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Kann mich einfach nicht daran gewöhnen!

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    Kann mich einfach nicht daran gewöhnen!

    Liebe Forumsmitglieder!
    Vielleicht kennt einer von euch das Gefühl:
    Mein Sohn (22) macht seit ein paar Monaten seine Ausbildung ca. 130 km von hier entfernt. Es macht ihm Spaß, er hat eine kleine, kuschelige Wohnung, alles ist gut! Wir sehen uns mindestens so alle 2-3 Wochen.
    Trotzdem fällt mir jeder Abschied von ihm immer noch so schwer. Es fühlt sich an, wie ganz schlimmer Liebeskummer, und ich muss immer weinen.
    Jetzt hatten wir eine sehr schöne Weihnachtswoche, aber ich kann mich einfach nicht darüber und auf das nächste Wiedersehen freuen.
    Ich muss dazu sagen, dass ich mit Trennungen noch nie gut umgehen konnte. Z.B. war ich erst mit 16 zum erstenmal mit auf Klassenfahrt, weil ich vorher immer schreckliches Heimweh hatte.
    Ich war als Baby mal 2-3 Wochen im Krankenhaus. Ich glaube, dort habe ich ein "Trennungs-Trauma" erlitten. Aber wie kann ich es aufarbeiten?
    Auch war ich allein erziehend, und ich bleibe auch somit alleine zurück.
    Liebe Grüße von ichwill

    #2
    Hallo ichwill!

    Sei froh, dass Dein Sohn so selbständig ist, soll er denn mit 40 noch zuhause sitzen? Das wird Dir ja wohl auch nicht recht sein, oder?

    Also geh nochmal in Dich und denk mal über Deinen Egoismus nach.

    Dein Name ist hier wohl Programm.

    Dein Sohn braucht Unterstützung und Förderung in dem was er tut.

    Ist Dein Verhalten förderlich???

    Lieben Gruß
    KLAAS

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      #3
      Liebe Ichwill,

      ich habe das Gefühl, dass dir ein bisschen Trost zur Zeit besser bekommen würde als eine Standpauke... - Aber korrigier mich bitte, wenn ich damit falsch liege...

      Du schreibst ja selbst, dass du deinem Sohn seine Selbstständigkeit von Herzen gönnen kannst, aber dass es dir eben trotzdem schwer fällt, ihn fortgehen zu lassen, weil du dadurch das Gefühl hast, allein zurück zu bleiben.

      Hast du denn eine Idee, was du brauchen könntest, um dich nicht mehr so verlassen zu fühlen, wenn er geht? Oder weißt du vielleicht sogar, was das "verlassene Baby im Krankenhaus", das du einmal warst, brauchen könnte, um seinen Trennungsschmerz zurück zu lassen...?

      Liebe Grüße
      von der Tintenweberin

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        #4
        Liebe Tintenweberin!
        Natürlich hast du Recht: Ich brauche eher ein bisschen Trost als eine Standpauke! Klaas kann anscheinend nicht richtig lesen, sonst hätter er selbst gesehen, dass ich über die Selbstständigkeit meines Sohnes sehr froh bin! Und selbstverständlich fördere ich ihn in seinem Tun!
        Über deine letzten Sätze werde ich jetzt erstmal nachdenken. Danke!

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          #5
          Oje meine Liebe,

          ich kann dir so gut nachfühlen. Ich war auch alleinerziehnd und mein Sohn und ich waren soetwas wie ein Einheit. Als er auszog war ich völlig am Ende. Habe sogar Rotwein getrunken (trinke sonst nie). Aber dieser "Saufabend" hat über den ersten Tag gut hinweggeholfen.

          Die darauffolgende Radikalkur hat uns beiden wirklich geholfen. Ich war 1,5 Jahre nicht in Deutschland. In unserem 2. Buch bezeichne ich es auch mit Liebeskummer, das ist interessant genau wie du.

          Meine Mutter war gleich nach meiner Geburt nicht da(sie war Totsterbenskrank), vll ist tatsächlich hier eine Parallele. Denn ich spürte immer soetwas wie ein energetisches Loch wenn mein Sohn wieder weg fuhr.

