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Veränderung und keiner will mitziehen

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    Veränderung und keiner will mitziehen

    Hallo Forumler,
    ich bin in letzter Zeit in einer tollen Phase der Veränderung.
    Viele Muster,Glaubenssäze...habe ich geschafft zu verändern.
    Alte Schuldgefühle und schlechte Gewissen konnte ich mit therapeutischer Hilfe schaffen auf zu arbeiten.
    Doch komme ich nun nicht mehr weiter.Lachen kann ich immer noch nicht und Freude empfinden.Wenn ich mich mal freue,vergeht es mir sofort wieder.Meine Kinder haben die Veränderung bemerkt.Zuerst kam sehr viel positives zurück.
    Doch nun merke ich,je weiter ich mich entwickele,desto mehr fühle ich mich abgehalten.
    Die Kinder nehmen das Gute nicht an,habe ich das Gefühl.Und sie wollen nicht vergessen,was in der Vergangenheit war.
    Sie nehmen es nicht an und auch keine andere Hilfe.Habe das Gefühl,sie wollen sich rächen für alles.
    Meine Persönlichkeit hat sich also positiv verändert,doch beruflich und Freudemäßig komme nicht weiter,weil sie immer versucn mich aufzu halten.
    Warum können sie es nicht annehmen?

    #2
    Liebe Hoffnungssuchende,

    ich finde es schade, dass deine Veraenderung zum Positiven nicht bei Deinen Kindern ankommt.

    Meine Erklaerungsversuche:

    Vielleicht trauen Deine Kinder der Veraenderung nicht.

    Es koennte ihnen schwerfallen an die Veraenderung zu glauben, weil sie in der Vergangenheit oft von Dir enttaeuscht wurden. Manchmal hat man dann einfach den Mut nicht mehr, sich auf eine augenscheinlich positive Sache einzulassen aus Angst vor weiteren Enttaeuschungen.

    Es koennte auch sein, dass sie Dir nicht glauben, dass die Veraenderung echt ist. Mir waere es auch suspekt, wenn mir jemand sagt, dass es ihm bessergehe und er sich geaendert habe, aber sich garnicht freuen kann. Das waere fuer mich ein Warnzeichen fuer Probleme (z.B. Depressionen).

    Vielleicht wollen sich Deine Kinder raechen, vielleicht treffen aber auch die oben erwaehnten Deutungen zu. Es ist individuell unterschiedlich, ob und wenn ja wann jemand einem anderen vergeben kann. Ich kenne Deine Kinder nicht, aber vielleicht sind sie Menschen, denen das schwerfaellt. Ausserdem ist der zeitliche Abstand und die Lebenssituation nicht unterschiedlich genug, um ihnen das Vergeben leicht zu machen. Soweit ich mich erinnere (anderer Faden von Dir) sind wirklich krasse Sachen passiert - ich waere eher verwundert, wenn Deine Kinder jetzt schon sagen koennten, dass sie Dir vergeben. So etwas braucht Zeit, auch wenn Du es Dir sehr wuenschst. Du hast darauf nur wenig Einfluss. Das beste, was Du tun kannst, ist Dich in der Gegenwart anders verhalten und Dich fuer Deine Fehler entschuldigen.

    Liebe Gruesse,
    Freundin der Weisheit

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      #3
      Liebe Hoffnungssuchende,
      nun Veränderungen sind schwierig, aber nicht unmöglich. Ich weiß nicht wie alt Deine Kinder sind - aber als sich bei mir einiges zum Positiven änderte schalteten meine ach so guten Freunde auf sture Ablehnung (Neid?), Misstrauen, Angst und bockige Ignoranz. Ich fühlte mich sehr allein gelassen, aber zugleich lernte ich neue und bessere Freunde kennen.
      Geh Du Deinen Weg, den Du für richtig hältst. Lass Dich nicht irritieren und von niemanden an der Nase rumtanzen.
      Wenn ich heute meine früheren Kontakte treffe und sie nach mir fragen wie es mir geht, dann schauen die meisten wie ein Auto nur nicht so schnell.
      Liebe Grüße

      Kräuterfreundin

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        #4
        Liebe Hoffnungssuchende,

        die eigene Veränderung bringt es mit sich, dass auch deine Familie sich ändert/ändern muss. Ich denke, dass das ein Prozess ist, der einfach Zeit braucht und Deine Kinder diese Zeit einfach benötigen. Wenn sie Dich wirklich lieben, werden sie deine positive Änderung akzeptieren. Aber vllt. brauchen sie noch einige Zeit um sich daran zu gewöhnen.
        Lass Du Dich deshalb nicht von Deinem Weg abbringen.

