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    #16
    Gerne Herbstblatt

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      #17
      Zitat von Tamina Beitrag anzeigen
      Aber die Langeweile ist noch nicht groß genug, um trotzdem anzufangen mit dem Spiel?
      Na, nicht wenn ich 12 euro im Monat dafür bezahlen muss und knapp bei Kasse bin .

      Hab halt auch Sorge, dass ich dann wieder auf so viel verzichten muss, weil ich Angst davor hab. Und das ist in meinem aktuellen Zustand ja auch nicht gerade das Beste. Da lass ich lieber die Finger davon, als wenn ich NOCH ein Problem mehr hab, mit dem ich nicht klar komme .

      Doof das alles, bin froh, wenn meine Therapie endlich richtig los geht.

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        #18
        Zitat von Hoffnung Beitrag anzeigen
        Aber das Gefühl, dass ihr übertreibt und das alles gar nicht so toll ist, sondern nur so toll klingt, ist leider immanent . Aber wird schon mit der Zeit.
        Liebe Hoffnung,
        Warum sollte hier jemand übertreiben? Was hätte diejenige davon? Wir kennen uns (fast) nur unter unseren selbstgewählen Pseudonymen.
        Ausreden kann ich Dir dies Gefühl leider nicht, dafür sitzt es zu tief und hat andere Ursachen. Aber: warum sollten wir uns hier Honig um den Bart schmieren? Und dann noch um einen Bart, den wir nicht sehen?

        Ich fand die von Jannes zitierten Sätze auch super. Vielleicht schreibe ich sie mir auf ein Karteikärtchen, dann kann ich sie mir immer mal wieder durchlesen.

        Alles Gute für Dich!
        Philine

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          #19
          Liebe Hoffnung,

          ich kann Philine nur zustimmen! Aber auch Positive-Rückmeldungen-Annehmen bzw. Als- ernstgemeint/aufrichtig-akzeptieren-können ist Übungssache

          Zitat von Hoffnung Beitrag anzeigen
          Aber mir ist immer soooo langweilig zu Hause. Ich guck kein Fernsehen, zum Lesen hab ich keine Lust und Serien streamen mag ich aktuell auch nicht. Ich gammel nur in irgendwelchen Foren ab und lese Threads, die mich gar nicht interessieren, nur damit ich irgendeine Beschäftigung hab. Es nervt und macht mir keinen Spaß. Ich bin ganz und gar gelangweilt. Selbst wenn ich den Tag über immer Beschäftigung hab (muss ja noch dies und das machen, Bewerbungen schreiben etc.), aber trotzdem sitze ich zwischendurch immer gelangweilt rum und dann halt Abends.
          Jetzt muss ich einfach mal zurückfragen: Ist es die Form von Langeweile, bei der Dir nichts einfällt, was Du tun könntest, oder die Langeweile, die aus innerer Unruhe entsteht, dass also nichts, was Du anfängst Deine aktuellen Bedürfnisse befriedigen kann, Du deswegen nicht dabei bleibst und letztlich über den Tag nichts wirklich tun kannst und eine entsprechende Leere spürst? Oder eine ganz andere Art von Langeweile?

          Ich denke, entsprechend unterschiedlich könnte man die Schwierigkeiten angehen

          Liebe Grüße,
          Chaja

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            #20
            Zitat von Chaja Beitrag anzeigen

            Jetzt muss ich einfach mal zurückfragen: Ist es die Form von Langeweile, bei der Dir nichts einfällt, was Du tun könntest, oder die Langeweile, die aus innerer Unruhe entsteht, dass also nichts, was Du anfängst Deine aktuellen Bedürfnisse befriedigen kann, Du deswegen nicht dabei bleibst und letztlich über den Tag nichts wirklich tun kannst und eine entsprechende Leere spürst? Oder eine ganz andere Art von Langeweile?
            Schwierige Frage irgendwie. Spontan hätte ich gesagt, dass es wirklich nur ist, dass ich nicht weiß, was ich tun soll. Aber das ist halt auch irgendwie geteilt. Oft ist es schlicht die Langeweile, weil mir die Beschäftigung fehlt und mein Highlight in der Woche das Gespräch mit der Psychologin und ein Termin bei der Arge, ist. Hab ja auch niemanden zum Reden, kein Sozialkontakt, keine Arbeitskollegen, nichts. Das Leute depressiv durch Arbeitslosigkeit werden, kann ich jedenfalls wunderbar nachvollziehen .

