Hallo,
ich habe mich vor einiger Zeit schonmal vorgestellt, aber hier sonst noch nicht geschrieben, bisher hatte ich mich auf das mitlesen beschränkt.
Im Moment beschäftigt mich ein Thema, und es ist mir irgendwie ein Bedürfnis mich darüber auszutauschen oder es wenigstens einmal loszuwerden.
Es geht um meinen Onkel, dem es sehr schlecht geht. Er verliert zunehmend die Kontrolle über sein Leben und wir, die Familie, scheinen nur daneben stehen und zugucken zu können.
Er ist Alkoholiker, schon seit vielen Jahren, leidet an Depressionen und hatte immer wieder Phasen, indem es ihm sehr schlecht ging und er auch an Suizid dachte. Er ist körperlich zunehmend mitgenommen, ist oft krank, sieht sehr schlecht aus, kann kaum noch grade laufen, seine Hände zittern stark.
Nun kommt dazu, dass er (verheiratet) eine Bezieung zu einer anderen Frau hat, die wohl auch starke psychische Probleme hat und Alkoholabhängig ist. Er scheint grade zu abhängig von ihr zu sein, es kommt immer wieder zu Auseinandersetzungen, in denen sie mit Selbstmord oder Gewalt ihm gegenüber droht, aber er kann da keinen Schlussstrich ziehen oder die Situation sonst irgendwie ändern.
Er wirkt vollkommen passiv, und alle Versuche, ihm zu helfen, auf ihn einzureden, ihm Möglichkeiten Hilfe zu holen aufzuzeigen, scheinen keine Wirkung zu haben. Er will keine Therapie, er will nicht einsehen oder nicht zugeben, dass er ein Alkoholproblem hat. Er hat glaube ich viel Angst und weiß einfach nicht mehr, was er machen soll. Und ich kann das auch nachvollziehen, seine Situation ist wirklich schwierig und jeder Weg daraus wäre wirklich hart.
Bei mir ist in den letzten Tagen die Gewissheit gewachsen, dass man ihm wohl nicht helfen kann. Und dass er sich wohl auch nicht selber helfen kann. Und das er nicht mehr lange so leben wird.
Meine Mutter hat Angst, dass seine Freundin irgendwann ein Messer dabei hat, wenn es wieder zum Streit kommt, und meint, dass die Beziehung nur durch eine Gewalttat enden kann. Meine Tante hat Angst, dass sie ihnen das Haus anzündet. Bei mir kommt noch zusätzlich die Angst auf, dass er sich umbringt.
Und selbst wenn das alles nicht eintritt, wird sein Körper das alles wohl nicht mehr ewig mitmachen. Alles in allem ist das eine ziemlich besch*ssene Situation und ich fühle mich ziemlich hilflos. Er ist ein toller Mensch, den ich nicht verlieren will.
Tut mir leid, dass dieser Text etwas konfus und oberflächlich ist, ich möchte hier nicht zu viel über ihn preisgeben, schon so komme ich mir komisch vor. Aber ich habe beim lesen verschiedener Fäden immer wieder das Gefühl gehabt, dass der Austausch hier vielen hilft mit schwierigen Situationen umzugehen, auch wenn es vielleicht keine Lösung gibt.
Ich möchte auch keine Tipps, wie ich ihm helfen kann, sondern eher, wie kann ich mit der Situation umgehen? Wie kommt man damit klar? Ich kann mich ja nicht so abgrenzen, dass mir das egal ist.
War jemand von euch schonmal in so einer Situation?
Ich würde mich über Antworten freuen. Danke fürs Lesen!
Schöne Grüße,
woelfin
ich habe mich vor einiger Zeit schonmal vorgestellt, aber hier sonst noch nicht geschrieben, bisher hatte ich mich auf das mitlesen beschränkt.
Im Moment beschäftigt mich ein Thema, und es ist mir irgendwie ein Bedürfnis mich darüber auszutauschen oder es wenigstens einmal loszuwerden.
Es geht um meinen Onkel, dem es sehr schlecht geht. Er verliert zunehmend die Kontrolle über sein Leben und wir, die Familie, scheinen nur daneben stehen und zugucken zu können.
Er ist Alkoholiker, schon seit vielen Jahren, leidet an Depressionen und hatte immer wieder Phasen, indem es ihm sehr schlecht ging und er auch an Suizid dachte. Er ist körperlich zunehmend mitgenommen, ist oft krank, sieht sehr schlecht aus, kann kaum noch grade laufen, seine Hände zittern stark.
Nun kommt dazu, dass er (verheiratet) eine Bezieung zu einer anderen Frau hat, die wohl auch starke psychische Probleme hat und Alkoholabhängig ist. Er scheint grade zu abhängig von ihr zu sein, es kommt immer wieder zu Auseinandersetzungen, in denen sie mit Selbstmord oder Gewalt ihm gegenüber droht, aber er kann da keinen Schlussstrich ziehen oder die Situation sonst irgendwie ändern.
Er wirkt vollkommen passiv, und alle Versuche, ihm zu helfen, auf ihn einzureden, ihm Möglichkeiten Hilfe zu holen aufzuzeigen, scheinen keine Wirkung zu haben. Er will keine Therapie, er will nicht einsehen oder nicht zugeben, dass er ein Alkoholproblem hat. Er hat glaube ich viel Angst und weiß einfach nicht mehr, was er machen soll. Und ich kann das auch nachvollziehen, seine Situation ist wirklich schwierig und jeder Weg daraus wäre wirklich hart.
Bei mir ist in den letzten Tagen die Gewissheit gewachsen, dass man ihm wohl nicht helfen kann. Und dass er sich wohl auch nicht selber helfen kann. Und das er nicht mehr lange so leben wird.
Meine Mutter hat Angst, dass seine Freundin irgendwann ein Messer dabei hat, wenn es wieder zum Streit kommt, und meint, dass die Beziehung nur durch eine Gewalttat enden kann. Meine Tante hat Angst, dass sie ihnen das Haus anzündet. Bei mir kommt noch zusätzlich die Angst auf, dass er sich umbringt.
Und selbst wenn das alles nicht eintritt, wird sein Körper das alles wohl nicht mehr ewig mitmachen. Alles in allem ist das eine ziemlich besch*ssene Situation und ich fühle mich ziemlich hilflos. Er ist ein toller Mensch, den ich nicht verlieren will.
Tut mir leid, dass dieser Text etwas konfus und oberflächlich ist, ich möchte hier nicht zu viel über ihn preisgeben, schon so komme ich mir komisch vor. Aber ich habe beim lesen verschiedener Fäden immer wieder das Gefühl gehabt, dass der Austausch hier vielen hilft mit schwierigen Situationen umzugehen, auch wenn es vielleicht keine Lösung gibt.
Ich möchte auch keine Tipps, wie ich ihm helfen kann, sondern eher, wie kann ich mit der Situation umgehen? Wie kommt man damit klar? Ich kann mich ja nicht so abgrenzen, dass mir das egal ist.
War jemand von euch schonmal in so einer Situation?
Ich würde mich über Antworten freuen. Danke fürs Lesen!
Schöne Grüße,
woelfin


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