        Liebe Grüße, wölfin

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          #5
          Liebe Hoffnungssuchende,

          ich befinde mich zur Zeit in einer ähnlichen Situation wie du. Auch ich habe in der letzten Zeit viele positive Veränderungen durchgemacht und möchte diese nun an meine Familie weitergeben. Dabei stoße ich auch oft auch Widerstand und Unverständnis, was mir dann sehr weh tut.
          Aber ich weiß, dass die neuen Glaubenssätze mir einfach gut tun und ich lasse mich nicht beirren auch wenn ich damit zurzeit noch alleine dastehe. Das darf auch so sein, denn jeder Mensch hat seine eigene Landkarte, jeder Mensch hat seine eigene Sicht der Dinge. Jeder hat das Recht die Welt so zu sehen, die er es mag.

          Ich möchte dir Mut machen, die Dinge so zu akzeptieren, wie sie im Augenblick sind. Freue dich an deiner positiven Veränderung. Mache dir bewusst, was sie gutes bei dir bewirken. Denn wenn du dich immer nur darüber ärgerst, dass deine Familie nicht mitzieht, ist es ja kein Wunder, wenn keine Freunde aufkommen kann. Lasse deiner Familie Zeit, sich auf die Veränderungen einzustellen.

          Liebe Grüße
          Traumtänzerin

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            #6
            Freundin der Weisheit...:Ja,an deine Erklärungen habe ich auch gedacht.
            Sie wollen,das ich leide und mir Schuldvorwürfe mache.
            Auch Rache kann es sein.Angst enttäuscht zu werden,
            denke ich auch.Bei meinem großen Sohn ist es so,dass
            er die alten Verletzungen nicht loslassen will.Er will
            keine Veränderung.Er will,das alles so bleibt,wie es ist.
            Er nimmt auch keine Hilfe an.Dadurch komme ich
            nicht weiter im Leben.Bleibe auf der Stelle stehen
            weil ich nicht weiss,wie ich helfen soll.Sobald
            ich weiter gehen will,holt er mich da schön wieder
            runter.Er braucht psychologische Hilfe.
            Doch er nimmt sie nicht an.Ich kann meine Ziele
            nicht verfolgen,wenn ich nichts tun kann für ihn.

            Kraeuterfreundin....:Auch bei meinen Freunden merke ich es auch.Wenn es
            mir gut geht,spüre ich den Hass von ihnen,das sie es mir
            nicht gönnen.Wenn es mir schlechter geht,sind sie so
            nett zu mir.Warum ist das so??

            Steppenwolf...:Ja,natürlich ist mir klar,das es nicht von heute auf morgen
            passiert.Ich muss erst das Vertrauen und die Bindung wieder
            herstellen.Doch sie erinnern mich immer wieder an meine
            alten Verletzungen,sobald es mir besser geht.
            Ich kann doch nicht einfach lachen,wenn sie leiden.Ich sehe
            doch ihre Schmerzen,dann vergeht mir das Lachen.Fühle
            mich dann hilflos und machtlos.

            Traumtänzerin...:Ich ärgere mich nicht darüber,sondern ich leide mit
            ihnen mit.Ich denke immer,wenn ich lache und mich freue,
            und auch mal weggehe,das sie dann wieder denken,
            ich lasse sie im Stich.Wenn ich raus bin,
            kommt das schlechte Gewissen,weil meine Kinder nur zu
            hause sizen und ich nichts dagegen tun kann.