            Und diese Leere ist natürlich auch irgendwo da. Ich bin ja noch mitten dabei die Beziehung zu verarbeiten, ich fühle mich natürlich auch oft unruhig. Mir fehlt jemanden zum knuddeln und kuscheln oder generell, dass irgendwie immer jemand da ist. Zusätzlich halt noch, dass ich mich selbst immer im Fokus habe und sehr verwirrt bin, weil ich nicht weiß, wer ich bin. Das ist mir heute so richtig klar geworden. Ich weiß, wer ich nach außen bin: stark, selbstwusst, weiß alles, mach nie Fehler, brauche nie Hilfe, bin nie schwach, brauche nie Schutz. Wer ich aber wirklich bin... da hab ich keine Ahnung.

            Ich will nur einfach aus diesem Kreis raus. Ich will Selbstwertgefühl und ich will der Welt zeigen können, wie ich bin. Ohne Angst. Und ich denke auch, dass ich deswegen innerlich unruhig bin, weil ich nicht weiß, wie ich das anstellen soll. Weil ich (auch durch meine langeweile) mich am liebsten den ganzen Tag selbst "bearbeiten" möchte, damit ich da raus komme. Weil ich mich unbedingt verändern will, ganz schnell, ganz viel. Ich denke auch, dass ich mich damit auch total selbst überlaste, aber es ist wie, als würde ich zum ersten Mal nicht im Abgrund stecken, sondern mein Kopf aus dem Abgrund heben und ich will so schnell wie möglich hier weg.

            Ich will zu viel auf einmal, dass ist mir klar. Die Therapie geht mir nicht schnell genug los (erst nächste Woche ist mein 5. Termin und die Diagnose "fertig"), weil ich JETZT Veränderungen will und zu ungeduldig bin. Aber ich weiß auch nicht, wie ich mich da beruhigen soll und geduldiger werden kann. Ist wie, als würde man meinen Katzen ein Stück Käse vor die Nase halten und sagen: "Das bekommst du dann mal in einer Stunde, aber guck es dir schon mal an, ist hübsch, stimmts?"

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              #21
              Liebe Hoffnung,

              ich lese: "ich bin ja noch mitten dabei die Beziehung zu verarbeiten ...", ich glaube, dass das ein verdammt hartes Stück Arbeit ist. Und dass das Zeit braucht ...

              Ich würde auch gern - wie die bezaubernde Jeanny - einfach "schnipp" machen und sofort wäre das, was mich stört, anders. Leider ist das nicht so leicht.

              "Die Therapie geht mir nicht schnell genug." Das lässt sich nicht erzwingen, denn Deine Seele muss Schritt halten können. Vielleicht gibt es einen Ort, wo Du Dich wohlfühlst, vielleicht hilft Dir Meditation oder Yoga oder Joggen ... um Dich von dem Kreisen abzulenken.

              "ich will der Welt zeigen können, wie ich bin" - warum ist die Welt wichtig? Und wer ist das überhaupt konkret? Dein Vater?
              Wichtiger ist doch, dass Du selbst weißt, wer Du bist und Dir das auch glaubst. Und zwar wirklich!

              "Weil ich mich am liebsen den ganzen Tag selbst "bearbeiten" möchte" - da frage ich mich: bis Du ein Stück Holz, ein grober Klotz? Ich wünsche Dir Geduld im Umgang mit Dir, Barmherzigkeit, dass Du Dir selbst verständnisvoll begegnen kannst, liebevoll.

              Ich denke, es ist eins der schwersten, anders mit sich selbst umzugehen - vielleicht ist einem als Kind etwas "eingebleut" oder "eingetrichtert" worden, gnadenlos, bis das Kind gespurt hat. Das hat das Kind verinnerlicht und als Erwachsener meint man dann, so müsse es weiter gehen. Aber als Erwachsener kann man auch anders lernen und handeln und mit sich umgehen - aber das ist ein Prozess ...

              Ich will Dir nicht weh tun oder rumschlaumeiern. Ich wollte Dir nur ein paar andere Perspektiven oder Sichtweisen aufzeigen, Denkanstösse geben.

              Es darf Dir gut gehen! Das wünsche ich Dir sehr!
              Herzlichst, Philine

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                #22
                Zitat von Hoffnung
                Ich will zu viel auf einmal, dass ist mir klar.
                Und wenn du das alles, was du "alles" willst, erstmal sortierst - eine Prioritätenliste anlegst.
                Zuerst die Vorspeise, dann vielleicht ein Sorbet, dann den Hauptgang und noch einen Dessert und einen Espresso um abzuschließen.
                Wenn du von fünf Tellern gleichzeitig alles essen willst, wirst du bald nicht mehr unterscheiden können, was du gerade (b)is(s)t.


