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    Echt sein?

    Hallo Freunde!

    Bin gerade dabei mehr ich selbst zu sein,echt zu sein.

    Was kann ich da tun um das zu verbessern?

    Habt ihr Tips oder Erfahrungen gemacht?

    Ich denke das ist ein wesentlicher teil gut bei anderen anzukommen und gute Beziehungen zu haben wenn auch nicht mit allen Leuten.

    Ich war mein ganzes Leben denke ich zu angepasst und habe mich wenig gezeigt und oft etwas gespielt.
    Das hat mich nicht gerade gluecklich gemacht.

    Ich moechte offener sein mich zeigen ,Mut dazu haben.Wie erreiche ich das?

    Freue mich auf eure Antworten!
    Gruss Willy

    #2
    echt sein

    @ Willi,
    Finde ich eine gute Idee, Dich darin zu üben. Es ist finde ich total gut das schon mal hier in das Forum zu stellen: SO feige kannst Du doch gar nicht sein!
    das ist ja eine weit verbreitete Haltung, keiner will es gewesen sein. Indem Du echt bist, d.h. Stellung beziehst machst Du einen Unterschied zu anderen Menschen. Kann es sein, wenn Du daran denkst, was Dich davon abhält, das Du auch gerne aussen vor bleibst,
    weil Du ein paar Enttäuschungen erlebt hast? Sich damit zu beschäftigen bringt oft weiter, und versuchen den Menschen zuverzeihen wenn möglich ist auch wichtig.
    Alles Gute seven

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      #3
      Echt sein, keine Mogelpackung, wissen wer ich bin, was ich möchte...habe grad vorhin ein paar Gedanken zum Thema Grenzen setzen im Forum niedergelassen und finde es in deinen Fragen wieder. Um "echt zu sein" hilft es mir, wenn ich meine Grenzen kenne, weiss was ich will und was nicht, was ich mir wünsche, welche Ziele und Bedürfnisse ich hab', welche Prioritäten ich setze...und mich dann klar dazu stelle, mich andern gegenüber immer wieder aufs Neue abgrenze. Ein kleines "Nein" in scheinbar unbedeutenden Situationen kann ein RIESENerfolg sein im wertvollen Umgang mit sich selbst.
      Ein "Nein" hast du bereits gesetzt, mit deinem Beitrag hier! Wünsche dir noch ganz viele weitere "Nein's" und somit "Ja's" zu dir selbst!

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        #4
        Lieber @Willy,

        ein schönes und für mich sehr wichtiges Thema. Ich bin auch eine gute Schauspielerin und hab darauf aber keine Lust mehr!

        Für mich steht jetzt gerade an, meine "lächelnde Maske" herunterzunehmen. Ich mag sehr gerne lachen, ohja, wenn es von innen heraus kommt ist es eine richtige Wohltat. Was ich nicht mehr will ist zu lächeln, damit sich andere Leute sicherer fühlen (und ich auch). Ich möchte für mich einstehen und das zeigen, was gerade an Gefühlen da ist. Und wenn alles lacht und grinst um mich herum und ich nichts der dergleichen verspür, möchte ich das zeigen.

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          #5
          Nur kurz an dieser Stelle ein Buchtip;

          "Sein nicht nett, sei echt!" von Kelly Bryson

          Nach den Ansätzen der Gewaltfreien Kommunikation mit vielen praktischen Beispielen gewürzt. Ich habe mich ständig gespiegelt gefühlt beim Lesen dieses Buches und habe viel gelacht. Persönlichkeitsentwicklung darf ruhig auch Spaß machen, finde ich.

          In diesem Sinne, Rübenigel

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            #6
            guten morgen,

            echt sein, sich nicht mehr verstellen, dass heißt dann leider auch oft, sich unbeliebt machen. denn jeder der nicht in das gleiche horn bläst, wird schief von der seite an geschaut. das können manche menschen nicht gut ertragen. es steht immer noch zu oft im vordergrund, was werden die anderen dazu sagen.
            es gehört mut dazu, sich selbser in den vordergrund zu stellen, und dabei die anderen so zu lassen wie sie sind.
            aber es ist auch sein toller erfolg, wenn man es schafft

            gruß

            morgentau

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              #7
              Hallo Willy,

              echt-sein = authentisch sein, setzt für mich vorraus, dass ich zunächst bewusst wahrnehme, was an Gefühlen in mir ist. D.h., ich horche in mich hinein.
              Authentisch bin ich dann, wenn ich, ich selbst bin: keine Schau abziehe, keine Rolle spiele, niemandem etwas vormache. Wenn ich mich für andere in Übereinstimmung mit mir selbst zeige.
              Ich bin dann vielleicht nicht so, wie andere mich gerne hätten, aber andere wissen, woran sie mit mir sind. Und ich kann mich entwickeln, werde freier, unabhängiger.

