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Ist das die richtige Richtung?

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    Ist das die richtige Richtung?

    Ich habe viel Kraft und Energie in mein Abitur gesteckt und ja, ich habe Abitur. Seit 2002. Danach habe ich angefangen, Maschinenbau an der Universität zu studieren. Ich kam mit der Geschwindigkeit des Studiums nicht zurecht und wurde vor dem Vordiplom exmatrikuliert. Danach habe ich angefangen, mich mit verschiedensten Dingen selbstständig zu machen. Ich habe den Standardfehler gemacht, den wahrscheinlich fast jeder Gründer einmal macht und zwar habe ich am Markt vorbeigearbeitet; als dann das Gerät, das ich für die Arbeit gebaut habe einigermaßen lief wurde mir klar, daß es dafür keinen Markt gibt.

    Traurig mitanzusehen, daß dafür 3 Jahre meines Lebens verwendet wurden und es nun in einer Ecke verstaubt.

    Also habe ich aus diesem Fehler etwas gezogen und nun geschaut, ob es einen Markt für mein neues Produkt, einen Geschenkartikel, gibt. Dieser schien vorhanden zu sein, also habe ich das Produkt fertigentwickelt und auf den Markt gebracht - dieses Mal in nur drei Monaten.

    Ja, es hat sich verkauft; aber nur durch mich selbst und nur in geringen Mengen - von Nachhaltigkeit läßt sich hier nur träumen. Kein Nanu-Nana und kein anderes Geschenkartikelgeschäft wollte das Produkt in ihr Sortiment mit aufnehmen, da sie nur von Großverkäufern Waren annehmen. Und die Namen dieser Großverkäufer wurden vor mir geheimgehalten.

    Es ist so, daß ich gut arbeiten kann, wenn ich ein klares Ziel vor Augen habe. Aber seit meiner Selbstständigkeit ist alles ein Umherirren.

    Da kommt natürlich die Frage auf, ob ich ein neues Studium anfangen sollte. Aber was, wenn ich das wieder nicht bestehe? Und brauche ich das überhaupt?

    Ich habe auch nichts gegen die Selbstständigkeit, ich habe auch nichts gegen langes Arbeiten, aber es muß auch einen kommerziellen Erfolg versprechen, der in absehbarer Zeit eintritt. Ich weiß also nicht, in welche Richtung ich weitergehen soll, einer Richtung, die im Endeffekt Geld einbringt, so daß ich mich wieder auf andere Menschen konzentrieren kann, neue Freunde finde und alles was damit zusammenhängt. Aber mit diesem beruflichen Hintergrund wirke ich eben matt und wie Menschen so sind, wollen sie jemanden, der sie hochzieht.

    Wie gesagt, ich bin durchaus ein hartnäckiger Mensch - aber nur, wenn es eine kommerzielle Belohnung in absehbarer Zeit gibt. Absehbare Zeit sind bspw. 3 Jahre.

    Ich habe absolut keinen Beweis, ob ich in die völlig falsche Richtung entwickele. Nichts. Ich kann mir nicht vorstellen, daß erfolgreiche Menschen mit einer solchen Basis begonnen haben, und wenn schon, dann haben sie zumindest jemanden gefunden, der ihnen dann eine richtige Richtung weisen konnte - es ist ja auch so, daß ich die Tatsache, daß ich studiert und daß ich Abitur habe irgendwie nutzen möchte. Wenn ich zum Arbeitsamt gehe, sagen die "aha, ungelernt, schauen wir mal wo wir dich irgendwie unterbringen können". Und dafür habe ich mir den Arsch für das Abitur und das Studium aufgerissen?
    10
    Ja
    60,00%
    6
    Nein
    40,00%
    4

    #2
    Schwierige Fragen, die Du da stellst. Wenn Du Dir ein weiteres Studium nicht zutraust, würde ich versuchen eine berufliche Ausbildung zu machen. Aufgrund Deines Abiturs kannst Du die fast überall verkürzt machen.
    Selbständigkeit ist so eine Sache. Natürlich muß ein Produkt marktgerecht sein.
    Aber das reicht nicht aus. Die Finanzierung muß stimmen, die Absatzwege müssen durchdacht sein, und die schnelllebigkeit der Märkte müssen berücksichtigt werden.
    Die größten Chancen einer Selbständigkeit würde ich noch im handwerklichen Bereich sehen. Setzt aber oftmals eine Meisterprüfung voraus.
    Bevor Du eine weitere Aktion startest setze Dich doch mit den Beratern der Industrie- und Handelskammer oder mit der Handwerkskammer in Verbindung. Die Beratungen sind in der Regel kostenlos, und ab und an trifft man da auch auf ganz kompetente Leute.

