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    Mein Traum

    Ein Traum von Gut Erdenpfad

    Das alte Tor öffnet knarrend dem neugierigen Besucher und gibt den Blick frei auf eine ganz eigene Welt, eine heilere Welt ?

    Die Haupterntezeit geht dem Ende entgegen, die Kartoffel- und Rübenmieten sind randvoll,
    Die Speicher sind bis unters Dach voll mit Heu und Stroh. In eichenen Fässern lagern Getreide, Bohnen und Erdbirnen. Aus den Krautfässern dringt säuerlicher Duft, gemischt mit den, zum Trocknen aufgehängten Kräutern eine erstaunlich wohlriechende Mischung .

    Jetzt im Herbst werden die Vorräte für den Winter eingelagert. In den Regalen liegt Käselaib an Käselaib, hauptsächlich aus Kuhmilch aber auch ein paar vom Schaf. Von den Nachbarn wurden ein paar Ziegenkäse eingetauscht. Auch Quark, Joghurt und Butter wird hier selbst hergestellt.

    Unter den Obstbäumen haben sich die Bewohner zusammengefunden um die reiche Ernte zu feiern. Die lange Tafel ist bunt gedeckt. Obst in selbst geflochtenen Schalen., viele Salate.
    Auch die Obstsäfte in den Krügen stammen von der hofeigenen Streuobstwiese.
    Die Brötchen und Brote kommen ganz frisch aus dem Steinbackofen, den die Frauen schon früh am Morgen angeheizt haben. Konfitüren und Pflaumenmus stehen in kleinen selbst getöpferten Fässchen bereit. Jedes Jahr kommen neue Kreationen und Geschmacksrichtungen dazu.

    Umrahmt wird das Fest von den typischen Hofgeräuschen , dem Gackern der Hühner, Schnattern der Gänse und Ente und dem Blöken der Lämmer. Quiekende rennt ein Ferkel über den Hof, nachdem es wieder einmal aus dem Gatter ausgebüchst ist.
    Klappernd kommt der Ochsenkarren durch den Torbogen. Die beiden vorgespannten Highlandrinder sehen aus wie große Teddys. Zur Feier des Tages prächtig herausgeputzt mussten sie trotzdem noch ihre Arbeit verrichten. Diesmal galt es eine Fuhre Mist auf die Äcker am Mühlenwehr zu karren. Noch am Vortage zogen sie den Pflug durch die Furche.
    Schon in der Früh waren sie gemolken worden und können nun auf ihre Weide.

    Im Backhaus wird neues Holz gehackt, der Ofen hat mächtigen Hunger.
    Regenschauer ziehen auf und die bunte Gesellschaft zieht sich in die mittelalterliche Schänke zurück. Die 5 Übernachtungsgäste aus der Pilgerherberge werden spontan mit eingeladen.
    Bei Fackelschein und heiterer Musik lässt es sich ausgelassen feiern, auch ohne die Bier- und Weinvorräte, übrigens scharf bewacht von Flaffi dem riesigen Hofhund, im Gewölbekeller zu dezimieren. Nebenan in der Schwarzküche gart schon der leckere Gemüseeintopf fürs Mittagessen im Kessel über dem offenen Feuer. Unweit daneben geht der Teig für die pikanten Ecken . Diese sollen am Abend den Gästen der Vernissage in der Kulturscheune gereicht werden. Schätzungsweise 50 Besucher werden erwartet um die neuen Bilder aus dem Erdenpfad-Atelier zu bewundern, waren es doch bereits zur Eröffnung der Skulpturenausstellung im vergangenen Monat 62 Gäste.
    Sicher ein ereignisreicher Tag, wie nicht Jeder im Jahr hier auf Gut Erdenpfad.
    Morgen wird aufgeräumt, die Hexenküche für die kommenden Seminartage vorbereitet, die Feldarbeit wartet und ja, wie jeden Tag muss das liebe Vieh versorgt werden.
    Und sind wir mal draußen unterwegs und kommen wieder nach Hause, dann öffnet das alte Tor knarrend und gibt unserem Herzen den Blick frei in eine andere eine heilere Welt.

    #2
    hört sich sehr arbeitsintensiv an eure Tage, jedoch auch schön natürlich ...
    die Natur und das Vieh bestimmen wann was zu tuen ist
    wie viele Menschen leben auf und von dem Gut ?

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      #3
      Vielen Dank dafür, dass ihr diesen wunderschönen Traum mit uns teilt, liebe Talbewohner. Darf ich mich da ein bisschen mit hinein träumen...?

      Wenn meine Geschichten wirklich eines Tages den Weg in die Verlagswelt finden, dann ist es völlig egal wo ich lebe. Vielleicht gibt es ja irgendwo auf euerm Erdenpfad ein ruhiges Plätzchen an dem man eine Tintenweberei einrichten könnte...