              Als Einstieg, um sich selbst besser wahrzunehmen, und das, was jetzt gerade in mir lebt, finde ich Meditationen zur inneren Achtsamkeit sehr hilfreich.

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                #8
                @willi

                Hallo, haben wir Dich jetzt zugetextet?
                Wo bist Du? Mit dem Hund raus?EIne Rückmeldung wäre nett.seven.

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                  #9
                  Ich war mein ganzes Leben denke ich zu angepasst


                  Hallo Willy,

                  ja, das war ich auch sehr lange, und ich war nicht echt, aber das hab ich nicht so spüren können, hatte einen dicken Panzer - musste erst krank werden, hab dann vieles in Frage gestellt, ganz langsam wurde der Panzer bröckelig, ich fand zu verschüttetem Schmerz, zu meinen Gefühlen.....

                  In einer Therapie hab ich also zu mir gefunden, und bin dann auch unbequem geworden, wie es auch morgentau beschreibt. Damit macht man sich nicht immer Freunde. Aber was soll's - früher war ich immer "lieb", ob mich andere liebten? ....diese Sicherheit hatte ich trotzdem nicht.
                  Dann lieber echt sein, zu sich stehen - es muss mich nicht jeder mögen, und auch ich muss nicht jeden mögen. Diesen Anspruch hab ich schon lange nicht mehr.
                  Hauptsache, ich mag mich!

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                    #10
                    Hallo Freunde,
                    Vielen Dank fuer eure Antworten.Hat mir richtig Mut gemacht diesen Weg weiterzugehen und reifer zu werden.

                    Ich weiss schon woran das liegt das ich so angepasst bin oft und immer freundlich sein will.Zum einen auch an meiner persoenlichkeit.Manchmal noch schuechtern leicht verunsichert und auch ein vorsichtiger bischen Aengstlicher Typ.

                    Mich irritiert auch wenn anderen meine Art oder Meinung missfaellt.Ich moechte mehr dazu stehen.Manchmal loese ich auch ein lachen aus was mir gefaellt.
                    Habe halt angst vor Ablehnung.Nur wie gesagt kann nicht unbedingt everybodys Liebling sein.das geht zu sehr auf meine kosten.Moechte halt mich immer so geben wie ich wirklich bin.

                    Auch wenn es dann zu konflikten kommt.Die moechte ich auch gerne austragen.Ich habe auf diesem weg schon einiges erreicht nur reicht mir das noch nicht.

                    Ich mag halt so Menschen die einen ausgepraegten Charackter haben,also Orginale.Die haben oft auch ecken und kanten doch sind sehr liebenswert weil sie halt echt sind durch und durch.Habe lange im Norden Deutschland gelebt in der Naehe von Bremen und da gibt es viele so Menschen .Mag sie ,sie sind bischen wie das Wetter dort.Rauh aber Herzlich,Schief gewachsen wie die Baeme dort halt leibenswert.

                    Wie werde ich so ein Orginal,denke ich muss immer so sein wie ich bin und immer dazu stehen.Vielleicht muss ich auch noch aelter werden einfach ,doch ich moechte bewusst dafuer was tun.

                    Danke auch fuer den Buchtip.Werde das Buch gleich bestellen.Mag ich auch wenns bischen lustig ist.

                    Um mich selbst besser wahrzunehmen schreibe ich unter anderen Tagebuch schon seit 2 Jahren.Besonders schreibe ich wie ich mich gerade Fuehle.
                    Habe auch eine sehr schoene Therapie gemacht
                    die mir gut geholfen hat.

                    Ok wenn euch noch was einfaellt dan tut euch keinen Zwang an und sagt es hier und mir!
                    Gruss Willy

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                      #11
                      Hallo Willy,
                      lass Dich nicht unterkriegen. Es ist Dein Leben. Eine 2. Chance wirst Du wahrscheinlich nicht bekommen. Also warum solltest Du es für andere verschwenden?
                      Wenn Du Tagebuch führst, wirst Du Dir sicher auch aufschreiben, was Du an kleinen und großen Dingen erreicht hast. Lies das in einem Dir angenehmen wiederkehrenden Zeitraum und freue Dich an dem Erreichten. Das wird Dich sicher motivieren, Deinen Weg weiterzugehen.
                      LG Uli

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                        #12
                        Hallo Willy!

