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Pflege/Altenheim etc. der eigenen Eltern - Brainstorming

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    Pflege/Altenheim etc. der eigenen Eltern - Brainstorming

    Hi

    mach mir so meine Gedanken - nicht für mich - das ist hoffentlich noch etwas hin,
    aber meine Eltern, insbesondere mein Vater ist nicht mehr der Jüngste.

    Nachdem jeder solche Themen gerne wegschiebt und erst sich damit auseinandersetzt,
    wenn es dann wirklich soweit ist, wollte ich mich vorher mal drüber informieren,
    was da so überhaupt auf einen zukommt/zukommen kann als Sohn.

    Problem1: Der Kontakt besteht zum Vater seit 15 Jahren eher rudimentär bzw. telefonisch bis auf ein paar Pflichtbesuche
    Problem2: Wohnt woanders (3-4 Stunden Autofahrt) und da ich zur Zeit eher auf Bus/Bahn angewiesen bin,
    wäre im Fall der Fälle Hilfe oder gar Nothilfe schwierig
    Problem3: Sprech ich ihn darauf an, gibt es kein Interesse ("naja dann sitz ich halt hier" )
    Problem4: Er hat eine klitzekleine Rente und ein Haus (das hat allerdings die besten Zeiten hinter sich) -Vermögen/Rücklagen eher nicht
    Problem5: Hat sonst auch wenig Kontakt zu anderen Menschen/Verwandten

    In dem Thread soll es nicht nur um mich gehen, hier können gerne auch andere dazu was schreiben.
    Hat jemand damit schon Erfahrung gemacht, wie/was/wo kann man sich informieren?
    Gibt sicher keine Allgemeinantwort, ist erst mal so ein Startpunkt für mich.

    #2
    lebt Deine Mutter noch, und hast Du Geschwister?

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      #3
      Du kannst dich informieren bei den "Pflegestützpunkten" oder bei einer der Sozialstationen.
      Die wissen, was in welchem Fall angebracht ist, damit der/die zu Pflegende daheim bleiben kann.

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        #4
        Zitat von Hubert1 Beitrag anzeigen
        lebt Deine Mutter noch, und hast Du Geschwister?
        Ja/Ja - die haben aber keinen Kontakt zu meinem Vater bzw. er ist nicht deren Vater

        @Bonny123: danke, da schau ich mal auf der Website

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          #5
          Ich würde auch empfehlen, Kontakt zu einem Pflegestützpunkt aufzunehmen und sich ausführlich beraten zu lassen. Je nach Bedarf gibt es ja verschiedene Unterstützungsangebote, z.B. Tagespflege, ambulante Pflege o.ä.

          Fehlt deinem Vater Gesellschaft? Hier würde ich dann ggf. regional recherchieren, welche Angebote es gibt. Hier bei uns gibt es z.B. das DRK, die AWO, die Kirchen, die zahlreiche Angebote für Senioren bereithalten. Bei Bedarf unterstützen auch Ehrenamtliche durch Besuchsdienste etc.

          Ich persönlich würde versuchen, den Notfall zu organisieren. Da meine Mutter oft ins Krankenhaus muss, hat sie z.B. eine gepackte Notfalltasche da. Sie ist mit einen Handy ausgestattet, das sie ständig bei sich trägt mit hinterlegten Nummern. Sie kann auf Nachbarn zurückgreifen, falls etwas ist.

          Alles Gute wünscht

          jule

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            #6
            Zitat von Fliegenklatsche Beitrag anzeigen
            Ja/Ja - die haben aber keinen Kontakt zu meinem Vater bzw. er ist nicht deren Vater
            Dein Vater sollte sich überlegen, wie er sein weiteres Leben regeln möchte, wenn er irgendwann pflegebedürftig wird, macht es wenig Sinn ein eigenes Haus zu haben, das gehört dann bald dem Pflegeheim.
            Er könnte es Dir überschreiben, und Du könntest im Gegenzug versuchen die Dinge für ihn zu regeln, z. B. eine Betreuung vor Ort bei Bedarf organisieren, und diese Dinge.
            Das geht aber meiner Ansicht nach nur, wenn man einen regelmäßigen Kontakt hat und auch ein Vertrauensverhältnis.
            Wie würde Dein Vater zu so einer Lösung stehen?

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              #7
              Dein Vater müsste dir auf jeden Fall eine Betreuungsvollmacht ausstellen, sonst kann es dir passieren, dass jemand Fremdes als Betreuer eingesetzt wird.
              Betreuer sind nämlich nicht automatisch die nächsten Anverwandten.

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                #8
                Ja, danke für die weiteren Anregungen - vielleicht schaffen wir es nächsten Monat
                mal wieder ein Treffen zu organisieren, damit ich wieder "auf dem neusten Stand" bin.

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                  #9


                  Hallo Fliegenklatsche und alle Anderen,

                  meine Mutter ist 92 Jahre und ich werde versuchen für sie die Pflegestufe 1 zu bekommen. Dafür muss sie das Kriterium "erheblich pflegebedürftig" erfüllen. Das trifft in meinen Augen noch nicht auf sie zu, da sie z.B. in der Körperpflege noch keine Hilfe braucht. Anders sieht es in den Bereichen Ernährung, Mobilität und Hauswirtschaft aus. Dazu kommt, dass sie demente Anzeichen hat, was zu einer eingeschränkten Alterskompetenz führt.