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        #4
        Gruß "Möglichkeiten !?"
        wir sehen das gar nicht so sehr als arbeitsintensiv,nur die Bauarbeiten (die in meinem Traum ja nicht mit vorkommen) sind mühsam.
        Für mich z.B. ist da Füttern/Misten etc. Routine und Catrin z.Bsp. nimmt sich auch die Zeit um mit den Tieren zu kommunizieren.

        Derzeit wohnen Catrin und Ich hier, wir bewirtschaften den Hof derzeit allein.
        Seit Januar wohnen Micha und Ursula im Sonnenzimmer, sie sind allerdings auf der Suche nach einer spirituelleren Gemeinschaft und werden und früher oder später wieder verlassen. Für einige Monate hat Sonja ein Zimmer im Haupthaus bezogen. Sie absolviert in THüringen ein Praktikum und nutzt die Idylle um neue Energie zu tanken.
        Wir sind noch immer auf der Suche nach Mitstreitern/Weggefährten, welche sich und ihre Ideenhier einbringen und ihre Träume verwirklichen wollen.

        Gruß Tintenweberin
        gern teile ich meinen Traum mit dir/euch und warte schon auf ein Weiterträumen.

        LG Silvio
        Gut Erdenpfad

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          #5
          Bevor ich mich wieder an die Arbeit mache, die unbedingt noch heute erledigt werden will, gönne ich mir den Luxus einer kleinen Traumreise...

          Ich habe noch keine rechte Vorstellung davon, wie es in der Tintenweberei meiner Träume aussieht, aber ich weiß, dass es dort nach sonnenwarmem Holz riecht und nach dem "White-Sage-Strauß", der über meinem Schreibtisch hängt, um zu trocknen. Ich weiß auch (noch) nicht, wer der Mann oder die Frau mit dem grünen Daumen ist, aber es ist ihm oder ihr tatsächlich gelungen, meinen "Indianertee-Busch" im Garten heimisch zu machen und jetzt schmeckt mir mein allmorgendlicher Tee noch viel besser.

          Ich weiß auch, wie der frühe Morgen in meiner kleinen Tintenweberei klingt: Im Schlafzimmer ist es bis auf das leise Schnarchen meines Hundes noch ganz still, aber von draußen klingt das zufriedene Schnüffeln, Müffeln und Grunzen der Schweine herein und die Wichtigtuereien des Beherrschers aller Misthaufen. Außerdem unterhalten sich direkt unter meinem Fenster gerade ein paar Gänse über die Neuigkeiten aus der Gemeinde. Als ich das gleichmäßige Klappern von den Hufen des freundlichen alten Bretonen höre, den ich mit hier her gebracht habe und das Poltern der Wagenräder, bekomme ich fast ein schlechtes Gewissen, weil ich noch im Bett liege, obwohl draußen schon sieben Sonnen am Himmel stehen. Egal...! Heute ist Sonntag... - Oder doch erst Samstag...?!

          Je länger ich hier lebe, desto leiser klingt das Rauschen der allgemeinverbindlichen Zeit in meinen Ohren. Funf Uhr oder schon halb sechs...? Egal...! Es ist noch früh am Morgen und das ist für mich die beste Zeit zum Schreiben. Nur schnell den alten Jogginganzug über das T-Shirt ziehen und einen Tee aufbrühen während der Computer zu schnurren anfängt. Mein Hund gähnt mich müde an. Okay, Mores, wir gehen erst nach der ersten Seite raus...!

          Plötzlich duftet der Morgen nicht nur nach White-Sage-Tee sondern nach Papier und Abenteuern ín einer Welt, die nicht minder fantastisch ist wie der Traum, der auf diesem wunderschönen Stück Erde wahr geworden ist...

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            #6
            ...ist das schön - bitte weiter schreiben!

            Wäre da vielleicht noch ein Plätzchen für ein paar ältere Seniorenhunde oder -katzen aus dem Tierschutz?

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              #7
              Zitat von Florida Beitrag anzeigen
              Wäre da vielleicht noch ein Plätzchen für ein paar ältere Seniorenhunde oder -katzen aus dem Tierschutz?
              Nicht bei mir im Zimmer...! Mein Hund ist nicht nur ein überzeugter sondern auch ein überzeugender Solist...

              Aber vielleicht fragst du einfach die Talbewohner, ob du mit den Tierschutzhunden und -katzen auch eine passende Bleibe auf diesen traumhaften alten Gehöft findest...

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                #8
                Gruß Florida
                ungefragt und vielleicht unbeliebt die Antwort:
                unzählige Hunde und Katzen aus dem Tierheim würden die Idylle zu stark beeinträchtigen. Zwei eigene Hunde + immer mal ein Hund unserer Gäste sowie die 5 Katzen der Nachbarn fühlen sich hier wohl, mehr geht nicht, trotz einem großen Herz (auch für Tiere).
                Grüße
                vom Gut Erdenpfad

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