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der empathist der keiner ist...

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    #46
    guten Morgen, liebe Freundin der Weisheit,

    und dass ihr mit diesem Betriebssozialarbeiter redet, dass es da Probleme gibt, die sich teamweit auswirken, und der Chef auf dem Auge blind ist und ihr jetzt nicht mehr weiter wisst, oder so in der Art - das ist ausgeschlossen?

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      #47
      Liebe Yule,

      Dein Vorschlag ist sicher eine Moeglichkeit.

      Ich frage mich gerade, warum ich da zoegere. Wahrscheinlich, weil ich mich nicht zu sehr einmischen will und das normalerweise Aufgabe des Chefs waere.

      Ich werde den Mitarbeiter anrufen und das Problem schildern. Hoffentlich kann er aus seiner professionellen Warte heraus einen Rat geben.

      Mir ist noch etwas eingefallen. Die Kollegin ist Mitte dreissig, haengt aber sehr an ihrem Vater, und ihre Probleme verschlimmerten sich immer dann weiter, wenn er wegen Auslandsurlauben schlecht erreichbar war. Es waere gut, wenn sie sich auch ohne seine Hilfe stabilisieren koennte.


      Ich werde bei Gelegenheit schildern, wie es weitergegangen ist.

      Liebe Gruesse,

      Freundin der Weisheit

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        #48
        liebe Freundin der Weisheit,

        vertrackte situation...wie ist denn der stand der dinge?

        deine kollegin muss sich doch auch sehr unwohl fühlen, oder? das ist doch kein zustand. ich denke, hier muss ganz glasklare kommunikation her...jaja, leichter gesagt als getan.

        vielleicht hilft es dir ja irgendwie, wenn ich dir von meinem aktuellen stand erzähle. ich mach bei meinem empathisten nur noch knallharte ansagen. er ist ein erwachsener mann und ich hab nun mal pläne, wie ich diese abteilung haben möchte. wie ich möchte, dass gearbeitet wird. da hab ich noch nie einen hehl daraus gemacht und er weiß, dass ich mächtig mit anpacke und ordentlich was wegwuppe und das erwarte ich schon immer von meinem team.wenn ihm das schmeckt, kann er gern teil davon sein. ich erwarte teamarbeit von meinen leuten, und das dinge vereinfacht werden, nicht verkompliziert. wenn ich eine verkomplizierung mitbekomme, greife ich ein.

        es hat mich nachdenklich gemacht, dass neulich zwei kolleginnen, die ihn deutlich länger kennen, als wir anderen uns alle, meinten, der dachte, er könne bei mir eine ruhige kugel schieben- hallo bitte was???? aber ja, wenn man mich nur mächtig volljammert, nehm ich den anderen schon ne menge ab...also, gerade ändere ich das...zuviel mitgefühl heißt enorme last auf meinen schultern, das wird wieder gerecht zurück verteilt.

        ich sehe, dass mein empathist überhaupt nicht mehr begeistert ist. und ich wünsche mir, dass er sich nach etwas neuem umguckt. damit würde er vermutlich uns beide sehr glücklich machen.

        ich könnte mir gut vorstellen, dass deine kollegin mit einer anderen aufgabe auch viel glücklicher sein könnte...

        zuviel rück-sicht bedeutet, immer nach hinten zu schauen, ob der andere noch da ist...ich bevorzuge menschen, die fröhlich neben mir laufen, um in bildern zu sprechen. wir können den anderen keine entscheidung abnehmen, mein E. hält sich auch für einen supertollen typen, ist er auch, er ist nur falsch in meiner abteilung! ich denke inzwischen, es ist wichtig, dem anderen sehr deutlich zu machen, dass und das wird von dir erwartet, da und da kann ich dir entgegenkommen, und hier ist schluss.