          Ich habe es nur über die Seelische Ebene geschafft, ihn loszulassen. Im Kopf war ja alles klar und auch die Ursachen waren bekannt.

          Als ich wieder in D war, entdeckte ich, dass mein Sohn sich noch nicht von mir gelöst hatte. Wir sprachen darüber und siehe da, jetzt ist es für uns beide angenehmer, wenn auch nicht immer. denn er sagt manchmal ich MUTTERE schon wieder. Also habe ich meinen Mann gebeten, mich darauf aufmerksam zu machen, damit ich nicht wieder in das alte Muster verfalle.

          Vll hilft dir diese kleine in Kurzform Geschichte
          LG
          Avalon

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            #6
            hallo ich will,

            deine situation erinnert mich spontan an die aussage meiner mutter, nach unserem gemeinsamen weihnachtsfest. sie ist 78 jahre alt, wir kinder sind zwischen 47 und 54. sie meinte, sie sei so traurig gewesen, als sie wieder alleine zuhause war, nachdem wir alle so schön miteinander gefeiert hatten.

            rein rechnerisch ist es gegen 30 jahre her, seit ihre kinder das haus verliessen. auch sie war von da an allein.

            da auch meine kinder inzwischen das haus bereits verlassen haben, weiss auch ich darum, das so ein auszug erstmal einfach nur traurig stimmt. aber irgendwie beabsichtige ich für mich nicht, die nächsten 30 jahre trübsal zu blasen, aufgrund eines umstandes, von dem ich seit der geburt meiner kinder mit sicherheit wusste, dass es eines tages eintreten wird.

            ich habe sie zur selbständigkeit erzogen und sie haben ihre leben nun sehr gut selber in den händen. klar gibt es manchmal noch situationen, in denen mama's rat gefragt ist. darüber freue ich mich sehr, denn natürlich möchte ich möglichst immer teil ihres lebens bleiben.

            aber trotzdem ist es doch unsere aufgabe, ihnen als kleine kinder wurzeln zu geben und später flügel.

            ihn loszulassen und dir neue ziele für dein eigenes lebens setzen, das ist wohl das einzig vernünftige, was du nun für dich tun kannst.

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              #7
              Liebe Avalon!
              Das sind ja wirklich interessante Parallelen! Ja, energetisches Loch ist eine gut Umschreibung. Es braucht wohl einfach noch etwas Zeit.

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                #8
                Hallo justme!
                Auweia, nein, ich möchte jetzt auch nicht die nächsten 30 Jahre Trübsal blasen! Das wäre ja schrecklich!
                Aber auch, wenn ich seit 22 Jahren weiß, dass dieser Moment irgendwann kommen würde, kam es doch irgendwie plötzlich.
                Andererseits bin ich ja auch sehr froh über die Selbstständigkeit! Ihn jeden Tag noch im Hause zu haben, wäre mir wahrscheinlich auch zu viel. Wirklich ambivalent. Wie gesagt: Es braucht wohl noch etwas Zeit.

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                  #9
                  Hallo Ich will,

                  gestehst Du Dir zu, traurig sein zu dürfen über den Abschied? Oder versuchst Du, dieses Gefühl zu vermeiden, indem Du Dich mit der Erinnerung an die schöne Weihnachtswoche oder der Vorfreude auf das nächste Treffen tröstest? Ich habe ein bisschen die Ahnung, dass Du - wenn Du keinen Widerstand gegen die Traurigkeit hast - sie recht schnell überwunden haben wirst und Dich dann wirklich über bzw. auf die schöne gemeinsame Zeit wirst freuen können.

