Hallo ihr Lieben,
ich habe mich hier zwar schon vor einiger Zeit angemeldet, aber mich doch irgendwie nicht getraut, was zu schreiben. Ich bin auch nicht sicher, wohin mein Beitrag am besten passt, darum mache ich ihn hier, wo jeder seinen eigenen Faden machen kann. Am besten, ich fange erst mal an ... nur wo?
Ich bin jetzt schon seit einigen Monaten im Netz und in der Bücherwelt unterwegs und versuche, ein bisschen mehr über Persönlichkeitsentwicklung zu lernen und – was viel wichtiger ist – mich selbst zu verändern. Dass das nicht leicht sein würde, wusste ich, aber ich habe das Gefühl alleine keinen Schritt weiterzukommen. Ich treibe von Thema zu Thema – Selbstbewusstsein, Lebensfreude, Achtsamkeit, Optimismus, Ehrgeiz … - und erkenne in mir irgendwie nur Baustellen und ich weiß gar nicht, wo ich anfangen soll. Mh, naja vielleicht besser erst mal bei mir.
Ich bin 27, bin glücklich verheiratet, hab keine Kinder, eine Geisteswissenschaft studiert. Das Selbstbewusstsein ist schon mein Problem, seit ich denken kann. Ich habe schon alles versucht, manchmal geht es ein bisschen besser, aber meistens bin ich am Nullpunkt. Ich schaffe es einfach nicht, mir vor Augen zu führen, dass ich irgendwas wert bin. Da nützt es auch nichts, dass mein Mann mir immer wieder das Gegenteil sagt.
Nun kommt zu allem Übel auch noch hinzu, dass ich meinen Job verloren habe. Was das meinem Selbstwertgefühl antut, muss ich wohl nicht erklären. Ich fühle mich so nutzlos, jeden Tag, ich weiß gar nicht mehr, wie ich aufstehen soll.
In der Theorie war ich schon immer gut, umso schlechter in der Praxis: Ich weiß, ich muss mir nen neuen Job suchen, dann geht’s mir besser. Aber das erscheint mit als unlösbares Problem. Ich schreibe seit Monaten jede Woche 1-5 Bewerbungen (je nachdem, was ich finden kann), leider habe ich mit meinem Studium und keiner weiteren Ausbildung offensichtlich schlechte Chancen. Es hagelt seit Monaten nur Absagen, 2 Einladungen hatte ich, bei denen ich mich aber wirklich schrecklich angestellt habe.
Nun war meine Idee, dass es dann ja an mir liegen muss – naja woran sonst … Ich habe immer weniger Lust mich hinzusetzen und überhaupt noch Stellen zu suchen. Jeder Klick ist eine Qual. Ich hab Angst mein Mailpostfach aufzumachen, weil eine Absage drin sein könnte oder … das habe ich nun oft festgestellt … ich habe noch mehr Angst vor einer Einladung. Wie soll ich so zu etwas kommen? Alles in mir streikt, will seinen Kopf in den Sand stecken und nichts mehr mit der Welt zutun haben. Ich weiß, dass das falsch ist, aber das Wissen hilft mir nicht weiter. Der Glaube fehlt.
Ich habe überlegt, dass ich meinen Ehrgeiz, der mir irgendwann abhanden gekommen sein muss, wiederfinden müsste, damit mein Leben wieder einen Sinn bekommt. Ich habe verschiedene Artikel zu dem Thema gelesen und dabei ist mir aber eine schreckliche Erkenntnis gekommen. Ich fürchte, ich war noch niemals ehrgeizig oder von irgendwas begeistert. Fragen wie „Was war mein Lieblingsschulfach?“ oder „Was hat mich als Kind begeistert?“ kann ich nur mit Schweigen beantworten.
