dasss sie da ist, und ich habe sie nie in Gold oder Silber gefasst, um ihr noch mehr Glanz zu geben. Sie gehört ja ihm.

                            Ich denke, mit deinem Mann geht es dir ähnlich. Ich sehe manchmal vor lauter Muscheln die Perlen nicht ;)

                            Erwartungen müsste man definieren. Ich denke, man muss die Erwartungen abziehen, von denen man meint, dass man unglücklich sein müsste, wenn sie nicht in Erfüllung gingen. Ich habe viele "es wäre schön, wenn Erwartungen", bei denen es mir relativ egal ist, ob sie "wahr" werden. Aber natürlich auch welche, bei denen ich enttäuscht bin, wenn sie nicht in Erfüllung gehen. Das ist dann aber auch noch nicht Unglücklichsein. Und Trauer zum Beispiel auch kein Unglücklichsein, obwohl ich dann oft denke, dass ich nicht glücklich wäre.... Ich lerne gerade auch, die Gefühle sehr fein zu differenzieren und auch dadurch wird das Glück größer, weil manches verkappte Unglück sich als getarntes Glück entpuppt.

                            Liebe Grüße

                            Sabine

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                              #15
                              Schon wieder habe ich eine Perle gefunden, die zu dem passt, was Sabine in ihrem letzten Satz geschrieben hat.

                              Ich bin nicht umsonst gestürzt, die Komplikationen hatten ihren Sinn, auch die Kollateralschäden am Kreuz wollten mir etwas mitteilen, was ich vorher ständig überhört und verdrängt hatte.

                              Die Konsequenzen, die ich daraus ziehen musste und umgesetzt habe, machen mir noch zu schaffen, aber sie waren richtig.
                              Entwicklungen brauchen ihre Zeit. Ich bin da noch sehr wackelig auf diesem Weg, und er ist steinig.

                              So hat mir der Unfall mit all seinen Folgeerscheinungen letztendlich geholfen, weiter zu mir selbst zu finden.

                              Krankheit als Chance, so einen Faden gibt es hier auch schon, meine ich mich zu erinnern.

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