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      #3
      hallo dermacher,

      gibt es eine richtige oder falsche richtung oder nicht vielleicht nur eine einzige richtung deines lebens, nämlich die, die du letzten endes lebst ?

      hinterher lassen sich entscheidungen immer leicht bewerten - und selbst dann muß es nicht stimmen. und hier fällt mir ein weiteres mal diese geschichte ein :

      Urteilen – Eine Geschichte aus der Zeit von Laotse

      Ein alter Mann lebte in einem Dorf, sehr arm, aber selbst Könige waren neidisch auf ihn, denn er besaß ein wunderschönes weißes Pferd... Könige boten phantastische Summen für das Pferd, aber der Mann sagte dann: „Dieses Pferd ist für mich kein Pferd, sondern wie ein Mensch. Und wie könnte man einen Menschen, einen Freund verkaufen?“ Der Mann war arm, aber sein Pferd verkaufte er nie.

      Eines morgens fand er sein Pferd nicht im Stall. Das ganze Dorf versammelte sich und die Leute sagten: „Du dummer alter Mann! Wir haben immer gewusst, dass das Pferd eines Tages gestohlen würde. Es wäre besser gewesen, es zu verkaufen. Welch ein Unglück!“

      Der alte Mann sagte: „Geht nicht so weit, das zu sagen. Sagt einfach: das Pferd ist nicht im Stall. Soviel ist Tatsache; alles andere ist Urteil. Ob es ein Unglück ist oder ein Segen, weiß ich nicht, weil dies ja nur ein Bruchstück ist. Wer weiß, was darauf folgen wird?“

      Die Leute lachten den Alten aus. Sie hatten schon immer gewusst, das er ein bisschen verrückt war. Aber nach fünfzehn Tagen kehrte eines Abends das Pferd plötzlich wieder zurück. Es war nicht gestohlen worden, sondern in die Wildnis ausgebrochen. Und nicht nur das, es brachte auch noch ein Dutzend wilder Pferde mit.

      Wieder versammelten sich die Leute und sie sagten: „Alter Mann, Du hattest Recht. Es war kein Unglück, es hat sich tatsächlich als ein Segen erwiesen.“

      Der Alte entgegnete: “Wieder geht Ihr zu weit. Sagt einfach: das Pferd ist zurück... wer weiß, ob das ein Segen ist oder nicht? Es ist nur ein Bruchstück. Ihr lest nur ein einziges Wort in einem Satz – wie könnt Ihr das ganze Buch beurteilen?“

      Dieses Mal wussten die Leute nicht viel einzuwenden, aber innerlich wussten sie, dass der Alte Unrecht hatte. Zwölf herrliche Pferde waren gekommen...

      Der alte Mann hatte einen einzigen Sohn, der begann die Wildpferde zu trainieren. Schon eine Woche später fiel er vom Pferd und brach sich die Beine. Wieder versammelten sich die Leute und wieder urteilten sie. Sie sagten: „Wieder hattest Du Recht! Es war ein Unglück. Dein einziger Sohn kann nun seine Beine nicht mehr gebrauchen und er war die einzige Stütze deines Alters. Jetzt bist Du ärmer als je zuvor.“

      Der Alte antwortete: „Ihr seid besessen vom Urteilen. Geht nicht so weit. Sagt nur, dass mein Sohn die Beine gebrochen hat. Niemand weiß, ob dies ein Unglück oder ein Segen ist. Das Leben kommt in Fragmenten und mehr bekommt Ihr nie zu sehen.“

      Es begab sich, dass das Land nach ein paar Wochen einen Krieg begann. Alle jungen Männer des Ortes wurden zwangsweise zum Militär eingezogen. Nur der Sohn des alten Mannes blieb zurück, weil er verkrüppelt war. Der ganze Ort war von Klagen und Wehgeschrei erfüllt, weil dieser Krieg nicht zu gewinnen war, und man wusste, dass die meisten der jungen Männer nicht nach Hause zurückkehren würden.

      Sie kamen zu dem alten Mann und sagten: „Du hattest Recht, alter Mann – es hat sich als Segen erwiesen. Dein Sohn war zwar verkrüppelt, aber immerhin ist er noch bei dir. Unsere Söhne sind nun für immer fort.“

      Der alte Mann antwortete wieder und sagte: „Ihr hört nicht auf zu urteilen. Niemand weiß! Sagt nur dies: dass man Eure Söhne in die Armee eingezogen hat und dass mein Sohn nicht eingezogen wurde. Doch nur Gott, nur das Ganze weiß, ob dies ein Segen oder ein Unglück ist.“
      viele grüße, sky

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        #4
        hallo der macher,

        maschinenbau und einstieg in die selbständigkeit zum jetzigen zeitpunkt - finanzkrise lässt grüssen - waren wohl wirklich keine glückliche wahl.

        etwas vermisse ich allerdings in deinem posting. wofür - ausser dem schnellen geld verdienen - schlägt dein herz?

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          #5
          just me, lebst du deinen Traum? Wenn ja, welcher ist das?