                        Echt-Sein, Authentizität war lange ein großes Thema für mich. Ich wollte
                        100 % (wie wohl immer) Jetzt merke ich langsam, dass es Bereiche gibt, wo mir andere Dinge vorgehen. (z.B., wenn ich etwas geschenkt bekomme, dass nicht so wirklich meinen Geschmack trifft, überspiele ich das und bin damit jetzt auch "okay")

                        Authentizität bedeutet für mich persönlich vor allem, zu meinen Gefühlen zu stehen ("ich habe jetzt Angst, na und?" "ich fühle mich jetzt unsicher, na und?" "mir ist jetzt nicht zum Lächeln, na und?",...)

                        Meist sind es ja die Bereiche, wo man sich persönlich als sehr verletzlich empfindet. Von daher finde ich es wichtig, an diesen Stellen sich Alternative Schutzmöglichkeiten zu suchen, anstatt z.B. Unsicherheit zu überspielen.


                        Ich glaube, das Schwerste ist der Anfang- wenn einen das Umfeld als nur lieb, nett, immer freundlich und zuvorkommend,... kennt.
                        Es gibt so einige, die darüber an Stabilität gewinnen und die unterbewusst versuchen, einen wieder in die alte Rolle zurückzudrängenl, aus der man mühselig versucht herauszukraxeln. (wir alle haben unsere Schwächen...)
                        Das sind Schmerzen, die wir lernen müssen auszuhalten, wenn wir weitergehen wollen, etwas ändern wollen.
                        Viele um einen herum entwickeln sich nach und nach mit und empfinden das als sehr bereichernd. Andere kommen damit einfach nicht klar und wenden sich lieber anderen Menschen zu, die deine/meine alte Rolle (noch) spielen.


                        Ich glaube, es ist ein Weg, auf dem man durch viele alte Schmerzen noch ein (letztes) mal hindurch geht- aber gleichzeitig einer der wundervollsten Wege, die ich mir vorstellen kann. So viel Freiheit, Glück, Zufriedenheit, Wohlgefühl, Liebe, Erfülltheit, Zufriedenheit, tolle Nähe, Hoffnung, Kraft, Stärke,... habe ich bei nichts und niemand anderem so intensiv und oft erlebt!

                        Kennst du das Buch "Das Kind in uns- wie finde ich zu mir selbst" von John Bradshaw?
                        Ich glaube, das trifft das Thema ganz gut...

                        Mir hat dieses Buch entscheidend weitergeholfen und mich auf meinem Weg immer wieder unterstützt. Ich lege es jedem ans Herz, der möchte



                        Ansonsten wäre mein Tipp, erst mal mit dem Thema "Grenzen setzen" anzufangen (da gibt es ja auch viele Bücher)- denn das ist der Schutz, den man sich selber gibt. Erst dann kann man sich meiner meinung nach auch so sehen lassen, wie man wirklich ist- da man sich dann sicherer fühlt.


                        Also,, klar, das sind alles meine Erfahrungen mit mir, aber vielleicht kannst du trotzdem etwas für dich daraus ziehen.


                        Viele Grüße, sunrise

                        P.S: "Grenzen machen Nähe erst möglich" ist ein Satz, der mich sehr motiviert hat, da das Grenzen setzen (mit dem ja auch oft Wut und Schmerz verbunden ist) als etwas gewinnbringendes sehen zu können- und zwar nicht nur für mich, sondern auch für Menschen, die mir und sich selbst gerne nahe sein wollen.

                        Uiuiui, ein endlos-Thema- stopp mich jemand.....

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                          #13
                          @Aurelia:
                          Danke! Ich hab das Bild leider noch nicht so ganz begriffen. Hast du Lust, es noch einmal etwas ausführlicher zu schreiben?

                          Liebe Grüße,
                          sunrise

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                            #14
                            Ja, danke Aurelia. Jetzt habe ich, glaube ich besser verstanden, wie sie es gemeint hat. Wahrscheinlich muss man es gehört haben, um zu verstehen, warum sie grade das Bild mit den Fliesen verwendet hat....vielleicht, weil man sie fast als Einheit wahrnimmt, sie aber eben doch keine sind...oder ich kenne mich mit dem Fliesenlegen eben nicht so gut aus

                            Ich finde den Satz "Grenzen machen Nähe erst möglich" so wichtig und gewinnbringend!!!
                            Ich habe meine Nähe früher meist nur darin gesucht, mich mit jemandem "gleich" zu fühlen- oft vergeblich- das kann so wahnsinnig frustrierend sein!!!

                            Aber grade die Nähe, bei der Unterschiedlichkeit ein wichtiges Element ist- z.B. bei Mann und Frau oder zwischen zwei sehr unterschiedlichen Kulturen, ist doch die spannendste, finde ich.

                            Wie siehst du das?

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                              #15
                              auch Profis brauchen Abstandhalter - und ich meine das in konkretem wie übertragenem Sinn...

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