        es klappt schon ganz gut, wieder selbstverständlich meine arbeit zu machen, und nicht immer zu gucken, ob er schon wieder unglücklich guckt. ich will ihm genau so respektvoll begegnen wie den anderen. und wenn mir ein fehler auffällt, sag ich es. er wird auch weiterhin kompliziert sein und ich muss bei ihm mehr aufpassen als bei anderen, das ist wie bei dir auch. gerade steckt er auch noch einen anderen kollegen mit seiner art an, da muss ich u.u. auch noch deutlicher werden.

        es ist doch irre, wieviel energie ein einzelner mensch so binden kann, oder? und ich glaube, wir müssen diese menschen loslassen. solange wir sie umtütteln, wird sich nichts ändern. und bevor etwas zu schaden kommt, wie bei euch, würde ich auch konsequenzen treffen, und sie von wichtigen dingen abziehen. sonst müsst ihr euren chef vor vollendete tatsachen setzen. wenn wir nicht dies und das, dann ist das projekt in gefahr- will er das??? vermutlich denkt ihr, dass ist überdramatisiert, ihr schafft das ja immer noch irgendwie...aber es ist NICHT überdramatisiert, oder....?

        ganz liebe grüße

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          #49
          Liebe Fortuna,

          ganz lieben Dank fuer Deine Antwort! Ich bin ein paar Tage weg, melde mich dann aber wieder.


          Es ist witzig, dass eine meiner neuen Kolleginen auch meint, wir waeren mit der "Problemkollegin" viel zu lange zu geduldig ungegangen. Das waere wohl Deine "klare Ansage".

          Fuer mich war vor einer Weile der Umschlagpunkt erreicht. Seitdem verbringe ich wenig Zeit mit ihr und kontrolliere alles, was sie mir verspricht (v.a. Bestellungen). Unserem Chef gegenueber aeussere ich mich so, dass ich ihre Fehler nicht mehr decke, sondern durch sie verursachte Verzoegerungen auch als solche benenne.

          Liebe Gruesse,

          Freudin der Weisheit

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            #50
            Es ist witzig, dass eine meiner neuen Kolleginen auch meint, wir waeren mit der "Problemkollegin" viel zu lange zu geduldig ungegangen
            Geduld beinhaltet in dem Zusammenhang doch i.d.R., dass man erwartet, dass sich mal irgendwann was ändert, oder? Das wird es aber nicht, je länger man wartet, weil der Andere dann "lernt", dass gar keine Notwendigkeit besteht, sich mit dem Problem auseinanderzusetzen. Er wird von dem geduldigen Verhalten seines Umfelds sozusagen bestätigt.

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              #51
              Hallo Yule,

              wir waren geduldig, weil wir in der Tat hofften, dass sich etwas zum Positiven aendert.

              Wenn jemand nervoes und aengstlich ist, kann weiterer Druck beide Gefuehle verstaerken und dadurch auch die Fehlerrate erhoehen. Das wollten wir im fall unserer Kollegin vermeiden. Ich denke, es ist Zeit fuer einen Wechsel der Strategie.

              Freundin der Weisheit

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                #52
                liebe Freundin der Weisheit und liebe Mitlesende,

                mir fiel beim nachdenken auf, am ätzendsten ist es doch, dass man sich selbst so (negativ) verändert in anwesenheit des anderen!

                mein empathist holt "das schlechteste" aus mir heraus .ich bin gern freundlich und herzlich und kooperativ. ich kann es nicht leiden, wenn ich die chefin rauskehren und autoritär sein "muss"...wenn es nötig ist, andere zu kontrollieren...

                ich versuche immer wieder, "zu meiner art" zurückzukehren...was bedeutet, der andere versucht mir seine ideen aufzudrängen, mich mit seinen tollen neuen ideen belagert...hmmm...moment mal...in meinem fall doch knallharter konkurrenzkampf??? ich krieg dich schon so hin, wie ich es gern hätte- ich erschlage sie mit freundlichkeit und vor allem sehr viel beharrlichkeit, steter tropfen höhlt den stein???

                ich habe die wahl zwischen freundlichem nein, der idee des e. gegenübers und langwierigen diskussionen, oder einem unfreundlichen harten nein, dafür hab ich dann halbwegs meine ruhe, wenn der andere angst hat, dass ich ihm gleich nochmal richtig den kopf wasche, dass er mich von meiner arbeit abhält und sein verhalten nicht akzeptabel ist...?