Ich kann mich nicht wirklich daran erinnern, wann mich das letzte Mal etwas wirklich begeistert hat, und die Schule habe ich gehasst. Das ist der letzte Ort, zu dem ich jemals würde zurückkehren wollen. Ich wurde immer gehänselt und hatte keinen Spaß an irgendeinem Fach, ich war auch oft faul, habe nicht gern gelernt, aber mir flog anscheinend genug zu. Mein Abi war nicht schlecht und so habe ich studiert. Natürlich ein Fach ohne Hürden. Auf die Hausarbeiten und Prüfungsleistungen habe ich immer Wert gelegt, aber sonst war ich auch nicht so oft da. Immer den Weg des geringsten Widerstands gehen. Mein Abschluss war mit 1,7 auch ganz gut, aber Ehrgeiz hatte damit nichts zutun. So ging es weiter, ich hatte immer mal wieder ein bisschen Glück.
Das ist nun wohl aufgebraucht. Mir meinem Studium kann ich nichts anfangen, beruflich bin ich anscheinend für alles ungeeignet. Irgendwie kann ich nichts richtig. Zumindest finde ich nichts, wo ich jemanden überzeugen könnte, dafür geeignet zu sein.
Ich habe das Gefühl, einfach eine riesige Baustelle zu sein: kein Selbstbewusstsein, kein Selbstwert, kein Ehrgeiz, Hoffnungslosigkeit. Ich bin müde, ich will ja was ändern, aber ich weiß nicht, wo ich anfangen soll. Mein Kampf, selbstbewusster zu werden, dauert jetzt schon sicher 15 Jahre an und nichts, gar nichts hat sich geändert. Ich fühle mich immer noch hilflos wie eine 12-jährige und nun auch noch nutzlos, weil alle meine beruflichen Tätigkeiten, die mich im Nachhinein betrachtet bei der Stange gehalten haben, weggefallen sind.
Und was ist mit meinem Interessen? Es kann doch nicht sein, dass ich keine habe! Das macht mir richtig Angst. Ich bin doch kein leeres Gefäß … oder doch? Ich habe sogar das Gefühl, Dinge, die ich in meiner Freizeit mache, nur zu machen, weil alle Welt erwartet, dass man doch an etwas Interesse haben muss.
Habe ich mich verloren? Was mache ich nur? Wie finde ich mich wieder?
ich habe mich hier zwar schon vor einiger Zeit angemeldet, aber mich doch irgendwie nicht getraut, was zu schreiben. Ich bin auch nicht sicher, wohin mein Beitrag am besten passt, darum mache ich ihn hier, wo jeder seinen eigenen Faden machen kann. Am besten, ich fange erst mal an ... nur wo?
Ich bin jetzt schon seit einigen Monaten im Netz und in der Bücherwelt unterwegs und versuche, ein bisschen mehr über Persönlichkeitsentwicklung zu lernen und – was viel wichtiger ist – mich selbst zu verändern. Dass das nicht leicht sein würde, wusste ich, aber ich habe das Gefühl alleine keinen Schritt weiterzukommen. Ich treibe von Thema zu Thema – Selbstbewusstsein, Lebensfreude, Achtsamkeit, Optimismus, Ehrgeiz … - und erkenne in mir irgendwie nur Baustellen und ich weiß gar nicht, wo ich anfangen soll. Mh, naja vielleicht besser erst mal bei mir.
Ich bin 27, bin glücklich verheiratet, hab keine Kinder, eine Geisteswissenschaft studiert. Das Selbstbewusstsein ist schon mein Problem, seit ich denken kann. Ich habe schon alles versucht, manchmal geht es ein bisschen besser, aber meistens bin ich am Nullpunkt. Ich schaffe es einfach nicht, mir vor Augen zu führen, dass ich irgendwas wert bin. Da nützt es auch nichts, dass mein Mann mir immer wieder das Gegenteil sagt.
Nun kommt zu allem Übel auch noch hinzu, dass ich meinen Job verloren habe. Was das meinem Selbstwertgefühl antut, muss ich wohl nicht erklären. Ich fühle mich so nutzlos, jeden Tag, ich weiß gar nicht mehr, wie ich aufstehen soll.