                Die Therapie geht mir nicht schnell genug los (erst nächste Woche ist mein 5. Termin und die Diagnose "fertig"), weil ich JETZT Veränderungen will und zu ungeduldig bin.
                Lektion für deine Ungeduld: wenn du JETZT Veränderungen willst, dann weisst du sicher auch welche ... und vielleicht weisst du auch, in welcher Reihenfolge sie zu geschehen haben/hätten? Siehe "von fünf Tellern essen".

                Da deine Ungeduld mir eher "nervös" erscheint als "neugierig", ist sie keine sehr gute Einstiegsverfassung für eine Therapie ... besonders nicht, wenn schon 5 Sitzungen (anscheinend) spurlos an dir vorbei gingen ??

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                  #23
                  Hallo Hoffnung,

                  was für eine Überraschung endlich ist "Hoffnung" hier im Forum aufgeschlagen. Als ich mich hier angemeldet habe, nannte ich mich der "Hoffnungslose". Von daher bist du schon ein ganzes Stück weiter.

                  Als ich hier ins Forum kam, ging es auch gerade mit einer Beziehung zu Ende. Es war die erste Beziehung nach meiner gescheiterten Ehe und ich hatte den Glauben an mich und an meine Beziehungsfähigkeit vollends verloren.

                  Ich wurde von vielen Forumels geduldig und liebevoll unterstützt. Das heißt, dass du hier gut aufgehoben bist.

                  Dann und wann wird man dich vielleicht auch mit etwas konfrontieren, das
                  dir nicht unbedingt schmeckt und vielleicht auch weh tut. Aber genau hier lohnt es sich oft genauer nachzuhaken, am Thema zu bleiben und vielleicht nochmal nachzufragen wie es gemeint war.

                  Dass du bereits Therapie machst finde ich gut. Habe selbst mehrere Jahre Therapie hinter mir und oft gedacht, dass es doch sowieso nichts bringt (Ungeduld). Wichtig finde ich, dass die Chemie zwischen dir und deinem Therapeuten stimmt. Alles Weitere wird sich bestimmt noch ergeben. Im Nachhinein betrachtet muss ich sagen, hat mir die Therapie doch einiges gebracht. Sie hat etwas zum Rollen gebracht, dass bis heute noch in Bewegung ist. Wunder werden eher selten geschehen (Spontanheilung), aber es kann die Veränderung durchaus einleiten.

                  Das mit der Menschenangst kann ich nachvollziehen. Das hatte ich mal so stark, dass selbst die gewöhnlichsten Dinge wie eine Betriebsversammlung oder eine Unternehmung mit sehr vielen Menschen, darunter auch Freunde, bei mir Panikattacken auslösen konnten.
                  Das hatte und hat hauptsächlich mit meiner Angst vor Ablehnung zu tun. Nur heute ist es bei mir schon viel besser (hat rückblickend bestimmt 6 Jahre gedauert) und ich bin im Umgang mit Menschen schon viel lockerer.

                  Folgende Gedanken haben mir geholfen: Menschen die zu mir passen und die mich mögen wie ich bin, kann ich mir nicht aussuchen. Ich kann nur darauf achten, welche das sind und dafür sorgen, dass ich mich möglichst oft mit ihnen treffe und umgebe.
                  Die anderen welche mich nicht mögen (auch wenn ich es vielleicht gern anders hätte), passen eben nicht zu mir. Das kann ich nicht ändern. Und deshalb meide ich sie.
                  Dass es durch solche Menschen öfters zu Verletzungen kommt, lässt sich leider nicht vermeiden und es tut einfach weh. Aber ich habe es als Erwachsener dann in der Hand solche Menschen zu meiden und mich wieder den freundlichen zuzuwenden.

                  Also nur Mut. Schau dich nach denen um, welche freundlich zu dir sind und dir die Hand reichen. Es wäre schade, wenn du diese aus Angst vor Ablehnung zurückweist.

                  Das mit den Onlinespielen kenne ich zu gut. Hat bei mir echtes Suchtpotential. Und gerade hier ist es wichtig, die Balance zwischen Online und Reallife zu finden. Und meiner Erfahrung nach wirst du auf lange Zeit in deinem Leben zufriedener sein, wenn das echte Leben den höheren Stellenwert erhält, weil du nur dort wirklich etwas verändern kannst. Wenn du nach einem Onlinespiel den Bildschirm ausmachst, ist dein Leben genauso wie zuvor und du hast gar nichts bewegt.

                  Ich habe in der Zeit nach der Trennung viel gemacht, wie Tagebuchschreiben (dort kannst du später auch deine Veränderungen sehen), Spazierengehen, Baden gehen (ruhig auch mal Thermalbad), dann habe ich zum Glück ein paar alte Freundschaften wiederbeleben können und habe mit den Leuten ab und zu etwas gemacht, ich bin ins Fitnessstudio gegangen und bin einem Verein beigetreten. Bei Letzterem habe ich auch erst meine Angst überwinden müssen. Ich weiß noch genau, wie ich die Nacht davor kein Auge zugemacht hab. Und jetzt bin ich bereits mehrere Jahre in diesem Verein und möchte es im Moment auch nicht missen.

