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    #16
    Stimmt, Maika, "Der Fischer und seine Frau" - das mochte ich auch immer!
    Die Gänsemagd hat mich auch beeindruckt, vor allem die böse Dienerin, die sich die Rolle der Prinzessin aneignet - dieses Machtspiel. Aber wegen Fallada fand ich es auch sehr traurig...

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      #17
      Zitat von Chaja Beitrag anzeigen
      Aber wegen Fallada fand ich es auch sehr traurig...
      Das war der Grund, warum ich dieses Märchen nicht mochte. Ich konnte das nicht ertragen.

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        #18
        "Jorinde und Joringel" fand ich ebenfalls schön, aber auch traurig. Vielleicht lag das aber auch an den Illustrationen in unserem Bilderbuch....

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          #19
          Und dann ist das noch "Der Teufel mit den drei goldenen Haaren" - besonders die Stelle, als der Teufel seine Großmutter verdächtigt und es (zumindest in der Grimm'schen Originalversion) heißt: "Und da fuhr der Teufel herab und wollte übel mit ihr wirtschaften." Solche Formulierungen haben mich damals schon begeistert

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            #20
            Es gibt viele schöne Märchen .... viele sind aber auch brutal .... meist wird das aber durch ein Happy End wett gemacht.

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              #21
              Mein Lieblingsmärchen hat Gerdt von Bassewitz geschrieben. "Peterchens Mondfahrt" sah ich als kleines Mädchen im Fernsehen, in dem das Märchen fast alljährlich um die Weihnachtszeit als Theaterstück gezeigt wurde.

              Als Erwachsene habe ich mir noch das Buch mit den wunderbaren Bildern in einer Neuauflage gekauft. Es begeistert mich heute noch. Wer von Euch kennt es auch?

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                #22
                Das Märchen mit Herrn Sumsemann? Ja, sehr sehr schön.

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                  #23
                  Also wenn "Peterchens Monfahrt" als Märchen durchgeht, dann ist das bei mir auch in der engeren Auswahl zum Lieblingsmärchen! Das war das erste Stück, dass ich in einem "echten" Theater gesehen habe. Ich mochte vor allem den "blinden Zufall" gerne und den Bären. Meine Tochter liebt die Geschichte auch über alles und ich habe sie sehr oft vorgelesen.

                  Gerade geht mit auf: auch da ging es im Endeffekt darum, dass man mit Mut und Zuversicht (und einem reinen Herzen ) jede Herausforderung meistern kann.

                  Im Nachhinein betrachtet hatten diese Kindergeschichten doch ziemlich starken Einfluss auf meine Weltsicht. Oder war die doch vorher da? Die ganzen "böser Wolf"-Geschichten mochte ich jedenfalls wegen des Endes nicht: man konnte ja nie fair bleiben, sondern musste den Wolf mit Steinen füllen und nach Möglichkeit zu Tode quälen. Sowas konnte ich schon als Kind nicht ab. Und die "am Ende kommt der Prinz und rettet/erlöst die Prinzessin"-Geschichten mochte ich auch nicht: die hätten das bestimmt auch selbst hinbekommen können (so wie Hänsel und Gretel, die ich wiederum mochte). Und Rapunzel fand ich doof, weil mein Onkel mir mal vorgerechnet hat, wie alt die Frau sein muss, um so lange Haare zu haben. Das war unmöglich ein junges Mädchen sondern eher eine Oma. Pfui: Logikfehler!

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                    #24
                    Oh, was für ein wundervoller Faden hier! Danke Chaja!!!

                    Einige Märchen, die Ihr schon benannt habt, gehörten und gehören auch zu meinen Lieblingen. "Kalif Storch" z.B oder "Der Teufel mit den drei goldenen Haaren". Die lese ich auch heute ab und zu mal wieder.

                    Was ich auch immer gut fand, ist "Das Waldhaus". Das ist auch so ein Grimmscher Klassiker.

                    Aber mein absolutes Lieblingsmärchen war als Kind für mich "Einäugelein, Zweiäugelein, Dreiäugelein". Eigentlich ist es von Inhalt her garnicht so ein Hammer. Was mich so erfreute daran, kann wahrscheinlich nur der nachvollziehen, der als mittlere von drei Schwestern aufgewachsen ist, wie ich. ...einmal ist nicht die jüngste Schwester sie Schönste und Klügste...

                    Ach, und vergeßt mal nicht die tollen Fallada-Märchen, wie "Mäuseken Wackelohr" oder die "Geschichte vom unheimlichen Besuch". Die wollten meine Kinder immer und immer wieder vorgelesen bekommen...und mich hat es gefreut.