            Eigentlich brauchen wir alle für eine Zeit Abstand.Ich wollte,das sie in eine Klinik gehen,um klar im Kopf zu werden,doch die Klinik nimmt sie nicht auf,wenn sie nicht wollen.Eine Jugendunterbringung ist auch nichts,weil erst psychologische Hilfe brauchen,um die Verletzungen aufzuarbeiten.Ich habe dieses ja auch erst mit meiner Therapeutin geschafft,meine Kindheit zu verarbeiten.Nach 37 Jahren erst.Ich möchte nun,das meine Kinder es vorher schaffen,denn wenn ich mit ansehen muss,wie später nicht klar kommen,dann lebe ich auch nicht mehr glücklich,weil ich nicht helfen konnte.
            Aber eure Beiträge haben mir dennoch wieder mehr Kraft und Mut gemacht.Und dafür danke ich sehr.Es ist nicht einfach damit umzugehen,aber wenn man so liebe Menschen hier im Forum hat,bekommt man doch wieder mehr Mut zum Weitermachen.Ja,ich werde Geduld haben.Wichtig ist,das man in trauchigen Momente sich aufbaut.Das fällt mir nicht immer ganz leicht,weil ich ja jeden Tag durch die Kinder damit konfrontiert werde.
            Schade,das es kaum Leute in meinem Umfeld gibt,wie die Leute hier im Forum.

            DANKE DASS IHR DA SEID

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              #7
              @Hoffnungssuchende, ich weiß es nicht genau aber womöglich sind die selber in ihrer Unzufriedenheit gefangen und suchen sich noch Schwächere um sich großartig zu fühlen. Sofern Du nicht von ihnen abhängig bist, geh mal eine Weile auf Distanz und widme Dich Deinen eigenen Stärken und Fähigkeiten. Lebe DU DEIN LEBEN und nicht das der anderen.
              RESPEKT muss man sich manchmal mit harten Maßnahmen erkämpfen und ich drück Dir die Daumen, dass Du es schaffst.
              Ich glaub an Dich

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                #8
                Zitat von Hoffnungssuchende Beitrag anzeigen
                Hallo Forumler,
                ich bin in letzter Zeit in einer tollen Phase der Veränderung.
                Viele Muster,Glaubenssäze...habe ich geschafft zu verändern.
                Liebe Hoffnungssuchende,
                Du schreibst ich habe es geschafft zu verändern, das ich hilft nicht, denn für Dein Umfeld brauchst DU ein wir, das heisst es nüzt nichts wenn Du deinen Weg gehst, denn es sind gemeinsame Wege die ihr gehen müsst damit sich etwas positives einstellt. Also versuche ein Wirgefühl und ein Wir wollen daraus zu machen, denn sonst stösst Du wieder an neue Grenzen. Und altes muss zusammen verarbeitet werden, denn sonst wird es immer wieder im Weg stehen auf neuen Wegen.
                LG Sonny

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                  #9
                  Ich bin in einer ähnlichen Situation wie ihr beiden (Hoffnungssuchende und Traumtänzerin). Habe auch viele positive Veränderungen gehabt. Viele Ängste, Zwänge, Blockaden, Verhaltensformen und Glaubenssätze verändert bzw. Selbstwertgefühl immer weiter aufgebaut. Doch nach jedem Erfolg treten gleich andere Schwierigkeiten, und Themen in den Vordergrund.

                  Mein Therapeut hat das versucht in einer Metapher zu erklären. Irgendwie, wenn man für die Gesamtheit meiner Themen (Lasten, Probleme, negative Muster), als Modell, die Alpen hernimmt, wäre das aktuelles Problem (Leid) zb, der höchste Berg. Wenn man diesen entfernt, dann kann sich das toll und befreiend anfühlen, man kann besser durchblicken. Aber nach 2 Wochen wird ein anderer seine Stelle, als höchster Berg, einnehmen und der ganze Fokus wird darauf gerichtet sein.

                  Ich glaub, wenn das so ist, man muss die Zentralberge entfernen, damit das rundherum auch weck fällt. Das braucht aber seine Zeit. Man muss die Zentral-befestigungen langsam entfernen. Die gesamte Persönlichkeitsstruktur ist auf ihnen angelehnt. Und dem kann man nicht ohne weiteres den Boden weck ziehen.

                  Und du hast die Therapie ja noch nicht abgeschlossen. Also sieh das aktuelle von den Kindern, nicht als ein unüberwindbares End-stopp. Für jedes Problem gibt es seine Lösung! Du kannst die Beziehungskonflikte mit der Familienaufstellungs-Arbeit in seine harmonische Ordnung bringen zb.

