Hallo,
ich befinde mich gerade in einer schwierigen Lebensphase. Meine Mutter hat zunehmend mit ihren kognitiven Einschränkungen (vermutlich dementielle Erkrankung) zutun. Sie lebt mit meiner Schwester deren Familie in meinem ehemaligen Elternhaus. Meine Schwester kümmert sich um meine Mutter. Ich wohne 100km entfernt und kann aufgrund meiner Familien- und Arbeitssituation nur bedingt unterstützen. Als das mit meiner Mutter anfing hatte ich meine Familie (insgesamt noch 3 Geschwister) angesprochen, weil ich gerne über die Betreuung meiner Mutter und Entlastung der Schwester (die im Haus lebt) sprechen. Dies hatte die Folge das es mehrere E Mails gab, die irgendwann zur absoluten "Funkstille" führten. Der Weg über die Mails habe ich bewusst eingeschlagen, weil meine Schwester sehr impulsiv und frech werden kann. Inzwischen habe noch zwei weitere Anläufe unternommen, um wieder ins Gespräch zu kommen. Zuletzt in der Vorbereitung der Kommunion meiner Tochter, deren Patentante die "Funkstille- Schwester" ist. Hier bekam ich nur eine Textnachricht auf mein Handy, dass ich ja zeigen würde was "Familie" für mich ist und das sie keinen Wert auf Kontakt legt. Das hat mich ziemlich fertig gemacht und inzwischen bin ich in der Psychotherapie gelandet. Nach langem Hadern habe ich nun beschlossen, dieses Kapitel ruhen zu lassen und einen Weg zu suchen, bei dem ich wieder Lebensfreude finden kann. Schließlich bin ich das meiner Familie schuldig. Leider haben wir auch zur Familie meines Mannes kaum Kontakt. Zur Schwiegermutter schon, zu seinem Bruder mit seiner Familie nicht. Ist aber ein anderes Thema...
Grundsätzlich kann ich zufrieden sein mit meinem Leben. Ich habe einen "guten" Mann und eine gesunde, muntere Tochter. Da wir vor drei Jahren hierher gezogen sind, haben sich viele Kontakte aus der Kindergartenzeit meiner Tochter verflüchtigt. Und innerhalb des Ortes habe ich mich verschiedentlich kirchlich und in der Schule engagiert, jedoch ist dadurch noch nicht wirklich eine echte Freundschaft entstanden. Ich habe oft das Gefühl als "Kinderbetreuung" missbraucht zu werden. Ich wünsche mir Anschluss um mal zusammen etwas zu unternehmen oder auch einfach nur zu reden.
Ich hatte früher eine sehr innige Beziehung zu meiner Mutter (und auch Schwester). Daher macht mich die Situation auch unendlich traurig. Vor allen wenn Weihnachten kein Besuch kommt oder mein Kind noch nicht mal zu ihrem 9 Geburtstag gratuliert bekommt.
Wie habt ihr so eine schwierige Zeit überstanden? Wie habt ihr es geschafft aus dieser Traurigkeit heraus zu kommen? Welchen Weg kann ich noch gehen, um Anschluss zu finden? Wie kann ich wieder Zufriedenheit erlangen? Danke schon einmal für Euere Mühe...
S.
ich befinde mich gerade in einer schwierigen Lebensphase. Meine Mutter hat zunehmend mit ihren kognitiven Einschränkungen (vermutlich dementielle Erkrankung) zutun. Sie lebt mit meiner Schwester deren Familie in meinem ehemaligen Elternhaus. Meine Schwester kümmert sich um meine Mutter. Ich wohne 100km entfernt und kann aufgrund meiner Familien- und Arbeitssituation nur bedingt unterstützen. Als das mit meiner Mutter anfing hatte ich meine Familie (insgesamt noch 3 Geschwister) angesprochen, weil ich gerne über die Betreuung meiner Mutter und Entlastung der Schwester (die im Haus lebt) sprechen. Dies hatte die Folge das es mehrere E Mails gab, die irgendwann zur absoluten "Funkstille" führten. Der Weg über die Mails habe ich bewusst eingeschlagen, weil meine Schwester sehr impulsiv und frech werden kann. Inzwischen habe noch zwei weitere Anläufe unternommen, um wieder ins Gespräch zu kommen. Zuletzt in der Vorbereitung der Kommunion meiner Tochter, deren Patentante die "Funkstille- Schwester" ist. Hier bekam ich nur eine Textnachricht auf mein Handy, dass ich ja zeigen würde was "Familie" für mich ist und das sie keinen Wert auf Kontakt legt. Das hat mich ziemlich fertig gemacht und inzwischen bin ich in der Psychotherapie gelandet. Nach langem Hadern habe ich nun beschlossen, dieses Kapitel ruhen zu lassen und einen Weg zu suchen, bei dem ich wieder Lebensfreude finden kann. Schließlich bin ich das meiner Familie schuldig. Leider haben wir auch zur Familie meines Mannes kaum Kontakt. Zur Schwiegermutter schon, zu seinem Bruder mit seiner Familie nicht. Ist aber ein anderes Thema...
Grundsätzlich kann ich zufrieden sein mit meinem Leben. Ich habe einen "guten" Mann und eine gesunde, muntere Tochter. Da wir vor drei Jahren hierher gezogen sind, haben sich viele Kontakte aus der Kindergartenzeit meiner Tochter verflüchtigt. Und innerhalb des Ortes habe ich mich verschiedentlich kirchlich und in der Schule engagiert, jedoch ist dadurch noch nicht wirklich eine echte Freundschaft entstanden. Ich habe oft das Gefühl als "Kinderbetreuung" missbraucht zu werden. Ich wünsche mir Anschluss um mal zusammen etwas zu unternehmen oder auch einfach nur zu reden.
Ich hatte früher eine sehr innige Beziehung zu meiner Mutter (und auch Schwester). Daher macht mich die Situation auch unendlich traurig. Vor allen wenn Weihnachten kein Besuch kommt oder mein Kind noch nicht mal zu ihrem 9 Geburtstag gratuliert bekommt.
Wie habt ihr so eine schwierige Zeit überstanden? Wie habt ihr es geschafft aus dieser Traurigkeit heraus zu kommen? Welchen Weg kann ich noch gehen, um Anschluss zu finden? Wie kann ich wieder Zufriedenheit erlangen? Danke schon einmal für Euere Mühe...
S.

Kommentar