                  Was mir bezüglich der Verbesserung meines Selbstwertgefühls geholfen hat ist, mich nicht nur "gut zu denken", sondern es mir gut gehen zu lassen. Denn wenn es mir gut geht, habe ich Kraft für Veränderung.

                  Nun ja, jetzt habe ich ziemlich viel über mich geschrieben. Vielleicht ist doch das ein oder andere dabei, was auch dir weiterhilft.

                  Ich kann mir gut vorstellen, wie es dir im Moment geht und wünsche dir für die kommenden Monate nur das Beste.

                  BewusstSein

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                    #24
                    Zitat von Philine Beitrag anzeigen
                    "ich will der Welt zeigen können, wie ich bin" - warum ist die Welt wichtig? Und wer ist das überhaupt konkret? Dein Vater?
                    Wichtiger ist doch, dass Du selbst weißt, wer Du bist und Dir das auch glaubst. Und zwar wirklich!
                    Ich glaube, dass ist etwas falsch rüber gekommen. Es ging eher darum, dass ich der Welt mich so zeige, wie ich bin, weil es mir egal ist, was die Anderen von mir denken. Anders geht es ja nicht wirklich. Wenn mir völlig egal ist, ob die anderen damit zufrieden sind, wie ich mein Leben lebe, dann bin ich ja auch automatisch genau so, wie ich wirklich bin. Und das will ich sein. Ich mag nicht mehr mit einer Maske rumrennen, die ich nicht fallen lassen kann.

                    Zitat von Shepherd Beitrag anzeigen
                    Und wenn du das alles, was du "alles" willst, erstmal sortierst - eine Prioritätenliste anlegst.
                    Ich denke, dass wird nicht möglich sein. Die Prioritätsliste verschiebt sich von Tag zu Tag. Den einen Tag ist es für mich am Wichtigsten, mich endlich liebenswert zu fühlen, den nächsten Tag, dass ich keine Angst mehr vor der Jobsuche habe und gestern (beispielsweise) war ich so traurig, dass es mein Ex scheinbar überhaupt nicht stört, dass unsere Beziehung auseinander gegangen ist, dass meine größte Priorität war, ihn einfach zu vergessen.

                    Alleine bin ich völlig überfordert mit all den Problemen. Ich denke nicht, dass es möglich ist, da alleine überhaupt eine Priorität festzulegen. Es ist alles zu nah, zu direkt, zu schmerzhaft.

                    Zitat von Shepherd Beitrag anzeigen
                    Da deine Ungeduld mir eher "nervös" erscheint als "neugierig", ist sie keine sehr gute Einstiegsverfassung für eine Therapie ...
                    Nervös trifft es nicht. Ich glaube, ich hab einen anderen Fehler gemacht: Ich denke, dass ich mich die letzten 2 Monate so extrem auf mich selbst und eine Veränderung fokussiert habe, um den Schmerz, den ich durchmache, zu verdrängen. Praktisch dasselbe, was ich früher gemacht hab, indem ich von einer Beziehung zur nächsten gegangen bin, nur um mich nicht mit meinen Gefühlen und mir auseinander zu setzen. Jetzt mach ich dasselbe, nur auf mich bezogen. Ich denke, dieses alles sofort angehen wollen, ist keine gute Idee. Das ständige lesen, sich versuchen zu verändern und so weiter, ist ja schön und gut, aber ich überfordere mich damit. Ich will Schritte gehen, ohne die davor gegangen zu sein. Einfach nur um vor den Gefühlen, der Angst, dem Schmerz wegzurennen. Das ist nicht gut, ich sollte mich lieber auf mich besinnen.

                    Zitat von Shepherd Beitrag anzeigen
                    besonders nicht, wenn schon 5 Sitzungen (anscheinend) spurlos an dir vorbei gingen ??
                    Was auch daran liegt, dass wir noch keine Therapie angefangen haben. Die ersten 5 (bisher waren es 4) Sitzungen sind lediglich erst einmal zu der Diagnose gedacht. Da wird noch nichts geändert, therapiert oder sonstiges. Nächste Woche ist erst das Abschlussgespräch, wo wir darüber reden, was meine Ziele sind und mit welchen Methoden wir da versuchen ranzugehen.

