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    #31
    Ich bleibe gerne bei Begriffen, die in der Psychologie verwendet werden, dann auch in den Bereichen wie vorgegeben. Sonst hätten Begriffe und Definitionen keinen Sinn.
    Gesunder Egoismus ist gesund, pathologischer Narzissmus eine Persönlichkeitsstörung mit Krankheitsbild.

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      #32
      Das weiß ich schon, aber ich meine auch schon gelesen zu haben, dass die Beschreibung "narzistische Anteile" nichts mit dem pathologischen Narzismus zu tun hat. Ich meine, dass das ein gängiger Begriff ist, den ich auch schon von Fachleuten gehört habe.
      Es gibt auch den Begriff der narzistischen Krise (z.B. kann diese vorkommen, wenn jemand einen Suizid begeht oder versucht) ... deshalb muss der Mensch aber nicht an pathologischem Narzissmus leiden bzw. eine Persönlichkeitsstörung (trifft es vllt. eher)

      edit: im Internet findet man auch den begriff des gesunden Narzissmus. Aber im Internet kann ja viel stehen, wenn der Tag lang ist. Ob das jetzt psychoanalytisch korrekte Bezeichnungen sind, kann ich natürlich nicht sagen, da ich keine Fachfrau bin. Ich war halt der Meinung, dass das gängige Begrifflichkeiten sind.
      Zuletzt geändert von ; 02.07.2010, 14:56.

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        #33
        Hallo Waldwiese,

        das scheint ja wohl öfter bei Dir vorzukommen, das man von Dir Verständnis verlangt, oder?

        Als ich Deine Zeilen las, merkte ich, das mir das eher fremd ist.
        Von mir verlangt niemand Verständnis.

        Allerdings, letztens war ich mit meinem besten Freund unterwegs und wie unterhielten uns.

        Dabei sagte er im Gespräch plötzlich: dafür MUSST Du schon Verständnis haben.

        Ich merkte plötzlich wie sich in mir alles gegen seine Worte sträubte.

        ICH MUSS GARNICHTS!!!


        Es war auch eine ganz neue Art von ihm, die ich nicht kannte.

        Ich baute innerlich sofort eine Distanzierheit zu ihm auf und fühlte, damit will ich nix zu tun haben.

        Viele Grüße
        Margit

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          #34
          Eigenverantwortung

          @Wölfin

          Doch, ich hatte auch schon von den "narzisstischen Anteilen" gelesen. Und dass sie durchaus normal wären. Aber da hast du völlig recht, wird viel drüber geschrieben und für den Laien fassbar kaum. Darum fass ich das dann auch nicht gerne an, höchstens, wenn einer glatt als (voller) Narzisst durchginge... Irrtum sozusagen ausgeschlossen.

          @Margit

          ICH MUSS GARNICHTS!!!
          Genau! Das sage ich dann sogar abrupt.
          Ist mir wirklich öfter begegnet, sonst hätte ich mir gar keine Platte drüber gemacht.
          Mir war in einem anderen Faden etwas in dem Zusammenhang aufgefallen.
          Es geht immer ein Delegieren der Verantwortung einher. Du bist dafür verantwortlich, dass es mir, xyz oder einer Gruppe (jetzt oder zukünftig) gut geht. Hast du kein Verständnis, geht es mir nicht gut.

          Ich habe aber keine Verantwortung außer für mich selbst. Mit Ausnahme für Anvertraute, die noch nicht für sich selbst entscheiden können (Kinder oder Behinderte Kraft Betreuungsverfügung).
          Und das hatte ich, denke ich mal, sogar schon in etlichen anderen Fäden geschrieben (und diskutiert). Den hintergründigen Vorhalt "zwischen den zeilen", dass ich kein Verständnis hätte, habe ich daher auch im Forum schon eingefangen.
          Die Verantwortung, dass es mir gut geht, also ich mit mir im Einklag bin, hat kein anderer außer mir. Da ich erwachsen bin und nicht behindert. Das gilt allerdings auch für andere Erwachsene und nicht behinderte Menschen.

