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Pittis Tage-(Bilder)Buch

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    Noch ein Gedanke will gerade raus:
    Wenn ich selbst im Jammer-Modus bin und erlebe, dass jemand für mich zu schnell die Handwerker-Mütze aufsetzt, kann es auch passieren, dass ich merke und sage, dass ich für eine Lösung noch nicht bereit bin, einfach noch ein bisschen schimpfen, zetern, heulen was auch immer brauche. Dann brauche ich meistens so was wie eine "Gedenk"-Minute oder Umschalt-Phase, bevor ich neue Gedanken dazu überhaupt hören kann. Mir ist es dann auch schon (gottseidank selten!) passiert, dass mein Gegenüber sagte: "Nee, das halt ich nicht aus. Ich bin dann mal weg!"
    *schmoll* aber okay!

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      Alle guten Dinge.... ein' hab' ich noch:
      @ amelie
      Gar nicht ansprechen, wenn was ist, bei mir selbst oder meinem Gegenüber, das ist für mein Temperament "emotionale Folter". Na ja, das gilt bei mir für Menschen, die mir am Herzen liegen... Bei Kollegen, die nicht mit mir zusammen sitzen, halte ich das gut aus, sie weiträumig zu umrunden, damit sie ihren Drama-Rucksack woanders leeren....

      @Wolle:
      Der Schnack "geteiltes Leid ist halbes Leid" greift für mich manchmal, manchmal geht er auch ins Verdoppeln/Vervielfachen.... hängt wohl davon ab, was jeweils die Motivation der Teilenden ist...

      Darüber mag ich noch ein wenig brüten, ich glaube, das lohnt sich...

      Vielleicht hat ja eine(r) von Euch noch ein paar erhellende Gedanken/Erfahrungen dazu? *hoff*

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        Heu-teeee bei mi-hiiiir sind alle guten Dinge viiii-hiiier *träller*

        Zitat von Mistral1 Beitrag anzeigen
        Mein zynischer Teil sagt: Die Mitleidenden fühlen sich dann besser, weil sie einen gefunden haben, dem es ihrer Meinung nach schlechter geht. Ein Negativmaßstab hat für den Bemitleidenden etwas Entlastendes.

        Ich mag Deinen zynischen Teil! - Ja, stimmt für mich, habe ich auch schon so erlebt...

        ....... Mitleidsbekundungen sind Selbsterfahrung.

        3 kraftvolle Worte. Ja! Danke dafür!


        ......

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          Meine ehemalige Chefin (tolle Frau übrigens) sagte immer vor Besprechungen großer Probleme - jetzt darfst du 20 Minuten kübeln (soviel wie auskotzen, meckern, schimpfen) und dann suchen wir nach Lösungen - so war der Druck weg und ich konnte dann kreativ neue Möglichkeiten suchen.
          Ja ich jammere auch oft, aber dann geht es an Lösungen suchen und neues probieren.

          Und auch ich merke, dass ich zunehmend ungeduldiger werde, wenn immer die gleichen Probleme "vorgeschoben" werden um entweder etwas zu bekommen (Mitleid) oder sich vor etwas zu drücken.

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            Zitat von Mistral1 Beitrag anzeigen
            Mein zynischer Teil sagt: Die Mitleidenden fühlen sich dann besser, weil sie einen gefunden haben, dem es ihrer Meinung nach schlechter geht. Ein Negativmaßstab hat für den Bemitleidenden etwas Entlastendes. Deshalb gehen ja auch die Zeitungen/Zeitschriften mit schlechten Nachrichten so gut....

            ..... Mitleidsbekundungen sind Selbsterfahrung. Daran kaue ich gerade sehr rum - da wehrt sich alles in mir. Werde es ein bisschen mit mir herumtragen, mal sehen wie es sich verändert....

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              Mitleidsbekundungen als Selbsterfahrung....

              Gelesen habe ich (wenn ich bloß noch wüßte, in welchem Buch????) von einer südländischen Sitte, bei Beerdigungen bewusst Kontakt zum eigenen unbearbeiteten Schmerz aufzunehmen, das ganze Paket zu schnappen und laut rauszuheulen... Hat mich sehr beeindruckt, vielleicht weil es bei uns hier so reserviert zugeht, wenn es um den eigenen Schmerz geht... Wo kriegt das denn bei uns anständigen Raum, mal von "Therapie" abgesehen...

              Vielleicht ist auch das ein Grund, weshalb es so verlockend scheint, die eigene schmerzvolle Selbsterfahrung hochfahren zu lassen, wenn jemand sich gerade seinem eigenen Schmerz öffnet? *sinnier*

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                Später.....

                Menno, da fällt mir noch was ein (jetzt aber schnell, gleich kommt Besuch zum Futtern und Game of Thrones gucken)....

                Vor Jahren war ich mal nach der Arbeit "schnell" mit dem Hund raus, weil ich abends noch Termine hatte.... Und in meinem Lieblingswald spürte ich einen mächtigen Heul-Drang, stantepede, wie aus dem Nichts... Da habe ich - natürlich auch schnell - überlegt, wann ich Zeit habe, dem mal Raum zu geben... "Morgen habe ich noch das und das vor... übermorgen ist das und das... hm... vielleicht am Wochenende, da könnte es samstags vormittags passen..." - Als ich mich bei den Gedanken "erwischte", war ich völlig perplex: Unbändiges Lachen verschiebe ich doch auch nicht auf Tage später....