                    Aber immerhin sehe ich an deinem Beitrag schon einen kleinen Fortschritt bei mir selbst ;). Vor 2 Monaten hätte ich den Satz von dir noch als Kritik angesehen und mich ziemlich schlecht gefühlt ala "er hat Recht, wieso bin ich nur zu unfähig, so schnell Ergebnisse zu erzielen. Offensichtlich können das alle anderen auch. nur ich nicht. man bin ich ein Loser". Jetzt sehe ich das differenziert. Ich sehe deinen Satz, nehme ihn aber nicht als Kritik an (er ist vermutlich auch nicht so gemeint), sondern sehe auch die Begleitumstände. "Schon" ist relativ. Das ist noch nicht mal viel. Jeder hat sein eigenes Tempo, ich hab mein eigenes Tempo und ich kann so schnell und so langsam sein, wie ich möchte. Das ist mein Recht als Mensch. Das kann ich mittlerweile zumindestens teilweise differenzieren. Was sicherlich für mich ein Erfolg ist.

                    Ich hab allerdings eins bisher zumindestens verstanden:
                    Das mir jeder Bezug zu mir selbst fehlt. Ich kann meine Gefühle kaum fühlen und wenn sie da sind, weiß ich nicht ob sie echt sind oder eingebildet. Ob ich mir nur vorstelle, dass ich diese Gefühle haben muss und sie deswegen habe oder ob sie tatsächlich da sind. Ob schwache Gefühle tatsächlich nur schwach sind oder ich mir nicht mehr von den Gefühlen zeigen will. Ich hab keine Ahnung, wer ich bin. Ich weiß genau, wer ich nach aussen bin. Stark, selbstbewusst, redet mit jedem, ist offen, ehrlich, nett und hilfsbereit, bla.... ja, so bin ich zu anderen. Aber wer ich wirklich bin? Ich hab keine Ahnung. Ich kenn mich selbst nur als dieser Mensch, der schwache Teil von mir hatte nie eine Chance und war nie da. Ich muss mich erst einmal selbst finden, bevor ich anfangen kann, groß was zu ändern.

                    Ich weiß nur nicht, wie ich das anstellen soll, aber ich denke, auch da sollte ich meiner Therapeutin vertrauen, dass sie das weiß. Auch wenn mir der Teil mit dem Vertrauen sehr schwer fällt.

                    Zitat von BewusstSein Beitrag anzeigen
                    Dass es durch solche Menschen öfters zu Verletzungen kommt, lässt sich leider nicht vermeiden und es tut einfach weh.
                    Ich denke nicht, dass es so sein muss. Ich hab mal irgendwann das Zitat gelesen: "Niemand kann dir ohne deine Zustimmung weh tun". Ich hab es viele Jahre lang nicht verstanden, wo es doch nicht in meinem Ermessen liegt, ob mir einer weh tun kann oder nicht.

                    Jetzt hab ich es mittlerweile verstanden. Andere können dir nur weh tun, wenn du es auch zulässt. Wenn du in deinem Selbstwert stark bist, dann siehst du es automatisch nicht mehr als etwas "persönliches". Du verlangerst es von einer emotionale Ebene zu einer sachlichen Ebene. Das Gespräch mit meinem Vater hat es mir vor ein paar Tagen gezeigt. Wenn ich mich emotional davon distanziere, es als seine Meinung sehe, als Teil seiner Persönlichkeit, einfach als etwas, wo er anders ist als ich, dann tut es mir auch nicht weh, weil es mich dann nicht an mir zweifeln lässt, da ich auf derselben Ebene wie er stehe.

                    Es ist schwer zu erklären, dieses Gefühl. Aber das ist genau das Ziel, dass ich für mich formuliere. Klar, Menschen, die einem wichtig sind, können einen immer verletzten, weil man mit ihnen auf einer emotionalen Ebene kommuniziert. Die Anderen hingegen sollen das nicht können, weil sie kein Teil von mir sind, weil sie kein Zugriff zu mir haben, weil sie ihre Meinung haben und ich meine und keine von beiden Ansichten mehr wert ist.

                    Zitat von BewusstSein Beitrag anzeigen
                    Wenn du nach einem Onlinespiel den Bildschirm ausmachst, ist dein Leben genauso wie zuvor und du hast gar nichts bewegt.
                    Wenn ich den Abend aber damit verbringe, gelangweilt auf der Couch zu sitzen, nichts zu tun und im schlimmsten Fall vor lauter langeweile anfange zu grübeln, dann hat sich aber auch nichts bewegt und mir geht es (im schlimmsten Fall) sogar sehr schlecht danach. Ich denke ein Hobby ist nichts verwerfliches. Wäre ich wirklich suchtanfällig für Spielsucht, wäre ich schon 2x in meinem Leben tief da rein geraten. Ich hab zwar zuweilen exessiv gespielt (12-14 Stunden am Tag), aber ich war nie abhängig davon.