                    Liebe Grüße
                    Glühwürmchen

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                      #25
                      Hallo Ihr Lieben,

                      Zitat von Kaktus2 Beitrag anzeigen
                      Es gibt viele schöne Märchen .... viele sind aber auch brutal .... meist wird das aber durch ein Happy End wett gemacht.
                      Trotzdem kann ein solches "Happy End" natürlich auch in irgendeiner Weise unbefriedigend sein, etwa im von FirstSunshine genannten Sinne:

                      Zitat von FirstSunshine Beitrag anzeigen
                      Im Nachhinein betrachtet hatten diese Kindergeschichten doch ziemlich starken Einfluss auf meine Weltsicht. Oder war die doch vorher da? Die ganzen "böser Wolf"-Geschichten mochte ich jedenfalls wegen des Endes nicht: man konnte ja nie fair bleiben, sondern musste den Wolf mit Steinen füllen und nach Möglichkeit zu Tode quälen. Sowas konnte ich schon als Kind nicht ab. Und die "am Ende kommt der Prinz und rettet/erlöst die Prinzessin"-Geschichten mochte ich auch nicht: die hätten das bestimmt auch selbst hinbekommen können (so wie Hänsel und Gretel, die ich wiederum mochte). Und Rapunzel fand ich doof, weil mein Onkel mir mal vorgerechnet hat, wie alt die Frau sein muss, um so lange Haare zu haben. Das war unmöglich ein junges Mädchen sondern eher eine Oma. Pfui: Logikfehler!
                      Ich hatte auch immer Mitleid mit dem "Bösen Wolf". Was ich an den Böser-Wolf-Geschichten immer toll fand, war nicht der abschließende "Sieg" über den Wolf, sondern die einfallsreichen Listen des Wolfes:bei Rotkäppchen der Wolf, der die Großmutter spielt, bei den Sieben Geißlein der Wolf, der zum Bäcker und Müller geht, um sich die Pfote weiß machen zu lassen, und Kreide isst, um seine Stimme so zu verändern, dass die Zicklein ihn für ihre Mutter halten. Tricksen und Betrügen war in meinem Augen schon immer ein reizvolleres literarisches Thema als irgendwelche edelmütigen Helden!

                      Zitat von bante Beitrag anzeigen
                      Mein Lieblingsmärchen hat Gerdt von Bassewitz geschrieben. "Peterchens Mondfahrt" sah ich als kleines Mädchen im Fernsehen, in dem das Märchen fast alljährlich um die Weihnachtszeit als Theaterstück gezeigt wurde.
                      Zitat von Kalua Beitrag anzeigen
                      Das Märchen mit Herrn Sumsemann? Ja, sehr sehr schön.
                      Zitat von FirstSunshine Beitrag anzeigen
                      Also wenn "Peterchens Monfahrt" als Märchen durchgeht, dann ist das bei mir auch in der engeren Auswahl zum Lieblingsmärchen! Das war das erste Stück, dass ich in einem "echten" Theater gesehen habe.
                      Da kann ich mich auch anschließen! Auch für mich was dieses "Weihnachtsmärchen" im Stadttheater mein erstes Theatererlebnis. Ich mochte besonders die Blitzhexe und den kleinmütigen Herr Sumsemann selbst, der auch meinen Helferwillen aktivierte. Der Mondmann war damals aber auch wirklich gruselig!

                      Zitat von Glühwürmchen Beitrag anzeigen
                      Was ich auch immer gut fand, ist "Das Waldhaus". Das ist auch so ein Grimmscher Klassiker.
                      [....]
                      Ach, und vergeßt mal nicht die tollen Fallada-Märchen, wie "Mäuseken Wackelohr" oder die "Geschichte vom unheimlichen Besuch". Die wollten meine Kinder immer und immer wieder vorgelesen bekommen...und mich hat es gefreut.
                      Boa, liebes Glühwürmchen, Du kennst aber auch ausgefallene Märchen! Das Waldhaus kenne ich immerhin noch dem Titel nach, kann mich aber nicht mehr an irgendeinen Inhalt erinneren. Bei den Fallada-Märchen muss ich völlig passen!

                      Mein Mann, der seine Grundschulzeit noch in der DDR erlebt hat, kennt auch eine Menge Märchen, die mir gar nicht so geläufig sind! Ich denke, das hat sehr viel mit den teilweise sehr schön illustrierten Märchenbüchern des Kinderbuchverlages Berlin zu tun, in denen auch wirklich Original-Textfassungen und nicht irgendwelche gekürzten oder verharmlosten Fassungen abgedruckt wurden, wie das in Westdeutschland eine Weile Mode war. Ich kenne viele Leute, die nur die Fassungen kennen, aus denen jegliche Brutalität entfernt wurde. Diese Menschen haben oft wenig Bezug zu diesen Märchen, weil die Texte dadurch einfach "flach" wurden und nichts "Existentielles" mehr boten. Allerdings gibt es natürlich auch Märchen, die ich aufgrund ihrer Brutalität Kindern gar nicht vorlesen würde (der Machandelboom z.B.).