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                    #10
                    Hallo Hoffnungssuchende,

                    Zitat von Hoffnungssuchende Beitrag anzeigen
                    Auch Rache kann es sein.Angst enttäuscht zu werden,
                    denke ich auch.Bei meinem großen Sohn ist es so,dass
                    er die alten Verletzungen nicht loslassen will.Er will
                    keine Veränderung.Er will,das alles so bleibt,wie es ist.
                    Er nimmt auch keine Hilfe an.
                    Veränderungen kann ich nur annehmen, wenn ein positiver Aspekt für mich dabei herauskommt.
                    Was ist der positive Aspekt für deinen Sohn bei den Veränderungen die du erreichen willst?
                    Was bräuchte er von dir, dass er keine Angst haben muss enttäuscht zu werden?

                    Über diese Fragen solltest du dir Gedanken machen. Denn wenn dein Sohn erkennt, das die Veränderungen positiv für ihn sind, wird er seinen Widerstand auch aufgeben.

                    Liebe Grüße
                    Traumtänzerin

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                      #11
                      Zitat von Hoffnungssuchende Beitrag anzeigen
                      Freundin der Weisheit...:Ja,an deine Erklärungen habe ich auch gedacht.
                      Sie wollen,das ich leide und mir Schuldvorwürfe mache.
                      Auch Rache kann es sein.Angst enttäuscht zu werden,
                      denke ich auch.Bei meinem großen Sohn ist es so,dass
                      er die alten Verletzungen nicht loslassen will.Er will
                      keine Veränderung.Er will,das alles so bleibt,wie es ist.
                      Er nimmt auch keine Hilfe an.Dadurch komme ich
                      nicht weiter im Leben.Bleibe auf der Stelle stehen
                      weil ich nicht weiss,wie ich helfen soll.Sobald
                      ich weiter gehen will,holt er mich da schön wieder
                      runter.Er braucht psychologische Hilfe.
                      Doch er nimmt sie nicht an.Ich kann meine Ziele
                      nicht verfolgen,wenn ich nichts tun kann für ihn.

                      Kraeuterfreundin....:Auch bei meinen Freunden merke ich es auch.Wenn es
                      mir gut geht,spüre ich den Hass von ihnen,das sie es mir
                      nicht gönnen.Wenn es mir schlechter geht,sind sie so
                      nett zu mir.Warum ist das so??

                      Steppenwolf...:Ja,natürlich ist mir klar,das es nicht von heute auf morgen
                      passiert.Ich muss erst das Vertrauen und die Bindung wieder
                      herstellen.Doch sie erinnern mich immer wieder an meine
                      alten Verletzungen,sobald es mir besser geht.
                      Ich kann doch nicht einfach lachen,wenn sie leiden.Ich sehe
                      doch ihre Schmerzen,dann vergeht mir das Lachen.Fühle
                      mich dann hilflos und machtlos.

                      Traumtänzerin...:Ich ärgere mich nicht darüber,sondern ich leide mit
                      ihnen mit.Ich denke immer,wenn ich lache und mich freue,
                      und auch mal weggehe,das sie dann wieder denken,
                      ich lasse sie im Stich.Wenn ich raus bin,
                      kommt das schlechte Gewissen,weil meine Kinder nur zu
                      hause sizen und ich nichts dagegen tun kann.

                      Eigentlich brauchen wir alle für eine Zeit Abstand.Ich wollte,das sie in eine Klinik gehen,um klar im Kopf zu werden,doch die Klinik nimmt sie nicht auf,wenn sie nicht wollen.Eine Jugendunterbringung ist auch nichts,weil erst psychologische Hilfe brauchen,um die Verletzungen aufzuarbeiten.Ich habe dieses ja auch erst mit meiner Therapeutin geschafft,meine Kindheit zu verarbeiten.Nach 37 Jahren erst.Ich möchte nun,das meine Kinder es vorher schaffen,denn wenn ich mit ansehen muss,wie später nicht klar kommen,dann lebe ich auch nicht mehr glücklich,weil ich nicht helfen konnte.
                      Aber eure Beiträge haben mir dennoch wieder mehr Kraft und Mut gemacht.Und dafür danke ich sehr.Es ist nicht einfach damit umzugehen,aber wenn man so liebe Menschen hier im Forum hat,bekommt man doch wieder mehr Mut zum Weitermachen.Ja,ich werde Geduld haben.Wichtig ist,das man in trauchigen Momente sich aufbaut.Das fällt mir nicht immer ganz leicht,weil ich ja jeden Tag durch die Kinder damit konfrontiert werde.
                      Schade,das es kaum Leute in meinem Umfeld gibt,wie die Leute hier im Forum.

