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    #16
    Hallo!

    Was hat sich geändert in den letzten Jahrzehnten (nur auf Westdeutschland bezogen)?

    Der Kuppeleiparagraph fiel weg, sodaß man auch als unverheirateter Mensch den Partner in der Mietwohnung empfangen durfte. Die Pille und Kondome wurden allgemein verfügbar.
    Meine Eltern, Professoren und andere Leute, die im und nach dem zweiten Weltkrieg geboren sind, haben mir von diesen Dingen viel erzählt. Von lustigen Episoden bis zu tragischen. Z.B. aus diversen Wohnungen hinausgeworfen zu werden, weil die Verehrer Steinchen ans Fenster warfen und die Vermieterinnen wegen des Kuppeleiparagraphen Angst hatten, die junge Frau noch weiter zu beherbergen. Als unverheiratete junge Frau in der Ausbildung in der Fremde eine Fehlgeburt zu erleiden und keine Frau aus dem Dorf darauf ansprechen oder um Hilfe bitten zu können, weil ja alle - zumindest nach außen - so katholisch waren.

    Der Hut und das Kopftuch haben massiv an Popularität bei der alteingesessenen deutschen Bevölkerung verloren. Kopftücher werden inzwischen fast nur von Musliminnen oder alten rußlanddeutschen Frauen getragen. Hüte sind ein exzentrisches Hobby geworden. Dafür gibt es jetzt jede Menge Basballkappen zu bewundern.

    "Mode für die Frau ohne Alter" ist als terminus technicus verschwunden.

    Man kann überall etwas zu essen und zu trinken kaufen und in der Öffentlichkeit verzehren, ohne in ein Restaurant gehen zu müssen.

    Im Kino wird nicht mehr geraucht, Vorfilme gibt es fast nie. Dafür wird unheimlich viel gegessen und es gibt Hinweise darauf, den Film nicht abzufilmen und das Handy auszustellen. Die weite Verbreitung des Fernsehens hat das Kino seit den 50er Jahren in Nöte gebracht. Die großen Kinos werden inzwischen fast nur von jungen Menschen besucht.

    Das Privatfernsehen hat die Fernsehlandschaft radikal verändert. Es gibt ein Überangebot an obskuren Sendern und Musiksender senden fast alles - außer Musik.

    Es ist fast unmöglich, in einem Geschäft oder Restaurant nicht mit Musik beschallt zu werden. Selbst in den Wartezimmern der Ärzte wird es Mode, Musik zu spielen.

    Statt zu planen, verabredet man sich eher spontan und ruft lieber zehnmal an, weil man sich dauernd umentscheidet. Dafür findet man sich aber auch leichter wieder, wenn man sich aus den Augen verliert.

    So, das war es fürs erste. Später mehr.

    Viele Grüße,
    Freundin der Weisheit

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      #17
      Zitat von avalon Beitrag anzeigen
      Da fällt mir grad ein das mein Sohn mich mal nach diesen komischen großen schwarzen Scheiben wo Musik rauskommt gefragt hat.
      Kennt die noch jemand?
      wenn du so weit zurück gehst dass du damit schelaks meinst?
      jep ich hab vor einigen jahren eine am flohmarkt erstanden.
      und musste dann einige andre flohmärkte abklappern um an einen
      plattenspieler zu kommen, bei dem man die geschwindigkeit noch ändern konnte.
      aber es funktionierte dann beides wunderbar.
      und rauschte genauso wie das lied hies "good old michigan water tastest like terpentine" oder so ähnlich

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        #18
        Da fällt mir grad ein das mein Sohn mich mal nach diesen komischen großen schwarzen Scheiben wo Musik rauskommt gefragt hat.
        Kennt die noch jemand?

        Kennen?
        Ich hab meinen Mann mal davor bewahrt seine zu verkaufen.
        Hab sie immer noch mehrere hundert verteilt in verschiedenen Kleiderschränken.
        Alle gut erhalten und wenn es meinen Mann mal überfällt ja dann spielt er sie ab und ist irgendwie versunken in Gedanken die er vielleicht sonst nicht hätte.
        Ja und wenn man noch mal eben Kasetten kaufen könnte dann würd er mir bestimmt meine Lieblingslieder aufnehmen.
        Bein suchen allerdings findet man heute schneller eine CD auf der alle Lieder schon drauf sind

        Ja und wer suchet der findet noch ein Gerät ganz unten im Kleiderschrank - ich glaub Commodore 64, keine Ahnung was man damit überhaupt anfangen könnte, geschweige denn wer das dort hinein gestellt haben könnte.