                  Demnächst werde ich einen Antrag bei der Krankenkasse/Pflegekasse stellen und mal sehen, zu welcher Einschätzung der Gutachter des MDK kommt.

                  Sind welche unter Euch, die auf diesem Gebiet Erfahrungen haben?

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                    #10
                    Die Pflegestufe hängt vom zeitlichen Aufwand ab, den deine Mutter täglich von einer anderen Person in Anspruch nehmen muss. Dabei geht es um jede Minute! Es muss penibel aufgeschrieben sein, welche Zeit wofür von wem geleistet wurde.
                    So schlimm das auch ist, Demenz wird für die Pflegestufe nicht anerkannt.

                    Du musst damit rechnen, dass deine Mutter befragt wird und ggf. falsche Antworten gibt, weil sie nicht zugeben will, dies oder jenes nicht mehr zu können.
                    Versuche, das zu verhindern.
                    Ggf. wird sie auch aufgefordert, bestimmt Dinge vorzumachen. Aufstehen, durch die Wohnung gehen etc.
                    Wenn möglich, solltest du ein ärztliches Attest über ihren Zustand vorlegen können.

                    Kommentar


                      #11
                      Zitat von Bonny123 Beitrag anzeigen
                      So schlimm das auch ist, Demenz wird für die Pflegestufe nicht anerkannt.

                      Wenn möglich, solltest du ein ärztliches Attest über ihren Zustand vorlegen können.
                      Danke für Deine Tipps, liebe Bonny.

                      Ich habe auch gelesen, dass Demenzkranke nach der jetzigen Rechtslage gar nicht als pflegebedürftig gelten. Der VDK versucht seit Jahren ein neues System der Pflegestufen, damit neben körperlichen auch seelisch-geistige Beeinträchtigungen berücksichtigt werden und dadurch die Demenzkranken Zugang zu Leistungen aus der gesetzlichen Pflegeversicherung haben.

                      Die Hausärztin meiner Mutter hat uns geraten, es trotzdem zu versuchen und wird ein entsprechendes Attest ausstellen.

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                        #12
                        Zitat von Mane Beitrag anzeigen
                        Danke für Deine Tipps, liebe Bonny.

                        Ich habe auch gelesen, dass Demenzkranke nach der jetzigen Rechtslage gar nicht als pflegebedürftig gelten. Der VDK versucht seit Jahren ein neues System der Pflegestufen, damit neben körperlichen auch seelisch-geistige Beeinträchtigungen berücksichtigt werden und dadurch die Demenzkranken Zugang zu Leistungen aus der gesetzlichen Pflegeversicherung haben.

                        Die Hausärztin meiner Mutter hat uns geraten, es trotzdem zu versuchen und wird ein entsprechendes Attest ausstellen.
                        Ich kann dir auch nur raten, ein Pflegetagebuch zu führen, um genau zu dokumentieren, welche Leistungen deine Mutter in welchem Umfang benötigt.

                        Selbs wenn deine Mutter nicht in die Pflegestufe 1 eingestuft wird -vielleicht liegt bei ihr eine eingeschränkte Alltagskompetenz vor, sodass sie bestimmte gerontopsychiatrische Leistungen bekommen kann.

                        Hier mal zwei Links dazu:

                        Pflegeversicherung -:- Pflegestufe 0

                        Demenz - eingeschränkte Alltagskompetenz

                        Wie Bonny schon schrieb, ist es wichtig, dass der Pflegebedürftige nicht beim Besuch des MDK zeigt, was er alles kann. Mein Schwiegervater hat z.B. MS und wollte nicht zugeben, dass er selbst viele Sachen nicht mehr kann.

                        Alles Gute!

                        jule

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                          #13


                          Lieben Dank für die Informationen, Jule.

                          Wie Bonny schon schrieb, ist es wichtig, dass der Pflegebedürftige nicht beim Besuch des MDK zeigt, was er alles kann.
                          Da sehe ich Probleme auf mich zukommen. Sie soll sich also hilfsbedürftiger zeigen, als sie ist?
                          Ich glaube, dass es mir auch schwerfallen wird, dem MDK z.B. von ihrer Inkontinenz zu erzählen. Das gehört aber wohl dazu, damit sich dieser ein umfassendes Bild machen kann.

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                            #14
                            Nein, sie soll sich nicht hilfsbedürftiger zeigen; nur soll sie nicht sagen, dass sie noch Sachen kann, die sie definitiv nicht mehr kann.
                            Die Inkontinenz könnte der Arzt bescheinigen, dann wäre allen gedient!

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                              #15
                              Zitat von Mane Beitrag anzeigen

                              Da sehe ich Probleme auf mich zukommen. Sie soll sich also hilfsbedürftiger zeigen, als sie ist?
                              Ich glaube, dass es mir auch schwerfallen wird, dem MDK z.B. von ihrer Inkontinenz zu erzählen. Das gehört aber wohl dazu, damit sich dieser ein umfassendes Bild machen kann.
                              Oops, ich habe mich falsch ausgedrückt. Mein Schwiegervater mochte z.B. nicht zugeben, dass er bestimmte Sachen nicht mehr kann und erzählte dann, dass Sachen noch klappen, bei denen er definitiv Unterstützung brauchte.

                              Meine Oma hat damals der MDK-Ärztin erzählt, was sie alles noch kann. Derweil hat mein Vater sie ständig gepflegt. Meine Oma war allerdings dement, was damals aber nicht zählte.

                              Liebe Grüße

                              jule

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