                bei dir ist es anders...die kollegin scheint in erster linie überfordert und ihrer aufgabe nicht gewachsen und wird vom chef gedeckt. aber warum??? welchen gewinn hat er davon, wenn er sie deckt? kaschiert er eigene fehler damit???

                wie können WIR damit umgehen, dass wir eine verhaltensweise an den tag legen "müssen", um halbwegs zufrieden den tag rum zu kriegen? wie kann man an sich selbst locker flockig akzeptieren, gut, bei den menschen bin ich so und das ist schön, und hier ist abgrenzung und durchsetzung erforderlich...ist eigentlich doch nicht schlimm oder doch, und wenn doch, warum???

                liebe grüße

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                  #53
                  Liebe Fortuna,

                  Du sprichst einen sehr wichtigen Punkt an.

                  Durch den Umgang mit diesen Kollegen fuehlen wir uns gezwungen entgegen unseren Vorstellungen und Idealen zu handeln. Dadurch kommen wir in einen Konflikt und sind dann mit uns unzufrieden. Eigentlich baut sich eine Zwickmuehle auf: entweder wir bleiben "nett" und verlieren Zeit oder wir sind "konsequent abweisend" und schaffen wenigstens unsere Arbeit. Anderen geht es aehnlich, sie haben ein schlechtes Gewissen, wenn sie hart bleiben.

                  Ich finde es aber auch spannend, an diesen konkreten Situationen das Neinsagen zu ueben. Vielleicht kann ich dann auch besser mit der Zwickmuehle umgehen.

                  Meine neue Kollegin war auch deswegen genervt von unserer Geduld gegenueber der "Problemkollegin", weil sie an ihrer alten Arbeitsstelle jahrelang eine sich aehnlich verhaltende Kollegin hatte, die auch nicht zu ihren Fehlern gestanden und die noetigen Konsequenzen gezogen hat.

                  Ich hatte gestern mal wieder ein Erlebnis, das mir deutlich gemacht hat, dass meine Kollegin nicht an Problemloesungen oder Fehleranalyse interessiert ist. Ich schon, in der Hoffnung zukuenftig aehnliche Probleme vermeiden zu koennen. Von ihr kommt dann nur "Something must have gone wrong somewhere.". Unkonkreter geht es nicht. meine Erklaerung, warum ich es genauer wissen will, hat nicht gefruchtet.


                  Zu meinem Chef: fuer ihn ist der Schein sehr wichtig. Er will glauben, dass er ein sehr gut gefuehrtes Labor hat. Wuerde er anerkennen, dass dem nicht so ist, wuerde sein Selbstbild leiden. Ausserdem muesste er dann Konsequenzen ziehen, und zu der Kollegin hat er wie gesagt ein fast familiaeres Verhaeltnis. Insofern verdraengen wahrscheinlich sowohl mein Chef als auch die Kollegin die unangenehme Wirklichkeit.

                  Liebe Gruesse,

                  Freundin der Weisheit

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                    #54
                    liebe Freundin der Weisheit,

                    also gibt es im prinzip nur zwei möglichkeiten: entgegen der eigenen werte oder auf kosten der arbeit? oder haben wir vielleicht etwas übersehen?

                    schön wärs, wenns noch mehr lösungen gäbe...

                    bzw umdrehen, was gewinne ich durch die situation? ich lerne meine eigenen bedüfnisse wichtiger zu nehmen und die hierfür nötigen strategien (abgrenzung, härte, konflikte, durchsetzungsvermögen) anzuwenden.

                    anzuwenden OHNE schlechtes gewissen. keine leichte übung...

                    ich will ja eigentlich nicht mehr kämpfen. und weiß dann an solchen punkten nicht, was lohnt sich jetzt, wo verbeiß ich mich in aussichtslosem, wo gebe ich zu schnell auf, als kind von eltern, die meine bedürfnisse meist ignoriert haben, bin ich es ja gewohnt, an diesem punkt sehr beharrlich zu sein.