                    Zitat von BewusstSein Beitrag anzeigen


                    Ich kann mir gut vorstellen, wie es dir im Moment geht und wünsche dir für die kommenden Monate nur das Beste.
                    Ich danke dir

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                      #25
                      Hi Hoffnung,

                      Die anderen welche mich nicht mögen (auch wenn ich es vielleicht gern anders hätte), passen eben nicht zu mir.
                      Klar, Menschen, die einem wichtig sind, können einen immer verletzten...
                      Ich habe mich an der stelle total missverständlich ausgedrückt. Ich meinte damit ja Menschen, die mir wichtig sind. Doch das muss ja nicht auf Gegenseitigkeit beruhen und deshalb können diese Menschen trotzdem nicht zu dir passen. Und dann kann es ganz schön schmerzhaft werden. Nur häufig erkennen wir das nicht rechtzeitig, weil wir es gern anders hätten. Würden wir rechtzeitig genau hinschauen würde uns das evtl. erspart bleiben und wir würden mehr Zeit und Aufmerksamkeit den Menschen widmen, welche zu uns passen.
                      Und denen ist es dann auch total wurscht, wenn dir mal ein Fehler passiert.

                      Ich hab zwar zuweilen exessiv gespielt (12-14 Stunden am Tag), aber ich war nie abhängig davon.
                      Und da hineinzurutschen kann vor allem in Krisenzeiten oft passieren. Aber wenn du nur den Abend meintest kann ich das voll verstehen. Ich kann dem Abendprogramm im Fernsehen auch nichts abgewinnen und bin froh, wenn ich zwei Tage die Woche abends in den Verein kann. Sonst hocke ich (hauptsächlich in den Wintermonaten) auch oft vor dem Rechner.

                      Grüßle

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                        #26
                        Liebe Hoffnung,

                        Zitat von Hoffnung Beitrag anzeigen
                        Ich denke, dass wird nicht möglich sein. Die Prioritätsliste verschiebt sich von Tag zu Tag. Den einen Tag ist es für mich am Wichtigsten, mich endlich liebenswert zu fühlen, den nächsten Tag, dass ich keine Angst mehr vor der Jobsuche habe und gestern (beispielsweise) war ich so traurig, dass es mein Ex scheinbar überhaupt nicht stört, dass unsere Beziehung auseinander gegangen ist, dass meine größte Priorität war, ihn einfach zu vergessen.

                        Alleine bin ich völlig überfordert mit all den Problemen. Ich denke nicht, dass es möglich ist, da alleine überhaupt eine Priorität festzulegen. Es ist alles zu nah, zu direkt, zu schmerzhaft.
                        Vielleicht ist es eine Frage des Fokus'? Wenn Du überlegst, welches Problem welche Priorität haben soll, könnte es schwierig werden, weil die Probleme alle miteinander zusammenhängen. Aber konkrete Schritte, die Du unternehmen willst, lassen sich sicherlich in eine Prioritätenliste bringen.

                        Schwierige Frage irgendwie. Spontan hätte ich gesagt, dass es wirklich nur ist, dass ich nicht weiß, was ich tun soll. Aber das ist halt auch irgendwie geteilt. Oft ist es schlicht die Langeweile, weil mir die Beschäftigung fehlt und mein Highlight in der Woche das Gespräch mit der Psychologin und ein Termin bei der Arge, ist. Hab ja auch niemanden zum Reden, kein Sozialkontakt, keine Arbeitskollegen, nichts. Das Leute depressiv durch Arbeitslosigkeit werden, kann ich jedenfalls wunderbar nachvollziehen .
                        Hast Du Spaß an kreativen Tätigkeiten? Es gibt ja auch einiges in diesem Bereich, wozu man keine teuren Spezialmaterialen braucht: Schreiben, Zeichnen, Patchwork aus alten Kleidungsstücken, Origami, Collagen, Häkeln, Holzschnitzen etc.etc. Auf mich wirkt es immer sehr aufbauend, wenn etwas Schönes und eventuell auch Praktisches entsteht

                        Wenn Dir das Zusammensein mit anderen Menschen fehlt, könnte vielleicht ein VHS-Kurs (das 2. Semester beginnt demnächst), eine Sport-oder Theatergruppe eine Option sein?