In der Theorie war ich schon immer gut, umso schlechter in der Praxis: Ich weiß, ich muss mir nen neuen Job suchen, dann geht’s mir besser. Aber das erscheint mit als unlösbares Problem. Ich schreibe seit Monaten jede Woche 1-5 Bewerbungen (je nachdem, was ich finden kann), leider habe ich mit meinem Studium und keiner weiteren Ausbildung offensichtlich schlechte Chancen. Es hagelt seit Monaten nur Absagen, 2 Einladungen hatte ich, bei denen ich mich aber wirklich schrecklich angestellt habe.
Nun war meine Idee, dass es dann ja an mir liegen muss – naja woran sonst … Ich habe immer weniger Lust mich hinzusetzen und überhaupt noch Stellen zu suchen. Jeder Klick ist eine Qual. Ich hab Angst mein Mailpostfach aufzumachen, weil eine Absage drin sein könnte oder … das habe ich nun oft festgestellt … ich habe noch mehr Angst vor einer Einladung. Wie soll ich so zu etwas kommen? Alles in mir streikt, will seinen Kopf in den Sand stecken und nichts mehr mit der Welt zutun haben. Ich weiß, dass das falsch ist, aber das Wissen hilft mir nicht weiter. Der Glaube fehlt.
Ich habe überlegt, dass ich meinen Ehrgeiz, der mir irgendwann abhanden gekommen sein muss, wiederfinden müsste, damit mein Leben wieder einen Sinn bekommt. Ich habe verschiedene Artikel zu dem Thema gelesen und dabei ist mir aber eine schreckliche Erkenntnis gekommen. Ich fürchte, ich war noch niemals ehrgeizig oder von irgendwas begeistert. Fragen wie „Was war mein Lieblingsschulfach?“ oder „Was hat mich als Kind begeistert?“ kann ich nur mit Schweigen beantworten.
Ich kann mich nicht wirklich daran erinnern, wann mich das letzte Mal etwas wirklich begeistert hat, und die Schule habe ich gehasst. Das ist der letzte Ort, zu dem ich jemals würde zurückkehren wollen. Ich wurde immer gehänselt und hatte keinen Spaß an irgendeinem Fach, ich war auch oft faul, habe nicht gern gelernt, aber mir flog anscheinend genug zu. Mein Abi war nicht schlecht und so habe ich studiert. Natürlich ein Fach ohne Hürden. Auf die Hausarbeiten und Prüfungsleistungen habe ich immer Wert gelegt, aber sonst war ich auch nicht so oft da. Immer den Weg des geringsten Widerstands gehen. Mein Abschluss war mit 1,7 auch ganz gut, aber Ehrgeiz hatte damit nichts zutun. So ging es weiter, ich hatte immer mal wieder ein bisschen Glück.
Das ist nun wohl aufgebraucht. Mir meinem Studium kann ich nichts anfangen, beruflich bin ich anscheinend für alles ungeeignet. Irgendwie kann ich nichts richtig. Zumindest finde ich nichts, wo ich jemanden überzeugen könnte, dafür geeignet zu sein.
Ich habe das Gefühl, einfach eine riesige Baustelle zu sein: kein Selbstbewusstsein, kein Selbstwert, kein Ehrgeiz, Hoffnungslosigkeit. Ich bin müde, ich will ja was ändern, aber ich weiß nicht, wo ich anfangen soll. Mein Kampf, selbstbewusster zu werden, dauert jetzt schon sicher 15 Jahre an und nichts, gar nichts hat sich geändert. Ich fühle mich immer noch hilflos wie eine 12-jährige und nun auch noch nutzlos, weil alle meine beruflichen Tätigkeiten, die mich im Nachhinein betrachtet bei der Stange gehalten haben, weggefallen sind.
Und was ist mit meinem Interessen? Es kann doch nicht sein, dass ich keine habe! Das macht mir richtig Angst. Ich bin doch kein leeres Gefäß … oder doch? Ich habe sogar das Gefühl, Dinge, die ich in meiner Freizeit mache, nur zu machen, weil alle Welt erwartet, dass man doch an etwas Interesse haben muss.
Habe ich mich verloren? Was mache ich nur? Wie finde ich mich wieder?

. Ich kenne das. Immer glaubt man, das ist es jetzt und dann geht die Sache oder Suche doch weiter.
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