                      DANKE DASS IHR DA SEID
                      Hallo,
                      ich habe das selbe festgestellt und es hat sich auch nicht geändert...

                      Ich hatte vor ein paar Jahren einen Burnout, war in Behandlung und Kur, bin einigermassen geheilt zurückgekommen. Auf der Arbeit wurde ich entweder belächelt oder als "Krankfeierer" hingestellt, egal, meine Freunde haben mich aber verstanden. Aber in der Familie hat das keiner...Nun versuche ich seitdem, das Gelernte umzusetzen und bin auch damit einigermassen über die Runden gekommen.

                      Da sich aber z. b. meine Arbeitssituation durch höheres Volumen, mehr Verantwortung und Zeitdruck stark verändert hat, komme ich so langsam wieder an den Punkt, wo ich nicht mehr kann. Heute weiss ich ja, woher das kommt. Nun habe ich mir bewusst gemacht, dass diese Siutation meine Grenzen seit langem übersteigt und ich wieder psychosomatisch erkranke seit einigen Monaten. Und was ist die Reaktion der Familie:
                      Reiss dich zusammen, stelle dich nicht so an, sei froh, dass Du Arbeit hast, sei nicht so kompliziert, denke an deinen Lebensstandart, der gehalten werden muss.... etc.
                      Genau durch diese Aussagen, die ich mir schon mein ganzes Leben lang anhöre und ich diese "vernünftigen" Ratschläge auch dummerweise immer angenommen habe, bin ich nämlich in der heutigen Situation:

                      Job nicht zufriedenstellend, weil ich ja immer brav gehört habe.

                      Dieser Gedanke kam mir in den letzen Wochen: Wo wäre ich heute, hätte ich nicht immer auf die Ratschläge gehört, sondern auf mein Bauchgefühl? Und nach meinem Gutdünken entschieden hätte? KEINE AHNUNG!

                      Aber ich könnte mir folgendes vorstellen:

                      -Ich wäre kein schlechterer Mensch als heute
                      -warscheinlich zufriedener, weil ich mein Leben nach meinen Wünschen und nicht nach Vernunft gestaltet hätte
                      -Keine Depressionen, vielleicht keine psychosomatischen Erkrankungen, die mit täglichen Schmerzen einhergehen
                      -bessere Beziehungen, die nicht durch meinen seelischen Müll belastet gewesen wären
                      -mehr Freude, Lebensqualität etc.

                      Ich ärgere mich so, über diese verlorene und vertane Zeit...Resümee ist nun:

                      Ich mache es jetzt, wie ich es denke! Es wird schwer und ich habe auch keine genaue Ahnung, wie und wohin.

                      Wichtig für mich ist aber: Zweiflern erzähle ich nichts mehr, ich kann es nicht mehr hören. Über finanzielle Konsequenzen und alle anderen vernünftigen Gründe, alles doch besser so zu lassen wie es ist, bin ich mir selbst klar. Das braucht mir keiner zu erzählen.

                      Was den "Vernünftigen" nicht klar ist: Ich leide, für mich ist jeder Tag eine Qual und letztendlich ein verlorener Tag, der mich kein bischen weiterbringt, sondern nur kränker macht.

                      Da habe ich gar nichts davon, wenn ich erst einen Herzinfarkt oder eine andere schwere Erkrankung habe. Und das ist auch nicht der vernünftige Weg.

                      Ich weiss nicht, warum so viele nicht teilhaben können, wenn jemand an sich arbeitet, Feststellungen macht oder Dinge ändert bzw. ändern will.

                      Meines Erachtens sollte man nicht auf diese Menschen hören, die einem nur Steine in den Weg legen wollen oder alles vermiesen wollen.

                      Aber ich finde es den Hammer, seit 1984 zu hören, dass ich froh sein soll, Arbeit zu haben....das muss man sich mal reinziehen: seit 1984 bin ich in einem Beruf, der mir gar nicht zusagt und mich zum wiederholten Male krank macht!!!! Wir haben jetzt 2010! Und das alles aus vernünftigen Gründen! Eigentlich unfassbar, wenn man sich das vor Augen führt....

                      Was ist der Grund für die "Vernünftigen" einem etwas zu vermiessen? Das habe ich mich 1000000 Mal gefragt und doch nicht verstanden. Neid? Haben die selbst unerfüllte Wünsche?