          Und somit muss ich dafür sorgen, ich muss entsprechende Entscheidungen für mich fällen, Konsequenzen ziehen, und wenn sie noch so weh tun. Ich habe keine Verantwortung für den anderen zu denken und zu handeln. Ich muss dann nur auch seine Entscheidungen und seine Konsequenzen akzeptieren (und klar kommen damit). Meinerseits dann entscheiden und handeln... usw.
          Jeder für sich.
          Solchen Leuten begegnet man selten, die das tun. Bei denen kommt auch die Verständnistour nicht.

          Das ist ein Grundtenor, den ich in meiner eigenen Therapie vermittelt bekam und begriffen hatte. Und danach auch handle.
          Das Gegenüber ist aber selten so weit. Er/sie sieht noch immer oft "meine Verantwortung" für dessen Leben und Wohlergehen. Möglicherweise auch, weil er sie allzu gerne für andere übernimmt, meist wenn es gar nicht gewünscht wird (Einmischen). Sie denken dann für andere und befinden sich in dessen Kopf, was er tun könnte oder denken, was es für sich selbst wiederum bedeuten könnte... und handeln oft schon im Vorgriff, obwohl noch gar nicht aktuell.

          Dieses "hier ich - dort du" wird oft als rigoros empfunden. Manchmal auch als kalt. Müsste man vielleicht auch meine Vorgeschichte kennen. Ich war Jahrzehnte lang allzu gern bereit, die Verantwortung für andere mit zu übernehmen. Dadurch abgenommen, wo ich sie gar nicht hatte. Ich habe mir ganze Köpfe zerbrochen... für andere. Ich hatte mmer Verständnis. Dadurch Kraf aufgewendet, die ich dann für mich selbst nicht mehr hatte.

          Als ich das mit der Eigenverantwortung begriffen habe, drehte sich für mich die Welt anders herum. Hilfe wurde Hilfe zur Selbsthilfe, und nichts weiter. Verantwortung? Nein. Das kann dem anderen nämlich sogar schaden, weil er dadurch nicht von alleine erkennt.

          Der Appel an mein Verständnis ist anscheinend nichts anderes als der Appell, des anderen Last mitzutragen. Ihm damit evtl. lästige Entscheidungen zu vermeiden, Nachdenken abzunehmen. Und ihm manchmal auch seine notwendigen Konsequenzen abzunehmen.
          Und genau das muss ich nicht!
          Ich muss gar nichts.

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            #35
            Zitat von Waldwiese Beitrag anzeigen
            Auf das fett Unterlegte hatte ich gewartet.
            Ich gehe darauf hier nicht ein...
            Ich habe es inzwischen gelesen und ich habe für deinen Standpunkt sehr viel Verständnis, liebe Waldwiese. Trotzdem macht es mich traurig, deine Zeilen zu lesen, denn wenn immer mehr Menschen, die sensibel genug sind um zu spüren "was es braucht", um die Welt für alle etwas gemütlicher zu machen, den Hahn zudrehen, dann wird es für alle kälter und für die wenigen, die sich und ihre Qualitäten weiterhin verschenken noch ein bisschen anstrengender...

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              #36
              Trotzdem macht es mich traurig, deine Zeilen zu lesen, denn wenn immer mehr Menschen, die sensibel genug sind um zu spüren "was es braucht", um die Welt für alle etwas gemütlicher zu machen, den Hahn zudrehen, dann wird es für alle kälter und für die wenigen, die sich und ihre Qualitäten weiterhin verschenken noch ein bisschen anstrengender...
              Und DA gebe ich dir völlig Recht!!! Es IST traurig. Aber du kannst die Menschen nicht ändern. Du und diese Wenigen würden sich daran aufreiben. Ich habe mal zu denen gehört, liebe Tintenweberin, und ich BIN daran fast gestorben, ich schreibs nochmal. Bis ich begriffen habe, dass ich mich zwar liebevoll verhalten kann, Hilfe geben, aber OHNE Verantwortung zu übernehmen. Ich kann damit sehr wohl meinen Beitrag leisten, indem ich mich so verhalte, dass ich mir in meinem Denken und menschlichen Einstellung, keinen Vorwurf machen brauche.
              Aber ich kann nicht die Welt retten!

