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Erfahrung mit paranoider Schizophrenie?

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    Erfahrung mit paranoider Schizophrenie?

    Hallo liebe Forumels,

    ich habe derzeit richtig große Sorgen und erbitte mir Euren Rat bzw. Eure Erfahrungen.

    Eine Person in meinem Umfeld ist - für mich erkennbar seit ca. 8 Monaten - paranoid schizophren. Es werden Gespräche von verschiedenen Personen, vorwiegend Nachbarn, wahrgenommen. Die betroffene Person denkt jetzt, sie werde vergiftet bzw. anders attackiert. Krankheitseinsicht besteht gar nicht. Derzeit glaubt die Person, sie sei hypnotisiert worden und könne deshalb jetzt diese Stimmen hören. Der Verlauf der Erkrankung ist leider so, dass eine starke Verschlechterung zu bemerken ist. Zusätzlich treten jetzt auch immer wieder körperliche Beschwerden auf ...

    #2
    Ist diese Person in fachärztlicher Behandlung?

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      #3
      Nein - sie hat keine Krankheitseinsicht und weigert sich einen Arzt aufzusuchen ... "der glaubt mir sicher nicht ...."

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        #4
        Kannst du nicht dem Hausarzt mal einen Tipp geben?
        Ist sie eine Verwandte von dir oder hat sie noch weitere Angehörige?

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          #5
          Es gibt eine Reihe von Menschen rund um die Person, die sich um sie kümmern ... es wurde auch schon versucht, die Hausärztin einzubeziehen, die hat Johannisbeerkapseln verordnet.

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            #6
            sorry - ich glaube das sind Johanneskrautkapseln ...

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              #7
              Da stehst du dann wohl auf verlorenem Posten.
              Und Johanniskrautkapseln, ich bitte dich; die werden bei depressiven Verstimmungen verschrieben, die helfen noch nicht mal bei einer richtigen Depression. Das ist ein Witz.
              Sorry, dass ich dir da nicht weiter helfen kann.

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                #8
                danke jedenfalls für den Versuch

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                  #9
                  Frag mal einen Arzt, wie man mit der Sache umgeht. hast du schon mal mit einer/m Angehörigen darüber gesprochen?

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                    #10
                    Ich habe schon mit zwei Psychiatern gesprochen - einem Bekannten und einmal über eine Beratungsstelle ... die sagen, es wäre wichtig, die Person zu einem Termin bei einem Psychiater zu bringen. Das wurde von Angehörigen schon mehrfach versucht.

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                      #11
                      Und? Keine Chance, sie dazu zu bewegen?

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                        #12
                        Leider nein - no way.

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                          #13
                          Würd ja nur eine Zwangseinweisung helfen, falls so etwas überhaupt möglich ist. Ist ja im Prinzip, wie bei einem Alkoholike. wenn der nicht will, sind Außenstehende machtlos. Auch wenn dem gesunden Menschen es whr tut, so etwas zu sehen. Aber vielleicht hat ja jemand anders eine Idee?

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                            #14
                            @ Gerlinde

                            Betroffene, wie dir von dir erwähnte Person sind für Antworten, zu denen sie keine Fragen gestellt und für Ratschläge (oder Drängen oder Befehle), um die sie nicht explizit gebeten haben, völlig unzugänglich. Alles was "ihnen gesagt wird", wird zuerst "paranoid" gefiltert und passiert (bildhaft gesehen) die Prüfungen der "inneren Mitbewohner", die ihrerseits (weil es "intime Vertrauenswesen" sind) um Rat gefragt werden.


                            Manchmal hilft es hingegen, solchermaßen kranken Menschen "die richtigen Fragen" zu stellen. Sie fühlen sich dadurch verstärkt wahrgenommen, zeigen sich oft interessiert und - je nach Variante der Krankheit - geben sich redliche Mühe aus ihrer Sicht zu antworten.

                            Aus ihren Antworten kann man unter Umständen heraushören, wo und wie sie auf was ansprechbar sind, ohne sofort ihre Abwehr zu alarmieren.

                            Was du brauchst ist Geduld, sehr viel "Höhr-Feingefühl", Ernsthaftigkeit und gleichzeitig inneren Abstand. Paranoide und Schizophrene verstehen sich (verallgemeinert betrachtet) selbst als sehr ernsthafte Menschen und umgeben sich am liebsten auch mit solchen, weshalb ihre "inneren Mitbewohner" diese Eigenschaft in der Regel haben.

                            Diese Menschen wollen nicht überzeugt werden, sie lieben es hingegen, sich mitzuteilen. Du brauchst nur "richtig" zuzuhören.

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                              #15
                              @Shepard:

                              Vielen Dank.

                              Das mit der Ernsthaftigkeit nehme ich extrem wahr. Die Person scheint jetzt sehr reflektieret, überlegt, aufrichtig und bemüht.

                              Was meinst Du mit richtigen Fragen - kann es Sinn machen nachzufragen, ob die Person hört, was die Stimmen zu diesem und jenen meinen? Zu den Stimmen ist der Status jetzt der, dass die Person überzeugt ist eine Fähigkeit zu haben, Gespräche in der Umgebung zu hören, die wir nicht hören können.

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