                    ist es vielleicht auch ein zeichen, dass an der stelle die abteilung "krankt", und sich innerhalb dieser konstellation nichts ändern wird? vielleicht braucht euer chef auch diese kollegin, damit ihr euch schön an ihr aufreiben könnt, und er ist aus der "schusslinie"?

                    in meine abteilung "dürfen" auch gern die leute, die woanders nicht (mehr) so leistungsstark sind...sprich, ich würde gern eine supersache aus meiner abteilung machen, aber damit hat es außer mir eigentlich niemand eilig...den chefs genügt es durchaus, so wie es gerade ist...mir aber nicht...also halte ich die augen auf, ob meine leistung vielleicht woanders mehr gebraucht werden könnte...

                    liebe grüße

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                      #55
                      Liebe Fortuna,

                      Zitat von Fortuna Beitrag anzeigen
                      schön wärs, wenns noch mehr lösungen gäbe...

                      bzw umdrehen, was gewinne ich durch die situation? ich lerne meine eigenen bedüfnisse wichtiger zu nehmen und die hierfür nötigen strategien (abgrenzung, härte, konflikte, durchsetzungsvermögen) anzuwenden.

                      anzuwenden OHNE schlechtes gewissen. keine leichte übung...
                      Das hatte ich im vorigen Beitrag auszudruecken versucht. Es erscheint wie eine Zwickmuehle, kann aber auch eine Lernerfahrung im Neinsagen und Abgrenzen sein. Diese kann besonders wertvoll sein.

                      Ich wurde in meiner Kindheit und Jugend durch mein Umfeld darauf trainiert, ueberzogene Erwartungen an meine Nettigkeit, Geduld und Hilfsbereitschaft relativ klaglos zu akzeptieren und meine Beduerfnisse hintanzustellen. So eine Haltung ist gesundheitsgefaehrdend und traegt einem auch nicht den repsekt durch andere ein. Es ist ein Trugschluss zu glauben, dass man dadurch Respekt oder gar Zuneigung bekommt.


                      Zitat von Fortuna Beitrag anzeigen
                      ist es vielleicht auch ein zeichen, dass an der stelle die abteilung "krankt", und sich innerhalb dieser konstellation nichts ändern wird? vielleicht braucht euer chef auch diese kollegin, damit ihr euch schön an ihr aufreiben könnt, und er ist aus der "schusslinie"?
                      Wie erwaehnt glaube ich, dass mein Chef offenbar dieses Nichtfunktionieren genausowenig wahrhaben will wie meine Kollegin, weil es am Selbstbild kratzen wuerde.

                      Ich glaube nicht, dass er sie als Kugelfaenger einsetzt, dafuer ist ihm nicht klar genug, wie sehr wir uns ueber sie aufregen. Ausserdem mag er sie mehr als uns, im Zweifelsfall wuerde er wohl eher jemanden von uns als Buhmann/frau auswaehlen.

                      Liebe Gruesse,

                      Freundin der Weisheit

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                        #56
                        Hallo,

                        ich habe gerade einen Termin mit dem Betriebsozialarbeiter fuer naechste Woche gemacht. Er klang sehr nett und ich bin sehr gespannt auf seine Einschaetzung der Lage. Ich werde Euch vom dem Gespraech berichten.

                        Liebe Gruesse,

                        Freundin der Weisheit

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                          #57
                          Hallo!

                          Der Termin war gut und ich habe einen Folgetermin in einem Monat, kann mich aber vorher melden, wenn etwas anliegt.

                          Der Betriebssozialarbeiter schlug mir vor, dass einige Personen aus unserer Gruppe mit unserem Chef reden und der Kollegin mitteilen, dass wir das tun werden. Die Kolleginnen, mit denen ich bisher darueber gesprochen habe, fanden es gut, dass ich den Termin hatte, und sind bereit, bei diesem Gespraech mit unserem Chef mitzuwirken.