                        Ich hab allerdings eins bisher zumindestens verstanden:
                        Das mir jeder Bezug zu mir selbst fehlt. Ich kann meine Gefühle kaum fühlen und wenn sie da sind, weiß ich nicht ob sie echt sind oder eingebildet. Ob ich mir nur vorstelle, dass ich diese Gefühle haben muss und sie deswegen habe oder ob sie tatsächlich da sind. Ob schwache Gefühle tatsächlich nur schwach sind oder ich mir nicht mehr von den Gefühlen zeigen will. Ich hab keine Ahnung, wer ich bin. Ich weiß genau, wer ich nach aussen bin. Stark, selbstbewusst, redet mit jedem, ist offen, ehrlich, nett und hilfsbereit, bla.... ja, so bin ich zu anderen. Aber wer ich wirklich bin? Ich hab keine Ahnung. Ich kenn mich selbst nur als dieser Mensch, der schwache Teil von mir hatte nie eine Chance und war nie da. Ich muss mich erst einmal selbst finden, bevor ich anfangen kann, groß was zu ändern.
                        Der von mir hervorgehobene Satz hat mich diesmal besonders angesprungen. Was Du vorher beschrieben hast, kann ich gut nachvollziehen, denn so ging es mir lange Zeit auch. Aber ich glaube, es ist ein Trugschluss zu meinen, dass es eine zeitliche Aufeinanderfolge von Selbstfindung und Veränderungen gibt. Vielmehr scheint mir: indem man sich selbst besser kennenlernt, verändert man sich, und indem man sich Veränderungen gestattet, lernt man sich besser kennen. Das ist ein ständiges Wechselspiel.

                        Einer meiner Lieblingssätze zu diesem Thema stammt von Arnold R. Beisser und ich habe ihn schon so oft zitiert, dass die anderen Forumels vielleicht schon genervt sind - aber ich kann es trotzdem an dieser Stelle nicht lassen. Beisser schreibt: "Veränderung geschieht, wenn jemand wird, was er ist, nicht wenn er versucht, etwas zu werden, das er nicht ist."

                        Liebe Grüße,
                        Chaja

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                          #27
                          Zitat von Chaja Beitrag anzeigen
                          Aber konkrete Schritte, die Du unternehmen willst, lassen sich sicherlich in eine Prioritätenliste bringen.
                          Ich denke, Dreh- und Angelpunkt ist mein Selbstwertgefühl und meine Minderwertigkeitskomplexe. Ich denke die meisten Probleme würden sich verflüchtigen, wenn ich davon mehr hätte. Wie ich das anstellen soll, hab ich allerdings keine Ahnung. Ja, den Kram mir selbst gutes tun, mich nicht selbst schlecht zu machen, mich selbst annehmen, inneres Kind, bla... kenn ich alles, mach ich alles, bringt mir nichts. Für mich fühlt sich das alles wie oberflächlicher Kram an, der zwar in Ordnung ist (deswegen tue ich es auch) und sicherlich auch grundsätzlich dazu gehört, wenn man mit sich selbst im Reinen ist, hilft mir aber im Endeffekt erst einmal überhaupt nicht.

                          Aber dafür mache ich ja die Therapie. Die gute Frau wird schon wissen, wie wir vorgehen.

                          Zitat von Chaja Beitrag anzeigen
                          Hast Du Spaß an kreativen Tätigkeiten?
                          Wenn Dir das Zusammensein mit anderen Menschen fehlt, könnte vielleicht ein VHS-Kurs (das 2. Semester beginnt demnächst), eine Sport-oder Theatergruppe eine Option sein?
                          Nein, mit kreativen Kram kann ich echt nichts anfangen. Hab nicht nur 2 linke Pfoten, sondern finde sowas auch so total langweilig.

                          Und auch VHS-Kurse und co sind keine Option für mich. Ich bewege mich lieber in Kreisen, die.... sagen wir mal, außerhalb des üblichen gesellschaftlichen Lebens stattfindet. Ich hab kein Problem mit Leuten die "normal" sind, aber ich hab kein Interesse an solchen Menschen. Ich empfinde das normale gesellschaftliche Leben, als öde, bieder und spießig. Eine richtige Kneipe muss Assi sein . So in der Richtung.

                          Vielleicht ändert sich im Laufe der Therapie meine Einstellung dazu, wäre natürlich möglich. Aktuell ist das aber nichts für mich. Ich würde gerne Schlagzeug spielen lernen, aber leider kostet das halt auch immer Kohle und die hab ich aktuell nicht.

                          @Topic

                          Ich hatte die Nacht ein seltsames Erlebnis. Ich hab da ja so ein Kumpel, mit dem ich immer mal ein bisschen kuschel, weil mir das ja nun als Single auch sehr fehlt. Jedenfalls hab ich die Nacht bei ihm geschlafen. Wir hatten zwar kein Sex, aber naja, waren schon nahe dran .
                          War auch alles schön und toll und haste nicht gesehen, aber als ich heute zu Hause war, hab ich mich sehr komisch gefühlt.