        Die gute alte Zeit unten in meinen Schränken verstaut und da wundert sich mein Mann dann wenn ich nichts aktuelles zum anziehen habe, ist einfach kein Platz für so viel Neues

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          #19
          Liebe Ulrike,

          nein so weit zurück wie Schelackplatten war es nicht gemeint.

          Mein Sohn ist mit Kassetten und CDs aufgewachsen und meinte die ganz einfachen LPs.
          Ist schon beeindruckend was sich alles verändert hat. Vor allem wie schnell.

          Als ich nach 1,5 Jahren Afrika hier wieder angekommen bin, konnte ich viele Dinge überhaupt nicht fassen. Kaffeemaschinen mit Pads, das war wie Utopie für mich. Dabei war ich so lange gar nicht weg;)

          Manchmal habe ich das Gefühl ich bin schon in der Zukunft.

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            #20
            Zitat von Fanni Beitrag anzeigen
            Die gute alte Zeit unten in meinen Schränken verstaut und da wundert sich mein Mann dann wenn ich nichts aktuelles zum anziehen habe, ist einfach kein Platz für so viel Neues

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              #21
              Zitat von Freundin der Weisheit Beitrag anzeigen
              Selbst in den Wartezimmern der Ärzte wird es Mode, Musik zu spielen.
              "Wo gesungen wird, da lass dich nieder ..."

              Wäre es dir lieber die Ansprache von Frau Merkel in einer Endlosschleife zu hören??


              Zitat von Avalon
              Ist schon beeindruckend was sich alles verändert hat. Vor allem wie schnell.
              Und dann ist doch vieles noch Steinzeit.
              Oder warum fährt das Auto heute immer noch mit Benzin? Obwohl das erste Elektro-Auto 1881 (!) erfunden wurde??

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                #22
                [QUOTE=Zauberwort;368107]"Wo gesungen wird, da lass dich nieder ..."

                Wäre es dir lieber die Ansprache von Frau Merkel in einer Endlosschleife zu hören??

                Bloss nicht, aber das ist in den Niederlanden auch hoechst unwahrscheinlich. Ich will nur einfach in Ruhe lesen. Da ich bei der Arbeit zwoelf Stunden am Tag hirnlose Radiosendungen hoeren muss, ist mein Beduerfnis nach Ruhe gewachsen.

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                  #23
                  Zitat von Freundin der Weisheit Beitrag anzeigen
                  Da ich bei der Arbeit zwoelf Stunden am Tag hirnlose Radiosendungen hoeren muss, ist mein Beduerfnis nach Ruhe gewachsen.

                  12 Stunde am Tag? oh man, du bist nicht zu beneiden

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                    #24
                    bevor alle hier in der Nachtbar versacken noch einen Gedanken:
                    Ich gebe gerade ein Seminar, in dem es uA auch um das Thema Telefonie und Internet geht.
                    Heute sollten die Teilnehmer lernen, wie die Telefonie von einem Analoganschluss bis zur DSL-Telefonie funktioniert.
                    War ganz schön spannend, was sich -in den wenigen Jahren eigentlich-, gerade in dem Bereich verändert hat.

                    Kennt jemand noch den Ton, wenn sich ein analoges Modem einwählt??


                    na, dann
                    YouTube - Modem sound

                    LG

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                      #25
                      is nur witzig gell,man sagt immer noch das handy läutet,
                      dabei läuten die schon lange nicht mehr, "es redet" oder "es singt" wäre passender

                      hab übrigens nach 3 jahren meinen klingelton gewechselt,
                      seit dem fühl ich mich nicht mehr angesprochen, wenn es *scheppert*

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                        #26
                        Hallo zusammen!

                        Mir ist diese wunderbare Rundmail zugesendet worden.... die passt wohl recht gut in diesen Faden des Wandels??!!