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                #37
                Ist es das Gefühl für andere verantwortlich zu sein, das dir das Leben so schwer gemacht hat? Fühlst du dich dich verpflichtet, die Last eines anderen zu tragen, sobald du Verständnis dafür hast, dass sie ihm zu schwer ist...?

                In meiner Welt ist es so, dass ich für vieles Verständnis haben kann, ohne es auch nur akzeptieren zu müssen. Ich habe zum Beispiel Verständnis dafür, dass meine Schüler eine Riesenkiste voll Zorn durchs Leben schleppen aber ich akzeptiere es keineswegs, wenn sie sich in meiner Gegenwart aus nichtigen Gründen gegenseitig beleidigen oder angreifen. Ich habe auch Verständnis dafür, wenn es der einzig "Unschuldige" überhaupt nicht komisch finden, bei dem herrlichen Badewetter mit Arbeitsblättern am Schreibtisch zu sitzen aber ich fühle mich nicht dazu verpflichtet, ihn dafür zu entschädigen, dass seine Klassenkameraden unseren Badeausflug vergeigt haben.

                Ich kann die Welt auch nicht retten, aber ich kann ihr immer wieder vormachen, wie der erste Schritt zur Selbstrettung aussieht...

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                  #38
                  Kam grad ein Beispiel in den Kopf:

                  Gärten. Wenn jeder seinen Garten pflegt, wären alle Gärten gepflegt (und die Welt in Ordnung).
                  Was du forderst (und nicht grad wenige Leute) ist, dass man die Gärten der anderen mitpflegt. Dann hat man aber keine Kraft mehr, den eigenen zu pflegen.
                  Zuerst der eigene, und wenn dann noch Zeit und Kraft übrig bleibt, kann man auch mal dem Nachbarn helfen, wenn er es nicht allein schaffen sollte. KANN. Fordern kann das der Nachbar aber nicht, denn sonst könnte mein eigener verwildern, und die Welt wäre nicht mehr in Ordnung.
                  Und außerdem muss der Nachbar sagen: he, ich schaffe es nicht alleine. Was die meisten erwarten ist, dass sich andere generell um den des Nachbarn mitkümmern. So funktioniert das nicht.

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                    #39
                    Zitat von Tintenweberin Beitrag anzeigen
                    Ich habe zum Beispiel Verständnis dafür, dass meine Schüler eine Riesenkiste voll Zorn durchs Leben schleppen aber ich akzeptiere es keineswegs, wenn sie sich in meiner Gegenwart aus nichtigen Gründen gegenseitig beleidigen oder angreifen.

                    Definition, liebe Tintenweberin, denn du sagst darin nichts anderes, als ich zu Beginn.

                    Verständnis bedeutet Nachsicht zu haben, Gunst, Milde, Vergebung.... in Richtung akzeptieren.
                    Was du machst ist Verstehen. Verständnis ist Akzeptanz! Siehe auch Synonymwörterbuch.

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                      #40
                      Ihr zwei, habt doch bitte Verständnis füreinander!

