Ankündigung

Einklappen
Keine Ankündigung bisher.

Lucys Suche

Einklappen
X
 
  • Filter
  • Zeit
  • Anzeigen
Alles löschen
neue Beiträge

    Zitat von mikie Beitrag anzeigen
    Was ich damit sagen will: Mach dir nicht zuviele Gedanken um evtl. Rentenlücken o. ä.. Wichtiger finde ich das Jetzt. Z. B. mit dem Ingenieur schöne Zeit zu erleben, Kuchen backen, Therapie, das Schöne an deinem Leben entdecken und aufbauen...Liebe Grüße, mikie
    Huhu mikie,

    danke Dir, es tut mir schon gut, wenn ich das so lese, dass ich das auch alles darf - also in meinem Alter nicht nur arbeiten sondern auch mal für mich selbst da sein zu dürfen. Das kenne ich bisher aus meinem Leben nicht und allein der Gedanke Zeit für mich zu haben ohne irgendeinen Druck, fühlt sich schon befreiend an. Wobei ich schon auch wieder arbeiten möchte, aber dann möchte ich mich auch endlich mal gut genug fühlen und nicht wie früher, immer auf dem Zahnfleisch kriechend zur Arbeit fahren und abends nach der Arbeit wie tot auf der Couch liegen. Das war irgendwie kein Leben, nicht so, wie ich es jetzt gerade kennenlerne.

    Liebe Grüsse
    Lucy1

    Kommentar


      Moin Lucy,

      ich wollte Dir nochmal schreiben, weil ich registriere, dass Du dich hier zurückgezogen hast (ich befürchte wegen mir). Wobei ich hoffe, dass du weiter hier mitliest. Du kannst jederzeit sagen, dass ich mich aus deinem Faden raushalten soll !

      Wieso um alles in der Welt müssen Opfer von z.B. Menschen mit einer narzisstischen Persönlichkeitsstörung den Mund halten, dürfen ihre Gefühle nicht kund tun und sollen Wut und Beschuldigung unterdrücken? Nur weil Narzissten als "krank" gelten
      Ich wollte nochmal sagen, dass ich nie gesagt habe, dass Opfer den Mund halten müssen. Natürlich kannst Du sagen, wie schlimm für Dich die Kindheit war. Was ich aber gerne erwähnen möchte ist, dass man ja auch aus der Opferhaltung herauskommen will/sollte/muss. Natürlich ist da viel Trauer und Wut dabei und die muss/sollte/kann (wie auch immer) zulassen, aber ich halte es für schilmm, wenn man darin steckenbleibt und sich auf ewig als Opfer seiner Eltern sieht. Ich z.B. weiß mittlerweile, dass meine Eltern selbst Opfer ihrer eigenen Biografie sind und habe daher das anklagende abgelegt. (und ich weiß, dass ich selbst auch kein Engel bin). Weiß auch nicht, wo man da anfangen sollte ....

      Ich hoffe einfach, dass du deinen Weg findest und hier vielleicht wieder mehr mitschreibst. Nicht alles was man liest, will man lesen/hören. Aber das gehört auch dazu und man kann darüber in Dialog kommen und für sich daraus etwas hilfreiches ziehen.

      es grüßt, das Schaf

      Kommentar


        Hallo das Schaf,

        nach längerer "Pause" und einem Klinikaufenthalt bin ich mal wieder hier und lese Deine Zeilen erst jetzt.

        Natürlich ist mir klar, dass es nicht darum geht, sich ein Leben lang als das Opfer der Eltern zu sehen. Aber trotzdem negiert es nicht das, was sie an einem verbrochen haben. Einen Missbrauch trage ich mit all seinen Folgen ein Leben lang in meiner Seele spazieren und jene, die mir das zugefügt haben, tragen auch Verantwortung für ihre eigenen Taten. Und darauf bleibe ich bestehen - ein Unrecht wird nicht ungeschehen gemacht, nur weil das Opfer keins mehr ist. Aber vermutlich führt das hier auch zu weit, weil es innerfamiliäre Bereiche berührt, die Du nicht kennen kannst und deren Hintergründe ich hier nicht weiter erläutern möchte.

