Ankündigung

Einklappen
Keine Ankündigung bisher.

Der Wolf ist wieder heimisch

Einklappen
X
 
  • Filter
  • Zeit
  • Anzeigen
Alles löschen
neue Beiträge

    #16
    Solange man Alpakas nur zum Spaß hält, ist es ein mehr oder weniger rein emotionaler Verlust und schlimm genug. Ich könnte böse sein und sagen: soll man sich doch ein Zwergkaninchen anschaffen. Achtung: Zynismus! Wenn Schäfer von ihrem "Handwerk" leben, ist ein Wolfsschaden dazu rein aus der Sicht des Lebensunterhalts essentiell. Emotional ist es auch nochmal schlimm. Vor Rindern macht der Wolf auch nicht Halt. Beim Deichschutz - Schafe helfen, die Deiche zu sichern - und in der Heide - alte Kulturlandschaft, in der das aus der Mode gekommene Plaggen durch das Grasen von überwiegend Heidschnucken imitiert wird - sieht es nochmal anders aus... man muss schon differenziert hinsehen.

    Im Moment ist der Wolf in einem ungebremsten Populationswachstum. Das wird erst enden, wenn nicht mehr genügend Nahrungssressourcen vorhanden sein werden. Da er selber am Ende der Nahrungskette steht, bedeutet es, dass die Populationsdichte des Wolfes zurück gehen müsste -> dichtabhängige Faktoren. Es bedeutet auch, dass die Tiere mehr Hunger erleben. Die Frage ist, was die Wolfsrudel und auch die Einzelwölfe dann machen werden. In den Städten warten durchaus Leckerbissen in den Abfalltonnen.

    Ich bin sehr gespannt auf dieses Experiment, die Euphorie über die "Renaturierung" mittels Wolf hält sich an diversen Stellen sehr in Grenzen.

    Und ja, das hat was mit der Einwohnerdichte zu tun und dass sich manche Länder zum gezielten Abschuss durchringen. Ich denke, früher oder später wird man sich dazu bei uns auch durchringen, zumindest in bestimmten Regionen. Aber wer weiß.

    http://www.tagesspiegel.de/weltspieg.../19328610.html

    http://www.spiegel.de/wissenschaft/n...-a-669916.html

    https://www.cn-online.de/stadt-land/...-getoetet.html

    https://www.welt.de/regionales/sachs...aefer-aus.html

    http://www.naturpark-lueneburger-hei...e/heidepflege/





    Kommentar


      #17
      Meine Erfahrung aus Schweden, das nur im Süden dichter besiedelt ist:

      Der Wolf war in Schweden durchgehend beheimatet, auch wenn es in seinen schlechtesten Zeiten nur noch ein Rudel mit (60?) Tieren gab. Trotzdem gehen die Wogen hoch, wenn ein Wolf gesichtet wird, vor allem im Süden. Meist sind es gerissene Tiere, die darauf schließen lassen. Aus der Ferne kann auch ein Schäferhund einem Wolf ähnlich sein, was auch schon passierte.

      In denZeiten, in denen es nur noch wenig Wölfe in Nordschweden gab, wurde das Tier unter Schutz gestellt. Die Wolfspopulation erholt sich gerade und man hat sich darauf geeinigt eine bestimmte Anzahl der Tiere zum Abschuß freizugeben.

      Jeder Regierungsbezirk bestimmt selbständig über das wieviel und zu welchem Zweck. Hier unterscheidet man zwischen lizensierter Jagd und Schutzjagd. Soweit ich die Prozedur einschätze, muss man sich für den Abschuß um eine Genehmigung von Amts wegen kümmern. Wenn es denn mit rechten Dingen zugehen soll.

      Kommentar


        #18
        Zitat von Kaktusine Beitrag anzeigen
        Fressen die auch Alpakas ?
        Ja. Was auch einer der Gründe ist, warum wir die Tiere über Nacht in den Stall bringen (obwohl bei uns in der Gegend noch keine Wölfe gesichtet wurden).

        Kommentar


          #19
          Zitat von Sabine_nrw Beitrag anzeigen
          Wenn Schäfer von ihrem "Handwerk" leben, ist ein Wolfsschaden dazu rein aus der Sicht des Lebensunterhalts essentiell.
          Kennst du noch einen Schäfer, der von seinem "Handwerk" lebt? Die Wanderschäfer, die ich kenne, leben von den Landschaftsschutzflächen, die sie beweiden, und der Preis, den die Forstbehörde (oder die Hundebesitzer) für ein gerissenes Schaf zahlen (müssen) ist ungefähr doppelt so hoch wie der Schlachtpreis ...

          Ich muss allerdings gestehen, dass ich ein ziemlich schlechtes Bild von "professionellen" Schäfern habe, was ganz sicher auch daran liegt, dass ich in den letzten zwanzig Jahren genug erfrorene Lämmer und abgemagerte Schafe oder Tiere mit offenen fliegenübersäten Verletzungen auf den heruntergekommenen Weiden unserer beiden "Profis" vor Ort gesehen habe ...

          Kommentar


            #20
            Sowas kann ich ja gar nicht sehen. Schreitet da niemand ein?
            Da wäre es vielleicht besser, ein Wolf würde solch ein Tier von seinem Leid erlösen.

            Kommentar


              #21
              Zitat von Bonny123 Beitrag anzeigen
              Sowas kann ich ja gar nicht sehen. Schreitet da niemand ein?
              Da es in diesem Faden um die Rückkehr der Wölfe geht, will ich nicht erörtern, wer alles versucht hat, den Schafen (und Hunden) dieses Menschen zu helfen. Für die Tiere hat sich trotz Tierschutzverein und Veterinäramt nie etwas geändert ...

              Kommentar


                #22
                Zitat von viva58 Beitrag anzeigen
                ... und ich frage mich oft was Füchse und Milane essen, soviel Mäuse gibt es fast nicht mehr um alle zu ernähren.
                Die Population der Beutegreifer wird unter anderem auch durch den Bestand ihrer Beute geregelt. Wenn es (zum Beispiel nach einem harten Winter) weniger Mäuse gibt, bringen die Greifvögel ihre Brut nicht oder nur teilweise durch, und eine hungrige Füchsin ist nicht paarungsbereit sondern vertreibt alle anderen Füchse aus ihrem (mageren) Revier. Bussarde, Habichte und Füchse haben sich teilweise auch auf "Roadhunting" verlegt und klappern auf der Suche nach den Kadavern überfahrener Tiere, regelmäßig die Straßenränder in ihren Revieren ab.

                Kommentar


                  #23
                  Zitat von Tintenweberin Beitrag anzeigen
                  Kennst du noch einen Schäfer, der von seinem "Handwerk" lebt? Die Wanderschäfer, die ich kenne, leben von den Landschaftsschutzflächen, die sie beweiden, und der Preis, den die Forstbehörde (oder die Hundebesitzer) für ein gerissenes Schaf zahlen (müssen) ist ungefähr doppelt so hoch wie der Schlachtpreis ...

                  Ich muss allerdings gestehen, dass ich ein ziemlich schlechtes Bild von "professionellen" Schäfern habe, was ganz sicher auch daran liegt, dass ich in den letzten zwanzig Jahren genug erfrorene Lämmer und abgemagerte Schafe oder Tiere mit offenen fliegenübersäten Verletzungen auf den heruntergekommenen Weiden unserer beiden "Profis" vor Ort gesehen habe ...
                  Ja, kenn ich.

                  Kommentar


                    #24

                    Kommentar

                    Lädt...
                    X