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                        #41
                        Zitat von Waldwiese Beitrag anzeigen
                        Kam grad ein Beispiel in den Kopf: Gärten. Wenn jeder seinen Garten pflegt, wären alle Gärten gepflegt (und die Welt in Ordnung).
                        Was du forderst (und nicht grad wenige Leute) ist, dass man die Gärten der anderen mitpflegt. Dann hat man aber keine Kraft mehr, den eigenen zu pflegen.
                        Zuerst der eigene, und wenn dann noch Zeit und Kraft übrig bleibt, kann man auch mal dem Nachbarn helfen, wenn er es nicht allein schaffen sollte. KANN. Fordern kann das der Nachbar aber nicht, denn sonst könnte mein eigener verwildern, und die Welt wäre nicht mehr in Ordnung.
                        Und außerdem muss der Nachbar sagen: he, ich schaffe es nicht alleine. Was die meisten erwarten ist, dass sich andere generell um den des Nachbarn mitkümmern. So funktioniert das nicht.
                        Ich bleibe mal bei deinem Beispiel und verwandle dabei die Gärten in "Nutzgärten" (denn ob ein verwilderter Ziergarten die Welt in Unordnung bringt, wage ich zu bezweifeln).

                        Wenn jede Familie weitgehend von dem leben müsste, was ihr Garten hergibt, wäre es fatal, wenn jemand seinen Garten verkommen ließe, denn damit wäre sein Hungertod mehr oder weniger vorprogrammiert. Wenn du bemerken würdest, dass deine Nachbarn ihren Garten vernachlässigen, würdest du bestimmt sehr genau hinsehen und dir deine Gedanken machen: Wenn sie es nicht bald auf die Reihe kriegen, haben sie im Winter nichts zu essen. Aber wenn ich ihren Garten anlege habe ich keine Kraft mehr, um meinen in Ordnung zu halten...

                        Vermutlich würdest du diese Angelegenheit mit anderen Bewohnern des Dorfes besprechen und ihr würdet euch gemeinsam Gedanken machen: Wissen sie nicht wie man einen Garten in Schuss hält? Sind sie zu alt, zu schwach oder zu krank für diese Arbeit. Sind es möglicherweise einfach nur Schwachköpfe, Alkoholiker oder assoziales Gesocks, das glaubt, hier auf Kosten anderer leben zu können? Womöglich meinen sie, sie könnten uns die Kartoffeln und Kohlköpfe aus dem Garten klauen...!

                        Dort, wo man sich nicht auf solche oder ähnliche Mutmaßungen und die Anschaffung stabiler Gartenschlösser beschränkt, sondern Kontakt zu den Menschen aufnimmt, Missverständnisse beseitigt oder Nöte aufdeckt um sie (nicht als Einzelner sondern als Gemeinschaft) zu lindern ist die Welt in meinen Augen in Ordnung. Aber dort, wo man die Gartenmauern einfach ein bisschen höher baut um das Elend im Nachbargarten nicht mit ansehen zu müssen, könnten irgendwann Menschen verhungern oder Steine fliegen...

                        Just my two cents
                        von der Tintenweberin

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                          #42
                          Zitat von Waldwiese Beitrag anzeigen
                          @Spunk
                          Eine Dame der ganz besonderen Sorte. (...)
                          Schon mal getestet was die sagen würde, wenn du ihr mitteilst (mit süßem Stimmchen), dass sie nicht mehr anrufen muss? (...)
                          Öhm... wovon sprichst Du? Kann Dir nicht ganz folgen...

                          LG
                          Spunk

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                            #43
                            @Tintenweberin
                            Meine Gärten dienten zwar etwas anderem als Beispiel, als von dir aufgegriffen, aber in dem Punkt, was ich vermutlich tun würde, liegst du trotzdem völlig daneben.

                            @Spunk

                            Sorry, Irrtum meinerseits. Denn die Antwort bezog sich auf einen Beitrag von Mensch. Mit Brille wäre das nicht passiert.*gg

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                              #44
                              Zitat von Waldwiese Beitrag anzeigen
                              @Spunk

                              Sorry, Irrtum meinerseits. Denn die Antwort bezog sich auf einen Beitrag von Mensch. Mit Brille wäre das nicht passiert.*gg
                              Uff, da bin ich ja froh, daß ich niemanden anrufen muss.

                              LG
                              Spunk

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