                      Aber mein absolutes Lieblingsmärchen war als Kind für mich "Einäugelein, Zweiäugelein, Dreiäugelein". Eigentlich ist es von Inhalt her garnicht so ein Hammer. Was mich so erfreute daran, kann wahrscheinlich nur der nachvollziehen, der als mittlere von drei Schwestern aufgewachsen ist, wie ich. ...einmal ist nicht die jüngste Schwester sie Schönste und Klügste...
                      Na, da war ja das richtige für Dich dabei! Schön!

                      Liebe Grüße!
                      Chaja

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                        #26
                        Der Faden hat mich neugierig gemacht, etwas über die Herkunft der Märchen aus 1001 Nacht zu erfahren. Die Sammlung haben wir einem gewissen Antoine Galland zu verdanken. Das wusste ich bisher nicht.

                        Ganz vorne in der Beliebheit stand bei mir Aladdins Wunderlampe. Die Märchen haben mich als Kind zum ersten Mal mit Wörtern wie Wesir, Scheich, Ifrit usw in Verbindung gebracht. Eine völlig neue Welt.

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                          #27
                          Peterchens Mondfahrt habe ich als Schallplatte gehabt und bis zum Erbrechen (meiner Eltern) gehört ;)

                          Und als ich lesen konnte, habe ich "Delphinensommer" zerlesen.

                          https://www.amazon.de/Delphinensomme.../dp/3789115533

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                            #28
                            Zitat von Kaktus2 Beitrag anzeigen
                            Es gibt viele schöne Märchen .... viele sind aber auch brutal .... meist wird das aber durch ein Happy End wett gemacht.
                            Ja, hauptsächlich finde ich die Grimm`schen Märchen so brutal.

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                              #29
                              Zitat von Karin7356 Beitrag anzeigen
                              Ja, hauptsächlich finde ich die Grimm`schen Märchen so brutal.
                              Brutal ...? So wie die Brüder Grimm diese Märchen aufgeschrieben haben, sind sie ziemlich "geschönt" und ein bisschen "moralinsauer". Die Ursprungsversionen (wie sie zum Teil in den mündlichen Traditionen des Ostens, oder der Sinti und Roma noch erhalten sind) sind sehr viel blutiger. Da wahrscheinlich viele Geschichten ursprünglich in den Bereich der Erzählungen rund um die Initiation in einen neuen Lebensabschnitt gehört haben, ist das auch nicht weiter verwunderlich.

                              Mein Lieblingsmärchen war schon immer die Geschichte von den Bremer Stadtmusikanten. Früher lag es vermulich an den tierischen Protagonisten. Heute rücken mir allmählich die "närrischen Alten", die sich nicht in ihr vorbestimmtes Schicksal fügen, sondern gemeinsam ausziehen, um anderwo ihr Glück zu suchen, näher. Manchmal kann ich den Hahn von meiner ersten Märchenschallplatte noch immer "Etwas Besseres als den Tod findest du überall!" krächzen hören ...

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                                #30
                                Vielleicht sollte man auch bedenken dass Märchen früher (also in den Zeiten vor TV, Computer und Pokemon Go) ein Zeitvertreib für alle Altersgruppen war. Die Geschichten waren nicht nur für Kinder gedacht.

                                Ich habe im Prinzip kein Lieblingsmärchen. Meine Mutter hat mir nicht lange Märchen vorgelesen, da ich genauso wie mein Sohn als kleines Kind ein Supergedächtnis hatte und sie verbessert habe, wenn sie an einem anderen Tag das selbe Märchen vorlas und ein paar Worte anders wählte. Das nervte sie so, dass sie mir nur noch selbst-erfundene Geschichten erzählte und die auch nur genau ein Mal.

                                Später dann, als ich selber lesen konnte, mochte ich Märchen nicht mehr. Sie waren mir zu kurz, ich las lieber gaaanz lange Geschichten.

                                Heute im Rückblick habe ich zwei Märchen im Kopf die für mich trotz allem eine Sonderstellung einnahmen. Das war Rotkäppchen und Aschenputtel. Das mag aber auch lediglich mit den schönen Bildern zusammenhängen, die es für beide Märchen in meinem Märchenbuch gab.

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