                        Message from the CEO (Christmas Event Organizer)
                        Dr. J. Christus v.Bethlehem.
                        Also Kinder, ich bin jetzt im Urlaub.
                        Aller Vorrausicht nach bin ich bis Weihnachten wieder da, aber die Vorbereitungen
                        darauf sollten natürlich jetzt schon loslaufen.
                        �� Status:
                        Wie Weihnachten letztes Jahr im Internet gezeigt hat, heißt Weihnachten
                        nicht mehr Weihnachten, sondern X-mas, also muss der Weihnachtsmann
                        entsprechend auch ab jetzt X-man heißen!
                        Da X-mas quasi schon vor der Tür steht, ist es spätestens seit Oktober
                        höchste Zeit, mit der Weihnachtsvorbereitung zu beginnen.
                        Verzeihung, seit Oktober ist es höchste Zeit, mit dem Weihnachts-roll-out zu
                        starten und die Christmas-Mailing-Aktion just in time vorzubereiten.
                        �� Hinweis:
                        Die Kick-Off-Veranstaltung (früher 1. Advent) für die diesjährige SANCROS
                        (Santa Claus Road Show) findet bereits am 27. November statt.
                        Daher wurde das offizielle come-together des Organizing Commitees unter
                        Vorsitz des CIO (Christmas Illumination Officer) abgehalten.
                        Erstmals haben wir ein Projekt-Status-Meeting vorgeschaltet, bei dem eine
                        in Workshops entwickelte to-do-Liste und einheitliche Job Descriptions
                        erstellt wurden. Dadurch sollen klare Verantwortungsbereiche, eine
                        powervolle Performance des Kundenevents und optimierte Geschenk-
                        Allocations geschaffen werden, was wiederum den Service-Level erhöht
                        und außerdem hilft, X-mas als Brandname global zu implementieren.
                        Dieses Meeting diente zugleich dazu, mit dem Co-Head des Global
                        Christmas Markets (früher Knecht Ruprecht) die Ablauforganisation
                        abzustimmen, die Geschenk-Distribution an die zuständigen private-
                        Schenking-Center sicherzustellen und die Zielgruppen klar zu definieren.
                        Erstmals sollen auch sog. Geschenk-Units über das Internet angeboten
                        werden.
                        Die Service Provider (Engel, Elfen und Rentiere) wurden bereits via
                        conference call virtuell informiert und die core-competence vergeben.
                        Ein Bündel von Incentives und ein separates Team-Building-Event an
                        geeigneter location sollen den Motivationslevel erhöhen und gleichzeitig
                        helfen, eine einheitliche corporate culture samt identity zu entwickeln.
                        Der Vorschlag, jedem Engel einen coach zur Seite zu stellen, wurde aus
                        Budgetgründen zunächst gecancelled. Stattdessen wurde auf einer
                        zusätzlichen Client Management Conference beschlossen, in einem
                        testmarket als Pilotprojekt eine Hotline für kurzfristige Weihnachtswünsche
                        einzurichten, um den added value für die Beschenkten zu erhöhen.
                        Durch ein ausgeklügeltes Management Information System (MIST) ist auch
                        benchmark-orientiertes Controlling für jedes private-Schenking-Center
                        möglich.
                        Nachdem ein neues Literaturkonzept und das layout-Format von externen
                        Consultants (Osterhasen Associates) definiert wurde, konnte auch schon
                        das diesjährige Goldene Buch (Golden Book Release V2.22.113.1) erstellt
                        werden.
                        Es erscheint als Flyer, ergänzt um ein Leaflet und einen Newsletter für das
                        laufende updating. Hochauflagige lowcost-giveaways dienen zudem als
                        teaser und flankierende Marketingmaßnahmen.
                        Ferner wurde durch intensives brainstorming ein Konsens über das Mission
                        Statement gefunden.
                        Es lautet: "Let's keep the candles burning"
                        und ersetzt das bisherige "Frohe Weihnachten".
                        X-man hatte zwar anfangs Bedenken angesichts des corporate redesigns.
                        Er akzeptierte aber letztlich den progressiven Consulting- Ansatz, auch im
                        Hinblick auf das Sharholder-value, und würdigte das Know-how seiner
                        Investor-Relation-Manager.


                        In diesem Sinne: Schönen Advent

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