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    Hallo miteinander Forumels,

    eine Frage beschäftigt mich seit gerade seit einem Telefonat:

    falls ihr Geschwister habt, ihr ab und an mit ihnen telefoniert, erfahren das alles dann sofort eure Eltern? Eine/r von euch plaudert darüber (über das/die Telefonate mit euch mit euren Eltern)?

    Gerade habe ich mit einem Elternteil telefoniert und wiederum harte/große Vorwürfe bekommen über mein Verhalten und was ich wem (von meinen Geschwistern) gesagt habe. Mir wurde gesagt, mit dem einen Geschwister "hätte ich es 'verschissen'". Mit der anderen, da war diese Person ebenfalls hilflos und wütend, hat mir Worte gesagt, die er/sie sonst nie sagen würde: "es sei doch sch...egal". Und wenn ich das alles nicht wüsste und verstehen würde.

    Und: er/sie weiß ja auch nicht, meine Therapeutin müsste mich mal in meinem Verhalten berichtigen ... Usw. Es war schon wieder sowas von unschön. Eine Person aus der Familie würde wegen mir (!!!) überhaupt nicht mehr schlafen können.

    Und nun?

    Was soll ich tun? Was mache ich falsch? Was muss/soll sich korrigieren in meinem Verhalten? Auf die Frage hin habe ich nämlich - leider - keine Antwort bekommen ...

    Der Telefonhörer meines Gegenübers wurde aufgeknallt mit den Worten, dass man mich überhaupt nicht mehr versteht und ich unbedingt mit meiner Therapeutin reden soll.

    #2
    PS: So langsam fange ich an, mich auch zu fragen, ob diese Therapeutin überhaupt die richtige für mich ist und ich nicht tatsächlich einen "Gegenpol" bräuchte/brauche. Sie bestätigt mich in so vielem, sagt mir z. B., dass ich mich selber (und wenn es nur Kleinigkeiten sind) loben soll.

    Bei dem Telefonat heute wurde mir klipp und klar gesagt, wofür ich mich denn überhaupt loben soll und dass ich mich eben ändern muss/meine Verhaltensweise usw.

    Und nun???

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      #3
      die frage ist ja, ob ein funken wahrheit in den anschuldigungen an dich liegt, dass du dich irgendwie so verhältst, dass es andere verletzt oder nicht gut tut.

      das ist das eine.
      das andere ist, die art wie sie mit dir reden, dir vorwürfe machen und überhaupt nicht auf dich eingehen oder gar einfühlsam mit dir sind.
      so, wie du das beschreibst, bekomme ich einen dicken hals und eine menge trotz-gefühle... mir würde der respekt fehlen und die gegenseitige achtung.

      in meiner familie haben wir eher ein vertrauenvolles, offenes verhältnis zueinander, besonder was geschwister-eltern anbelangt.
      über die ecke großmutter-tanten sieht es schon anders aus. aber mit vorwürfen werde ich nicht überrannt... und wenn dem so wäre bei einer sache, wie sie gar nicht stimmt, dann würde ich den kontakt zu diesem verwandschaftsteil unterbrechen, bzw auf sparflamme halten. das muss ich mir doch nicht antun!

      falls aber es einen anlass gibt, dass sie grund haben, sauer auf dich zu sein, so bist du dennoch ein wertvoller mensch, der sich für "kleinigkeiten" loben darf. nur nicht aus dem blickwinkel verlieren, wo es vielleicht dinge /verhaltensweisen gibt, an die du dann arbeiten kannst, wenn du denn willst.

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        #4
        Liebe Träumerin,

        wie reagierst du, wenn sich irgendetwas in deiner Umwelt ändert? Mit Unsicherheit? Vielleicht sogar mit Wut, Frust?

        Ich bring mal einen etwas schrägen Vergleich. Aber es passt grad. Was lösen deine Computerprobleme grad in dir aus? Das Teil "funktioniert" nicht mehr so, wie du es willst.
        Jede Änderung löst im Menschen genau diese Gefühle aus.
        Was passiert gerade?
        DU änderst dich. Wie reagiert deine Familie? Mit Frust, Unverständnis und Unsicherheit.