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            #6
            hey, hey, der macher

            habe ich hier einen faden zum thema "bin ich auf dem richtigen weg" gestartetet oder du

            sagen wir mal so ........... ich arbeite intensiv an meinen träumen!

            was aber immer noch nichts über deinen traum aussagt! nein, ich will dir nicht auf den zahn fühlen. aber maschinenbau und selbständigkeit, da stellen sich mir alle erdenklichen haare zu berge.

            und du hast immer noch nichts über deine stärken verlauten lassen. sie würden mich aber wirklich sehr interessieren!

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              #7
              Welche Träume hast du? Dies ist wichtig für meine Antwort.

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                #8
                hey der macher,

                verstehen muss ich das wahrscheinlich nicht

                aber gut, du forderst eine antwort ein. meine träume orientieren sich im moment total am arbeitsmarkt. sollten aber "entscheidungsträger" anderer meinung sein, werde ich meine träume hinten anstellen, oder sie auf eine andere art zu realisieren versuchen.

                am markt vorbei zu wirtschaften kann m.e. nicht der richtige weg sein. träume hin - oder her. nix für ungut. aber es ist nun mal der markt, der regiert.

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                  #9
                  Du windest dich, meine Liebe, du windest dich. Ich weiß gar nicht, warum, keiner tut dir was. Gib dir einen Stoß und heraus damit, was deine Träume sind, wir sind gespannt. Trau dich.

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                    #10
                    gemach, gemach und geduld, geduld, bis morgen der macher

                    so gschnäll schüüset t'preusse net! wurde mir gelehrt!

                    und wo bitte, sind deine stärken und deine träume. klar, fair enough. auch du hast zeit bis morgen!

                    alles liebe und gesegnete nachtruhe.

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                      #11
                      Nanana, meine Liebe. Du bist ja noch wach. Jetzt aber huschhusch ins Bett mit dir. Ich bin gespannt wie ein Flitzebogen auf deine Antwort, aber jetzt ist Schlafenszeit.

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                        #12
                        Zitat von dermacher
                        wir sind gespannt
                        mich aus dem "wir" rausnehmen möchte.

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                          #13
                          hey, du "macher",

                          du schreibst, dass den fehler, etwas zu produzieren, wofür es keinen Markt gibt, jeder Selbstständige mache --- DAS glaube ich ehrlich gesagt nicht. Irgendwie ist für mich überhaupt nicht nachvollziehbar, dass du dich selbstständig machst, mit dem Ziel Geld zu verdienen, und dabei vergessen haben sollst, an mögliche Kunden zu denken, von denen ja letztlich das Geld kommen soll.

                          Auch die Frage, wie bringe ich das Produkt an den Mann, wenn ich ein Produkt gefunden habe, von dem ich glaube, dass es hierfür eine Nachfrage geben könnte, sollte doch ganz am Anfang eines jeden Businessplans stehen.

                          Vielleicht solltest du mal vom "Macher" zum "Planer" werden -> erst muss vernünftig nachgedacht und geplant werden, bevor es ans Tun geht, oder es sollte zumindest parallel laufen.
                          Sagt ja schon der Volksmund: erst denken, dann tun!

                          Wenn du also studieren willst, dann lerne was über das Business. Lerne es von der Pike auf, wie man ein Unternehmen aufbaut!
                          Es ist doch sehr naiv, zu glauben, man könne irgendein Produkt entwickeln und damit das schnelle, dicke Geld machen, ohne Knowhow übers Marketing und Verkaufen...

                          Also streng mal deine grauen Zellen ein bisschen an....Zeit in ein Geschäft zu investieren ist sicher ein guter Anfang, aber der "Grips" sollte auch nicht dabei fehlen.

                          Nur meine Meinung dazu!

                          Lotti

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                            #14
                            Merkwürdiges hin und her - Geplenkel... (zwischen dir und just me)

                            Ich denke auch, dass es wichtig ist, dass du erst einmal eine fundierte Ausbildung machst (damit du nicht mehr als "ungelernter" dastehst). Es gibt sicher etwas, was deinen Interessen entspricht. In Deutschland hast du ja viele Möglichkeiten, darauf aufzubauen. Du kannst danach ein Studium machen, dich selbstständig machen, oder den Meister machen. Und solche Leute sind immer gerne gesehen, die Ahnung von der Praxis haben und dann erst studieren gehen. Wichtig ist nur, dass du überhaupt was machst und nicht länger wartest. Mit den Bewerbungen würde ich schauen, dass du das auf jeden Fall vor Weihnachten welche rausschickst, damit du für nächstes Jahr einen Ausbildungsplatz bekommst.

                            Wovon lebst du eigentlich, wenn ich mal so fragen darf?

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                              #15
                              noch ein Nachtrag zum Thema Beratung bei Existenzgründungen, interessiert vielleicht auch andere:

                              Gründung und Festigung - IHK Nord Westfalen
                              Zuletzt geändert von Hubert1; 05.12.2009, 11:56.

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