                          Ich hab lange darüber nachgedacht, warum ich ich so fühle. Und ich denke, dass es daran liegt, dass ich zwar die Nähe und Zärtlichkeiten hatte, die man da nun so aber hat, aber mir eben die Geborgenheit und das Sicherheitsgefühl gefehlt hat. Und dadurch, dass ich bisher alle 4 Dinge miteinander verbunden habe, weil ich bisher nur in einer Beziehung Sex hatte (klar, hatte ja bisher auch immer eine Beziehung), fehlt mir jetzt die 2 anderen Dinge um so stärker, weil mein Kopf das alles miteinander verbindet und nun da was fehlt, was eigentlich hätte da sein müssen.
                          Blöde Situation, jetzt bin ich halt doch ziemlich traurig und vermisse das Gefühl von Geborgenheit und Sicherheit sehr stark. Ich denke, ich werde ihm auf jeden Fall sagen, dass wir das lassen müssen.

                          Zwar war mein ursprünglicher "Plan", jetzt nun als (voraussichtlich) längerfristiger Single wenigstens die Grundbedürfnisse zu stillen, aber wenn das bei mir bedeutet, dass ich mich danach schlecht fühle, weil eben immer 2 Sachen fehlen werden, dann ist es nicht das Richtige. Es soll sich gut anfühlen (was es in dem Moment ja auch tut) und danach immer noch.
                          Eigentlich schade, ich hätte gerne wenigstens in der Richtung noch irgendwas gehabt, aber wenn meine Gefühle das so nicht mögen, dann ist es halt so. Wobei ich natürlich nicht sagen kann, ob es jetzt speziell an ihm liegt, dass er mir dieses Gefühl nicht vermitteln kann (er ist ja schon sehr speziell in seiner Art) oder ob das etwas grundsätzliches ist. Wenn ich dazu mal die Möglichkeit habe, werde ich das wohl noch mal mit jemand anderen testen, aber wenn das dann dasselbe ist, dann lass ich es auch ganz bleiben.
                          Zuletzt geändert von Hoffnung; 31.01.2014, 14:00.

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                            #28
                            Mir kommt spontan der Gedanke beim Lesen Deiner Zeilen: Wenn Du alle 4 Dinge zusammen bei einem Mann verspürst, dann kannst Du eine Beziehung mit ihm eingehen.
                            'Unverbindlicher' Sex geht i. d. R. nicht mit Gefühlen wie Geborgenheit etc. einher.

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                              #29
                              Zitat von Tamina Beitrag anzeigen
                              Wenn Du alle 4 Dinge zusammen bei einem Mann verspürst, dann kannst Du eine Beziehung mit ihm eingehen.
                              Aktuell würde ich in keinem möglichen Fall eine Beziehung eingehen. Das ist absolut ausgeschlossen, von daher eher nein . Zumal ich diese Gefühle auch bei allen meinen Partner gehabt habe und keiner von denen hat wirklich zu mir gepasst oder war gar gut für mich. Teilweise ganz im Gegenteil. Von daher sehe ich das jetzt nicht als Grundlage für eine Beziehung.

                              Zitat von Tamina Beitrag anzeigen
                              'Unverbindlicher' Sex geht i. d. R. nicht mit Gefühlen wie Geborgenheit etc. einher.
                              Naja, es war ja weniger Sex (genau genommen gar keiner), sondern mehr kuscheln und co. Ob das bei jemand anderen funktionieren würde oder grundsätzlich nicht, kann ich nicht beurteilen, müsste ich testen. Da ist ja auch jeder anders. Vielleicht brauch ich in einen paar Monaten gerade die Gefühle von Geborgenheit und Sicherheit gar nicht mehr, weil ich mir die dann selbst geben kann, wer weiß.

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                                #30
                                Zitat von Hoffnung Beitrag anzeigen
                                Ich denke, Dreh- und Angelpunkt ist mein Selbstwertgefühl und meine Minderwertigkeitskomplexe. Ich denke die meisten Probleme würden sich verflüchtigen, wenn ich davon mehr hätte. Wie ich das anstellen soll, hab ich allerdings keine Ahnung. Ja, den Kram mir selbst gutes tun, mich nicht selbst schlecht zu machen, mich selbst annehmen, inneres Kind, bla... kenn ich alles, mach ich alles, bringt mir nichts. Für mich fühlt sich das alles wie oberflächlicher Kram an, der zwar in Ordnung ist (deswegen tue ich es auch) und sicherlich auch grundsätzlich dazu gehört, wenn man mit sich selbst im Reinen ist, hilft mir aber im Endeffekt erst einmal überhaupt nicht.
                                Wundert es dich denn, wenn der "Kram" nicht funktioniert?
                                Wenn man an ein Placebo glaubt, wirkt es. Ich habe noch nie gehört, daß es anders herum auch geht.

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