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Medienverweigerung als mündiger Bürger?

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    Medienverweigerung als mündiger Bürger?

    Angeregt durch einige (auch weiter zurückliegende) Posts in diesem Forum frage ich mich, ob man es sich als politisch mündigem Bürger leisten kann/soll/muss, grundsätzlich informative Medien zu meiden, um schlechten Schlagzeilen über Verbrechen, Skandale, Unglücke usw. auszuweichen.
    Ich lese meist selektiv, d.h. ich blende solche Meldungen aus und lese das, was mir wichtig erscheint. Auch die Medien arbeiten ja so, indem sie nur das bringen, was ihnen wichtig erscheint.
    Meier Ansicht nach sollte man nicht auf Information verzichten, weil man dann bei Wahlen überhaupt nicht mehr weiß, was Sache ist.
    Im Gegenteil: Je mehr Information, desto geringer die Manipulation.
    Wie seht ihr das?

    #2
    Ich habe seit meiner Studentenzeit eine politiknahe skandalferne Wochenzeitung aboniert. Durch die fühle ich mich ausreichend gut informiert, ohne von lustvoll aufgepeppten Katastrophenmeldungen überflutet zu werden.

    Wenn es keine Werbung wäre, für die ich nicht mal bezahlt werde, würde ich das Hamburger Blatt jedem empfehlen, der nicht ganz abgehängt aber auch nicht zugemüllt werden will ...
    Zuletzt geändert von Tintenweberin; 07.01.2017, 18:03.

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      #3
      Jederman kann ich sich heutzutage so ausführlich informieren, dass es dazu keine Tageszeitung braucht. (Ich vermute, Du spielst mit Deinem Post auf Rosies Faden wegen Schlagzeilen in der Tageszeitung an).
      Ich höre sehr viele Stunden am Tag Radio, einen sehr informativen Spartensender des WDR. Nicht mal 1/50tel der Informationen und vor allem Hintergrundinformationen könnte mir unsere hiesige Tageszeitung liefern.

      Die Zeitung der Landeshauptstadt von S-H ist z.B. wesentlich informativer und lesenswerter als das hiesige Blatt.

      Lokale Nachrichten flattern mir ja 2 x wöchentlich ungebeten ins Haus.

      Fazit: Ich fühle mich sehr gut informiert durch Radio und Fernsehen.
      Eine Tageszeitung kann da nicht mithalten. Und die 'Zeit' zu lesen ist mir zu aufwändig.

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        #4
        Naja, es geht ja eigentlich um die Selektion von Informationen. Also um das Vermeiden von vermeintlichen Informationen, die für den Betroffenen gar keinen Nutzen, also tatsächlichen Informationsgehalt, haben.

        Ich empfinde mich als "mündig" genug, vertrauenswürdige Informationsquellen zu finden und Informationen unterschiedlicher Quellen - zu Themen, die mich interessieren - so abzugleichen, dass ich am Ende nicht "manipuliert" bin.

        Gleich von (kompletter) Medienverweigerung zu reden und in Frage zu stellen, ob sowas für einen mündigen Bürger überhaupt "erlaubt" ist, nur weil jemand sich nicht jeden Scheiß reinzieht, der ihn entweder nicht betrifft oder an dem er nichts (mehr) ändern kann...

        Das könnte auch eine Schlagzeile in einem Medium sein, das ich persönlich meide.

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          #5
          Du weißt doch, wie ich es gemeint habe.

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            #6
            Zitat von Bonny123 Beitrag anzeigen
            Du weißt doch, wie ich es gemeint habe.
            Ja.

            Aber wenn Du das so schreibst, bin ich mir nicht sicher, ob Du es so aufgefasst hast, wie ich's meinte. Kam wohl mit weniger Augenzwinkern an als drin steckte.

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              #7
              Ich lese nur am Wochenende Zeitung. Dank Wochenendbeilage ist die nicht so negativ. Die negativen Schlagzeilen, die Rosie erwähnte blende ich aus.

              Das ist die Münchener AZ, das beste Münchener Boulevard-Blatt.
              Die SZ ist mir einfach zu umfangreich.

              Ansonsten bekomme ich eine Menge über Internet/Radio/Fernsehen mit.

              Trotzdem probiere ich demnächst mal wieder "Die Zeit" für ein paar Wochen aus. Die habe ich vor allen Dingen zu Studentenzeiten sehr gerne gelesen.

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                #8
                Meine Lieblingszeitung ist die Süddeutsche Zeitung, die ich seit Jahren lese. Alternativ dazu lese ich auch gern die Zeit.

                Ohne Zeitungen zu leben, das wäre nichts für mich, ich möchte schon gern informiert sein. Außerdem lese ich einfach gern. Lesen ist mein Hobby, da gehören auch Zeitungen dazu.

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                  #9
                  Ich lese zuerst die "schlimmen" Nachrichten, je grausamer, desto interessanter. - Ich glaube, ich fühle mich dann einfach nicht so allein.

                  Den Rest lese ich im Internet, im Teletext und in der Berliner Pressemitteilung online.

                  Ich suche mir aus den Überschriften bewusst aus, was mich interessiert und was nicht.

                  Von Medienverweigerung halte ich gar nichts, hat für mich etwas von "Kopf-in-den-Sand"-Mentalität und nichts zu wissen, ist gefährlich.

                  Das extreme Gegenteil davon, nämlich fast alles zu lesen und zu wissen, ist genauso dumm, denn die Medien, egal wer es ist, manipulieren ihre Kunden ebenfalls.

                  Eine Mischung aus allem... ich glaube, dann ist man mit seinem Wissen ziemlich nah an der Wahrheit.

                  Condor

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