                          Der Betriebssozialarbeiter wird auch bei dem monatlichen Gespraech ueber bestehende oder drohende Problemfaelle mit dem zustaendigen Manager sprechen, sodass dieser informiert ist und helfen kann, falls wir ihn darum bitten. Der Manager ist ein wie der Sozialarbeiter auch ein zugaenglicher und kompetenter Mann.

                          Ein Problem ist, dass die vorgeschriebenen jaehrlichen Mitarbeitergespraeche in unserer Gruppe nicht stattfinden. Es gibt also keine Dokumentation, weswegen es schwer ist, die in den letzten Jahren aufgetauchte und wachsende Problemlage zu belegen. Ausserdem wurde es dadurch schwerer, Probleme rechtzeitig zu identifizieren und Loesungswege zu vereinbaren.


                          Heute gab es wieder massive Probleme wegen Bestellungen, die unsere Kollegin so aufregten, dass sie weinte und mehrere Stunden lang damit beschaeftigt war jedem davon zu erzaehlen. So haben wir alle wieder eine Menge Zeit vertan.

                          Ich bin sicher, dass meine Kollegin die von mir oder anderen vorgeschlagenen Loesungen nicht anwenden wird. Warum habe ich ihr dann ueberhaupt davon erzaehlt? Das war wohl der letzte Funke Hoffnung. Ich sollte das bleibenlassen, weil es nichts bewirkt.

                          Viele Gruesse,

                          Freundin der Weisheit

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                            #58
                            Liebe Freundin der Weisheit,

                            Wow, da seid ihr einen großen Schritt weiter. Klasse! Und ich finde es gut, dass du versucht hattest, sie zu erreichen. Die hoffnung stirbt zuletzt.
                            Zitat von Freundin der Weisheit Beitrag anzeigen
                            Hallo!

                            Der Termin war gut und ich habe einen Folgetermin in einem Monat, kann mich aber vorher melden, wenn etwas anliegt.

                            Der Betriebssozialarbeiter schlug mir vor, dass einige Personen aus unserer Gruppe mit unserem Chef reden und der Kollegin mitteilen, dass wir das tun werden. Die Kolleginnen, mit denen ich bisher darueber gesprochen habe, fanden es gut, dass ich den Termin hatte, und sind bereit, bei diesem Gespraech mit unserem Chef mitzuwirken.

                            Der Betriebssozialarbeiter wird auch bei dem monatlichen Gespraech ueber bestehende oder drohende Problemfaelle mit dem zustaendigen Manager sprechen, sodass dieser informiert ist und helfen kann, falls wir ihn darum bitten. Der Manager ist ein wie der Sozialarbeiter auch ein zugaenglicher und kompetenter Mann.

                            Ein Problem ist, dass die vorgeschriebenen jaehrlichen Mitarbeitergespraeche in unserer Gruppe nicht stattfinden. Es gibt also keine Dokumentation, weswegen es schwer ist, die in den letzten Jahren aufgetauchte und wachsende Problemlage zu belegen. Ausserdem wurde es dadurch schwerer, Probleme rechtzeitig zu identifizieren und Loesungswege zu vereinbaren.


                            Heute gab es wieder massive Probleme wegen Bestellungen, die unsere Kollegin so aufregten, dass sie weinte und mehrere Stunden lang damit beschaeftigt war jedem davon zu erzaehlen. So haben wir alle wieder eine Menge Zeit vertan.

                            Ich bin sicher, dass meine Kollegin die von mir oder anderen vorgeschlagenen Loesungen nicht anwenden wird. Warum habe ich ihr dann ueberhaupt davon erzaehlt? Das war wohl der letzte Funke Hoffnung. Ich sollte das bleibenlassen, weil es nichts bewirkt.

                            Viele Gruesse,

                            Freundin der Weisheit

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                              #59
                              Liebe Fortuna,

                              vielen Dank fuer die Gratulation!

                              Ich habe komischerweise nach dem Gespraech den grossen Adrenalinstoss bekommen und der ist noch nicht weg. Vielleicht so etwas wie Angst vor der eigenen Courage?