                      Momentan ist mein Selbstvertrauen ziemlich lädiert. Grund: ich habe mal wieder von meinen Plänen erzählt und bin mal wieder als Spinner abgetan worden, der in diesen soooo schwierigen Zeiten solche "Blödeleien" im Kopf hat. Manchmal komme ich mir vor wie ein Alien aus einer anderen Welt: ich möchte einfach mein Leben nach meiner Facon gestalten, was ist denn daran merkwürdig?

                      Übrigens: Das mit den "schwierigen Zeiten" höre ich mir auch schon mein ganzes Leben an....

                      Man kann jedem nur Mut und Zuversicht wünschen, wenn er etwas für sich ändern will oder dies bereits getan hat.

                      Schwierig ist nur, dies beizubehalten!

                      Bleib Dir selbst treu, und lasse los, wenn es sein muss, damit Du nicht untergehst!

                      Lieber Gruß und alles Gute
                      harakiri

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                        #12
                        Zitat von harakiri Beitrag anzeigen
                        .
                        Aber ich finde es den Hammer, seit 1984 zu hören, dass ich froh sein soll, Arbeit zu haben....das muss man sich mal reinziehen: seit 1984 bin ich in einem Beruf, der mir gar nicht zusagt und mich zum wiederholten Male krank macht!!!! Wir haben jetzt 2010! Und das alles aus vernünftigen Gründen! Eigentlich unfassbar, wenn man sich das vor Augen führt....
                        Was du von 1984 bis 2010 getan hast, kannst du nicht mehr aendern und das ist auch unwichtig. Wichtig ist, was du von 2010 bis 2015 tust.

                        Melde dich doch aus dem Forum mal ab und mit einem anderen Namen wieder an. Harakiri ist kein guter Name.

                        Kommentar


                          #13
                          Zitat von Hoffnungssuchende Beitrag anzeigen
                          Hallo Forumler,
                          ich bin in letzter Zeit in einer tollen Phase der Veränderung.
                          Viele Muster,Glaubenssäze...habe ich geschafft zu verändern.
                          Alte Schuldgefühle und schlechte Gewissen konnte ich mit therapeutischer Hilfe schaffen auf zu arbeiten.
                          Doch komme ich nun nicht mehr weiter.Lachen kann ich immer noch nicht und Freude empfinden.Wenn ich mich mal freue,vergeht es mir sofort wieder.Meine Kinder haben die Veränderung bemerkt.Zuerst kam sehr viel positives zurück.
                          Doch nun merke ich,je weiter ich mich entwickele,desto mehr fühle ich mich abgehalten.
                          Die Kinder nehmen das Gute nicht an,habe ich das Gefühl.Und sie wollen nicht vergessen,was in der Vergangenheit war.
                          Sie nehmen es nicht an und auch keine andere Hilfe.Habe das Gefühl,sie wollen sich rächen für alles.
                          Meine Persönlichkeit hat sich also positiv verändert,doch beruflich und Freudemäßig komme nicht weiter,weil sie immer versucn mich aufzu halten.
                          Warum können sie es nicht annehmen?
                          Hallo,

                          vielleicht hat der Widerstand deiner Familie damit zu tun, dass sie sich auch selbst ändern müssten bzw. deine Änderung bindet sie mit ein und es ist ungewiss für sie?

                          Das mit der Familie, deren Leid man gerne verhindern möchte, kenne ich auch. Auch ich habe Familienmitglieder, die für meine Begriffe, eher selbstzerstörend handeln, und habe mit mit guten Ratschlägen und Ideen "reingehängt". Es ging aber nur um eher oberflächliche Themen.

                          Das hat aber keinen Sinn: derjenige muss selbst erkennen, was gut für ihn ist. Das kann man aber manchmal erst, nachdem man es selbst durchlebt oder einen gewissen Leidensdruck hat. Dann kann eine Änderung beginnen.

                          Vielleicht erkennt deine Familie irgendwann anhand deines Beispiels zur positiven Veränderung, dass es sich lohnt, seine Leichen im Keller anzugehen.

                          Ich habe das selbe Problem mit meinem Sohn, aber ich kann es nicht ändern. Man kann andere nicht ändern und auch nicht zwingen, einen anderen zu verstehen. Diese Erkenntnis hat mich Jahre gekostet.