                Ich hatte keine Ahnung, was genau sich da aus mir heraus heulen wollte, aber ich habe für den Abend meine Termine abgesagt, mich in die heiße Badewanne gelegt, laut Musik an (damit die Nachbarn nicht Amok laufen) und geheult, was das Zeug hielt.... Ich bin drauf gekommen, was sich da zeigen wollte, war dankbar, dass es eine Lücke zum von mir bemerkt werden erwischt hatte, und habe Tage drauf eine ganz kreative Lösung gefunden....

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                  Liebe Pitti,

                  in der Tat ein spannendes Thema!

                  Ich benutze diesen Ausdruck eigentlich relativ selten. Wenn ich jemandem sage, etwas tue mir Leid, ist damit eigentlich nicht "Mitleiden" gedacht, sondern ich versuche damit eine "begrenzte Anteilahme" auszudrücken, die sich nur sehr schwierig in Worte fassen lässt. Schweizerdeutsch kann ich nicht sagen "ich fühle mit dir!" Das hätte so etwas abgehoben-Gönnerhaftes in Stil von: "Ich weiss zwar nicht, was du meinst, aber gut haben wir darüber gesprochen." *Grusel*

                  Zu sagen: "das tut mir Leid", ist einfach eine Form, ein gewisses Mitgefühl auszudrücken, ohne dass ich tiefer hineingezogen werden möchte. Heuchelei wie Wolle geschrieben hat, würde ich nicht sagen (wobei ich da natürlich nur für mich reden kann). Das Mitgefühl ist durchaus echt, aber mit einer gesunden Unverbindlichkeit. Ich drücke dem Empfänger damit nicht gewaltsam mein Mitleid auf's Auge, sondern er kann sich selber aussuchen, ob er das Häppchen vom Buffet aufnehmen will und vielleicht darin etwas Trost findet oder einfach sagt: "Danke, aber das ist nicht das, was ich im Moment brauche." Umso besser und erledigt.

                  Dass bei diesem Thema bei Dir die Wogen so hoch gehen, hat wahrscheinlich eine längere Vorgeschichte, die hier auf einen Schlag losgetreten wird.
                  Ich persönlich habe mit Mitleidsbekundungen kein Problem. Dafür reagiere ich absolut allergisch auf Bevormundung, wenn jemand vorgibt, zu wissen, was gut für mich sei, damit aber primär seine eigene Agenda verfolgt! GRR! Das ist "mein Film"! Und auch noch andere Themen, auf die ich hier nicht näher eingehen möchte, bei denen sofort ein gewaltiger Zorn hochkocht und sich der Verursacher blitzartig ducken muss, um nicht vom Bannstrahl pulverisiert zu werden!

                  Interessanterweise finde ich diese wunden Punkte auch im Enneagramm wieder. Das heisst aber, dass diese Problemfelder nicht nur von meiner Biografie abhängen, sondern tatsächlich Persönlichkeitsanteile sind, die da im Keller randalieren. Die hat jeder, nur auf einem anderen Gebiet. Erst wenn ich diese Themen aber kenne, kann ich auch daran arbeiten, so unangenehm sich die Beschäftigung damit auch anfühlt.

                  Nun, ich bin mir bewusst, dass es brandgefährlich ist, sich in der Nähe des Triggerpunktes einer anderen Person aufzuhalten. Nur zu leicht kann es passieren, dass man den Fettnapf trifft und der ewigen Verdammnis anheimfällt!
                  Ich hoffe deshalb, dass Du es mir nicht übel nimmst, wenn ich hier für mich eine gewisse Narrenfreiheit in Anspruch genommen und einfach mal frei von der Leber weg drauflos geschrieben habe.

                  Liebe Grüsse
                  Serafin

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                    Lieber Serafin,

                    herzlichen Dank auch dir für deine Sicht auf das Thema Mitleid. Und "frei von der Leber weg drauf los", ist für mich wunderbar! Und mit der ewigen Verdammnis habe ich keine Verträge, nö , alles gut.

                    Was mich an deiner Antwort gerade besonders berührt ist einmal die wundervolle Blüte - danke dir - und die Formulierung "gesunde Unverbindlickeit". Bin gespannt, was diese zwei Worte in mir noch zu Tage fördern, die nehme ich mal mit in den Tag

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                      meine erste Sonnenblume in dieser "Saison"

                      [IMG]http://*************/a/img844/3293/tddx.jpg[/IMG]

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                        Der Sommer kommt im Sturmschritt - tolles Foto!

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                          schönes Foto, Pitti
                          vor allem da bei mir keine einzige Sonnenblume gekeimt hat dieses Jahr

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                            Zitat von elandi Beitrag anzeigen
                            Der Sommer kommt im Sturmschritt
                            Drei Wetter Taft - und die Frisur hält.

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                              Zitat von elandi Beitrag anzeigen
                              Der Sommer kommt im Sturmschritt - tolles Foto!

                              Ulkig ist: Beim Knipsen ging kein Lüftchen. Vielleicht zeigt sich in der stürmischen Blattdrehung nur, wie die Blume dem Sonnenstand folgt?

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                                Zitat von Mistral1 Beitrag anzeigen
                                Drei Wetter Taft - und die Frisur hält.

                                Kommentar

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