        Der Klinikaufenthalt jedenfalls hat mir gut getan und wie weit ich hier schon bereit bin weiterzuschreiben oder ob ich das alles lieber im geschützten Rahmen mit meiner Thera weiter bespreche, lasse ich noch offen.

        Alles Liebe Dir,
        Lucy1

        Kommentar


          So, ich wollte meinen Faden mal wieder "heraufziehen".

          Es geht mir inzwischen besser, ein paar Dinge haben sich geklärt und auch die Erschöpfung ist nicht mehr ganz so schlimm wie am Anfang. Mir fehlt noch eine gewisse Belastbarkeit, ich lerne gerade in der Therapie, kleine Schritte zu machen, nicht für andere mitdenken sondern auf mich selbst zu schauen und kindliche Muster nicht einfach fortzuführen sondern zu erkennen. Ist viel Arbeit, aber ich fühle mich schon befreiter.

          Mit meiner Mutter ist es nach wie vor schwierig, weil sie ihre Medikamente immer mal wieder absetzt und dann total durchdreht. Papa hat schon nach ihrer letzten Aktion überlegt, ob man sie überhaupt so weiter draussen rumlaufen lassen kann. Das schlimme ist, dass sie mit den Medikamenten eine ganz andere Frau ist - sowas von lieb und zugänglich und offen, dass ich mich oft frage, wie eine psychische Krankheit einen Menschen so verändern kann? Warum sie die Tabletten dann immer wieder absetzt, weiss kein Mensch. Sie sagte das letzte mal, sie würde sich damit gedopt fühlen, wie jemand, der sie nicht ist - und sie hat irgendwie auch Recht. Nur neigt sie halt ohne Medikamente immer öfter zu Handlungen, die schon fast in den kriminellen Bereich gehen - das kann und darf so nicht weitergehen. Sie tut mir wirklich leid, denn was ist, wenn sie in der Geschlossenen sitzt und dann wieder ihre Medikamente bekommt? Sie wird bestimmt die Welt nicht verstehen, weil sie sich teilweise sogar an die Zeit ohne Medikamente nur schemenhaft erinnern kann. Ich finde das so schrecklich für sie.

          Ich habe glaube ich, meinen Frieden mit ihr gemacht. Jetzt geht es eben darum, weiter in meinem Leben aufzuräumen.

          Eine gute Nachricht gibt es - der Ingenieur ist vor zwei Wochen bei mir eingezogen. Ich fand es so lieb und süss von ihm, dass er Rücksicht darauf genommen hat, dass ich diese Wohnung hier vorerst nicht aufgeben wollte. Es ist alles noch neu und macht mir manchmal auch Angst, mich einem Menschen so nahe zu fühlen, aber die schönen Momente wirken gerade sehr heilsam.

          Es gibt noch viel zu tun in meinem Leben, aber endlich habe ich auch wieder Hoffnung und Zuversicht, dass ich es packen kann...

          Kommentar


            Hallo Lucy
            ich bin erst seit kurzer Zeit hier und darum lese ich dich erst jetzt, bzw. hab mal kurz überflogen (immer in Eile - schönes Wetter und großer Garten ruft).
            Deinen letzten Satz finde ich schön und ich wünsche dir viel Mut & Kraft für deinen weiteren Weg.
            Das mit dem Ingenieur find ich gut

            Grüße von
            Flora



            Kommentar


              Danke Dir, Flora. Lieb von Dir, dass Du Dir die Zeit genommen hast, hier zu lesen. Viel Spaß im Garten. Hier herrscht heute graues Wetter, eigentlich wollte ich die Terrasse ein bisschen aufräumen, aber wir sind gerade beide so lustlos. Ohne Sonne macht das gerade keinen Spaß :)

              Kommentar

              Lädt...
              X