Hi,
durch den Ja/Nein-Faden wurde ich ganz dolle an jemanden erinnert, der schon vor vielen Jahren gestorben ist. Er war, da mein leiblicher eben irgendwie nie ein richtiger sein konnte, mein Ersatz-Vater gewesen.
Er ist schon so lange tot, und doch geht er nicht aus meinem Herzen und Kopf heraus. Er hat eine ganz besondere Stellung in meinem Leben.
Noch Jahre nach seinem Tod durfte niemand seinen Namen erwähnen, schon saß der Kloß in meinem Hals und ich hatte mit den Tränen zu kämpfen. Klar, der Tod verklärt Personen. Das habe ich mir dann mal bewusst gemacht, weil es doch nicht so weitergehen konnte. Zählte im Kopf seine Macken auf und was mich an ihm oft störte. Aber leider haben sich auch die relativiert gehabt, denn sie haben sich irgendwann in meinem Leben doch auch wieder "als richtig" erwiesen.
Wenn ich traurig und verzweifelt war, habe ich nicht nach meiner Mutter, sondern nach ihm gerufen und mit ihm "erzählt". Und gehadert, dass er mich allein zurückgelassen hatte.
Ich habe nicht erst, wie so manche es tun, nach seinem Tod gewusst, was ich verloren hatte, sondern ihn schon zu seinen Lebzeiten geliebt und verehrt.
Er hatte mir Sicherheit gegeben, war eine Burg für dunkle Tage. Er hatte keine Probleme stellvertretend gelöst, sondern mir in diesen jedes Mal den nötigen Halt gegeben. Indem er einfach nur dagewesen ist, zugehört hatte und ich wusste, dass er mich versteht. Ich wusste immer, wo ich hingehen kann. Wo einfach nur Tee trinken und klönen, jammern, meckern, schimpfen.... und stets kam auf alles zuerst ein leichtes Lächeln. Manchmal habe ich mich vor dem Leben einfach zu ihm geflüchtet.
Er war Förster, ein guter sogar, so führten uns die Wege sehr oft nach draußen, da wo ich sowieso immer am liebsten war.
Die Jahre und zahllosen Erlebnisse, die wir hatten, sind noch aus heutiger Sicht die schönsten bisher. Ich bezeichne ihn jetzt als den besten Freund, den ich je hatte.
Sein Sockel wurde immer höher. Oft erwische ich mich, dass ich die mir begegnenden Männer mit ihm vergleiche. Das ist nicht nur ungerecht, das ist gefährlich. Kann aber nichts so richtig dagegen machen. Habs eines Tages einfach so akzeptiert.
Zusätzlich war er damals meinem Opa so ähnlich, die zweite Person, die ich immer vermissen werde.
Ich habe das in die Plauderecke gesetzt, weil es kein Problem ist, empfinde es trotz allem jedenfalls als keines.
Habt ihr so eine Person, die ihr oft ganz dolle vermisst? Und wie geht ihr damit um?
Liebe Grüße!
durch den Ja/Nein-Faden wurde ich ganz dolle an jemanden erinnert, der schon vor vielen Jahren gestorben ist. Er war, da mein leiblicher eben irgendwie nie ein richtiger sein konnte, mein Ersatz-Vater gewesen.
Er ist schon so lange tot, und doch geht er nicht aus meinem Herzen und Kopf heraus. Er hat eine ganz besondere Stellung in meinem Leben.
Noch Jahre nach seinem Tod durfte niemand seinen Namen erwähnen, schon saß der Kloß in meinem Hals und ich hatte mit den Tränen zu kämpfen. Klar, der Tod verklärt Personen. Das habe ich mir dann mal bewusst gemacht, weil es doch nicht so weitergehen konnte. Zählte im Kopf seine Macken auf und was mich an ihm oft störte. Aber leider haben sich auch die relativiert gehabt, denn sie haben sich irgendwann in meinem Leben doch auch wieder "als richtig" erwiesen.
Wenn ich traurig und verzweifelt war, habe ich nicht nach meiner Mutter, sondern nach ihm gerufen und mit ihm "erzählt". Und gehadert, dass er mich allein zurückgelassen hatte.
Ich habe nicht erst, wie so manche es tun, nach seinem Tod gewusst, was ich verloren hatte, sondern ihn schon zu seinen Lebzeiten geliebt und verehrt.
Er hatte mir Sicherheit gegeben, war eine Burg für dunkle Tage. Er hatte keine Probleme stellvertretend gelöst, sondern mir in diesen jedes Mal den nötigen Halt gegeben. Indem er einfach nur dagewesen ist, zugehört hatte und ich wusste, dass er mich versteht. Ich wusste immer, wo ich hingehen kann. Wo einfach nur Tee trinken und klönen, jammern, meckern, schimpfen.... und stets kam auf alles zuerst ein leichtes Lächeln. Manchmal habe ich mich vor dem Leben einfach zu ihm geflüchtet.
Er war Förster, ein guter sogar, so führten uns die Wege sehr oft nach draußen, da wo ich sowieso immer am liebsten war.
Die Jahre und zahllosen Erlebnisse, die wir hatten, sind noch aus heutiger Sicht die schönsten bisher. Ich bezeichne ihn jetzt als den besten Freund, den ich je hatte.
Sein Sockel wurde immer höher. Oft erwische ich mich, dass ich die mir begegnenden Männer mit ihm vergleiche. Das ist nicht nur ungerecht, das ist gefährlich. Kann aber nichts so richtig dagegen machen. Habs eines Tages einfach so akzeptiert.

Zusätzlich war er damals meinem Opa so ähnlich, die zweite Person, die ich immer vermissen werde.
Ich habe das in die Plauderecke gesetzt, weil es kein Problem ist, empfinde es trotz allem jedenfalls als keines.
Habt ihr so eine Person, die ihr oft ganz dolle vermisst? Und wie geht ihr damit um?
Liebe Grüße!


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