        Was ist falsch daran wenn du dich lobst? Wem schadest du damit? Tut es dir gut wenn du dich lobst?
        Vielleicht solltest du deiner Therapeutin von diesem Telefongespräch erzählen und sie fragen, was du tun kannst.
        Oft empfieht man, den Kontakt zur Familie für eine gewisse Zeit zu reduzieren. Das kann helfen. Erstens wirst du mit der Zeit selbssicherer und nimmst diesen Frust, der überhaupt nix mit dir zu tun hat, sondern menschlich und durchaus normal ist, nicht allzu persönlich. Zweitens hat die Familie so Zeit sich langsam an den Gedanken zu gewöhnen das sich da jemand ändert.

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          #5
          Vielleicht wirst du für deine Familie gerade "unbequem". Deine Herkunftsfamilie hat ja auch (unwissentlich) ein Stück dazu beigetragen, wie du heute bist. Du sorgst gerade für dich und das finde ich gut. Und natürlich kann es passieren, dass die Sorge für dich mit den festgefahrenen Gewohnheiten in deiner Familie kollidieren. Das tut weh, heißt aber nicht, dass dein Weg falsch ist. Ich würde auch vorschlagen, deiner Therapeutin von dem Gespräch zu erzählen und dort gemeinsam nach Lösungen zu suchen.

          Und: Wenn ich mit einem Teil unserer Familie telefoniere, weiß das nicht zwangsläufig die gesamte Familie. Es kann sein, dass mal etwas weitererzählt wird, aber das ist nicht Standard. "Große" Neuigkeiten trägt bei uns sowieso jeder selbst herum, "Notfälle" werden per Telefonkette weitergegeben.

          Muss sich deine Familie im Moment gegen dich "zusammenrotten"? Lass dich nicht zu sehr beeinflussen. Du hast dich auf den Weg gemacht und das scheint für Unsicherheit zu sorgen. Ich würde dich gerne ermutigen, weiter zu gehen...

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            #6
            Auf dem Papier habe ich einen Bruder, sonst eher nicht.
            Hin und wieder ist Abgrenzung eine gute Alternative.


            Mit diesen Menschen willst du um jeden Preis Weihnachten verbringen?

            Ich an deiner Stelle würde mir mal überlegen es auszuprobieren wie es ist es Anders zu machen als die Jahre zuvor.
            Nichts mit weihnachtlichem Familiengedöns über die Feiertage.

            zu den Vorwürfen fällt mir ein,
            Sind es Vorwürfe oder kommen sie bei dir als Vorwürfe an obwohl es vom Gegenüber die Wahrnehmung ist, die er dir mitteilt.

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              #7
              Leg doch nicht so viel Wert auf die Urteile von außen!
              Du darfst so sein, wie du bist. Du musst nicht so sein, wie andere dich gerne hätten.
              Halte dich an dich und deine Therapeutin.
              Du machst anderen auch keine Vorschriften.