                              Ich hatte mir mal gelobt, nicht mehr die Vermittlerrolle einzunehmen. In diesen Fall ist es mir allerdings wichtiger, diese taegliche Qual zu verringern.

                              Meine Nerven halten es nicht mehr aus, dass ich meine Arbeit nicht vernuenftig machen kann, weil die einfachsten Ressorucen fehlen, wenn ich sie brauche - und ich dann Zeit aufwenden muss, um die Kollegin dazu zu bewegen, diese Dinge fuer mich zu besorgen. Und dass ich mir dann stundenlange Entschuldigungen und Rechtfertigungen anhoeren soll.

                              Es ist meine Lebenszeit und keine Entschuldigung der Welt gibt mir die zurueck!!!


                              Wir sind hoffentlich als Gruppe auf einem guten Weg, das Problem anzusprechen. Hoffentlich koennen wir es auch loesen.

                              Ich werde schreiben, wie es weitergeht.


                              Vielen Dank noch einmal fuer die Erkenntnis, dass diese Situation auch deswegen so anstregend ist, weil wir gegen unsere Vorstellungen von gutem Arbeitsstil und menschlichem Umgang arbeiten muessen! Sie hat mir sehr geholfen.

                              Liebe Gruesse,

                              Freundin der Weisheit

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                                #60
                                liebe Freundin der Weisheit,

                                die erkenntnis haben wir zusammen erarbeitet!

                                bin gespannt wie es bei euch weitergeht.

                                mein E. hat gestern auch wieder einen knaller gebracht...er kam zu mir, um mich über zwei dinge zu informieren, wie er meinte. unser GF hatte ihm und seiner exkollegin (mit der er auf gar keinen fall mehr zusammen arbeiten möchte, beruht auf gegenseitigkeit) einen arbeitsauftrag gegeben. beide haben wohl brav genickt und den auftrag angenommen. er bat mich nun ganz beiläufig, da er ja gar keine zeit dafür hat, dass ich bei meinem nächsten termin mit dem GF diesem ja sagen könnte, dass er den auftrag nicht machen könne...
                                wie bitte?! ja, wäre ja meine aufgabe als seine vorgesetzte.
                                ich ihm vorgerechnet, dass er mir ein drittel seiner arbeitszeit zur verfügung steht und die restlichen 2/3 ist er eigenverantwortlich für aufgaben der GF zuständig. da mische ich mich nicht ein! er ist groß und möge bitte für sich selbst sprechen. er wieder angefangen zu jammern, wie gestresst er ja ist...
                                ich hab ihm dann nur noch kurz gesagt, dass ich die aufgabe für wenig zeitintensiv einschätze (naja, aber doch, hmhm, schwierig eben) und es eben seine verantwortung ist, aufgaben anzunehmen, diese abzuschätzen, oder eben begründet abzulehnen. dann kam wieder sein nächster lieblingsspruch: dann muss das aber warten weil...
                                kein problem für mich, dann teile das aber auch dem GF mit, schließlich habt ihr beiden eine vereinbarung.

                                oh, fand er keine gute idee. er geht dann ja gern mit so einer latenten drohnung: ich wollts ja nur gesagt haben (ihr werdet schon sehen was ihr davon habt, fehlt da nur noch)...

                                ich fand, ich hab die situation gut gemeistert. was mich ärgert, ich muss aufpassen wie ein luchs. er vermeidet verantwortung, das kenne ich nun zur genüge.

                                dieser arbeitsstil widerstrebt mir total, inzwischen...früher hätte ich mich begeistert darum gekümmert, jemand helfen, toll, klar, mach ich! und hätte mir jede menge ärger eingehandelt. nur immer rauf auf meinen buckel...nö.

                                ich glaube es strengt mich noch an, weil das alte prinzip es liebt, mir ein schlechtes gewissen zu machen. und ich dann noch stunden und tage damit bechäftigt bin. weil mein inneres team dann schwere diskussionen über falsch und richtig führt, hergott aber auch- ruhe da oben!!!

                                liebe grüße

                                Kommentar

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