                  LG
                  new morning

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                    #10
                    hallo ichwill,

                    ich glaube es ergeht fast jeder Mutter so wie Dir. Viele Jahre lang waren wir Mütter die wichtigste Person im Leben unserer Kinder und nun sind sie unwiderbringlich in ihr eigenes Leben gesprungen und werden wohl nicht in gewohnter Form wiederkommen. Ein großer Lebensabschnitt im Leben von Eltern geht zu Ende und wir müssen uns erst an diese neue Situation gewöhnen. Ich kann Deinen Schmerz gut verstehen, denn auch mein Sohn ist vor 3 Monaten ausgezogen mit 22 Jahren zum Studieren und ist mit seinem neuen Leben so beschäftigt, dass er ziemlich selten sich zu Hause sehen lässt. Einerseits freut mich das natürlich, man möchte doch wirklich, dass es den Kindern gut geht, aber andererseits bemerkt man schmerzlich, dass wir als Mütter einfach nicht mehr gebraucht werden und nicht mehr so wichtig sind im Leben der Kinder.
                    Nun habe ich noch einen zweiten Sohn, der noch im Hause ist und auch einen Mann dazu, so dass ich nicht allein bin, wenn ich mir jedoch vorstelle, dass Du nun ganz allein zurückgeblieben bist, empfinde ich Deinen Schmerz als absolut verständlich und nachvollziehbar.
                    Ich arbeite ehrenamtlich ein paar Stunden die Woche mit kleineren Kindern und das macht mir riesigen Spaß....... die brauchen meine Hilfe nämlich noch ......
                    Die Zeit arbeitet für Dich und eines Tages ist diese jetzt neue Situation ganz normal für Dich, das wünsche ich Dir

                    LG Tamina

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                      #11
                      liebe ich will,

                      durch deine antwort ist mir erst so richtig bewusst geworden, dass mich gerade auch der umgang meiner mutter mit uns kindern sehr geprägt hat. irgendwie ist bei ihr eine erwartungshaltung an uns kinder immer bestehen gebleiben. und mir wird jetzt klar, dass ich das für meine kinder einfach anders handhaben möchte.

                      klar, es gibt immer wieder momente, in denen ich die lieben kleinen vermisse, aber dann greife ich einfach zum telefonhörer und sofort sind sie mir wieder etwas näher. weil ihnen klar ist, dass ich mir wirklich grosse mühe gebe, sie loszulassen, kommen sie mit meinem gelegentlichen bedürfniss ganz gut klar.

                      tamina's ansatz, sich auf irgendeine art und weise wieder menschen ins leben zu holen, die diese mütterliche fürsorge dankbar annehmen finde ich ganz klasse. es kommt wohl zum erstenmal in unseren leben die zeit, die wir nun ganz nach eigenem gutdünken gestalten können und damit haben wir bisher einfach wenig übung .

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                        #12
                        LiebeTamina!
                        Vielen Dank für deine tröstenden Worte! Ja, es geht sicher vielen Müttern so.Zum Glück habe ich meine Arbeit, die mich auch ablenkt.
                        Es ist sicherlich ein ganz normaler Prozess. Vom Kopf her weiß ich das auch alles!

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                          #13
                          Hallo new morning!
                          Nein, ich lasse das Gefühl zu, und es ist auch nicht so, dass es wochenlang anhält. Aber die ersten 1-2 Tage sind immer schrecklich°

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                            #14
                            Liebe Tamina!
                            Vielen Dank für deinen Trost! Ja, wahrscheinlich ist es alles ganz normal.
                            Ich weiß sehr wohl auch die Vorteile zu schätzen! Aber diese Trauer ist irgendwie ein ganz tiefes, emotionales Ding.
                            Wir müssen uns wohl auch etwas mehr Zeit dafür geben.
                            Ich wünsche dir, dass es beim 2. Kind leichter fällt!
                            Herzliche Grüße von ichwill

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                              #15
                              @ich will Danke

                              dies Jahr sind wir über die Feiertage erstmals ohne unsere Kinder - ein komisches Gefühl, doch in Zukunft wird es wohl immer so sein.

                              Es ist gut, dass Du berufstätig bist, denn das gibt einem ja auch einen großen Halt im Leben. Bei mir ist das nicht der Fall, jedoch habe ich mir inzwischen einige Hobbies und Tätigkeiten in mein Leben geholt, die mich einigermaßen ausfüllen.
                              Alles Gute für das nächste Jahr - uns allen -


                              LG Tamina

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