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                #8
                Deine Schule, Umgebung und schwäbische, brave, komplett geisteskranke Familie (ich bin auch in so einem kranken katholischen Inzuchtnest gross geworden) hat Dich so unglücklich, depressiv oder in kurz - geisteskrank gemacht, wie Du bist.
                Entweder Du verabschiedest Dich von diesen bescheuerten Leuten (Du spürst ganz genau, dass ihre Ansichten absolut nicht dienlich für gar nichts sind und musst lügen und eine Show spielen, wenn Du sie besuchst oder am telefon hast ...) , oder musst Dich damit abfinden, Dein Leben so (unglücklich und zu 99% freud- und sinnlos) wie sie, nach ihren Regeln komplett verschwenden, damit Du später in den Himmel kommst.
                Man kann nicht alles haben und Du weisst ganz genau, dass Du bzw. Deine ehrliche und ständig vergewaltigte Seele deren Meinung nicht teilst, also entweder sie akzeptieren Dich und halten die Klappe, wenn sie keine erbauliche Idee haben, oder Du verabschiedest Dich von Ihnen. Sterben muss jeder so oder so, aber doch nicht mit 10 schon und danach nur noch warten.
                Was willst Du mit solchen Stimmungskillern?
                Eine bescheuerte Familie im Nacken braucht kein Mensch.
                Schon gar nicht mehr mit 40.
                Schmeiss diese Leute alle aus deinem Leben, oder Du hast keine Chance und heulst als Opfer bis zu Deinem Lebensende herum.
                Andere, die Dich kennen, wollen, dass Du genau so bleibst, wie sie Dich gefahrlos kennen und nicht dass es Dir so gut geht, dass sie ihre Probleme sehen.
                Für co-abhängige Depressive gibt es doch nichts Schlimmeres, wie zuzuschauen und feststellen zu müssen, wie andere ihr Leben verbessern und sie feststecken, wenn sie aus lauter Angst und Gewohnheit nichts anderes kennen und nichts ändern.
                Meine Familie habe ich auf jeden Fall so gut wie "los". Mein jüngerer Bruder ist auch so ein BRAVER und es wurde zu stressig, nur um irgendwie mit ihm klar zu kommen, weil er in 40 Jahren niemals etwas anderes wie dieses katholische Inzuchtnest sah und kennen lernte. Mir tut es auch leid, aber deshalb kann ich doch nicht lügen und so tun, als dächte ich gleich (langweilig und destruktiv).
                Das meine ich nicht böse, sondern aus reinem Selbsterhaltungstrieb. Ich hatte auch schon ein Seil am Hals und mich nur nicht getraut, weil mich die Umwelt zu fertig gemacht hat und ich es zulies, dass mir jeder Tipps gibt und Vorschriften macht, der aber meistens selbst ganz und gar nicht danach aussah, als ob er es "gut" meint, sondern einfach aus welchen Gründen auch immer, keine Änderung will ...
                Zuletzt geändert von mystery; 15.12.2012, 13:43.

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                  #9
                  Zitat von Träumerin!? Beitrag anzeigen
                  Hallo miteinander Forumels,

                  eine Frage beschäftigt mich seit gerade seit einem Telefonat:

                  falls ihr Geschwister habt, ihr ab und an mit ihnen telefoniert, erfahren das alles dann sofort eure Eltern? Eine/r von euch plaudert darüber (über das/die Telefonate mit euch mit euren Eltern)?
                  Bei mir ist es so, dass man gegenseitig erfährt, dass und was mit dem anderen gesprochen wurde. Allerdings ist das für mich kein Problem. Meine Schwester ärgert sich nur manchmal, wenn ich längst etwas weiß, was sie mir erzählen wollte.

                  Bei euch scheint das aber ein riesiges Problem zu sein.
                  Für mich wirkt das sehr verstrickt in diese ganzen Familienangelegenheiten und du findest nicht heraus. Das ist schon so ein gegenseitiges Abhängigkeitsverhältnis: für mich liest sich das so, als bräuchten sie quasi jemanden, dem sie alles zuschieben können und bei dem man sich auslassen kann. Andererseits schaffst du es auch nicht, von ihnen zumindest zeitweise Abstand zu nehmen, weil du sie (es) irgendwie brauchst. Was hat man auch sonst zu schaffen, wenn man sich nicht gegenseitig aneinander aufreiben kann?

                  Ich für mich würde mir sagen, dass ich das nicht mehr länger akzeptieren würde und würde mich zurücknehmen. Wer wäre ich, dass ich mir es bieten lassen müsste, von so Leuten ständig angegangen zu werden? Was gäbe es mir? Ich habe in der Vergangenheit Abstand genommen und siehe da, das Verhältnis hat sich sehr zum Positiven verändert.

                  Probiere aus, was dir mehr gut tut.

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