                          Wegen deiner Freunde, die dich hassen, wenn es Dir gut geht...ähm, das wären für mich keine guten Freunde. Wenn es Dir schlecht geht, sind sie nett zu Dir? Da habe ich eine Vermutung: warscheinlich kennen sie dich eher, wenn es dir schlecht geht, weil das das "Gewohnte" von Dir war? Und sie können sich dann besser fühlen?!??! Wenn Du dich geändert hast, kann es sein, dass sie sich dann auch ändern müssten...vielleicht hat es damit was zu tun. Ich könnte mit "Freunden", die so mit mir umgehen nicht viel anfangen.

                          Seltsamerweise finde ich dieses Phänomen oft im Arbeitsleben: es scheint Menschen zu geben, die sich daran ergötzen, wenn es jemandem schlecht geht und lassen nichts aus, noch einen drauf zu setzen, um Kollegen noch schlechter dastehen zu lassen. Ich habe das mal als Selbstaufwerten auf Kosten anderer gedeutet. Bin mir aber nicht sicher, ob das richtig ist...

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                            #14
                            Zitat von Lukas Beitrag anzeigen
                            Was du von 1984 bis 2010 getan hast, kannst du nicht mehr aendern und das ist auch unwichtig. Wichtig ist, was du von 2010 bis 2015 tust.

                            Melde dich doch aus dem Forum mal ab und mit einem anderen Namen wieder an. Harakiri ist kein guter Name.
                            Hallo, Du hast Recht, danke für den Hinweis! Warscheinlich ist mir das eingefallen, weil ich mich in dem Augenblick so gefühlt habe, obwohl ich die wirkliche Bedeutung eben erst gegoogelt habe...
                            Habe eben geschaut und nichts gefunden zum Abmelden
                            Lieber Gruß

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                              #15
                              Hallo, ich kann dir aus eigener Erfahrung schreiben, dass es bei mir keinen Sinn machte, die Kinder in die Richtung zu lenken, wie du es gerade beschreibst. Ich brauchte lange, das auch zu begreifen.

                              Ich leide u. a. an einer PTBS und diversen anderen Diagnosen, weil ich auch unschöne Erlebnisse in meiner Kindheit hatte, darauf ist mein Leben aufgebaut. Und Verhaltensmuster zu ändern, das geht nicht von heute auf morgen, das weißt du sicherlich auch.

                              Meine Kinder lebten einige Zeit in dieser Verwirrung um die Mutter, ein Auf und Ab, ein Hü, ein Hott. Zunächst aufgewachsen in einem vermeintlich sehr liebevollen und behütenden Dasein. Als ich mich dann trennte und "in die Hölle meines Dasein abglitt", bekamen meine Kinder das mit voller Wucht mit. Mein Kranksein, meine Depression, mein Absturz. Parallel dazu der Anspruch, die Kinder in Sicherheit zu wiegen. Das ist mir irgendwie gelungen, ein Tanz auf dem Vulkan. Ihnen trotz allem Elends etwas zu bieten, ich habe mich da verausgabt und würde es immer wieder tun. Für meine Kinder.


                              All das Erlebte hat Spuren bei meinen Kindern hinterlassen. Ich beschwor sie später, durch meine Veränderungen, diese auch anzunehmen. Sie wollten das auch nicht, denn man lebt ja lieber das, was man kennt?

                              Bis ich den Mut aufbrachte, sie zu lassen. Ich konnte nur durch Vorleben erreichen, dass sie auch wieder lernten. Ich habe sie nie wieder bedrängt. Meine beschwörende Worte zuvor machten sie taub. Meine Kinder haben sich zu meiner Zufriedenheit entwickelt, auch wenn sie Verhaltensmuster haben, die ich akzeptieren muss, aus ihrem Mißtrauen heraus durch das Er- und Gelebte. Sie haben auch jede Chance, etwas zu ändern, jedoch nur zu ihren Bedingungen. Vielleicht brauchen sie später auch mal Therapie. Wer weiß das schon.

                              Wir reden zuweilen über Vergangenheit. Heute hören mir meine Kinder zu, wenn ich etwas mitzuteilen habe, ohne mich zu bekämpfen.

                              Ich glaube kaum, dass du deine Kinder zu einer Therapie zwingen kannst, das sollten sie schon freiwillig entscheiden.

                              Alles Gute.

                              FrolleinMau

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